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Als Assange noch ein Niemand war

 

Wikileaks ist für die Leakingkultur das, was die Entdeckung des Feuers für die Menschheit oder der Erfindung des Rads für die Zivilisation war. Mehr als ein Quantensprung. Nach den schweren Beben, die Wikileaks im letzten Jahr auslöste, gibt es mittlerweile etliche WikiLeaks-Klone und Nachahmer. Mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten versuchen sie, Whistleblowern eine adäquate Plattform für Ihre Dokumente anzubieten. Vor Wochen haben wir hier bereits einen ersten Überblick aktueller Plattformen zusammengestellt. Der Index aller relevanten Leakingplattformen soll ständig erweitert werden. Für Links und Hinwiese sind wir übrigens jederzeit dankbar.

Aber bereits vor Wikileaks gab es eine Plattform, die sich der Ideologie der totalen Transparenz verschrieben hatte: www.cryptome.org. Die Berliner Gazette hat heute ein Portrait des Gründers John Young veröffentlicht. Das Portrait ist zwar schon etwas älter und ursprünglich in der amerikanischen Wired erschienen, ist aber dennoch lesenswert. Atemberaubend ist der Unterschied der Protagonisten. Hier der junge Hacker, energetisch, getrieben. Dort der altgewordene Idealist. Verhärtet, spröde.