Ein Blog über Religion und Politik

Eine Muslimin will Miss Universe werden

Von 29. März 2011 um 17:29 Uhr

Shanna Bukhari möchte gerne Großbritannien bei den “Miss Universe”-Wahlen vertreten. Sie stammt aus Blackburn, hat Literatur studiert und ist 24. Wie der Name schon verrät, ist sie Muslimin. Das nehmen die einen nun zum Anlass, sie eine Schande für diesen Glauben zu nennen (und sie zu bedrohen).
Und die anderen beschimpfen sie, weil sie “nicht hierher gehört” und also die Briten nicht vertreten könne. Wieder andere werfen ihr vor, sich einer fragwürdigen Veranstaltung zu unterwerfen und damit die Frauen zu verraten.


Shanna Bukhari hat es derzeit mit einer ätzenden Kombination aus engstirnigen Islamisten, Feministinnen und Rassisten zu tun. Sie ist, wie sie dem Guardian sagte, ziemlich schockiert über die Reaktionen, die ihre Kandidatur bei der britischen Ausscheidung für das Miss-Universe-Finale ausgelöst hat.
Vielleicht – hoffentlich – wird gerade das ihr helfen und ihr die Sympathie des breiten Publikums zutragen.
Mit 9 Jahren wurde sie zum Opfer einer rassistischen Attacke, bei der sie schwer durch einen Steinwurf verletzt wurde. Jetzt haben es ressentimentgeladene muslimische Männer auf sie abgesehen, deren Obsession es ist, Frauen zu kontrollieren und einzuschränken. Sie hat Todesdrohungen erhalten.
Shanna Bukhari kennt solches Ressentiment gegen Frauen von zu Hause offenbar nicht. Es wäre ein Triumph der britischen Gesellschaft über ihre Dämonen, wenn sie nominiert würde.
(Und außerdem sieht sie ziemlich hübsch aus.)

Bukhari, born in Blackburn, grew up in Lancashire and is no stranger to intolerance. When she was nine, she ended up in hospital after a man screaming racist abuse had thrown a brick at her, causing so much damage to her stomach that she suffered a blood clot and had to undergo surgery.

But even she has been surprised by the furore that her participation in the British heats of Miss Universe has prompted. Rather than confirming her hopes that society had progressed since her childhood, the controversy has made her question the state of multiculturalism in modern Britain. “It has highlighted the divisions that exist, a lack of social integration, a lack of adhesion between white and coloured people, and this needs to be addressed,” she said. “I thought my participation might be something that people did not agree with, but I never thought I’d get abused.”

The attacks on the Manchester-based English literature graduate began after a local newspaper ran an article 10 days ago revealing her ambition to become the first Muslim to represent Great Britain at the beauty contest. Since then, she has received around 300 messages a day on her Facebook page, a handful of which are abusive. Most of the negative comments have come from a minority of Muslim men. “I get people saying, ‘you’re not a Muslim’ and ‘you’re using religion to get attention’. I said they were the ones bringing religion into it. I’m not representing Islam; I just want to represent my country, and of that I am very proud. They are trying to control me, using religion as a tool to attack.”

Leser-Kommentare
  1. 1.

    “der betreffende Nutzer hat das Video in deinen Land nicht zur verfügung gestellt.”

    …..

    Davon abgesehen – wie definieren sie hier in dem artikel ‘Muslima’ ?:

    Wie der Name schon verrät, ist sie Muslimin. Das nehmen die einen nun zum Anlass, sie eine Schande für diesen Glauben zu nennen …

    Also der name eines menschen verrät, welchen glauben er hat und das er überhaupt auch gläubig ist….
    wie wäre es, wenn sie schrieben:
    “Wie der name schon verrät, entstammt sie von pakistanischen vorfahren ab…..” – nimmt man das nun ohne das man etas rassistisches hineininterpretiert, dann würde es doch glatt stimmen.
    Warum machen sie eine erfolgreiche 24-jährige Akademikerin, die wohl ganz offensichtlich wenn überhaupt, dann eine sehr liberale form des islams praktiziert, zu einer, deren hprimär erwähnenswertes Merkmal ‘Muslima’ sei – also die bezeichnung für jemanden, der einen spezifischen Glauben (praktizierend) angehört?

    • 29. März 2011 um 17:45 Uhr
    • Zagreus
  2. 2.

    “a lack of adhesion between white and coloured people, and this needs to be addressed”

    Geht es hier wirklich um Hautfarben?
    Wäre dasselbe passiert wenn sie aus einer Hindu-Familie stammte, oder hat das alles nichts mit dem Islam zu tun?

    • 29. März 2011 um 18:27 Uhr
    • Siegfried G.
  3. 3.

    Geht es hier wirklich um Hautfarben oder “Rassen”?
    Wäre dasselbe passiert wenn sie afrikanische oder chinesische Vorfahren hätte? Klares nein!

    • 29. März 2011 um 18:29 Uhr
    • Siegfried G.
  4. 4.

    @ Jörg Lau

    “Wie der Name schon verrät, ist sie Muslimin”

    Wie der Name schon verrät ist Richard Dawkins Christ, LOL

    • 29. März 2011 um 18:35 Uhr
    • Siegfried G.
  5. 5.

    @Zagreus, Siegfried G.

    Treffer, versenkt.

    Im übrigen wünsche ich der Dame viel Erfolg.

    • 29. März 2011 um 19:31 Uhr
    • FreeSpeech
  6. 6.

    Gugeln nach Shanna Bukhari führt zu x Seiten von Männern, die fast durchdrehen.

    • 29. März 2011 um 19:37 Uhr
    • FreeSpeech
  7. 7.

    Shanna Bukhari hat es derzeit mit einer ätzenden Kombination aus engstirnigen Islamisten, Feministinnen und Rassisten zu tun.

    Das Einzige, was jetzt noch fehlt, sind Antirassisten, die meinen, wenn eine “Ausländerin” derart plakativ für UK kandidiert, sei das eine Folge des offen rassistischen Assimilationsdrucks; sie solle doch Gesicht zeigen und für “ihr Heimatland” antregen, wie Kevin-Prince Boateng.

    • 29. März 2011 um 22:47 Uhr
    • Arjen van Zuider
  8. 8.

    Women are more clever than man!

    • 29. März 2011 um 23:08 Uhr
    • DerWahrnehmer
  9. Kommentar zum Thema

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