Wie man mit Fundamentalisten debattiert
Zeigt hier der britische Journalist Johann Hari, der mit Sajjad Khan einem Vetreter der Hizb-ut-Tahrir auf dem “Islam Channel” diskutiert. Hizb-ut-Tahrir will das Kalifat wieder einführen:
(Kann wegen Erkältung nicht regelmässig posten. Ab morgen auf Reisen mit dem Verteidigungsminister, darum auch unregelmässiges Erscheinen hier.)
Kategorien: Debatte
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OT – Linksterroristen verhindern Filmaufführung und rufen “Judenschweine”
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,661980,00.html
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@Miriam
aha, er hat sich bei ihnen also mit nur einer aussage disqualifiziert.
Übersehen wir mal diese eine aussage oder auch einige andere die für sie schon über das ziel hinausschiessen, genauso wie man bei sarazin und anderen schnell bereit war ein auge zu zudrücken, wenn sie im neu hochdeutsch nicht diffamieren, sondern nur “Überspitzt auf etwas hinweisen”. Wenn man bei ihm nun die eine oder andere überspitzte formulierung weglässt, so ist er derzeit der einzige der sehr ausführlich auf eine “bewegung” aufmerksam macht, die genauso existiert wie er es in seinem buch aufgearbeitet hat. Wollen sie DAS etwa verleugnen ?
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Ein weiteres problem dabei ist aber auch die einordnung von menschen verschiedener Klassen , Ethnien, Gruppierungen allgemein – z. b. in rechtilicher hinsicht, wenn menschen aufgrund bestimmter zugehörigkeit zu bestimmten gruppierungen juristisch anders behandelt werden als leute, die man anderen gruppierungen zuordnet, obwohl ähnliche taten vorliegen.
“Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die verstehen und sogar rechtfertigen, warum Alex W. eine schwangere Frau getötet und beinahe auch ihren Mann ums Leben gebracht hat, die diesen Messerstecher geradezu für einen Helden halten…”
Neben der allegmeinen aussage, die erst einmal begründet werden müßte – und dies geschieht durch etwas so schwammiges sehr oft wie der behauptung eines ‘allgemeinen rassismus’ – steht dann als völlig unakzeptables soetwas wie die behauptung, daß bestimmte Verhaltensnormen und Werte aus einem set von religiösen Aussagen und interpretationen und traditionen herausfließen sollen, das nicht akzeptiert wird.
Erste auffälligkeit: warum wird von so manchen etwas so schwammiges wie einen “allgemeinen Rassismus (unter den Deutschen autochonen)” akzeptiert, aber etwas, was man wesentlich besser begründen kann wie einen zusammenhang von werten in einer gemeinschaft, die sich auf religiöse formen stützt, nicht?
Zweitens – warum wir mitgliedern einer Grupe einfach so schnell im gesellschfatlichen und auch juristischen Kontexten die ‘Opferrolle’ und auch ‘Kulturell zu zählende Besonderheiten’ (was in anderen zusammenhängen bestritten wird) zugesprochen , was den eindruck von ungerechten jurtistischen urteilen entstehen läßt inmeinen augen.
Alex W. wird für diese – bestialische- Tat nun sein leben lang eingesprrt – ok.
Warum aber dann dies hier:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1271787/36-Messerstiche-Anwalt-Tat-war-nicht-geplant.html
A7ch hier haben wir einen ‘Messerstecher’ – dem es verboten war, seine ex-frau noch mal zu sehen und warum wird sein messer, dass er dabei hatte und mit dem er den mord durchführte, nicht genauso als Mordabsicht gewertet und wieso fällt sogar der Staatsanwaltschaft ein, zu gunsten des Angeklagten auf dessen ‘schwierige lebenssituation’ zu insistieren, aber bei Axel W. nicht, sondern ihn wie in einem freisler-prozess sogar persönlich anzugehen als jemand, den der staatsanwalt anspricht alsjemanden, dem er froh wäre nie wieder sehen zu müssen….?
Was macht diese Tötung zu etwas besseren, daß da sogar von der staatsanwaltschaft ‘Nur’ 9 Jahre dafür geben mag.
Die emotionale zerrüttelung aufgrund einer gescheiterten Liebesbezoiehung zählt, die aufgrund eines gescheiterten lebens nicht?
Urteile wie diese udn viele andere stößen nunmal bei sehr vielen menschen auf immer mehr unverständnis – gerade dann, wenn man sich nicht davon erwehren kann, daß sie in bestimmten gruppierungen öfters zu deren gunsten ausgesprochen werden.
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@PBUH
>>Meist beruhen sogar diese angeblichen Hassposts auf Wahrnehmungsstörungen und existieren so überhaupt nicht.>>
Schön, wenn es so wäre. Aber ich habe Sachen auf einschlägigen Websites gelesen, die ich nicht einmal zwecks Archivierung herunterladen konnte, so übel wurde mir beim Lesen.
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PBUH #9, ich will ja nicht Ihr Schwarz-Weiß-Weltbild zerstören, aber diese Aktion der B5 ist absolut unerträglich für Linke, zu denen ich mich auch zähle.
Die Verursacher werden noch ihr Fett abbekommen. Die Mehrheit der Linken lehnt diese Aktion ab. Am besten dazu fand ich den folgenden Kommentar:
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/11/04/antisemiten-verhindern-lanzmann-film-auf-st-pauli_1776
“Bei B5-Spektrum und Co gibt es sofort antisemitische Beißreflexe, sobald das Wort “Israel” auch nur in Erscheinung tritt.
Da wird ein Film eines jüdischen Antifaschisten, der der interessanten Frage nachgeht, welche Bedeutung Israel für Holocaust-Überlebende hat, zum Angriffsziel. Ihr erledigt mit solchen Angriffen den Job der Nazis!!!
Betrachtet man sich den unverhohlen Hass der antisemitischen Akteure wird die Bedeutung eines Staates wie Israel, der als Schutzort für jüdische Menschen dient, umso größer.
Eine Sache, die ich ganz besonders spannend finde, bei den sogenannten “Antiimperialisten”, ist jedoch folgende:
Der Staat Israel wird mit allen Mitteln bekämpft, während beispielsweise zu den völlig wahnsinnigen Organisationen wie Hamas, Hisbollah oder Gottesstaaten wie Iran usw., in denen Frauenrechte mit Füßen getreten werden, Homosexuelle mit der Todesstrafe belegt werden und einem eliminatorischen Antisemitismus das Wort geredet wird, nie auch nur ein Kommentar fällt.
Findet Ihr diese homophoben, antisemitischen, frauenverachtenden Fundis etwa super? Na schönen Dank.”
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Hallo zusammen
@ Miriam
“Aus den Hassposts der Verrückten, die sich auf muslimfeindlichen Websites austoben (und auch Mainstreamfora aufsuchen), zu schließen, dass “sehr viele Menschen in Deutschland” die Tat verstehen oder rechtfertigen zeugt in der Tat von einer undifferenzierten Wahrnehmung. ”
Ehrlich gesagt, wenn das alles ist, was sie an ihm abstösst, haben sie mMn. ein eher kleines Problem.
Es geht hier auch nicht um eine Rechtfertigungshaltung bezüglich verquerer Zustände innerhalb der Migrantengruppierungen, sondern, und S. weist da auch dezidiert drauf hin, das Probleme nicht aufgegriffen werden können, wenn die Radikalinskis die Deutungshoheit beanspruchen. Insofern agieren die selbsternennten Verteidiger des Abendlandes kontraproduktiv. Er bemüht sich auch entgegen ihrer Darstellung um belastbare Aussagen, auch wenn man ihm nicht in jedem Punkt zustimmen muss.
Sie mögen den Hinweis auf Radikale wenig erbaulich finden, ich auch. Aber wo verortet man dann z.B. einen Broder? S. geht dezidiert auf dessen Nexus zu den Herres dieser Welt ein (siehe diese Rezension: http://arnehoffmann.blogspot.com/2009/08/buchvorstellung-feindbild-moslem-von.html, ist aber eh alles schon gesagt), und ich finde das ebenfalls beunruhigend. Ich könnte auch bei längerem Nachdenken kaum sagen, wie nahe er denn diesen Leuten steht, und bei kürzerem wäre mein Urteil, gelinde gesagt, klar. Und wenn sie die PI- oder Grüne Pest-Welt so klein finden, so können sie trotzdem die Spuren dieser Wortmeldungsstrategiefeteschisten auch hiero kaum abstreiten.
“Schön, wenn es so wäre. Aber ich habe Sachen auf einschlägigen Websites gelesen, die ich nicht einmal zwecks Archivierung herunterladen konnte, so übel wurde mir beim Lesen.”
Die mögen einschlägig sein, schlechtfrequentiert sind sie ja wohl kaum (s. PI), und S. hat die (mMn. nicht völlig unberechtigte) Sorge, das sowas konsensfähig wird, wenn es nur lange genug perpetuiert wird. Auch einige der Diskutanten in Lau-County dürften sich sehr gerne zeitweise dort tummeln.
Ich habe im Gegensatz zu vielen hier kaum ein intelektuell so anspruchsvolles Umfeld, und mMn. ist das Feld (PBUH, Tati und Co werden da mit mir einer Meinung sein) schon sehr viel bestellter, als sie sich vorstellen.
Aber vielleicht mag ich S. ja nur deshalb, weil ich Leute einfach mögen muss, die A. Schwarzer nicht mögen
.
@PBUH
“Meist beruhen sogar diese angeblichen Hassposts auf Wahrnehmungsstörungen und existieren so überhaupt nicht.”
Worin liegt der Sinn, dergleichen mit einer Quasirechtfertigung versehen zu wollen (“Gibbet’s ja meist garnüscht”)? Sie wissen so gut wie jeder andere hier, das es sowas gibt, und zwar zahlreich. Ziehen die Urheber derartiger Unappetitlichkeiten etwa mit ihnen am selben Strang? Die Frage ist durchaus ernstgemeint, ich gehe allerdings davon aus, das praktische Beispiele nicht verlinkt werden müssen.
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@Miriam
Meist beruhen sogar diese angeblichen Hassposts auf Wahrnehmungsstörungen und existieren so überhaupt nicht.
@ PBUH
Wenn Sokolovsky ein erhebliches Problem mit der Empirie hat, folgt daraus nicht, dass Ihr Einwand frei von Projektion ist.
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@ Boothby
es stimmt, es gibt eine islamfeindliche strömung in deutschland? europa? – denke, die wird immer breiter sogar noch.
nun hat diese in manchen askepten und durch manche vertreter einige häßliche züge – auch das ist nicht abzuleugnen.
was ich vermisse aber bei ihnen ist die frage: inwieweit ist solch eine stimmung denn verursacht erst durch diejenigen erscheinungsformen, äußerungen und handlungen, die aus muslimischen kreisen stammen oder islamisch begründet werden?
Also: hat so eine antiislamische strömung eine berechtigung oder nicht – und wenn ja – von wem werden denn diese probleme benannt und von wem nicht.
man kann sich allzuleicht über missstände aufregen – aber, so kommt es mir vor, scheint es gerade in den kreisen in europa, die traditionell sich als progressiv und aufklärerisch verstehen, weder einen islamkritischen breiteren ansatz auszugehen noch atm vorfindbar zu sein.
Was man aber findet dort scheint viel verständnis für institutionen und praktiken zu sein, gegen die man massiv sturm laufen würde, kämen sie von den traditionellen kirchen und ihren vertretern.
was man auch vorfindet ist das beklagen, daß die “falschen” doch hier religionskritik – gerne als islamophobie ausgedrückt – üben würden udn die schlimmen ausdrucksformen – aber von der ecke selbst kommt sehr wenig an verurteilung und kritik.
Auffllend für diese ganze ‘andere’ Seite ist, daß man sich mit dem ursprünglichen ‘Feinden’ zusammen getan hat – nämlich mit den kirchen und teilen der wirtschaft.
Vorliegen tut ein verbund von gruppierungen, die sich als freiheitlich, aufkläererisch-progressiv verstehen mit kirchlichen bewegungen und wirtschaftlichen interessensgruppen zu einem den islam und seine vertreter bestenfalls milde beurteilen und bei schlimmen vorfällen nur allzugerne als entschudligung ‘Kulturbedingte Gründe’ bis hin zu einzeltäterthesen bringen – die sagen, daß sie gegen islamisten seien, und im nächsten satz sofort die ‘Muslime’ als unschuldig verteidigen und sagen, daß der Islam nichts mit diesen islamisten zu tun haben könnte. Gruppen, die mehr angst haben vor denen, die den islam-islamismus verurteilen als eben vor islamisten und anscheinend gar nicht so gerne nach ursachen forschen – udn wenn, dann liegen ie per definition an allem, nur nicht an den muslimen und ihrer religion oder kultur.
Es tut mir leid ihnen sagen zu müssen: bevor sie schlimme auswüchse von ‘islamophoben’ verurteilen – machen sie es erst einmal besser. Denn das bezweifele ich und viel mit mir schon lange, daß leute aus den obrigen gruppen auch nur einen jota tun würden um die europäischen grundwerte zu verteiligen.
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