Minarettverbot – Krise des Liberalismus?
Themenvorschlag: siehe Überschrift. Ist vorerst nur so eine Intuition, dass sich in dem Vorschlag, die Verfassung der Schweiz durch ein Verbot zu ergänzen, Türmchen an Moscheen zu bauen, die Krise des Liberalismus in Europa zeigt.
Denn: Wir kritisieren den Islam doch (seit Jahren, auch hier) im Namen des liberalen Rechtsstaats. Wir sind ja skeptisch, was die Integrierbarkeit dieser Religion in unsere Werte- und Rechtsordnung angeht, weil wir im Islam Defizite beim Verständnis der individuellen Freiheitsrechte erkennen, Defizite bei der Gleichbehandlung der Geschlechter, Defizite bei der Religionsfreiheit etc.
Allerdings bringt diese Kritik im Namen des Liberalismus immer mehr problematische Zuckungen des Antiliberalismus zum Vorschein. Überall soll verboten, erzogen und reglementiert werden.
Und es wird massiv herumfantasiert über die Einschränkung der Rechte einer Minderheit.
Den Koran verbieten. Gebete auf Arabisch verbieten. Schächten verbieten. Minarette ab einer bestimmten Höhe verbieten. Ach was, alle Minarette verbieten. Zwangsehen verbieten. Ach was, auch arrangierte Ehen verbieten. Kopftücher verbieten. Befreiung vom Schwimmunterricht und von der Sexualkunde verbieten. Burka verbieten. Moscheebauten verbieten. Und so weiter. Noch Vorschläge?
Kann es sein, dass der westliche Liberalismus sich selbst aufgibt, weil er seiner Kraft und Attraktivität nicht mehr vertraut? Das wäre doch ein ziemliches Paradox, dass diejenigen, die sich in eine Notwehrsituation gegenüber dem Islam hineinfantasieren und im Namen des Liberalismus gegen ihn zu kämpfen glauben, eben jenen Liberalismus leichtfertig aufgeben?
In ganz Europa gibt es schon diese Parteien, deren sog. Liberalismus sich auf zwei Punkte konzentriert: Staatsfeindlichkeit (Steuern runter!) und Islamfeindlichkeit (Koran verbieten etc.). Nur Deutschland hat so etwas (noch) nicht. Und ich sage: zum Glück.
Also: Wie wäre ein liberaler Umgang mit der Herausforderung Islam möglich, der ohne Selbstaushöhlung auskäme?
Sehr guter Text!
Ein wirklich “liberaler Umgang” mit der Thematik würde mE ein “mehr” an gesellschaftlicher Diskussion und ein “weniger” an Feindbildern voraussetzen. Anders gesagt: mehr Aufklärung.
Die Denk- und Diskussionfaulheit ist leider an kein politisches “Lager” gebunden, wie die Begeisterung selbsterklärter Liberaler für das Verbot eines konkreten Bauwerks zeigt. Da werden Leute, die sich sonst als die heldenhaften Kämpfer wider einer imaginierten Deutungshoheit der “anderen” [beliebige Milieubezeichnung einfügen] in Szene setzen, plötzlich genauso regulierungs- und verbotsgeil wie die bösen anderen.
Schon irgendwie komisch.
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Kann es sein, dass der westliche Liberalismus sich selbst aufgibt, weil er seiner Kraft und Attraktivität nicht mehr vertraut?
@ Jörg Lau
Die Frage ist falsch gestellt.
Das wäre doch ein ziemliches Paradox, dass diejenigen, die sich in eine Notwehrsituation gegenüber dem Islam hineinfantasieren und im Namen des Liberalismus gegen ihn zu kämpfen glauben, eben jenen Liberalismus leichtfertig aufgeben?
Und zwar deshalb, weil die überwiegende Mehrheit derjenigen, die sich, wie Sie sagen, in eine Notwehrsituation hineinfantasieren und bei Verboten in Bezug auf den Islam im Allgemeinen sowie den Islamismus im Besonderen weder Maß noch Unterschiede kennen, größtenteils nicht oder nur leidlich liberal sind, es meistens nie waren und meistens schon immer ein Problem mit dem Liberalismus hatten, wie er etwa in fast allen im Bundestag vertretenen Parteien vorhanden ist. Ressentimentgeladene Islamkritik wird sehr häufig von Leuten praktiziert, die heute ungefähr so stramm rechts sind wie sie früher stramm links waren oder die schon immer die Nation auferstehen und/oder das Abendland als christliche Entität retten wollten.
Wer sich das Wort Freiheit auf die Fahnen schreibt, ist jedenfalls längst nicht automatisch liberal. Liberalismus hinterlässt eine identitäre Lücke. Das Wir ist nicht mehr Herr im eigenen Haus, auch ganz ohne Migranten islamischen Glaubens und fiese Islamisten. Vormals noch strukturell relativ markante Milieus haben sich aufgelöst. Und das, was Sie beschreiben, ist eben auch identitär aufgeladen. Es geht ja darum, “unsere Werte” und häufig auch das Christentum gegen einen übermächtig erscheinenden Islam zu verteidigen.
Sich über Political Correctness in Bezug auf den Islam aufzuregen, ist das eine. Sich in diesem Zuge eine Diktatur der Political Correctness bestehend aus der politischen Klasse und den sog. MSM zusammenzubasteln, das andere. An Neuköllner Zuständen Anstoß zu nehmen, ist das eine, diese Zustände jedoch auf die gesamte Republik zu projizieren, das andere.
In ganz Europa gibt es schon diese Parteien, deren sog. Liberalismus sich auf zwei Punkte konzentriert: Staatsfeindlichkeit (Steuern runter!) und Islamfeindlichkeit (Koran verbieten etc.). Nur Deutschland hat so etwas (noch) nicht. Und ich sage: zum Glück.
Und auch das ist nicht ganz richtig. Die in den meisten europäischen Parlamenten vertretenen rechtspopulistischen und/oder rechtsradikalen Parteien sind nicht durchgehend in diesem Sinne staatsfeindlich. Die FN etwa propagiert nicht den ökonomisch schlanken Staat der Lega Nord. Manche dieser Parteien haben überhaupt näher definierbares wirtschafts-, finanz- und sozialpolitisches Profil, manche sind regelrecht etatistisch.
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Ratio
Es gibt allerdings auch kein Recht, alles Beliebige als Beleidigung zu verstehen.
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Krise des Liberalismus
The Crime of the Century
Global warming is a scam, pure and simple. By any objective measure, it’s the crime of the century, with a dollar value that dwarfs the sins of Bernie Madoff or Enron. People like Al Gore have become millionaires by selling books and “carbon credits” to their marks… many of whom knew perfectly well they were being taken for a ride, but felt political pressure to play along, or saw opportunities created by the exercise of raw government power. The economic damage from legislation passed in response to this hoax will run into trillions of dollars, if Barack Obama’s disastrous cap-and-trade legislation passes the Senate.
An objective media would respond to this blockbuster news story with front-page headlines and “special report” television treatment. By now, the authors of the incriminating Climate Research Unit emails would be infamous around the world. Top operators of the global warming racket, such as Al Gore, would be hiding in their mansions, afraid to face the mob of angry reporters gathered outside. Liberals love to accuse big corporations of manufacturing crises and taking advantage of consumers with false product information and deceptive advertising. Here is the paramount example of those offenses, on a scale that would widen the eyes of the greatest titans of industry. If a private corporation had conducted a scam as vast, and as destructive to the prosperity of nations – and the aspirations of the working poor…
… but no private corporation could do anything like this, could they? The global warming scam is the kind of crime that only Big Government can mastermind.
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PBUH
Ich würde grundsätzlich den Liberalismus mit der negativen Freiheit in Zusammenhang bringen, und die Linke mit positiver Freiheit.
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“Es gibt allerdings auch kein Recht, alles Beliebige als Beleidigung zu verstehen.”
Um “Drecks-Pack” als Beleidigung zu verstehen, muss ich nicht Hermeneutik studiert haben.
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@ PBUH
Dass sich der CO²-Gehalt der Luft in den letzten 100 Jahren verdoppelt hat, ist eine Tatsache. Ebenso, dass CO² zum Treibhauseffekt und damit zum Ansteigen der globalen Temperatur beiträgt.
Es ist daher alles andere als verkehrt, vierlmehr ein Gebot der Vernunft, Anstrengungen zu unternehmen, den CO²-Ausstoß weltweit zu begrenzen.
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Mit Leuten, die den Klimawandel leugnen, diskutiere ich inzwischen nicht mehr. Es ist anstrengend und fruchtlos. Wer blind sein will, den kann man nicht zum Sehen zwingen.
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