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Sowjetische Erinnerung

„There is no piece of land in Afghanistan that has not been occupied by one of our soldiers at some time ora another. Nevertheless much of the territories stays in the hands of the terrorists. We control the provincial centers, but we cannot mantain the political control over the territory we size.

Our soldiers are not to blame. The fought incredibily bravely in adverse conditions. But to occcupy towns and villages temporarily has little value in such a vast land where the insurgents can just disappear into the hills. We need more soldiers. Without them, without a lot more men, this war will continue for a very, very long time“

Das klingt als wären es Worte des amerikanischen Generals, Stanley McChrystal, der Kommandant der Nato in Afghanistan, der von seinem Präsidenten 40.000 Soldaten mehr fordert. Doch sind dies die Worte des Generals Sergej Akhromejew,  Kommandant der sowjetischen Truppen in Afghanistan. Akhromejew sagt dies alles zum Politbüro der Sowjetunion – am 13. November 1986.

 

Warum ist er so erfolgreich?

Einen Versuch von mir und meiner Kollegin Birgit Schönau, um das Phänonem  Berlusconi zu erklären finden Sie in der ZEIT

 

Berlusconi rollt
Berlusconis Wahlkampfmaschine in Mailand ©Ulrich Ladurner

 

 

 

Italienische Erfolge

Arzignano ©Ulrich Ladurner

 

1990 kamen tausende albanische Einwanderer mit einem gekaperten Frachter nach Italien. Niemand war auf diesen Massenexodus vorbereitet. Die Lega Nord gab es damals noch nicht. Sie wurde 1991 aus einem Zusammenschluss mehrere separatistischer Parteien gegründet. 1992 errang sie auf Anhieb landesweit 8,7 % Prozent der Stimmen. Damals mobilisierte sie vor allem gegen Rom. „Roma ladrona-Rom die Diebin“ war ihre beliebter Schlachtruf. Einwanderer war noch keine wirkliches Thema für die Partei. Doch nur wenige Jahre später rückte die Lega Nord unter ihrem Chef, Umberto Bossi, die Immigration in das Zentrum ihrer Politik. Damit machte sie Stimmung und gewann Stimmen. Bossi tat den berüchtigten Spruch: „Man muss mit Kanonen auf diese Schiffe schießen!“ – gemeint waren die Boote, die illegale Einwanderer nach Italien bringen.

Das Bild zeigt eine Wahlkampfveranstaltung der Lega Nord in der  reichen norditalienischen Stadt Arzignano. Diese Stadt war jahrzehntelang fest in der Hand der Mittelinksparteien. 2009 aber fiel sie in die Hände der Lega Nord und des mit ihr verbündeten „Popolo d´Italia“ von Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Die Lega Nord gewann in Arzignano 33,9 Prozent der Stimmen.

Auf dem Plakat steht: „Wir haben die Invasion aufgehalten!“

Arzignano2©Ulrich Ladurner