Das geteilte Land

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Es ist ein bisschen so, als ob nie etwas gewesen wäre: 25 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die Spuren der Teilung aus dem Straßenbild nahezu vollständig verschwunden. Auf den ersten Blick ist aus zwei Staaten einer geworden. Wo verlief die Grenze? So genau ist das nicht mehr zu sagen.

Doch die Grenze gibt es noch heute. Ziemlich genau dort, wo sie real existierte, ist Deutschland weiter zweigeteilt. Bis heute, 25 Jahre nach dem Ende der erzwungenen Teilung, gibt es gravierende demographische und ökonomische Ungleichgewichte, dazu unterschiedliche Lebensgewohnheiten.

Wir haben uns auf die Suche gemacht nach Daten und Zahlen, die – oft unerwartet, manchmal kurios – von Kontrasten erzählen. Gefunden haben wir für unsere Longform-Reportage Das geteilte Land zahlreiche Statistiken, die auf verblüffende Weise verdeutlichen: Die DDR mag Geschichte sein. Ihre Umrisse sind noch heute zu erkennen. Drei Beispiele: Wäschetrockner? Im Westen weit verbreitet, im Osten kaum. Eine Waffe besitzen? Interessiert in Ostdeutschland nur wenige. Das Haushaltseinkommen? Immer noch deutlich niedriger im Osten. Paul Blickle vom ZEIT ONLINE-Infografik-Team erklärt in diesem Video, wie die Visualisierungen entstanden sind.

Wie erleben Sie, ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer, das Zusammenleben in Deutschland? Sehen Sie sich heute noch ausdrücklich als Ostdeutsche(r), als Westdeutsche(r)? Ist das wichtig? Wenn ja, was bedeutet das für das Land insgesamt?

Wir interessieren uns sehr für Ihre Perspektive und freuen uns auf die Debatte in den Kommentaren.