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Der Friedensprozess lebt…

 

… allerdings nicht in Israel/Palästina, sondern in Afghanistan. Am Dienstag findet in Kabul eine große internationale Konferenz statt. Haupttagesordnungspunkt: “Versöhnung” mit den Taliban. Die afghanische Regierung wird von der internationalen Gemeinschaft ermutigt und unterstützt beim “Friedensprozess” mit den Taliban. Die deutsche Regierung stellt 50 Millionen € zur Verfügung für “Reintegrationsmaßnahmen” in Afghanistan. So richtig gut zu erklären ist es nicht, dass wir das unterstützen, aber weiterhin mit Hamas nicht reden und in Deutschland nicht mal mehr mit Milli Görüs (resp. IHH, Islamrat etc.). Ein Bericht von Al Jazeera English:

5 Kommentare


  1. Halb O.T.

    Heute abend um 20.15: Der Krieg des Charlie Wilson. (RTL)

    Da ich den Film noch nicht kenne, werde ich wohl mal reinschauen.

  2.   J.S.

    “Über 40 Tote im Irak: Attentäter mit Down-Syndrom”

    “Perfide Strategie: Terroristen im Irak schicken jetzt auch Menschen mit Down-Syndrom als Attentäter in den Tod. Südwestlich von Bagdad starben mindestens 43 Menschen, als die Sprengstoffgürtel von zwei geistig Behinderten explodierten.”

    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,8090815,00.html


  3. Lesenswertes TAZ-Interview mit Claudia Dantschke vom 14.7.10

    (…)

    T: Warum halten Sie die Auseinandersetzung mit Milli Görüs für so wichtig?

    D: Milli Görüs hat direkten Einfluss auf schätzungsweise 60.000 Menschen und auf ein noch größeres Umfeld. Viele sind einfache Muslime, tausende Kinder und Jugendliche wachsen in die Organisation hinein. Will man die Integration der Muslime, kann man sie nicht außen vor lassen.
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/direkter-einfluss-auf-60-000-muslime/


  4. Die Masse der Aufständischen und insbesondere deren Führung haben kein Interesse an “Reintegration”, weil sie der Ansicht sind, ohnehin zu gewinnen. Die Versammlung wird daher sehr wahrscheinlich scheitern.

    Wichtiger als ein “Friedensprozess” wären militärische und andere Erfolge gegen die Aufständischen, welche diese vielleicht soweit unter Druck setzen könnten, dass Verhandlungen und Konzessionen für sie eine akzeptable Option werden. Ohne diesen Druck haben weder Verhandlungen noch “Friedensprozess” eine Chance.

  5.   karin bryant

    Ich habe nicht den Eindruck dass in Afghanistan Frieden kommt,nicht wenn die Taliban Polizisten koepfen oder ein Rekruit der A.Armee seine Kollegen erschiesst.