Ein schönes Motto

Von 16. Oktober 2009 um 15:07 Uhr

“The test of a first-rate intelligence is the ability to hold two opposed ideas in mind at the same time and still retain the ability to function.”

F. Scott Fitzgerald

Ich würde das mal so übersetzen:

Erstklassige Intelligenz erweist sich an der Fähigkeit, zwei entgegengesetzte Ideen gleichzeitig im Geiste zu bewegen – und dabei weiter zu funktionieren.

F. Scott Fitzgerald brauchte sehr viel Alkohol bei dem Versuch, nach diesem Satz zu leben.

Wir haben das Internet, das eigentlich ein erstklassiges Instrument sein könnte, dem Fitzgerald’schen Ideal nahezukommen. Den auf jede Idee, die man äußert, antwortet zuverlässig ein anderer mit einer entgegengesetzten.

Es käme nur noch darauf an, daraus etwas zu machen, statt sich allzu sehr in Abwehr zu ergehen.

Ob es wohl möglich wäre, dass dieser Geist unsere Threads prägt?

Kategorien: Extremely Off Topic
Leser-Kommentare
  1. 17.

    @ Bürol Kulut

    Danke für Ihre Erläuterungen. Vielleicht waren Ihre Erwiderungen nicht nur für mich missverständlich.
    Was die israelische Innen- und Außenpolitik anbetrifft, lese ich gern die Kommentare von Grosser, Avneri, Chomsky, Burg u.v.a. Vielleicht steht ein weiterer Sarrazin auf, der das Thema in einer Weise aufgreift, dass auch in Deutschland – wenigstens im Internet – die „Wogen“ hoch gehen, und sich nach der Glättung der Wellen zeigt, dass es Zeit war, – ein weiteres vermeintliches (?) Tabu aufzugreifen. Allerdings sollte allen klar sein, dass die Politik Deutschlands nur in engster Abstimmung mit den USA erfolgen wird, möchte Deutschland nicht ein Drittes Mal in Europa isoliert dastehen! Schauen Sie sich die Biografie und das Handeln des Dr. J. Fischers an und sie sehen, was in Deutschland den Erfolg ausmacht.
    Hohmann hatte u.a. auf das unverantwortliche Geschreibsel von Goldhagen, mit der Wiederaufnahme der „Kollektivschuldthese“ – dass in Deutschen Medien viel bejubelt wurde – in einer etwas unglücklichen Art geantwortet. Dass die CDU Hohmann mit dem Parteiausschluss aus dem Wind nahm, um die von den bekannten Medien angeführte Pressekampagne zu beenden, ist eines der Schandmale der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Liste der Personen, denen seitens der Presse die Finger verbrannt wurden, ist bekanntlich länger. Ich bitte um Nachsicht, dass die Verhältnisse nun einmal so sind.
    Es ist unendlich Schade, dass durch eine laxe Politik und falsche Zeichensetzungen nicht zu Beginn von Fehlentwicklungen deutlich gehandelt wurde, zum Schutz der „Türken“, die in Deutschland lebten. Nun ist das Image nachhaltig beschädigt. Unseligerweise versuchen noch immer Zeitgenossen, mit der Gleichsetzung von Antisemitismus und Islamophobie die Politik zu hindern, das zu tun, was seit langem notwendig ist.
    Da ich längere Zeit im arabischen Raum gelebt habe weiß ich sehr wohl, dass es Aspekte im bürgerlichen Leben dortiger Familien gibt, die außerordentlich respektabel sind. Zu schämen hatte ich mich über das Verhalten Deutscher Touristinnen, die sich als Prostituierte verhielten.
    Seit längerem werden „gute Arbeitsplätze“ in Deutschland immer knapper, die Konkurrenz auch zwischen Deutschen nimmt deutlich zu. Ich habe sehr viel Geld in die Ausbildung meiner Kinder investiert und Fördere meine Enkelkinder ebenso. Die Eintrittskarten werden immer teurer, handelt es sich nicht um Menschen mit sehr guten Fähigkeiten. Die angedachten Quotierungen für Menschen „mit Migrationshintergrund“ werden zu einem weiteren Zerfall der Gesellschaft führen. Dass sich Türkischstämmige benachteiligt fühlen und sich diskriminiert fühlen, ist nachvollziehbar und bedauerlich. Ich hoffe, dass alles getan wird, dass keine Radikalisierung eintritt. Andererseits gibt es auch immer mehr „Autochthone“, deren Lebensweg bescheidener als gehofft verläuft. Da steht der Gedanke, „Ausländer nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg“ auch im Raum. Hierbei sind auch „Russlanddeutsche“ u.a. Gruppen angesprochen.
    Die Fehler der Vergangenheit lassen sich vielleicht darin zusammenfassen, dass man ein Land, genauer die Menschen darin, nicht überfordern darf.
    Der Begriff Integration ist noch nicht halbwegs konsensfähig definiert. Jeder darf sich darunter selbst etwas vorstellen. Die „Integrationspolitik“ hat Freiräume geschaffen, die einige ausnutzten und damit das Ganze beschädigten. Wer Schuld trägt? Sarrazin prügelte Nutznießer, er hätte besser auch die prügeln sollen, die die Missstände geschaffen und zugelassen haben.
    Wir haben zum Optimismus keine Alternative. Wenn bei Vertretern von Migrantengruppen beispielsweise in TV-Debatten nicht nur Abwehrhaltungen produziert werden, sondern eine aktive, kritische Mitwirkung sichtbar ist, die die Regeln der Deutschen Gesellschaft akzeptiert, kommen wir weiter. Das gleiche gilt für die Kommentare führender Vertreter über Pressemeldungen.

    Antworten

    • 19. Oktober 2009 um 10:10 Uhr
    • Krähling
  2. 18.

    PS

    Mir fällt noch die Geschichte des Israelbesuchs des „Deutschen“ Papstes ein, mit welchem Druck im Vorfeld operiert wurde. Die Werkzeuge sind zwar etwas abgenutzt, aber Nachwuchsschreiber können sich in den bekannten Kampagnemedien noch immer ein paar Sporen verdienen und Etablierte ihre correcte Gesinnung darstellen.

    Aber eigentlich sollten wir beim Thema bleiben. FreeSpeech hat ein schönes Beispiel gegeben, ich muss leider auch sagen, dass es ein paar Themen gibt, bei denen es mich ein wenig fort trägt.

    Antworten

    • 19. Oktober 2009 um 10:21 Uhr
    • Krähling
  3. 19.

    “The test of a first-rate intelligence is the ability to hold two opposed ideas in mind at the same time and still retain the ability to function.”

    Das ist ziemlich genau die Definition von “double-think”. Wenn einem sowas also unter Alkoholeinfluss gelingt, dahingestellt. Ich bitte aber darum, es nicht zum Leitbild unseres Blogs zu machen.

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    • 19. Oktober 2009 um 15:08 Uhr
    • Jens
  4. Kommentar zum Thema

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