‹ Alle Einträge

Schnellrechnen-Schnellkurs (Teil 9)

 

Wussten Sie, dass das Kinderbuch Alice im Wunderland von Charles Lutwidge Dodgson (1832-1898) stammt? Der britische Schriftsteller, Fotograf und Mathematiker nutzte dafür aber sein berühmtes Pseudonym Lewis Carroll. Er schrieb auch eine mathematische Arbeit für das bekannte Forschungsmagazin Nature, in der er sich damit befasst, zu einem beliebigen Datum den Wochentag auszurechnen. Carroll selbst benötigte etwa 20 Sekunden, um den Wochentag zu einem gegebenen Datum zu ermitteln.

Statt der Methode von Lewis Carroll können wir aber ein modernes, leichter zu merkendes und fürs Kopfrechnen besser geeignetes Rezept nutzen. Es besteht aus sieben einfachen Schritten. Damit haben Sie den ewigen Kalender im Kopf. Oder Sie notieren sich besser die folgenden. Vielleicht noch besser: Bookmarken Sie diesen Blogpost.

Nehmen wir Silvester 2015 als Beispieldatum:

1. Teilen Sie die letzten beiden Stellen der Jahreszahl durch 4 und ignorieren Sie den Rest.

(Beispiel: 2015 ergibt 15:4 = 3 Rest 3, was zu 3 führt)

2. Addieren Sie dazu die letzten beiden Stellen des Jahres.

(Beispiel: 3 + 15 = 18)

3. Subtrahieren Sie davon 1 für einen Januar oder Februar eines Schaltjahres.

(Beispiel: keine Subtraktion für 2015)

4. Addieren Sie dazu 6 für ein 2000er oder 1600er Jahr, eine 4 für ein 1700er oder 2100er Jahr, eine 2 für ein 1800er und 2200er Jahr und 0 für ein 1500er oder 1900er Jahr.

(Beispiel für 2015 haben wir jetzt 18 + 6 = 24)

5. Addieren Sie dazu den Tag des Datums.

(Beispiel: 31.12. führt zu 24 + 31 = 55)

6. Addieren Sie dazu eine Zahl für den Monat nach dem folgendem Schlüssel:

J, F, M, A, M, J, J, A, S, O, N, D
1, 4, 4, 0, 2, 5, 0, 3, 6, 1, 4, 6

(Beispiel: 31.12. ergibt nun 55 + 6 = 61)

7. Man dividiere diese Zahl durch 7. Der verbleibende Rest ergibt den Wochentag mit der Zuordnung:

So, Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa
1, 2, 3, 4, 5, 6, 0

(Beispiel 61/7 = 8 Rest 5 und das ergibt Donnerstag)

Silvester 2015 wird demnach auf einen Donnerstag fallen. Korrekt!

Mit ein bisschen Übung geht die Wochentagsbestimmung damit in Sekundenschnelle.

Haben Sie Lust, es selbst einmal auszuprobieren?

Auf welche Wochentage fielen zum Beispiel die Mondlandung (21.7.1969) und die Maueröffnung (9.11.1989)?

57 Kommentare

  1.   1iglupedi

    Hi, Alexander. Was hab ich geschafft?

    Du strafst deine eigenen Worte Lügen, ich lass mich nicht ver-apple+n. *grins*

    Klar, loggisch, kannste da reingucken, aber wennste zu tief gehst, dann „higgs“…allerdings können sich daraus ganz neue Lösungen und Ansätze ergeben…selbst bei Teilchentransfer per Diffusion*giggle*…wennstde fertig kannste zu deinen synaptischen Schaltstellen Sie sagen, dann simmer aufn selben Level *laut lach*…

    Wennste das versuchst, dann sach ich: „Du kannst meinetwegen deine Punktverschiebungen sonstwohin abbilden, aber nicht in meinen Definitionsbereich!!! ;-)))) ☻☻☻….

    Lieblingsbuch…da fragste was…spontan antworte ich: „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

    Ich sehe alles positiv, denn ich habe kein Spiegelbild ;-PPP

  2.   Alexander II

    1iglupedi, jetzt hast du’s geschafft, ich bin echt sprachlos :’-)
    soll ich einen altgedienten mac oder so einen kleinen unix server mitbringen?
    kann ich mir auch deine bücher anschauen?
    welches ist denn dein lieblingsbuch? weltall oder geometrie?

  3.   1iglupedi

    Klar, es gibt „asparagus ad potentia“ *lach*…nein, in meiner Küche koche ich, am Kühlschrank ist ein aus Einzelteilen bestehendes magnetisches Periodensystem der Elemente appliziert, weil ich ständig aufpassen muss, was ich esse aufgrund meines Metabolismus. Ich trinke viel Cola, da ich meinen Phosphorsäurespiegel konstant halten muss. Und als Herd hab ich einen Energiefresser ohne Ceranfeld und so. Meine Waschmaschine ist über 20 Jahre alt.

    Ich habe, Moment mal, einen großen Laptop, den ich funktionsuntüchtig gekauft und instandgesetzt habe, war nur n Softwarefehler, einen Desktop-PC, der funktionstüchtig und leistungsfähig ist, aber arbeitslos, einen anderen dieser Art im Keller, weil der eine neue Festplatte braucht, meinen kleinen Ole, das ist mein Unterrichts-Symbiont, den haben meine Eltern mir geschenkt, das ist ein 10″ Win8 Convertible, und dann noch ne T400Maschine, refurbished, das hab ich aber machen lassen. Der sollte mir erst in der Schule helfen, aber weil das jetzt der Kleine macht, soll der, sobald ich ein mit meiner hochsensitiven otoakustischen Wahrnehmung kompatibles LautsprecherSystem für ihn gefunden hab, meine Stereoanlage sein. Er läuft mit einer BetaVersion von Win10. Und das recht stabil. Ein einziges Heimnetzwerk. Ganz einfach.

    Das Einstein-Bild hängt in meinem Arbeitszimmer, ich sach Matheraum da is auch das Heronische Dreieck samt Formel an der Decke, hab ich gemacht, ein Bild von Emmy Noether und eins von Euklid und eins von Archimedes. Sonntag geht’s. Kein Problem ;-)

  4.   Alexander II

    Das mit dem Informationstick kann man am besten entscheiden, wenn man mal zum Spargelessen vorbeikommen darf und sich deine Küche anschaut. Hängt da ein Bild von Wittgenstein oder Einstein? Wieviele Rechner hast du denn da drin u wieviele Netzwerke? Kann deine Küche schon allein Spargel kochen?

    Heute Abend kann ich nicht. Aber vielleicht am So?

  5.   1iglupedi

    Was bedeutet der Satz: „Sprache ist Mathematik.“ Kann man Subjekt und Objekt austauschen? Und wenn ja, warum nicht? Was ist Sprache? Welche Bedeutung hat sie? Flachland-Gorillas, habe ich gestern bei der Arbeit gelesen, als ich Staub wischte, kommunizieren untereinander mit etwa 22 Lauten. Ein Südiraker hat mir vor ca. 4 – 5 Jahren erzählt, dass es in Sumer 300 Worte gab. Was ist Mathematik? Was bedeutet sie? Aus welcher Sprache stammt das Wort? Welche Menschen sprechen sie und welche verstehen sie nicht? Was ist „ist“? Ein Verb, Die 3. Pers. Singular des Verbs „sein?“ Kann man „sein“ tun? Es ist im Aktiv geschrieben, aber ist Sein nicht auch passiv? Warum ist der Anfang groß geschrieben und warum steht ein Punkt am Ende? Welche Bedeutung hat das? Ist das immer so oder gibt es Ausnahmen? Welcher Sinn steckt dahinter, was soll das? Warum kommt da ein Komma und da auch, obwohl man die beiden bei Einschüben auch weglassen kann? Ein System in seiner Ganzheit zu erfassen, wenn man nur fragmental wahrnimmt…eine beantwortete Frage erzeugt 1001 neue, nicht wahr, Alexander?

    infinity. indefinable. Wenn ein Spiel gespielt wird, kann man sich sogar Spiele ausdenken, die noch niemand kennt und das Reglement selbst erzeugen. Aber wenn man nicht allein spielt, sollten die Regeln partizipativ festgelegt werden, und zwar von allen Beteiligten, egal, um wie viele Bekannte oder Unbekannte es sich handelt. Ändert nur einer eigenmächtig die strategisch-logische Abfolge der Ganzheit, verlieren alle Beteiligten. Denn dann kann man nicht mehr miteinander spielen. Also ist es zielführend, sich an die Regeln auch strikt zu halten. Das geht nur, wenn man sich diesen übergeordneten Zusammenhang bildhaft bewusst macht.

    Wenn beispielsweise der Bus um 9.26 Uhr kommt, mit dem ich zur Arbeit fahre, ist es für mich nicht zielführend, wenn ich erst um 9.30 Uhr dastehe. Es sei denn, es gab unterwegs einen Stau. Habe ich dann Glück gehabt, wenn ich den Bus noch „erwische“? Ist das ein komplexes dynamisches System, weil es außer mir noch mehr Leute gibt, die mit dem gleichen Bus fahren oder kann ich die Relation nur aufstellen innerhalb des Koordinatensystems Fahrplan, in dem ich und der Bus sich als dyadisches System bewegen?

    LW verglich die Worte mit dem Inhalt eines Werkzeugkastens. Klingt logisch, denn ich muss ja, wenn ich ein Regal zusammenbasteln will, wo meine Bücher reinsollen, auch erstmal wissen, was brauch ich denn, damit das auch was wird, so wie ich mir das vorstelle. Und Sprache verglich er mit einem Schachspiel. Logisch ;-)

    Ich beobachte und lerne.

    Mein EDV-Fuzzi in der Schule (studierter Mathematiker, als solcher bezeichnet er sich selbst), fragte mich, als ich sagte, das würde ich nicht studieren wollen, so universitär, erstens hab ich kein Abitur und zweitens hab ich Angst, da verrückt zu werden: „Also, so können Sie das doch nicht sehen. Schauen Sie mich an, wirke ich auf Sie, als wäre ich verrückt?“ Ich hab das – grinsend – nicht kommentiert. Allein schon aus Höflichkeit ihm gegenüber, ausserdem halt ich den/sowas für ganz normal *g*…er reagierte darauf mit den Worten: „Aha…naja, Sie haben recht, ich hab es gut versteckt…“

    Ich habe schallend gelacht…hab ich einen Informations-Tick?

    in form a t ion

    eine Form, in der elektrisch geladene Teilchen drin sind und auch ungeladene…

    oder inform = formlos?

    Hey, da is Strom drin ;-))))

  6.   Alexander II

    danke.

    Diese Bedeutung-Text-Theorie stellt sich dann auch die Frage, mit welchen Sätzen(Texten) man Bedeutungen ausdrücken kann.

    Nehmen wir mal:

    Ich bin verrückt.

    Dann wisst Ihr schon, dann könnte man das ausdrücken mit

    Ich löse jetzt a^5 + b^5 = c^5 mit a,b,c in N!
    oder: Ich gehe am mo pünktlich zur Vorlesung
    oder: ich zweifle an Wittgenstein
    und noch viel mehr.

    Und als die Informatiker angefangen haben, das zu programmieren, diese Beziehungen durchzunummerieren und abzubilden, waren ihre Rechner zu klein oder ihre Programmierkenntnisse nicht ausreichend. Ich kann mir das gut vorstellen, ein paar andere auch, aber vielleicht ist das alles nur ein Traum mit vielen Unbekannten?


  7. R.I.P., John Nash and …Alicia…

    Love is a burning thing
    And it makes a fiery ring
    Bound by wild desire
    I fell in to a ring of fire

    I fell in to a burning ring of fire
    I went down, down, down
    And the flames went higher

    And it burns, burns, burns
    The ring of fire
    The ring of fire

    I fell in to a burning ring of fire
    I went down, down, down
    And the flames went higher
    And it burns, burns, burns
    The ring of fire
    The ring of fire

    The taste of love is sweet
    When hearts like ours meet
    I fell for you like a child
    Oh, but the fire went wild

    I fell in to a burning ring of fire
    I went down, down, down
    And the flames went higher

    And it burns, burns, burns
    The ring of fire
    The ring of fire

    I fell into a burning ring of fire
    I went down, down, down
    And the flames went higher

    And it burns, burns, burns
    The ring of fire
    The ring of fire
    And it burns, burns, burns
    The ring of fire
    The ring of fire

    (Johnny Cash)

    What a kind of life…starry, starry night…Don McLean…

    you may be gone, but you are not forgotten…

    1ig(l)upedi

  8.   1iglupedi

    „Das ist, soweit ich das in meiner hochsensiblen (“je sais que je ne suis pas à votre niveau, mais je peus descendre un peu”) und extrem repräsentativen Art (tüüpisch Mattetikka eebänn) sehe: die erste manierliche Annäherung…“

    *grins, oha, noch eina…und s hätte sooo ein schönes Dreieck werden können, ph…* Moin, effdee :-)

    Igor Alexandrowitsch Meltschuk…ist auch nicht von schlechten Eltern…also, ich hab den Namen gestern abend das erste Mal gelesen und mich so ein bisschen informiert, blieb mir ja nicht viel Zeit. Wenn das eine mit dem anderen zusammengeführt, kann ein neues System…naja.

    Ich kann dir zustimmen, ich bin auch beeindruckt. „Einzige Pedi ausn Iglu“….haha…effdee = föllich daneben? *grins* „Die Zahl, die aus der Kälte kam“… :-))))…das Buch wird ich mir mal zulegen, hab den Titel irgendwo im Internet gefunden, weissnichtmehr wo, bin Chaospraktikerin…an der Unsichtbaren Universität… ;-)

  9.   1iglupedi

    Hey, Alexander, guten Morgen.

    Das liest sich ja seltsam, was du da schreibst…aber interessant…meine Aussagen sind nicht widersprüchlich in sich. Chaos ist streng strukturiert. Sonst ist es kein Chaos, sondern einfach nur Unordnung/Schlamperei, so wie bei mir in der Küche in drei Stunden, wenn ich Spargel geschält hab und das Geschirr überall rumsteht, die schmutzige Kaffeetasse (meine mit der Bell-Kurve drauf von words unwords mit dem Spruch „who said that I was normal?) ist mir im Praktikum letztes Jahr abhanden gekommen, ich werde sie ersetzen müssen, das ist die, die mir im Schrank noch fehlt) und Katzen da, wo sie nix zu suchen haben. Im Englischen gibt es auch „chaos“ und „disorder“.

    Das Runde muss ins Eckige sagen doch auch Menschen, die Fußball mögen. Und dabei ist das gar nicht rund, sondern ein abgestumpfter Ikosaeder. Ich hab mal mit Jungs ein bisschen gemeckert, weil die meinen pentagonischen Dodekaeder aus Papier, den ich liebevoll zusammengebastelt hab, mit Muscheln und Seesternen drauf, sone Escher Dreh- und Spiegelachsensymmetrie, wunderschön, jaja, zum Fußballspielen missbraucht haben. Naja, er ist heil geblieben und sie konntens nicht wissen, das Teil hatte wahrscheinlich Aufforderungscharakter, daraus kann ich auch lernen.

    Das mit der Musiksendung hört sich interessant an. Und du hast recht,die Technisierung kann schon verrückt machen. Reizüberflutung. Mir ist das auch mal passiert. Ich bin abends zur Schule gefahren…Hast du „damals“ wenig geschlafen? Das Gehirn macht dann wirklich seltsame Sachen…es sind aber bei Überlastung der Kapazitäten und ausgeschöpften Ressourcen ganz „normale“ Reaktionen. Die Wahrnehmung „ver-rückt“. Ich kenne sowas auch. Es kann Angst machen, wieder eins mit dem Chaos zu sein, weil die Sinnlichkeit/die Steuerzentrale, in der die EDV läuft, anders „tickt“ als die Umwelt…du brauchst halt deine Struktur, deine Haltepunkte. Wenn sich was verändert, kommst du aus dem Takt und kannst nicht mehr „mitrechnen“…das geht mir so, wenn sich beispielsweise im Sportunterricht zu viele Menschen zu schnell bewegen und dann am besten noch mehrere Bälle fliegen…ich kann in der Taktung nicht koordinieren und navigieren, dann meckern andere, weil ich micht nicht bewege wie sie und sie im Wettbewerbseifer und Kampflust…ach, egal.

    „Ihr sagt, er ist verrückt. Aber das ist nicht wahr. Er tanzt zu einer Musik, die für eure Ohren nicht geschaffen ist“ Von wem das ist, weiss ich nicht.

    Aber a = 440 Hz. Jeder Telefonhörer ersetzt eine Stimmgabel. Und wenn ich jemandem erzähle, dass Töne für mich farbige Graphen darstellen, dann sagen die mir, ich hab ne Meise. Gut, ok, sag ich mir, der Körper besteht aus verschiedenen Aggregatzuständen und Schallwellen werden jeweils anders übertragen, die Frequenzen wahrgenommen und versetzen Menschen in „Stimmung“. Das geht nicht nur über das Ohr. Unter 20 und über 20000 wird’s nämlich schwierig. Aber mit Ultraschall macht man Bilder, und ich hab ne Meise? Alles klar…war für mich ein langwieriger, manchmal sehr schmerzhafter Lernprozess. Und der hört nicht auf…bis mich in meine Einzelfragmente verwesentliche. Dann fängt alles anders von vorne an…und ich weiss nicht wie oder warum und wann.

    Ner (sehr gläubigen im christlichen Sinne) Freundin hab ich mal gesagt, wegen des Montags und dem heutiggestrigen Anlass: Jaja, du bist im Auftrag des Herrn unterwegs, über mich ist der Heilige Geist gekommen und Jesus kann rechnen…die Pfingstgeschichte selbst ist allerdings – von der Symbolik her – nicht zu 48n (verachten). ☺

  10.   effdee

    @Alexander II:

    Ich bin beeindruckt!
    Das ist, soweit ich das in meiner hochsensiblen („je sais que je ne suis pas à votre niveau, mais je peus descendre un peu“) und extrem repräsentativen Art (tüüpisch Mattetikka eebänn) sehe: die erste manierliche Annäherung an LW – chapeau!

    Aber ‚latürnich‘ mit Wehrmutstropfen, denn „der“ hat sich zwar mit mathematischer Logik beschäftigt, aber halt nur als Mittel zum Zweck. „Wir wollen der Sprache eine Grenze setzen und alles jenseits dieser wird einfach nur ‚Unsinn‘ sein“ (so etwa sein Statement; nachlesbar in dem von der einzigen Pedi ausm Iglu zitierten hervorragendem Buch von K.T.Fann – hierzulande leider nur antiquarisch (etwa amazon) zu erhalten).

    Es ging LW um das „sinnvoll Sagbare“, wobei er nahezu alle Aspekte der Semiotik behandelte, allen voran die Pragmatik. Auch wenn ich weiß, dass er als Mattetikker, Füüsikker, Inschennjöhr und Arrchitäkkt (man schaue sich sein für seine Schwester entworfenes Haus in Wien an [nun unter Denkmalschutz]: toll, auch wenn es mir zu „kalt“ ist) gearbeitet hat, so waren das alles nur eher technische Aspekte für seine „eigentliche“ Arbeit am Heilungsprozess der Metaphysik im Wien der Jahrhundertwende (mit Carnap, Loos, Kraus, Hofmannsthal und anderen im häuslichen Gesprächskreis; siehe „Wittgensteins Wien“ von Janik & Toulmin, Wien 1998).

    Seine wirkliche Bedeutung hat er im sprachwissenschaftlichem Kontext geleistet, wo er „Bahnbrechendes“ ablieferte.