
Bei der UN-Generalversammlung kommen Vertreter aus 193 Ländern zusammen/ © Getty Images
Viele Länder der Erde arbeiten zusammen. Ihr Ziel: Die Welt besser und sicherer zu machen.
Die KinderZEIT stellt die drei wichtigsten Weltclubs vor. Heute: Die UN. Bei den UN, den »Vereinten Nationen«, können Staaten sich aussprechen, wenn sie Probleme miteinander haben. Das ist wichtig, damit es nie wieder einen Weltkrieg gibt
Von Matthias Naß
Man kann sich die vielen Länder unserer Erde als eine große Familie vorstellen. Politiker und Journalisten sprechen auch gern von einer »Staatengemeinschaft«, also einer Art Familienclan. Eine spezielle Familie ist das schon. Einmal wegen der vielen Mitglieder, im Augenblick sind es 193. Dann, weil es riesige Länder gibt und winzige, weil die Menschen viele verschiedene Sprachen sprechen und unterschiedlich aussehen; weil die einen reich sind und die anderen arm; weil man bei den einen sagen darf, was man will, bei den anderen nicht. In manchen Ländern wird man gleich ins Gefängnis gesteckt, nur weil man sich über den Präsidenten oder den König lustig gemacht hat. Schon eine merkwürdige Familie. Weiter…

Dieser Bär tut nur so, als ob er ein Bär ist und schläft/ © Silke Weinsheimer
Viele Tiere ziehen sich in der kalten Jahreszeit zurück. Können Menschen auch Winterschlaf halten? Und kann man eigentlich vorschlafen? Für die KinderZEIT hat Hauke Friederichs einen Schlafforscher gefragt
KinderZEIT: Der Winter kommt, es wird abends früher dunkel und morgens später hell. Viele Menschen klagen nun über Müdigkeit. Woher kommt das?
Jürgen Zulley: Im Winter brauchen wir tatsächlich mehr Schlaf als im Sommer. Das hängt damit zusammen, dass es weniger Tageslicht gibt. Im Winter früher ins Bett zu gehen hat eine lange Tradition: Als die Menschen ohne elektrisches Licht lebten, gingen sie in der dunklen Jahreszeit einige Stunden früher schlafen als im Sommer und schliefen länger. Was soll man ohne Licht schon machen? Weiter…

Lisette, 13 Jahre alt, bewahrt in ihrem Kästchen das Geld ihrer Mitschüler auf
In Peru haben Schüler eine Bank gegründet. Sie legen ihr Taschengeld zusammen und versuchen, es zu vermehren – für die Zeit nach der Schule
Von Magdalena Hamm mit Fotos von Sandra Gätke
Wenn Lisette über den Schulhof läuft, klimpert es bei jedem Schritt in ihrer Umhängetasche. Die 13-Jährige trägt darin ein blaues Kästchen mit sich herum, in dem sie Münzen aufbewahrt. Täglich werden es mehr, denn ständig kommen ihre Mitschüler auf sie zu und wollen Lisette Geld geben. Das Geld gehört aber nicht Lisette, sie bewahrt es für die anderen auf. Denn sie ist die Schatzmeisterin der Schülerbank an ihrer Schule. Die anderen Kinder vertrauen Lisette ihr Taschengeld an, weil sie es sparen wollen. Jedes hat ein kleines Notizheft, in das Lisette einträgt, wie viel Geld ihr die Mitschüler gegeben haben. Sie hat viel zu tun. Denn seit Kurzem haben ihre Mitschüler eine Leidenschaft fürs Sparen entdeckt. Weiter…

Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schaadt/ © Getty Images
Die Frauen von Staatschefs nennt man First Ladies. Warum sie wichtig sind, welche Aufgaben sie übernehmen und warum sie eigene Mitarbeiter haben
Von Nicola Meier
In Amerika gibt es momentan eine wichtige Frage: Wer wird am 6. November zum Präsidenten gewählt? Die Menschen müssen sich zwischen Barack Obama und Mitt Romney entscheiden. Und ein bisschen entscheiden sie sich auch zwischen den Ehefrauen der beiden – zwischen Michelle Obama und Ann Romney. Denn die beiden Frauen unterstützen ihre Männer im Wahlkampf: Sie halten Reden und besuchen Talkshows im Fernsehen, in denen sie nette Dinge über ihren Mann sagen. Weiter…

Im August wurde auf der Kuba der 80. Geburtstag von Fidel Castro gefeiert, der 1959 von der Sowjetunion unterstützt an die Macht auf der großen Karibikinsel kam/ © Getty Images
Vor 50 Jahren stritten sich zwei Supermächte, die USA und die Sowjetunion. Beinahe wäre der Dritte Weltkrieg ausgebrochen
Von Jochen Bittner
Manchmal reizen sich zwei Gegner so lange, bis sie sich am liebsten gegenseitig an die Gurgel gehen würden. So etwas passiert nicht nur zwischen Menschen, das gibt es auch zwischen Staaten. Beinahe hätte ein solcher Streit einmal die ganze Welt in eine Katastrophe gestürzt. Das war im Oktober 1962 – vor 50 Jahren. Weiter…

Ein gläubiger Hindu mit seiner geschmückten Kuh in der Großstadt Bombay/ © Getty Images
In Indien leben Affen, Hunde und Rinder mitten in der Stadt. Sie gehören niemandem, müssen aber gut behandelt werden
Von Hanna und Lea Yamamoto
Merkwürdig, denkt man: In einer so großen Stadt wie Delhi, der Hauptstadt von Indien, werden Autobahnen und U-Bahn-Stationen gebaut – und trotzdem darf sich eine Kuh mitten auf einer Kreuzung schlafen legen. Für die Inder ist das ganz selbstverständlich. So wie die Kuh auf der Kreuzung leben in ihrem Land viele Tiere frei und wild, direkt neben den Menschen. Man muss nicht in einen Zoo gehen, um sie zu sehen. Allein in Delhi bevölkern mehr als 5000 Affen, 35000 Kühe und 250000 Hunde die engen Straßen; Affen und Hunde vermehren sich besonders rasch. Weiter…

In Lybien demonstrieren Männer mit ihren Kinder gegen einen amerikanischen Film, der den Propheten Mohammed lächerlich macht/ © Getty Images
Viele Menschen ärgern sich über einen Film, der den Islam beleidigt. Es gab schlimme Proteste. Unsere Autorin Lamya Kaddor erklärt, warum der Aufruhr nicht viel mit ihrer Religion zu tun hat
Von Lamya Kaddor
Die meisten Menschen in arabischen Ländern, aber auch viele in Afrika und Europa, sind Muslime. Dass heißt, sie gehören der Religion des Islams an. Für sie ist der Prophet Mohammed der Gesandte Gottes und ein Vorbild. Jetzt ist ein Film im Internet aufgetaucht, der den Propheten beleidigt, und Muslime in vielen Ländern protestieren dagegen. Weiter…

Stall und Wohnraum sind nur durch eine Tür getrennt
Quirin verbringt jeden Sommer hoch oben in den Bergen. Auf der Jägerbauernalm gibt es ein Plumpsklo, eine kalte Dusche und tolle Tiere
Von Mischa Drautz mit Fotos von Basti Arlt
Die Milch spritzt aus dem Kuheuter wie Wasser aus einem Gartenschlauch. »Melken ist nicht schwierig«, sagt Quirin. Er umfasst eine Zitze mit Zeigefinger und Daumen und drückt die Finger zusammen. Quirin melkt die Kühe Atti und Sterndl immer vor dem Frühstück – es ist sechs Uhr morgens. Weiter…

In Westafrika droht eine große Hungersnot. Ein Arzt organisiert Hilfe – bis ins abgelegenste Dorf
Text und Fotos von Andrea Böhm
Kann man Hunger schmecken? Ich meine nicht das kleine Magenknurren, wenn man mal das Mittagessen ausgelassen hat. Sondern bitterbösen Hunger, der einen schwindelig macht und wehtut. Dieser Hunger schmeckt – nach Gras und Baumrinde. Denn das essen Menschen, wenn sie wochenlang keine richtige Nahrung mehr bekommen haben. Albert kennt solche Menschen. Weiter…

Ein Junge wollte wissen, wie sich Obamas Haare anfühlen. Er solle sie doch einfach anfassen, sagte der Präsident /© The New York Times
Barack Obama ist anders als alle amerikanischen Staatschefs vor ihm, denn er hat dunkle Haut. Jetzt möchte er wiedergewählt werden
Von Catriona McLaughlin
Was ist denn das? Wieso verbeugt sich Barack Obama, der Präsident der USA, vor einem kleinen Jungen? Ein Foto aus dem Jahr 2009 zeigt, dass genau das passiert ist. Und die Geschichte hinter dem Foto geht so: Der Junge heißt Jacob, und sein Vater hatte im Weißen Haus, also dem Dienstort des Präsidenten, gearbeitet. Zu seiner Verabschiedung wünschte der Vater sich ein Familienfoto mit Barack Obama. Als sie so zusammenstanden, nutzte der kleine Jacob die Gelegenheit und fragte den Präsidenten, was er ihn schon immer fragen wollte: ob sich Obamas Haare genauso anfühlten wie seine eigenen. Der Präsident beugte sich zu Jacob herab und sagte: »Fass sie an, Mann.« Weiter…