Ein Blog über Religion und Politik

Antisemitische Hetze von Islamisten gegen Boualem Sansal

Von 18. Januar 2012 um 12:55 Uhr

Ich hatte im letzten November von einem Gespräch mit Boualem Sansal, dem algerischen Schriftsteller, berichtet. Sansal hatte zuvor den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.

In Algerien, so hatte Sansal mir berichtet, wurde er nach der Preisverleihung auf übelste Art von Islamisten angegriffen, die ihn als "Zionisten" denunzierten. Die antisemitische Hetze wird durch eine Fotomontage komplettiert, auf der Sansal mit dem Hut und den Schläfenlocken ultraorthodoxer Juden gezeigt wird. Sansal hatte mit von dem Bild erzählt, nun hat es der Börsenverein im Anschluß an meinen Post veröffentlicht. Der Autor möchte es so, weil er sich von der Öffentlichkeit Schutz verspricht.

Der Börsenverein zitiert weitere Hetze gegen Boualem Sansal:

Einige der Blogs mit der Abbildung, bei der das Wort ‚algerisch‘ durchgestrichen wurde, sind im Internet frei zugänglich und offenbaren die Argumentationskette der Islamisten. So wird Boualem Sansal in einem französischsprachigen Blog als „Boualem la saleté“ (etwa: „Boualem, der Dreck/die Unanständigkeit“) bezeichnet, der anti-islamisch, anti-arabisch und anti-algerisch sei, dabei schlimmer als Ayaan Hirsi Ali, Taslima Nasrin und Salman Rushdie handele, mit denen er gemeinsam mit intellektueller Bettelei und mit blasphemischen Äußerungen der „Kosher Nostra“ in die Hände spiele. Durch seine Schriften und Erklärungen, so der Autor, der unter dem Pseudonym wah fikr schreibt, unterstütze Sansal mit Geist und Körper die Lobrede auf die Kanonen und Pfeiler des modernen ‚Talmudismus‘: der Schoah und der jüdische Vorherrschaft: „B. Sansal s'est investi corps et âme, par ses écrits et déclarations, dans l‘éloge des canons et piliers du talmudisme moderne : Shoah et suprématisme juif“ (nachzulesen auf reflexionsetcommentaires.blogspot.com).

Ich hoffe, dass der Börsenverein und die deutsche Regierung diesen Fall im Auge behalten. Wenn die deutsche Öffentlichkeit einen solchen Autor zum Preisträger kürt, übernimmt es eine Verantwortung für sein Wohlergehen. Die algerischen Behörden müssen gedrängt werden, die Sicherheit von Sansal zu garantieren, und das heißt auch: gegen antisemitische Hetze vorzugehen.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Nur die Symptome zu benennen und daran erfolglos rumzudoktern wird nichts bringen, weder Boualem Sansal, noch der algerischen Gesellschaft.
    Das was Sansal widerfährt, ist ja auch kein neues Phänomen. Wer grundlegende islamische Regeln und Wahrheiten verletzt oder auch nur hinterfragt und wer islamischen Autoritäten widersprich, bekommt die Konseqeunzen zu spüren. Das haben liberale und freie Kräft in 1400 Jahren islamischer Geschichte immer wieder erfahren müssen.

    Herr Lau, ich dachte Sie wollten den Begriff Islamismus und damit auch Islamist überdenken und am liebsten abschaffen, die haben doch so viele Stimmen erhalten und sind daher nun automatisch alle „moderat“.

    „Ich hoffe, dass der Börsenverein und die deutsche Regierung diesen Fall im Auge behalten. Wenn die deutsche Öffentlichkeit einen solchen Autor zum Preisträger kürt, übernimmt es eine Verantwortung für sein Wohlergehen. Die algerischen Behörden müssen gedrängt werden, die Sicherheit von Sansal zu garantieren, und das heißt auch: gegen antisemitische Hetze vorzugehen.“

    Absolut, aber solche Personen sind nicht nur in Algerien gefährdet, auch hier gibt es genug moderate Islamisten.

    • 18. Januar 2012 um 13:47 Uhr
    • Bellfruta87
  2. 2.

    @ Belfruta: Sie machen mit ihren sinnlosen Verallgemeinerungen jede Debatte kaputt. Prangert man Algerien an, kommt die Retourkutsche: Aber hier kann man auch nichts gegen den Islam sagen. Es stimmt nicht. Es ist eine dumme Relativierung dessen, was einem Mann wie Sansal droht. Der Begriff Islamismus taugt nicht viel, weil damit so vieles zwischen Al-Kaida und Milli Görüs bezeichnet wird. Ich habe keinen besseren. Im Kontext ist er hier völlig ausreichend. Sie wissen, was ich sagen will. Sie haben nicht, nichts, nichts, das Sie hinzufügen können. Also lassen Sie es doch einfach. Verdammt.

    • 18. Januar 2012 um 17:02 Uhr
    • Jörg Lau
  3. 3.

    @ Lau

    Interessanter Post!

    Zwei Sachen aber:

    a.)“ „B. Sansal s’est investi corps et âme, par ses écrits et déclarations, dans l‘éloge des canons et piliers du talmudisme moderne : Shoah et suprématisme juif“
    –> ich kann leider kein Französisch – würden sie bitte ihren Post noch um eine Übersetzung dieses Satzes erweitern?

    b.) Mir ging aus dem text nicht wirklich heraus, was genau die ‚Anklage‘ der Islamisten gegen Herrn Boualem ist – also, was veranlast die islamisten ihm „ intellektueller Bettelei und mit blasphemischen Äußerungen der „Kosher Nostra“ in die Hände [zu] spiele “ vorzuwerfen?

    • 18. Januar 2012 um 17:33 Uhr
    • Zagreus
  4. 4.

    Es stimmt nicht. Es ist eine dumme Relativierung dessen, was einem Mann wie Sansal droht.

    Auch in Europa sind schon Menschen ermordet worden, weil sie etwas falsches über den Islam gesagt haben. Andere leben unter Polizeischutz (und das tun sie wohl kaum, weil sie Angst haben vor verachtenden Blicken, scharfen Worten und anderen Mitteln zivilisierter Auseinandersetzung). Dass es in Europa offenbar nicht der Unwille (wie Sie es den algerischen Behörden unterstellen), sondern nur die Unfähigkeit der Polizei ist, die Meinungsfreiheit ihrer Bürger zu schützen, macht die Sache für die Opfer nicht besser.

    (um die Sache etwas zu relativieren: Das gilt natürlich nicht nur für den Islam; auch kritische Beschäftigung mit Rechtsextremismus oder organisiertem Verbrechen senkt die Lebensqualität erheblich. Aber ähnliche Erscheinungen wird es wohl auch in Algerien geben.)

    • 18. Januar 2012 um 17:44 Uhr
    • Arjen van Zuider
  5. 5.

    Ich finde es sehr sehr gut, dass sie darauf aufmerksam machen. Wenn der Mann seines Lebens nicht mehr sicher ist, dann sollte man ihm Asyl gewähren. Nach der Preisverleihung steht Deutschland da besonders in der Pflicht.

    Ich finde aber auch, dass es Anlass dazu gibt, dem Thema Islam und Judenhass Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist sicherlich kein vereinzeltes Phänomen, wird aber meiner Meinung nach etwas stiefmütterlich in unserer Presselandschaft behandelt.

    • 18. Januar 2012 um 18:12 Uhr
    • Gimpler
  6. 6.

    @ Herr Lau

    Herr Lau, Ihre Prügel für Bellfruta sind m.E. nicht gerechtfertigt. Wenn ich sie richtig verstehe, vermisst sie bei Ihnen eine Standortbestimmung im Hinblick auf Islamismus/politischer Islam. Das finde ich nachvollziehbar. Sie relativiert nicht die Bedrohung für Sansal.

    • 18. Januar 2012 um 18:31 Uhr
    • freieseuropa
  7. 7.

    Meines Wissens hat Boualem Sansal bislang immer abgelehnt, sein Land zu verlassen.
    Wer immer die Verhältnisse aus dem Innenbereich heraus kritisiert,läuft in „geschlossenen“ Gesellschaften Gefahr, als Nestbeschmutzer denunziert zu werden.Sansal ist nun zur Hassfigur der Islamisten geworden, also wird er mit dem assoziiert, was diesen Leuten zuwider ist: Israel
    So muss er ein Zionist werden, der das Land an den „Feind“ verraten hat.Dieser Logik folgen ja nicht nur „Islamisten“, sondern Ideologen aller Schattierungen.Lediglich in der Form der Denunziation des vermeintlichen Feindes mag es graduelle Abstufungen geben.
    Jetzt wird es aber Zeit, dass ich endlich mal ein Buch des Schriftstellers lese.

    • 18. Januar 2012 um 18:56 Uhr
    • Marit
  8. 8.

    @Zagreus

    Das Börsenblatt hat den Satz vor dem französischen Zitat bereits übersetzt:
    „unterstütze Sansal mit Geist und Körper die Lobrede auf die Kanonen und Pfeiler des modernen ‚Talmudismus‘: der Schoah und der jüdische Vorherrschaft:“
    (Kanonen, LOL)

    Etwas Jüdischen loben, als Muslim! Da muss die Religionspolizei eingreifen.

    • 18. Januar 2012 um 19:16 Uhr
    • FreeSpeech
  9. 9.

    @ Freespeech

    danke dir!

    • 18. Januar 2012 um 19:27 Uhr
    • Zagreus
  10. 10.

    FS:
    (Kanonen, LOL)

    Diese Überstzung ist sub omni canone – unter aller Kanone eben.

    • 18. Januar 2012 um 21:57 Uhr
    • Arjen van Zuider
  11. 11.

    @Jörg Lau

    Gerade SIE werfen mir sinnlose Verallgemeinerung vor? Wie amüsant. 😀
    Der Islam ist die alles bestimmende ideologische Grundlage dieser Gesellschaften. Er bestimmt ihre Kultur, ihre Rechtsordnung, ihre Identität, ihre Handlungen und Gesten, ihre Nahrung, ihren Tagesrythmus, ihre Kleidung, ihre Sitten und Gebräuche, der Islam besimmt praktisch alles. Dabei ist es zweitrangig ob es alles Überzeugte sind, die diese Gesellschaft tragen, der Rest sind Mitläufer, die aus Furcht oder Gewohnheit in diesem System verbleiben. Ein paar wenige haben den Mut, trotz Ausgrenzung, Repressalien und Lebensgefahr aus diesem islamischen System auszubrechen.
    Sansal ist so einer, genauso wie Ayaan Hirsi Ali oder Salman Rushdi. Sie werden nicht umsonst in einem Atemzug genannt auf diesem Blog.
    Islam ist der Berg und die Islamisten sind nur die Spitze. Wenn Sie das begreifen, dann verstehen Sie vielleicht auch irgendwann in welchem Kontext Mili Görüs und Al Kaida stehen.

    Eine meiner persönlichen Heldinnen. Hören Sie genau zu Herr Lau: http://www.youtube.com/watch?v=YWw5x_MB3lI

    • 18. Januar 2012 um 22:22 Uhr
    • Bellfruta87
  12. 12.

    Bellafrutta

    Ich habe genau zugehört. Was war an den beiden Herren zu kritisieren, vor allem dem aus Kopenhagen.

    Interessant fand ich auch die Zahlen der Moderatorin, wie sich Muslime in ihren Aufnahmegesellschaften fühlen.

    Frankreich hatte den 2 schlechtesten Wert mit 49%,die sich als Franzosen fühlen.

    Deutschland ist mit 23% total abgeschlagen. Woher diese gravierenden Unterschiede. Englische Muslime fühlen sich mit über 70%, Britisch

    • 18. Januar 2012 um 23:15 Uhr
    • Cem Gülay
  13. 13.

    Deutschland ist mit 23% total abgeschlagen.

    Tja, wer will schon (abgesehen von den Segnungen des Sozialstaats) deutsch sein – das ist doch mega-out, für Muslime sogar giga-out.

    Deutschland ist sozusagen eine „faded-flag“ (ausser bei Fussball Grossereignissen)

    • 18. Januar 2012 um 23:26 Uhr
    • tati
  14. 14.

    ergänzung

    Deutschland ist nicht deutsch, sondern schland: der Bogen spannt sich von Merkel zum Dschungelcamp.

    • 18. Januar 2012 um 23:30 Uhr
    • tati
  15. 15.

    Jörg Lau -Ja was denn nun?
    Herr Sansal ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, gegen den gehetzt wird und dessen Leben in Gefahr ist, darauf hat Belfrutta zu Recht hingewiesen und damit keineswegs irgendetwas relativiert. Die Bedrohung für IslamkritikerInnen ist real, auch in Europa und auch für Nichtmoslems, mit dem Unterschied, dass Salman Rushdie 1989 nach der Mord -Fatwa von Khomeini noch von linksliberalen Intellektuellen und den Medien Solidarität erfahren haben, während später IslamkritikerInnen im schönsten Islamisten-Terminus von diesen linksliberalen Intellektuellen als „Islamophob“ und „rassistisch“ beschimpft und diffamiert wurden.
    http://jungle-world.com/artikel/2009/07/32626.html

    Der reale Islam, so wie er in den 57 islamischen Staaten der OIC ausgelegt und praktiziert und z.B im UN-Menschenrechtsrat vertreten wird, ist eine totalitäre, menschenrechtsfeindliche Ideologie, die Kritik an ihrer Ideologie verbieten lassen will und den Grundgedanken der Menschenrechte ins Gegenteil verkehrt.
    http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22381.html
    Haben Sie nicht eher ein Problem damit, solche unliebsamen Erkenntnisse zu akzeptieren ?

    • 19. Januar 2012 um 00:44 Uhr
    • Ki Ki
  16. 16.

    “ Der Begriff Islamismus taugt nicht viel, weil damit so vieles zwischen Al-Kaida und Milli Görüs bezeichnet wird.“

    Das macht mir MG nicht sehr viel sympathischer (Al-Kaida auch nicht).

    @JL: sagen Sie mir bitte das Sie bei der Antwort an Bellfrutta wenigstens ein bisschen erregt waren.

    • 19. Januar 2012 um 02:56 Uhr
    • Mates
  17. 17.

    Ja, wer will denn schon Deutsch sein. Deutsch sind die Nazis, die alle Juden von den annalen der Geschichte tilgen wollten, oder so. Und diese Deutschen sind offiziell eine Seite der Geschichtsbücher. So will niemand sein, altbacken und bösartig. Zum Glück will niemand so sein.

    Wenn 77% der autochtonen Moslems das nicht sein will, dann ist dies erfreulich.

    Nur: Wäre die Ablehnung in der Breite wirklich genau darin begründet, dann wäre auch zu hinterfragen, ob das im Blogpost angesprochene tatsächlich allen hiesigen Moslems angelastet werden kann, oder ob nicht vielleicht doch nur eine radikale Minderheit so denkt und handelt, wie eben auch die Xenophoben und Nazis heute eine radikale und laute (relative[*]) Minderheit sind. Eine diesbezüglich wichtige Frage wäre dann höchstens noch, ob und wie weit radikale Minderheiten mit ihrem Narrativ in der ‚Mitte‘ erfolgreich anknüpfen können. Und da sind sich Islamisten und xenophobe Nazis ja sehr ähnlich.

    Lieber nicht Deutsch, sagen 77%. Wenn aus eingangs erwähnten Gründen, dann ist vielleicht das niedliche und ungefährliche ‚Schland‘ eine Option. Aber so mögen die Deutschen sich ja selbst nicht gern sehen. Man passt sich also an, demnach mag man sic auch damit nicht identifizieren – wobei jene besagten 23% vermutlich doch eher dem Schland zugeneigt sind, als dem eingangs erwähnten ‚deutsch‘.

    [*] http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_11/FES-Studie%2BDie%2BAbwertung%2Bder%2BAnderen.pdf

    • 19. Januar 2012 um 03:10 Uhr
    • NDM
  18. 18.

    @Cem

    Also an dem Herrn aus Kopenhagen wäre vorallem zu kritisieren, das er, wie viele seiner Art, mal wieder herunterspielt und verharmlost. Er will den Eindruck erwecken als ob 99% der Moslems in Europa total gut integriert und moderat wären. Parallel- und Gegengesellschaften gibt eigentlich nicht und falls doch, dann sind sie kaum der Rede wert. Die Realität ist bekanntlich einen andere.

    Zu Tariq Ramadan gibt es eine Menge zu erzählen, z.B. das er der Enkel von Hassan Al-Banna ist, dem Begründer der Moslembrüderschaft. Seine Ziele sind nicht Integration und die Einhaltung demokratisch-europäischer Werte sicherzustellen. Sein Ziel ist Islam und Scharia in Europa zu verbreiten. Dafür streift er sich ein Schaafspelz über und frisst Kreide. Und obwohl sein Verkleidung lückenhaft ist und man den Wolf darunter immer wieder erkennt, stören sich die europäischen Gutis nicht daran, denn sie bekommen zu hören, was sie hören wollen.

    • 19. Januar 2012 um 12:06 Uhr
    • Bellfruta87
  19. 19.

    @ freieseuropa:

    Herr Lau, Ihre Prügel für Bellfruta sind m.E. nicht gerechtfertigt. Wenn ich sie richtig verstehe, vermisst sie bei Ihnen eine Standortbestimmung im Hinblick auf Islamismus/politischer Islam. Das finde ich nachvollziehbar.

    Drückt der Artikel von Herrn Lau, zu dem Sie hier kommentieren, für Sie keinerlei Standortbestimmung aus?

    Und Bellfruta eine Frau? Das glaubt sie ja wohl selbst nicht.

    @ Bellafrutta:

    Der Islam ist die alles bestimmende ideologische Grundlage dieser Gesellschaften. Er bestimmt ihre Kultur, ihre Rechtsordnung, ihre Identität, ihre Handlungen und Gesten, ihre Nahrung, ihren Tagesrythmus, ihre Kleidung, ihre Sitten und Gebräuche, der Islam besimmt praktisch alles.

    Man – oder frau – wie viele Brillen haben Sie denn auf?

    • 19. Januar 2012 um 12:18 Uhr
    • MM
  20. 20.

    Bellafrutta

    Wie erkenne ich dann einen Moslem, der es ehrlich meint?

    • 19. Januar 2012 um 13:13 Uhr
    • Cem Gülay
  21. 21.

    @Cem

    Man erkennt es vorallem daran, ob das was sie sagen mit dem was sie tun übereinstimmt. Ansonsten gibt es noch diese Gabe, die sich Menschenkenntnis nennt. Die ist zwar nicht immer 100% akkurat, aber doch meistens.
    Der besonders vorbildlich Imam Idriz ist ein schönes Praxisbeispiel dafür. http://www.youtube.com/watch?v=1K-oLvJIXB0

    @MM

    Mann und kein Brillenträger. Sie sollten ihre Brille aber mal absetzen, oder Argumente bringen, beides könnte zu einem Erkenntnisgewinn führen.

    • 19. Januar 2012 um 14:21 Uhr
    • Bellfruta87
  22. 22.

    Es gehört zu den Merkwürdigkeiten der Geschichte, dass die Geburt eines Phänomens die Geburt seines Gegenteils gebiert. Ich wage einmal die Vorhersage, dass die Ablehnung Deutschlands seitens einiger Migranten zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls der Deutschen beitragen wird.

    Ein weiterer Kulturkampf zwischen den unterschiedlichen politisierenden Glaubensgemeinschaften steht uns wohl bevor, an dessen Rändern schon viel Gewalt zu beobachten ist. Ich hoffe, dass alle vernünftigen Bürger kein weiteres Öl ins Feuer gießen und versuchen aus jedem Vorfall ungerechtfertigten politischen Nutzen zu ziehen oder auf den Feind umso heftiger einzudreschen.

    Ob nun Migranten oder Nichtmigranten sich wohlfühlen oder nicht ist nicht von Belang, da jeder, der sich hier nicht wohlfühlt, ob mit oder ohne deutschen Vorfahren, das Land auch verlassen kann.

    Allen politisierenden Glaubensgemeinschaften oder Bekennern – von Links oder Rechts, Gläubige und Ungläubige, Bellizisten oder Pazifisten, Ariern oder Nichtariern, Deutsche oder Nichtdeutsche … sei geraten, bei der Wortwahl so überlegt zu handeln, dass eine weitere Eskalation vermieden wird.

    Wir stehen unmittelbar vor dem Ende der Welt, da sollten sich doch Menschen vorher noch die Hand reichen – oder?

    • 19. Januar 2012 um 18:02 Uhr
    • kwk
  23. 23.

    @MM

    Dieser Artikel lässt einen Standort vermuten, der sich nicht mit dem deckt, der durch andere Artikel von J. Lau vermittelt wird.

    Bellfruta

    Pardon für die geschlechtsspezifische Vereinnahmung.

    • 19. Januar 2012 um 18:40 Uhr
    • freieseuropa
  24. 24.

    Der Kommentarbereich von Zeit Online ist von den Rechtspopulisten – Nazis übernommen worden. Die Rechtspopulisten bekamen bei Wahlen nie mehr wie 5% aber hier hat es den Anschein 80% der Deutschen würden genauso denken. Man kann sagen, dass die Zeitungen infiltriert werden um so mehr Anhänger zu gewinnen. Wo das hinführt kann man in Ungarn aktuell sehen. Wenn das mal bei uns so weit ist hoffe ich dass kein ausländisches Kapital aus Deutschland abgezogen wird. Man darf diese Bewegung nicht verharmlosen darum sollte sie vom VS beobachtet werden.
    Wer zu Mord und Totschlag aufruft macht sich strafbar.

    • 21. Januar 2012 um 09:13 Uhr
    • Jo
  25. 25.

    @ kwk

    „Wir stehen unmittelbar vor dem Ende der Welt“

    Werden Sie abgeholt von Außerirdischen ?

    Sollte man sowas arrangieren für Sie ?

    „da sollten sich doch Menschen vorher noch die Hand reichen – oder?“

    Was haben Sie denn da für eine Prophezeihung abbekommen; wenn es
    zuende geht, dann geht es aber vorher doch wohl noch mal richtig
    ab, bevor wie alle mit dem Universum integriert werden. Aber hallo.

    • 21. Januar 2012 um 20:53 Uhr
    • Thomas Holm
  26. 26.

    Thomas Holm

    Ich hatte gehofft, sie verstehen den Sinn. Der Satz sollte ein wenig zur Entspannung beitragen, wenn im Kulturkampf allzu verbissen argumentiert wird.

    • 23. Januar 2012 um 11:57 Uhr
    • kwk
  27. Kommentar zum Thema

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