Wikileaks, OpenLeaks und die Folgen

Wen Sie schon immer zum Mittagessen treffen wollten

Von 19. Juni 2011 um 22:23 Uhr

Es gibt vermutlich Menschen, die würden sich gerne einmal mit Penélope Cruz oder Cameron Diaz zum Mittagessen verabreden. Andere würden vielleicht gerne einmal Jonathan Frentzen oder Jonathan Safran Foer auf einen Kaffee treffen. Vielleicht auch Winfried Kretschmann oder wenigstens Joschka Fischer. Wieder andere wünschen sich nichts mehr, als David Weinberger oder Jimmy Wales einmal persönlich zu sprechen. Es soll sogar Menschen geben, die den unbändigen Wunsch hegen, Heidi Klum oder David Beckham für zwei, drei Stunden zu beanspruchen. Wünsche, die in der Regel unerfüllt bleiben.

Allen, die schon immer die Sehnsucht umtrieb, Julian Assange und Slavoj Žižek im Doppelpack kennenzulernen, kann jetzt geholfen werden. Zumindest wenn die nötige Liquidität gegeben ist. WikiLeaks offeriert, originellerweise bei Ebay, einen Lunchtermin mit Assange und Žižek in einem Londoner Spitzenrestaurant. Das Ganze soll drei Stunden dauern und Anfang Juli stattfinden. Ob es danach eine tränenreich Reportage mit dem oder der Glücklichen gibt, die das ungeheure Glück hatte, mit beiden persönlich zu plauschen, ist nicht überliefert. Da das Vorgehen aber an das von Jugendzeitschriften erinnert, die einen Nachmittag mit Justin Bieber oder Lady Gaga ähnlich unters Volk bringen, würde dergleichen nicht wundern.

Jene, die WikiLeaks for Sale interessiert, können übrigens hier ihr Geld ausgeben. Aktuell steht das Gebot bei schlappen 5.300 € für eine gemeinsame Wurst, ein paar Kartoffeln und einen schnellen Kaffee. Wobei die Speisenfolge eine Vermutung ist, denn bisher ist darüber nichts bekannt. Aber sicher wird die Weltpresse auch in diesem Kontext ihrem aufklärerischen Auftrag folgen und umfangreich berichten.

Kategorien: Assange, Exotisches
Leser-Kommentare
  1. 1.

    [...] ZEIT ONLINE (Blog) [...]

  2. 2.

    [...] der Weltöffentlichkeit blieben aus. Vorerst. Stattdessen geht es seit Monaten um die Popfigur Julian Assange und seine Gerichtsprozesse, um unerfüllte Ankündigungen neuer Großleaks und neuer Plattformen [...]

  3. 3.

    Das Essen hatte wohl mehr zu bieten als eine Wurst.
    Und Julian Assange hat dabei auch beeindruckt.
    Also laßt Häme,Neid und Frust einfach mal beiseite und konzentriert euch auf sachliche,informelle und journalistische Arbeit.
    Fast vergessen:eine Frage
    Was macht eigentlich Openleaks?

  4. Kommentar zum Thema

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