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Warum Ahmadinedschad gegen die Besetzung der US-Botschaft war

Von 9. November 2009 um 16:15 Uhr

Interessanter Hintergrundbericht in der New York Times (online): Der heute größte Kritiker des “US-Imperialismus” war vor 30 Jahren dagegen, die US-Botschaft in teheran zu besetzen. Machmud Ahmadinedschad hatte damals wesentlich mehr Angst davor, den Einfluss der Russen auf Iran zu stärken, als vor dem amerikanischen Einfluss, der zum Haupt-Topos der Propaganda der Islamischen Republik werden sollte.

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Bild: M. Ahmadinedschad als Studentenaktivist Ende der Siebziger
Die Einmischungen Russlands (seit der Zarenzeit) und später der Sowjetunion wurden immer weiter heruntergespielt gegenüber den Briten und den Amerikanern. Aber der junge Ahmadinedschad sorgte sich mehr um den Einfluss des nördlichen Nachbarn.

Merkwürdige Ironie der Geschichte: Heute sind es die Russen, die sich zur de facto Schutzmacht Irans entwickelt haben. Darum wurde in diesem Jahr auch von Demonstranten der “Grünen Bewegung” der Slogan “Tod Amerika!” in “Tod Russland!” verwandelt – weil Russland die gefälschte “Wahl” Ahmadinedschads anerkannt hatte, indem es den Präsidenten Irans kurz danach schon empfing.

Kategorien: Iran, Russland, USA
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Werter Herr Lau, anstatt sich über die 30 Jahre alten Gedanken eines Kapitalverbrechers den Kopf zu zerbrechen, sollte sich die NY Times vielleicht besser um mögliche Botschaftsgeiselnahmen der Gegenwart kümmern.
    Wenn ich an die iraelische Botschaft in der Türkei denke, wird wir ganz warm ums Herz – bei solchen Treffen:

    “Erdogan says favors Bashir over Netanyahu”

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3802150,00.html

    • 9. November 2009 um 16:48 Uhr
    • christian aka tati
  2. 2.

    bei solchen mustergültigen EU-Kandidaten

    http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=110791&sectionid=351020101

    • 9. November 2009 um 16:50 Uhr
    • christian aka tati
  3. 3.

    @ tati: Einspruch – das ist ein wichtiges Detail zum Verständnis der Anti-US-Propaganda Irans.
    Die Entwicklung der Türkei ist besorgniserregend, eben dies war hier schon Thema.

    • 9. November 2009 um 17:05 Uhr
    • Jörg Lau
  4. 4.

    Das war kein “Entweder-Oder”.
    Kurz darauf haben die Mullahs die moskautreue Tudeh Partei im Iran zerschlagen.

    • 9. November 2009 um 19:41 Uhr
    • J.S.
    • 9. November 2009 um 21:51 Uhr
    • christian aka tati
  5. 6.

    Fort Hood: Political Correctness Is Killing Us — Jack Engelhard

    http://www.gather.com/viewArticle.action?articleId=281474977892848

    • 9. November 2009 um 22:08 Uhr
    • christian aka tati
  6. 7.

    Im Spiegel findet sich folgendes biographische Detail über Hood:
    “Einem Onkel zufolge soll er Psychiater statt Chirurg geworden sein, nachdem er einmal bei einer Geburt ohnmächtig geworden war. Der in Ramallah lebende Rafiq Hamad beschreibt seinen Neffen [Hood] als sehr sensiblen Menschen, der seinen Vogel aus dem Mund fütterte und monatelang trauerte, als das Tier starb.”

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,660281,00.html

    • 10. November 2009 um 07:45 Uhr
    • Bergpalme
  7. 8.

    Lustig, der Irre kann nun wirklich auf Augenhöhe mit Obama verhandeln, hat er sich doch einfach einen Friedensnobelpreis geklaut, den von Schirin Ebadi.

    • 27. November 2009 um 13:43 Uhr
    • PBUH
  8. Kommentar zum Thema

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