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Flucht in die DDR

 
Silberfisch
© Silberfisch

Lilly ist 13 Jahre alt und lebt in Hamburg – zusammen mit ihrer Mutter und deren Freund. Eigentlich führt sie ein recht normales und glückliches Leben, doch dann stirbt Lillys Mutter. Das Mädchen soll in ein Heim, denn die einzige Verwandte, die sie noch hat, ist ihre Tante Lena. Und die lebt unerreichbar weit weg – in der DDR.

Die Geschichte „Lilly unter den Linden“ spielt im Jahr 1988, als Deutschland noch geteilt ist und die Menschen nicht frei zwischen Ost und West umherreisen dürfen. Lillys Tante Lena lebt in Jena. Doch zur Beerdingung von Lillys Mutter darf sie in den Westen kommen. Lilly findet Ihre Tante wunderbar und so reift in ihr ein Plan: Zu Lena und deren Familie will sie gehen – nicht in ein Heim. Lilly packt ihren Rucksack und überquert heimlich die Grenze zur DDR – zu dem Land, aus dem vor vielen Jahren ihre Mutter geflohen war.
Als Lilly endlich in Jena ankommt – ausgerechnet an Weihnachten – sind längst nicht alle begeistert, sie zu sehen. Ihre Cousine Kathrin knallt ihr die Tür vor der Nase zu und die Behörden der DDR wollen das Mädchen am liebsten sofort wieder in den Westen schicken. Und schon in den ersten Tagen im Osten lernt Lilly, wie anders das Leben hier ist …
Sascha Icks liest die Geschichte so, dass man ganz tief abtauchen kann in die Handlung und die Gefühle von Lilly – mal ist sie wütend, mal verzweifelt, mal fassungslos und mal einfach glücklich – wunderbar mitfühlen kann.
Ab 12 Jahren

Anne C. Voorhoeve:
Lilly unter den Linden

Hörbuch Hamburg / Silberfisch 2009
4 CD, 19,95 Euro

Von Katrin Hörnlein