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Die tschechowsche Lösung für den Nahostkonflikt

Von 27. März 2012 um 12:40 Uhr

Amos Oz, mit dessen großartigem Roman “Eine Geschichte von Liebe und Finsternis” ich gerade die letzten Wochen verbracht habe, sprach diese Woche in Washington bei der JStreet-Konferenz:

Kategorien: Iran, Israel
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Frieden in Sicht?

    “The launch of large-scale popular resistance at this stage serves the cause of our people,” Barghouti said in a statement commemorating the tenth year of his imprisonment by Israel.

    “Stop marketing the illusion that there is a possibility of ending the occupation and achieving a state through negotiations after this vision has failed miserably,” he said in a message read to a crowd of supporters in the West Bank city of Ramallah.

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=263548

    • 27. März 2012 um 15:28 Uhr
    • Serious Black
  2. 2.

    Verbittert, enttäuscht, traurig: aber am leben; klingt tatsächlich
    besser als: tot, verrückt*, aber gerecht, bzw. womöglich ehrenvoll.

    *ergänze ich mal …

    Nur: Israel existiert in einer ausgedehnten kreaativ-innovativen Phase jüdischen Lebens; in vielem der Welt voran.

    Dagegen: die Local Arabs, oder Palästinenser …

    Frieden mit Israel zu schliessen ist gegenwärtig ein sichereres Todesurteil denn je, für jeden Arabischen Politiker der Reigion.

    (Vorher war es auch schon ziemlich sicher, aber jetzt ist es noch sicherer.)

    Die Ägypter liessen sich ihren inneren Vorbehalt gegen Israel eine Abhängigkeit ihres Militärs von amerikanischen Zahlungen kosten; eines Militärs, unter dessen Deckung sie geknechtet und niedergehalten wurden. Die Syrer litten jahrzehntelang unter den kriminellen Ausschreitungen eines Regimes, das ihnen offene Feindschaft zu Israel als Identitätsmerkmal bot.

    Jetzt fliegt den Arabern alles um die Ohren; nur eines bleibt: die Feindschaft zu Israel; und wo es dafür praktisch zu kaum etwas langen mag: da ist es eine Sehnsucht nach der Feindschaft zu Israel.

    Der Arabische Führer, der diese Feindscahft als erster kündigt, der hat in seinen Machtkämpfen als erster verloren. Feindscahft gegen Israel ist “Ehrensache” für alle, die sich gegenwärtig naahc dem Leben trachten (bzw. nach dem Leben der Kinder ihrer Widersacher, um eine Besonderheit nicht zu unterschalgen).

    Die Rede würde einen tieferen Sinn machen in Homs, Tripoli, Beirut, Ramallah, Gaza, oder auf dem Tahrir-Platz in Kairo; doch wäre um die Sicherheit des Redners unmittelbar zu fürchten.

    Früher hatte Israel einfach nur keinen Partner als Gegenüber; jetzt hat Israel ein Schlachtfeld als Gegenüber; technisch haben sich die Aussichten für einen Friedensschluß ins Absurde verschlechtert.

    Je klüger es für die Araber wäre, Frieden mit Israel zu schliessen, desto ausgeschlossener wird diese Option.

    In den libanesischen Palästinenserlagern filzt die Hizbollah unter der Flagge des “Widerstandes” nach Al Kaida (oder was sie dafür hält). Die Hamas-Spitze spaltet sich zwischen dem Willen zu einer Orientierung am Iranischen Regime und einer Unterschlupfnahme bei den Golfarabern, oder hilfsweise der Türkei.

    Die Levantestaaten der Araber gehören der Vergangenheit an; die anvisierten Aspiranten für einen palästinensichen Staat sind dabei, sich in eine Beute- und Verheizmasse für die Auflösungs- und Erbfolgekämpfe der levantinischen Araberstaaten und Machtcliquen zu verwandeln.

    Für die Palästinenser verwandelt sich die Levante in eine Situation, wie in Kuwait, als es von Saddam besetzt war: Parteinahme kann nicht vermieden werden; und: jede Parteinahme aber ist tödlich, entweder sofort, oder eine Schlachtenglückwendung später.

    • 28. März 2012 um 15:09 Uhr
    • Thomas Holm
  3. 3.

    Die Rede würde einen tieferen Sinn machen in Homs, Tripoli, Beirut, Ramallah, Gaza, oder auf dem Tahrir-Platz in Kairo; doch wäre um die Sicherheit des Redners unmittelbar zu fürchten.

    Was aber überhaupt gesagt weren kann, kann klar gesagt werden.

    • 28. März 2012 um 15:24 Uhr
    • MRX
    • 28. März 2012 um 16:47 Uhr
    • MRX
  4. Kommentar zum Thema

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