Ein Blog über Religion und Politik

Ein schönes Motto

Von 16. Oktober 2009 um 15:07 Uhr

“The test of a first-rate intelligence is the ability to hold two opposed ideas in mind at the same time and still retain the ability to function.”

F. Scott Fitzgerald

Ich würde das mal so übersetzen:

Erstklassige Intelligenz erweist sich an der Fähigkeit, zwei entgegengesetzte Ideen gleichzeitig im Geiste zu bewegen – und dabei weiter zu funktionieren.

F. Scott Fitzgerald brauchte sehr viel Alkohol bei dem Versuch, nach diesem Satz zu leben.

Wir haben das Internet, das eigentlich ein erstklassiges Instrument sein könnte, dem Fitzgerald’schen Ideal nahezukommen. Den auf jede Idee, die man äußert, antwortet zuverlässig ein anderer mit einer entgegengesetzten.

Es käme nur noch darauf an, daraus etwas zu machen, statt sich allzu sehr in Abwehr zu ergehen.

Ob es wohl möglich wäre, dass dieser Geist unsere Threads prägt?

Kategorien: Extremely Off Topic
Leser-Kommentare
  1. 1.

    OT bei EOT
    Habe gerade einen Sky-News-Bericht über Geert Wilders 5-stündigen Besuch in London gesehen. Während er in Westminster an einer Pressekonferenz teilnahm, demonstrierten hauptsächlich junge bärtige Männer draußen vor der Tür. Auf ihren Bannern stand: “Shariah for the Netherlands. Islam shall be superior”; “Islam will dominate the world. Freedom can go to hell”.”. Ein junger Demonstrant meinte: “He should come out and talk to us Muslims and we would show him what we feel. He should be glad that he is in the UK and he is protected by police. Otherwise…”

    • 16. Oktober 2009 um 20:47 Uhr
    • Miriam
  2. 2.

    Douglas Adams hat das in einem Roman erweitert darauf, dass es Roboter gibt, die das Glauben über nehmen und dass die neueste Version davon 22 verschiedene sich gegenseitig ausschliessende Glaubenssysteme glauben können.

    Es war wohl in “Dirk Gently’s Holistic Detective Agency”

    Ich halte die Fähigkeit übrigens nicht für Intelligenz, sondern (bei Menschen) für die Unfähigkeit, sich den Widerspruch einzugestehen. Oder das Talent der Verdrängung.

    • 17. Oktober 2009 um 14:16 Uhr
    • FreeSpeech
  3. 3.

    (Klärung: Während es bei Fitzgerald um das Jonglieren mit Vorstellungen geht, geht es bei Douglas um Dinge, die der Betreffende man glaubt)

    • 17. Oktober 2009 um 14:23 Uhr
    • FreeSpeech
  4. 4.

    Herr Lau,

    <<<
    Es käme nur noch darauf an, daraus etwas zu machen, statt sich allzu sehr in Abwehr zu ergehen.
    <<<

    Das mit der Abwehr ist Zwingend, wenn man Menschenverachtung predigt, aber gleichzeitig den Anspruch erhebt aus humanistischen Motiven zu handeln. So ist Verwirrung nicht zu lösen. Welchen pathologischen Grad solche Wahrnehmung besitzt, kann man daran bemessen, wie Extremereignisse verarbeitet werden. Solange man Massenmord in Libanon/Gaza nicht als solchen wahrzunehmen vermag, wie der Großteil der hiesigen Forenteilnehmer, wird Ihre Hoffnung vergebens sein. Auch wenn Sie selber gelegentlich nachträglich ohne konkret zu sein zu Selbstkritik fähig sind, agieren Sie bei Ihrem ausgesprochenen Wunsch nicht vorbildlich. Dafür ist Ihre Meinung zu schwankend, weil zu emotional.

    • 17. Oktober 2009 um 16:03 Uhr
    • Erol Bulut
  5. 5.

    @ Erol Bulut

    Gegenüber Israel besteht in Deutschland eine besondere Verantwortung; diese äußert sich auch in einer äußersten Zurückhaltung in der Kritik prominenter Politiker oder Journalisten am Verhalten der israelischen Regierung wie auch einiger jüdischer Organisationen. Schweigen bedeutet keine Zustimmung. Franzosen, Engländer, Amerikaner oder Israelis können Kritik unbefangener äußern als Deutsche, auch wenn A. Grosser und andere von Deutschland mehr fordern.

    „Es gehöre zum personalen Selbstverständnis der heute in Deutschland lebenden Juden, als eine durch das Schicksal herausgehobene Personengruppe begriffen zu werden, der gegenüber eine besondere moralische Verantwortung bestehe,“ äußerte das Bundesverfassungsgericht vor wenigen Monaten in einer Urteilsbegründung.

    Solange die Existenz Israels mit dem Holocaust in engste Verbindung gesetzt wird, ist eine Änderung bezüglich einer deutlicheren Kritik deutscherseits an Israel nicht möglich.

    Ihre Verärgerung sollten Sie etwas begrenzen.

    • 17. Oktober 2009 um 20:45 Uhr
    • Krähling
  6. 6.

    Darf man das “schöne” Motto auch hinterfragen? Immerhin stellt ja der Blogmaster selber fest, daß Fitzgerald sehr viel Alkohol brauchte, um klarzukommen. Das würde wohl auch anderen leuten so gehen, die zwei widersprüchliche Ideen gedanklich bewegen wollen, ohne in Konflikte zu geraten.

    Entweder – Oder. (So wie schon bisher in den Kommentarspalten).

    Sowohl- als auch ist nur was für Alkoholiker. ;-)

    • 18. Oktober 2009 um 01:49 Uhr
    • Flash
  7. 7.

    @ Erol Bulut

    Warum sollen jetzt auch noch Deutsche sich gegen Israel so weit aus dem Fenster lehnen? Es reicht doch, wenn die halbe Welt (soweit sie muslmisch ist) in Israel den Sündenbock sieht für alle eigenen Probleme.

    Warum ums in feindschaften hineinziehen, die uns gar nichts angehen? Für uns wie für euch gilt: Entweder – oder.

    • 18. Oktober 2009 um 01:53 Uhr
    • Flash
  8. 8.

    Korrektur: Warum “uns”…

    • 18. Oktober 2009 um 01:53 Uhr
    • Flash
  9. Kommentar zum Thema

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