Ein Blog über Religion und Politik

71000 Kommentare

Von 30. April 2010 um 15:42 Uhr

So sah es eben auf meiner WordPress-Seite aus.

Auch wenn ich mich manchmal aufrege und (wirklich nur) ganz gelegentlich Teilnehmer ausschließe, weil sie die offene Debattenatmosphäre kaputtmachen: Die meisten der Mitblogger liefern hier Beiträge ab, von denen ich immer wieder sehr profitiere – weil sie meine eigenen Reaktionen herausfordern, weil sie auf meine blinden Flecken hinweisen oder einfach weil sie aus eigener Erfahrung oder aus selbst erworbenem Wissen die Debatte erweitern. Vielen Dank dafür.

Wenn ich richtig rechne, kommen im Schnitt 51 Kommentare auf jeden Beitrag. Erfreulich viel.

Mittlerweile werde ich immer öfter auf das Blog angesprochen, das als journalistische Form eigenen Rechts von mehr und mehr Lesern erkannt wird. Gut so. Für mich ist das Bloggen eine Arbeitsform geworden, die sich gar nicht mehr fein säuberlich von der sonstigen journalistischen Arbeit trennen lässt. Ein Blog bietet die Möglichkeit, Dinge wie in einem Tagebuch kurz festzuhalten, Ideen und Meinungen auszuprobieren und Zusammenhänge herzustellen, die im gedruckten, unverlinkten Text so nicht funktionieren. Und man bekommt sofort Kontra für Dummheiten und Schwachheiten.

Der papierenen Zeitung gebührt allerdings der Dank dafür, dieses Forum hier mit zu finanzieren und mir die Zeit dafür zu lassen.

Kategorien: Medienkritik
Leser-Kommentare
  1. 1.

    “Für mich ist das Bloggen eine Arbeitsform geworden”

    Sie können sich durchaus als Pionier im deutschsprachigen Raum sehen. Gratuliere.

  2. 2.

    Gratulation auch von mir, Mr. *I want to believe* Lau!

    Vielleicht eine gute Gelegenheit, Zagreus wieder einzuladen?

    • 30. April 2010 um 22:16 Uhr
    • Eumenes
  3. 3.

    es gibt nur einen !

    greatful grats !
    Dr. rer. nat. mathilde

    • 1. Mai 2010 um 00:15 Uhr
    • mathilde
  4. 4.

    Herzlichen Glückwunsch, Herr Lau!

    ….auch wenn Sie in Sachen Israel mir zu sehr mit dem Mainstream gehen, so kann ich doch in anderen Bereichen weitgehend mit Ihnen übereinstimmen. Dass Sie häufig meine Ansichten treffen, ist aber nicht der Grund, warum mir Ihr Blog gefällt.

    Grund ist, dass Sie öffentlich machen, wie Sie zu bestimmten Schlussfolgerungen kommen. Sie stellen hier nicht nur ausgegorenes Zeug ein, sondern riskieren es auch, eben Sachen zu veröffentlichen, die nicht bis zum Ende durchdacht sind, weil sie bestimmte Punkte für diskussionswürdig halten oder Sie das eben einfach mal grad loswerden wollen.

    Das ist mutig als Journalist. Öffentlich zu machen, womit man gerade ringt oder wobei man noch nicht Fisch oder Fleisch ist, ist eben nicht der perfekte Artikel. Dennoch finde ich, dass Sie damit nur gewinnen können. Denn jeder kann nachvollziehen, wie intensiv Sie sich mit Themen auseinander setzen und aufgrund der Transparenz gewinnen Sie nicht nur an Glaubwürdigkeit, Sie zeigen auch, dass das, was Sie tun durchdacht und nicht einfach nur anderen nach gebetet ist.

    Man weiß bei Ihnen also, hier ist ein Journalist, der zwar nicht in allem meine Meinung teilt, der aber über nichts schreibt, womit er sich nicht wirklich auseinander gesetzt hat – und dass dann hier auch mal der ein andere Beitrag voll in die Hose gehen muss, ist programmiert, lässt aber nicht an ihrer Kompetenz zweifeln, denn der Weg zu einer jeden Meinungsbildung kann ruhig Irrwege haben, entscheidend ist, dass man in der Lage ist Irrwege auch zu revidieren und da Sie das hier alles offen legen, weiß man, Ihre Arbeit ist alles andere als oberflächig und man weiß, man liest etwas mit Substanz – auch wenn man die Meinung nicht teilt.

    Ich las vor einem guten Jahr einen Beitrag von Ihnen über Israel anlässlich gegossenes Blei in der Zeit. Weiß nicht mehr, worum es ging. Ich saß im Cafe und fragte mich, was ist denn da in Sie gefahren. Hätte ich Ihren Blog nicht gekannt, hätte ich gedacht, da betet irgend jemand die öffentliche Meinung nach ohne auch nur einen mm drüber nachgedacht zu haben und will sogar noch einen drauf setzten. Da ich Ihren Blog aber kannte, dachte ich zwar, das ist ein Griff daneben,aber fragte mich, wie Sie sind darauf gekommen. Es muss ja Gründe haben, was Sie dazu veranlasst hat. Ohne Ihren Blog, hätte ich das nie gemacht und den Artikel einfach nur abgehakt. Kann nach wie vor diesen Artikel nicht verstehen, aber sei es drum.

    Daher, weiterhin viel Erfolg!

    • 1. Mai 2010 um 13:31 Uhr
    • Stefanie
  5. 5.

    Die wirklich guten Blogs mögen uns immer erhalten bleiben.
    ich sah letztens einen Beitrag, dass sich beklagt wurde, es würden immer mehr Journalisten in eigenen Blogs untertauchen und dort ihre Meinungen kundtun, die sie in ihrer beruflichen Umgebung nicht mehr äußern können.

    Könnten Sie Herr Lau mal etwas genaueres schreiben.
    Werden die Gedanken eines Journalisten so beschnitten, dass sie ausweichen müssen ?

    Meine eigene Meinung zu dem Thema habe ich schon vor langer Zeit festgemacht.
    Die Opportunität so viele Journalisten empfand ich besonders im Bereich Fernsehen und Radio auffallend.
    Oft frage ich mich , wo die vielen wirklich kritischen und hartnäckigen Moderatoren, Journalisten der sechziger und siebziger Jahre geblieben sind, es gab bei denen wohl kaum Erben.
    Die Nähe zu Politikern und Wirtschaftleuten ist fast schon erdrückend.
    Es gibt nur noch sehr wenige, denen ich gerne mal zuhöre.

    Gruß
    Georges H. Peters

  6. 6.

    @Herr Lau

    Es ist auch super, dass sie manchmal selbst mit kommentieren und diskutieren.
    Im Kleinstformat kommt witzigerweise häufig der interessanteste Inhalt.

    • 1. Mai 2010 um 19:24 Uhr
    • Leutnant Gustl
  7. 7.

    Hi, das ist doch mal ein Service! Ich lese interessiert gerade den 6. Kommentar zum Thema von J. Lau “71000 Kommentare” und finde darunter
    eine fix und fertig ausgefüllte Kommentaraufforderung, also nicht nur meine Mail-Adresse, sondern auch schon die gelöste Rechenaufgabe zum Spamschutz. Toll! Tja, nun bin ich so überrascht, dass ich gar nicht mehr weiß, worum es denn eigentlich ging. Na, lassen Sie sich nicht stören. Machen Sie weiter. Im Fernsehen ist Mist, das Wetter mies, alles ganz normal ätzend,- wie immer. HS

    • 1. Mai 2010 um 21:27 Uhr
    • Hilde Siemer
  8. 8.

    @Hilde Siemer

    Dann löschen Sie mal die Cookies, so dürfen Sie dann wieder rechnen.

    • 2. Mai 2010 um 12:35 Uhr
    • FreeSpeech
  9. Kommentar zum Thema

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