Ein Blog über Religion und Politik

Wieder da

Von 14. Mai 2012 um 10:08 Uhr

Ich muss für wochenlanges unentschuldigtes Fehlen Abbitte leisten. Es war nicht geplant, sondern hat sich aus der Überlastung mit Arbeit für die Totholz-Version dieses Mediums mit anschließendem Kurzurlaub ergeben. Da die Hechte an der Müritz entgegenkommend waren, melde ich mich hiermit tief entspannt zurück und gelobe Besserung.

Während dieses Blog schlief, habe ich Dany Cohn-Bendit über die Frankreichwahl und Guido Westerwelle über die deutsche Europapolitik interviewt, eine Veranstaltung mit Ruprecht Polenz und Tariq Ramadan moderiert, Julia Timoschenkos Hungerstreik und die israelische Regierungsumbildung kommentiert und den Sprecher der israelischen Armee zum Döneressen im Wedding eingeladen (Porträt folgt).

Hier hätte es viel zu kommentieren gegeben: Powerplay vor den ägyptischen Wahlen, die Salafisten vs pro NRW, Todesdrohungen gegen einen iranischen Rapper…

Bald mehr!

Kategorien: Allgemein
Leser-Kommentare
  1. 1.

    “eine Veranstaltung mit Ruprecht Polenz und Tariq Ramadan”

    Na da kann ja nur gutes rauskommen. Ein Islamist der Moslembrüder “diskutiert” mit Ruprecht Polenz unter Moderationsleitung eines Zeitjournalisten. Gabs Meinungsunterschiede? Ich glaube nicht.

    “Einigkeit herrschte auch darüber, dass die Politik des Westens gegenüber der Region nur dann nachhaltige Erfolge erzielen könne, wenn sie Werte und Interessen in Einklang bringe. Dazu sei es wichtig, sich im Hinblick auf die neuen politischen Kräfte in den Transformationsstaaten nicht von pauschalen Schlagworten leiten zu lassen. So würden unter dem Begriff „Islamisten“ häufig sehr unterschiedliche politische Bewegungen subsummiert”

    Die Mär von den “moderaten” Islamisten. Auf dieser Veranstaltung darf sie offensichtlich wieder ohne kritische Begleitung verbreitet werden.

    “Die Wahlerfolge der islamisch geprägten Parteien in den Transformationsstaaten wurden in erster Linie darauf zurückgeführt, dass sie durch ihren Widerstand gegen die jeweiligen Diktaturen strukturelle Vorteile und vor allem Glaubwürdigkeit erworben hätten.”

    Selbstverständlich, was auch sonst. Indoktrination in den Moscheen und die genrell vorangetriebene Islamisierung der Gesellschaft kann mit den Wahlerfolgen nichts zu tun haben.

    http://www.dafg.eu/index.php?id=127&tx_ttnewstt_news=435&tx_ttnewsbackPid=32&cHash=28a5de99ce099a231e4fbcb553497b38

    • 14. Mai 2012 um 11:51 Uhr
    • Bellfruta87
  2. 2.

    @ Frutti: Polenz forderte Ramadan auf, das Verhältnis der Kräfte des politischen Islams im Bezug auf bürgerliche Freiheiten und Minderheitenrechte zu klären. Er hakte nach, ob als Ziel die Umgestaltung der gesamten Gesellschaft im Sinne der Scharia beabsichtigt sei inklusive des Eingriffs in die individuellen Freiheiten…
    Bei Ramadan war interessant zu sehen, wie ratlos er dem Boom der Salafisten gegenüberstand, für den er keine plausible Erklärung hatte. Sie machen die große Feier der MB kaputt. Sie stören das Bild vom moderaten arabischen Frühling.

    • 14. Mai 2012 um 12:00 Uhr
    • Jörg Lau
  3. 3.

    @ JL

    Seit wann sind die MB ‘moderat‘?

    • 14. Mai 2012 um 12:09 Uhr
    • Serious Black
  4. 4.

    @ SB: Seit die Salafisten mitspielen. Natürlich sind die nicht in Wirklichkeit “moderat”, sondern nur im Vergleich mit extremeren Kräften. Das ist jetzt die neue Konstruktion im Umgang mit dem politischen Islam.
    In Israel rückt die Hamas in die “moderate Position” auf, so wie vorher die Fatah, die einst der absolute Feind gewesen war. Seit die Hamas den Islamischen Jihad am Raketenabschuss hindert.

    • 14. Mai 2012 um 12:16 Uhr
    • Jörg Lau
  5. 5.

    @ JL

    Halten Sie es wirklich für opportun einen Radikalen, der seine Position keinen Deut verändert hat, plötzlich als ‘moderat’ zu bezeichnen, nur weil plötzlich noch radikalere Irre auf dem Spielfeld auftauchen?

    • 14. Mai 2012 um 12:32 Uhr
    • Serious Black
  6. 6.

    @ SB # 5

    So isser halt.

    Mit Schadenfreude nehme ich allerdings wahr, dass sein Spezi TR mit dem Engagement bei Press TV voll aufs falsche Pferd gesetzt hat.

    • 14. Mai 2012 um 12:40 Uhr
    • MRX
  7. 7.

    @SB

    Journalisten sind halt Opportunisten.

    • 14. Mai 2012 um 12:43 Uhr
    • unlimited
  8. 8.

    @JL

    “Bei Ramadan war interessant zu sehen, wie ratlos er dem Boom der Salafisten gegenüberstand, für den er keine plausible Erklärung hatte”

    Hätten Sie Herrn Ramadan doch von Goethes “Der Zauberlerling” erzählt. “Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los”

    Wer sich die religöse Ideologie Islam auf die Fahnen schreibt, wer im Sinne Mohammeds mit Islam das eigene Land und als Endziel die Welt erobern will. Wer die Gesellschaft und alle Lebensbereiche sukzessive islamisiert, wie die Moslembrüder es getan haben und weiter tun, der braucht sich nicht medienwirksam wundern, dass dann auch Salafisten dabei herrauskommen.
    Dabei sind die Unterschiede zwischen Moslembrüdern und Salafisten marginal. Letztere sind nur noch etwas puritanischer in ihrem Islambild und weniger bereit ihre wahren Absichten durch heulerlische Taqiyya zu maskieren. Das weiß natürlich auch einer wie Ramadan, aber sagen wird er es natürlich nicht.

    • 14. Mai 2012 um 12:44 Uhr
    • Bellfruta87
  9. Kommentar zum Thema

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