Zur Kritik der Kritik der Islamkritik
Ein guter Text von Hamed Abdel Samad in der “Welt”:
Man mag manche Islamkritik für überzogen oder provokativ halten. Ich persönlich bin nicht mit allem einverstanden, was Frau Kelek und Herr Broder sagen. Doch deren Islamkritik halte ich nicht für das Hauptproblem des Islam, sondern für einen Spiegel dieses Problems. Der Islam hat ein Problem mit sich selbst, mit seinen Ansprüchen und Weltbildern. Und ihm läuft die Zeit davon. Relativismus und Wundenlecken sind da die falschen Rezepte.
Ein altägyptisches Sprichwort sagt: „Der wahre Freund bringt mich zum Weinen und weint mit mir. Er ist aber kein Freund, der mich zum Lachen bringt und innerlich über mich lacht.“ Wer Muslime tatsächlich ernst nimmt, muss Islamkritik üben. Wer mit ihnen auf gleicher Augenhöhe reden will, sollte mit ihnen ehrlich sein, statt sie als Menschen mit Mobilitätsstörungen zu behandeln. Schlimm genug ist es, wenn jemand Menschen für Behinderte hält, die keine sind. Noch schlimmer ist es, wenn er anfängt, vor ihnen zu hinken, um eine Behinderung vorzutäuschen, in der Illusion, sich mit ihnen dadurch zu solidarisieren.
So sehe ich das auch.
Seyran Ates sollte nächste Woche in einer Stadt in meiner Nähe aus ihrem Buch ‘Der Islam braucht eine sexuelle Revolution’ lesen. Sie kommt nicht, denn sie hat alle Lesungen abgesagt – aus Angst vor Repressalien. Eine Freundin von mir fragte eine liberal wirkende deutschtürkische Akademikerin nach ihrer Meinung dazu. Ates dürfe sich nicht wundern, meinte sie. Sie sei eine ehrlose Person, wie Kelek auch. Unter Türken würde man Probleme diskret und intern lösen, und sie nicht an die große Glocke hängen, wie die beiden Damen das tun würden. Ob sie Ates’ Buch gelesen habe? Nein! Sie habe gar keine Bücher von ihr gelesen. Das werde sie auch nie tun!
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@ Miriam
Wie wirkt frau liberal?
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@HJS
“Wie wirkt frau liberal?”
Zum Beispiel indem sie einem türkischen Vater, der seiner 16-jährigen Tochter keine Bewegungsfreiheit gibt, die Leviten liest.
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>Wie wirkt frau liberal?
sie hat ein buntes Kopftuch an
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Schreiben Sie dazu, dass es bei dem Autor des von Ihnen geposteten Textes um den Autor von “Mein Abschied vom Himmel” handelt. Wer will, kann sich dann informieren, worum es darin geht – und entweder mit den Augen rollen oder sich die Hände reiben, je nach dem, ob er “Islamversteher” ist oder nicht.
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Alles ein diskursanalytisches Problem. Reale Probleme gibt es natürlich nicht.
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@K.Eh.
>>Schreiben Sie dazu, dass es bei dem Autor des von Ihnen geposteten Textes um den Autor von “Mein Abschied vom Himmel” handelt.>>
Jörg Lau hat den Taz-Artikel verlinkt, dort erfährt man das.
>>Wer will, kann sich dann informieren, worum es darin geht – und entweder mit den Augen rollen oder sich die Hände reiben, je nach dem, ob er “Islamversteher” ist oder nicht.>>
Gibt es Ihrer Ansicht nach nur zwei mögliche Reaktionen? Sie haben sich auch in früheren Posts durch eine manichäische Sichtweise hervorgetan (oder verwechsle ich Sie mit jemand anderem?).
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Die Breitseite an islamfreundlichen Kommentaren in den Zeitungen ist schon aufällig, auffällig synchron und auffällig durchschaubar.
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