Online und Offline – über das Leben in zwei Welten

Informieren wir die Enquete

Von 8. April 2010 um 16:28 Uhr

Für die Mitglieder der Enquete-Kommission des Bundestages, die demnächst damit beginnen wollen, die Auswirkungen des Internets auf unser Leben zu untersuchen, hat die Bibliothek des Bundestages eine Leseliste zusammengestellt.

Die Liste enthalte, schreibt der Journalist Matthias Spielkamp vom Blog iRights.info, nur deutsche Texte und es fehlten wichtigen Autoren wie beispielsweise Lawrence Lessig oder James Boyle.

Da könne das Netz doch helfen, findet er und hat ein Wiki aufgesetzt, wo wichtige Texte zum Thema Internet und Gesellschaft gesammelt werden sollen. Hübsche Idee. Damit es für die deutschen Parlamentarier nicht zu schwer wird, bittet er darum, so möglich, auf deutschsprachige Übersetzungen zu verweisen. Bis Ende Mai will er die neue Liste der Bundestags-Bibliothek übergeben.

Wie viel davon dann auf der Leseliste der Kommission landet? Das hängt davon ab, wie aufgeschlossen sie solchen Vorschlägen aus dem Netz ist. Immerhin hat sie angekündigt, dass man eine “breite Partizipation” wünsche.

Kategorien: Netzwerker
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Hallo Herr Biermann –

    wer kümmert sich denn darum das die Links/Vorschläge dort laden? Von wikia halte ich nicht viel, letztendlich müsste sich nur mal jemand die Mühe machen, die RSS-Feeds aller Digital-Kommentare durch einen http/Autoren Filter zu jagen. Dies würde eine gute Übersicht zu Texten zum Thema: Internet und Gesellschaft geben.

    Was aus meiner Sicht fehlt sind Bücher zu technischen Hintergründen (Internet Protokolle, Data Mining). Aber diese kann niemand in der Kürze der Zeit lesen – wenn man mal positiv annimmt, dass dort gelesen wird. Ggf. hilft hier auch Wikipedia.

    Die Experten für Folgeabschätzungen bei diesen Themen sind die Administratoren und Programmierer bei den großen Providern, kleineren Firmen und der DENIC – diese sollten interviewt werden. (s. auch die bekannten Sperren-Artikel von Donnerhacke, Köhntopp & Co.)

    Technik-Soziologisch fehlen die soziologischen Klassiker. Damit meine ich nicht Frau Gaschke, die dort aber auch hingehört, sondern eher die Leute die Sie und andere ständig zitieren und interpretieren. Auch die GNU und OSS Leute mit ihren die Computerszene prägenden Idealen/Methoden sollte nicht fehlen.

    Ansonsten: Mehr immaterielle “BWL Bücher”. Dies ist ein wichtiges Feld. Was geht verloren, was wird gewonnen? Welche Art von Ware ist Information? Welchen Wert hat sie? Wie kommt er zustande? Wie wir er genutzt? Kann es die “Tragedy of the Commons” auch bei immateriellen Gütern geben? Bei welchen? Hier gibt es eine Menge gut formulierender englischsprachiger Autoren, ggf. sollten sie übersetzt werden.

    Und: Bücher über die Zukunft des Journalismus, aber ich denke, da waren schon genug von auf der Liste. Die SZ hat mal ein schönes Heft/Buch gemacht.

    Ansonsten: Wissenschaftliche Paper: Zu Jugend, Entwicklungspsychologie & Computer, wobei die meisten oberflächlichen medienpädagogischen Veröffentlichungen (Soziale Netz im Web2.0) leider blanker Unsinn sind.

    Mutig wäre es auch, ein paar Bücher über die Grundlagen des Buchdrucks und des Urheberrechts anzuschaffen. So, ich hoffe, dies reicht, gerne suche ich auch Autoren zu Themen raus, falls dies Sinn macht.

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  2. Kommentar zum Thema

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