Politik, Kultur und Rätsel für junge Leser
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Vorlesegeschichten

Was soll ich lesen? Ach so geht das!

Von 16. März 2011 um 22:09 Uhr

cbj Verlag

Die Sendung mit der Maus hat Geburtstag! Schon seit 40 Jahren erklärt sie uns jeden Sonntag ein Stück der Welt. Zum Jubiläum gibt es etwas Besonderes für alle Mausfans – ein dickes Buch mit lauter klugen Antworten auf wirklich wichtige Fragen: [weiter...]

Von Kindern für Kinder: Die ABC-Geschichte

Von 9. März 2011 um 15:39 Uhr

Schroedel Verlag

In unserer losen Folge von Geschichte und Gedichten, die Kinder für Euch geschrieben haben, stellen wir Euch heute die ABC-Geschichte von Franka Köwitz aus Ennepetal vor. Franka ist 10 Jahre alt. Und wie so viele von Euch war sie Anfang Februar krank. Zum Zeitvertreib hat sie sich folgende ABC-Geschichte ausgedacht, die ein bisschen an die ABC-Gedichte von James Krüss erinnert, die Franka gerne liest. [weiter...]

Gecko (Vor-)lesegeschichte: Der Stinkwettbewerb

Von 7. März 2011 um 12:33 Uhr

Gecko ist ein tolles Magazin für Kinder. Ohne nervige Werbung, dafür mit schönen Kurzgeschichten und genau passenden Zeichnungen.
Fast wie ein Bilderbuch, nur, dass Gecko auch noch ein paar Bastelideen dabei hat. Zum Beispiel, wie Ihr aus ein paar Schuhen eine ganze Theatertruppe basteln könnt. Aus dem aktuellen Heft haben wir für Euch eine wunderbare Geschichte über ein paar echte Stinkstiefel von Silke Wolfrum mit Illustrationen von Hendrik Jonas. [weiter...]

Gecko (Vor-)lesegeschichte: Das Zauberblatt von Maler Klatt

Von 15. Januar 2011 um 09:00 Uhr

Gecko ist ein tolles Magazin für Kinder. Ohne nervige Werbung, dafür mit schönen Kurzgeschichten und genau passenden Zeichnungen.
Fast wie ein Bilderbuch, nur, dass Gecko auch noch ein paar Bastelideen dabei hat. Aus dem aktuellen Heft haben wir für Euch eine wunderbare Geschichte in Reimform von Yvonne Hergane mit Illustrationen von Artem.

Das Zauberblatt von Maler Klatt

Es wohnt in einer großen Stadt
ein armer Maler namens Klatt.
Der lebt mehr schlecht als sorgenfrei
von seiner bunten Zeichnerei.

Doch eines Tages springt ihm – huch! –
der Stift aus seiner Hand aufs Buch.
und zeichnet plötzlich ganz alleine.
Da ist ein Kopf! Und da – vier Beine!

Ein Hund? Nein, Wolf! Mit großem Maul!
»Gestatten«, sagt er, »ich bin Paul.
Jetzt hab ich endlich ’ne Gestalt!
Ich dank dir, Maler, aber … Halt!


Wieso bin ich so grau und wild?
Was soll das ungerechte Bild?
Ich bin doch innerlich ganz scheu.
Ach bitte, Maler, mach mich neu!«

Herr Klatt radiert und zeichnet frisch
ein andres Tierchen auf den Tisch.
Schon grast ganz friedlich, tief im Klee,
ein wunderhübsches braunes Reh.

»Och, nö!«, seufzt Paul. »Das ist nicht besser.
So’n stumpfsinniger Grünzeugfresser!
Ich will zwar lieb sein, doch nicht dumm.
Komm, mach mich neu, ich bitte drum!«


Herr Klatt gehorcht. Und das Papier
ziert bald darauf ein neues Tier.
»Jetzt«, sagt der Maler, »bist du zahmer.
Und klug dazu.« Denn Paul ist Lama.

Doch das gefällt ihm auch noch nicht.
»Ich bin doch kein so Spucke-Wicht!
Nur einmal spuck ich: Toi toi toi –
fürs nächste Mal. Los, mach mich neu!«

Herr Klatt denkt nach und legt dann los.
Das Tier wird diesmal nicht so groß.
Ein Hahn – mit prächtigem Gefieder,
und unterm Kamm die tollsten Lieder.

Doch Paul kräht unzufrieden: »Nein!
Ich will doch kein Geflügel sein!
Den ganzen Tag in Mist und Heu –
nein, danke. Maler, mach mich neu!«


Und Klatt? Der seufzt und macht sich dran.
Der Paul wird langsam zum Tyrann,
denkt er, doch zeichnen tut er doch,
’nen Maulwurf samt dem Buddelloch.

»Pfui Spinne!«, ruft der Paul da aus.
»Was ist das für ’ne blinde Maus!
Du hast vielleicht einen Geschmack!
Los, mach mich neu, und zwar zackzack!«

Der Maler tut, wie ihm geheißen,
obwohl ihm bald die Nerven reißen.
Und nach nur zwei bis drei Minuten
taucht da ein Nilpferd aus den Fluten.

»Willst du jetzt damit sagen, ich
sei fett? Das ist ja lächerlich!«
Der Paul ereifert sich schon wieder.
»Mach neu!«, brüllt er Herrn Klatt nur nieder.

Echt unzumutbar, das Gejaule
von diesem undankbaren Paule!
Langsam fällt Klatt auch nichts mehr ein.
Ein Elefant? Ein Storch? Ein Schwein?


Doch dann macht’s klick! Der Maler lacht.
»Jetzt weiß ich, wie man’s richtig macht!«
Sofort entwirft er noch mal frisch.
Und Paulchen wird … zum stummen Fisch.

Er will gleich schrei’n mit aller Kraft,
Doch »Blupp« ist alles, was er schafft.
»Oh, freut mich, dass es dir gefällt«,
Sagt Maler Klatt und räumt das Feld.

Yvonne Hergane, geboren 1968 und schon immer mit dem Büchervirus infiziert, lebt mit ihrer Familie in Hamburg und arbeitet als Autorin (»Einer mehr«) und Übersetzerin vor allem mit und an Kinderbüchern. Seit dem allerersten Buch ihrer Kindheit gehört ihre besondere Liebe dem gereimten Text.

Artem Kostyukevich, im russischen Omsk geboren, studierte Illustration in Hamburg. Heute arbeitet und lebt er mit seiner Familie in St. Petersburg. Für den Bajazzo Verlag hat Artem zusammen mit dem bekannten Kinderbuchautor Heinz Janisch zwei sehr schöne, ungewöhnliche Bilderbücher (»Schatten« und »Auch die Götter lieben Fußball«) geschaffen.

Diese Geschichte und andere tolle Erzählungen kannst Du im neuen “Gecko” nachlesen.

Exklusiv für die Leser der KinderZEIT:

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Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

Was soll ich lesen? Ganz und gar böse

Von 13. Januar 2011 um 10:49 Uhr

Carlsen Verlag

Carola fürchtet sich nie. Vor nichts und niemandem hat sie Angst. Doch eines Abends hört sie plötzlich eine Stimme. Und zu der gehören zwei Augen, die unter ihrem Bett hervorleuchten. Heute Nacht werde Carola sich fürchten, sagt das Wesen. Es sei nämlich das Böse, das ganz und gar Grundböse. Doch statt vor Angst zu zittern, stellt Carola neugierige Fragen: Seit wann das Wesen böse ist? Ob es nicht auch einmal nicht böse war? [weiter...]

Von Kindern für Kinder: Die blaue Mütze

Von 4. Januar 2011 um 09:00 Uhr

Spielende Kinder vor Fabrikschloten/ Foto: Christopher Furlong/ Getty Images

Weihnachten ist noch nicht vorbei. Viele Kinder haben noch Ferien, bis zum Dreikönigstag steht in vielen Häusern noch der geschmückte Tannenbaum. Passend dazu haben wir für Euch eine weitere Lesegeschichte, die unsere jungen Leser für Euch geschrieben haben. Heute von Greta (14) aus Mönchengladbach. Greta führt Euch zurück in die Zeit der industriellen Revolution, ins englische Manchester. Eine Zeit, in der ein Menschenleben nicht viel wert war, schon die Kinder schwere Arbeit in den Fabriken verrichten mussten und keine Zeit für Ihre Freunde und zum Spielen hatten.

Wie jeder heut zu Tage weiß, war die Industrielle Revolution von großer Bedeutung. Doch auch gab es Schattenseiten, die vielen Kindern das Leben erschwerten. In dieser Geschichte werdet Ihr über einen kleinen Jungen lesen, der zu dieser Zeit lebte und in einer Fabrik in Manchester arbeitete. Vieles weiß und wusste man über ihn nicht, da er keine große oder “wichtige” Persönlichkeit war und das Reden während der Arbeit hart bestraft wurde. Doch eins muss man erwähnen: Was ihm geschah, geschah keinem anderen Menschen auf dieser Welt. Zumindest wurde davon nie berichtet. Sein Tagebuch, der einzige Zeuge dieser Geschichte, wurde zufällig in einer staubigen Kiste einer Bäckerei gefunden. Der Inhalt war faszinierend: [weiter...]

Von Kindern für Kinder: Das Mädchen und der Hund

Von 3. Januar 2011 um 15:11 Uhr

Freunde in kalter Einsamkeit/ Foto: Philippe Huguen/ AFP

Eine Geschichte von Janina (13), die in den letzten Tagen der Weihnachtszeit noch einmal den ganzen weihnachtlichen Schimmer, Liebe, Nähe und Freundschaft herbeizaubert. Und auch ein bisschen traurig stimmt, ganz in der Tradition von Hanns-Christian Andersens berühmten Märchen “Das Mädchen mit den Schwefelhölzern” – nur nicht mir einem so traurigen Ende.

Es wurde kalt und dunkel in den Straßen, Laternen gingen bald an und in den Geschäften leuchtete Weihnachtsschmuck. Die fröhlichste Zeit des Jahres brach an: Vorfreude auf Geschenke, lebhaftes Geschäftstreiben und duftende Weihnachtsmärkte.

Aber nicht alle waren so glücklich: In einer dunklen verwinkelten Sackgasse zwischen Mülltonnen und Abfallsäcken gab es jemanden, der selbst um diese Zeit traurig war. „Wuff“, bellte ein kleiner schwarzer Hund. [weiter...]

Gecko (Vor-)lesegeschichte: Die Maus, die nicht schlafen wollte

Von 9. November 2010 um 11:12 Uhr

Eine Geschichte von Lotte Kinskofer mit Illustrationen von Martina Mair

Rot und gelb war das Ahornblatt, das sich vom Baum löste und langsam zur Erde sank. Die kleine Haselmaus Felix sah verträumt dabei zu. »Wenn die Blätter fallen, dann kommt bald der doofe Teil vom Jahr«, seufzte Felix. »Der Winterschlaf.« »Ich mag den Winterschlaf«, widersprach sein Freund Fridolin. »Draußen ist es ungemütlich und kalt, ich kuschle mich warm ein und wenn ich wieder aufwache, ist es Frühling.« »Ich will aber wissen, wie es im Winter ist!«, sagte Felix. [weiter...]

Kategorien: Vorlesegeschichten

Kurzgeschichte: Der verstopfte Rüssel

Von 15. September 2010 um 10:34 Uhr

Herkules ist mein Name. Und ich erzähle euch aus meinem langen und vor allem aufregenden Leben als Zirkusartist. Ich war nämlich Zirkusfloh, besser gesagt Zirkusflöhin, denn bei den Flöhen sind die Weibchen immer größer und stärker als die
Männchen. »Hier kommt Herkules, der stärkste Floh der Welt, ach, was sage ich: des ganzen Weltalls!« So wurde ich immer angekündigt. Und ich war natürlich auch dementsprechend berühmt. [weiter...]

KinderZEIT Lesesommer 2010: Ich, Gorilla und der Affenstern – Teil 5

Von 22. Juli 2010 um 11:00 Uhr

Von Frida Nilsson

Beim Einkaufsbummel glotzen alle Leute Jonna und ihre Adoptivmutter Gorilla an. Das Mädchen schämt sich furchtbar für die Affendame, bei der sie leben muss. Nach einem Fahrradunfall aber gewinnt Jonna ihre Gorilla richtig lieb, und gemeinsam entwickeln sie einen Plan, um auf dem Schrottplatz Geld zu scheffeln

Es war ein kalter, klarer Herbsttag. Mit zufriedenen Schritten machte sich Gorilla auf den Weg die Straße hinunter zum Marktplatz. »Jetzt brauchen wir noch etwas für dich!«, sagte sie beschwingt. »Sonst ist es ungerecht.« – »Nein, nein, nicht nötig!«, sagte ich und hörte selbst, wie unglücklich ich klang. »Wir sollten nach Hause fahren!« Aber davon wollte Gorilla nichts wissen. »Hier gibt es alle Geschäfte, die man sich nur vorstellen kann«, sagte sie und zeigte auf einen Süßwarenladen, ein Spielzeuggeschäft mit Puppen und ein Geschäft mit Farben und Pinseln. »Wir gehen, wohin du willst.« Natürlich wäre es herrlich gewesen, sich nach einer Puppe umzusehen oder nach etwas Süßem, aber das Einzige, woran ich denken konnte, waren die Menschen, denen wir begegneten und wie sie glotzten. Erst auf Gorilla, dann auf mich und dann wieder auf Gorilla. Ich wäre am liebsten gestorben. [weiter...]