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Karfreitag – Höhepunkt der Fischsaison?

Von 7. März 2008 um 11:46 Uhr

Die Bilder stammen aus dem Buch: „Zwischen Tradition und Moderne“ – Die expressive Küche von Harald Derfuß

Karfreitag und Fisch – da geht kein Weg daran vorbei. Oder doch? Nicht nur in Süddeutschland essen Christen beider Konfessionen am Karfreitag Fisch und folgen der weithin geltenden christlichen Tradition, dass an Fasttagen generell auf Fleisch verzichtet wird.
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Die Gastronomie richtet sich auf die Karwoche (und auf das Ende der Fastenzeit) mit entsprechenden Angeboten ein. Viele Kollegen definieren diese Tage sogar als Fisch-Woche. Das führt, geradezu naturgemäß, zu Ergebnissen und Erscheinungen, die zumindest bedenkenswert erscheinen: Fisch wird künstlich verknappt und somit richtig teuer.
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Muss dies so sein? Ich denke, Fisch ist ein viel zu wertvolles Lebensmittel, als dass man es „nur“ an Karfreitag auf den Tisch bringen sollte. Vor allem Seefische gelten als idealer Lieferant für Jod und die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Ernährungsexperten empfehlen deshalb mindestens einmal pro Woche Fisch. Und das Bayerische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten hat vergangenes Jahr sogar per Pressemitteilung Verbraucher geangelt und empfohlen, die Produkte aus dem Bundesland mit den meisten Seen öfter zu genießen. Ob Wels, Forelle oder Saibling aus dem Gebirgsbach – auch Süßwasserfische sind excellente Nahrungsmittel.

Nun haben ja die gottesfürchtigen und bettelarmen Schwaben mit den Maultaschen eine Alternative zu (wenn man ehrlich ist: fast) fleischlosen Gerichten erfunden, quasi das Stammessen in vielen Familien. Gründonnerstag aus der Brühe und mit Kartoffel- und Gurkensalat. Den Karfreitag überbrücken sie dann mit Streifen dieser kulinarischen Köstlichkeit, in Ei gehüllt und herausgebraten.
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Noch ein paar Tipps für zuhause: Frischen Fisch erkennt man an der leuchtenden Haut, die mit einer klaren Schleimschicht überzogen ist. Ebenso an prallen Augen, gewölbten Linsen, hellroten Kiemen und an dem Geruch nach See. Dann ist das Fleisch des Fisches fest und elastisch.

Fisch in blasser Farbe, mit trüber Schleimschicht, dunkelrot bis bräunlich gefärbten Kiemen, trüben, eingefallenen Augen und dem charakteristischen Fischgeruch sollte man sich nicht antun.

Kaufen Sie „Frischfisch“ und halten Sie ihn maximal einen Tag im Kühlschrank gefangen, am besten auf einer umgestülpten Untertasse in einer weiten Metall-, Porzellan- oder Glasschüssel, mit Klarsichtfolie abgedeckt, damit er “trocken” liegt..

Kategorien: Fisch
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Hallo Gerhard,
    wenn Du ein paar Tips zum Kochen und auch noch Weinempfehlungen benötigst, dann schau doch auch mal nebenbei auf die Seite http://www.nikos-weinwelten.de. Dort gibt es Infos von Bobby Bräuer, Gunnar Titz und Jan-Göran Barth (Koch des Bundespräsidenten) und vielen mehr.

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    • 9. März 2008 um 10:32 Uhr
    • Matze
  2. 2.

    Es sollte doch auch das Einfache noch gelten können.
    Die Küche fürs Volk und ohne Schaum. ich habe mich zum Karfreitag der einfachen Speise hingegeben. Gebratener grüner Hering. Das war wieder ein Erlebnis der grundsätzlichen Art. Zu besichtigen, auf dem werbefreien Blog http://www.volkskueche. net unter http://volkskueche.net/volkskueche/?p=597

    Schöne Feiertage noch!

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  3. 3.

    Liebe(r) Antipasti,
    genau das ist es doch! Gebratene grüne Heringe sind in dieser Republik doch zu einem Geheimrezept geworden, dabei so lecker!
    Und wenn man sie irgendwo kriegt, dann mit schauspielerischem Aufwand. Und genau das ist es, was es nicht braucht. Die Serviette liegt daneben, und ist nicht kunstvoll schräggefaltet, weil gestärkt.
    Dazu kann man dann auch Zitronenscheiben und Wasserschälchen auf den Tisch stellen. Das gehört nämlich zum Essen!
    Man kriegt sie nur nirgends. Es sei denn, man macht sie selber!
    Den Rest “in sauer”. Alles klar?

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    • 25. März 2008 um 20:50 Uhr
    • Klaus
  4. 4.

    So geht das:
    Heringe ausnehmen (oder lassen), in Mehl wenden, anbraten (nicht verkokeln lassen, drei bis vier Minuten auf jeder Seite reicht), essen. Was man nicht schafft, in Marinade einlegen. Oh Gott. Nun wollt Ihr alle wieder wissen, was für eine Marinade.
    Grundrezept: Zwiebelringe, Nelken (nicht die Blumen, die kleinen braunen), Wachholderbeeren, Piment, Lorbeerblatt, rohe Möhren, manche tun auch kleingeschnippelte Cornichons rein (muss aber nicht) – das sind die ganz kleinen Essiggürkchen, ein Schuss Sherry (muss aber auch nicht).
    Die Marinade sollte mit allen Zutaten einmal kurz aufgekocht werden, dann, wenn kalt, Heringe einlegen. Die sollte man dann schon mal 24 Stunden drin liegen lassen.
    Da schmecken am besten Bratkartoffeln dazu. Boys and Girls – ihr glaubt gar nicht, wie lecker das ist!

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    • 25. März 2008 um 21:17 Uhr
    • Klaus
  5. 5.

    [...] Sprengsatz, auf dem Küchentisch zusammengebastelt, auch funktioniert – ähhm – wie macht der Bastler das? Mensch stelle sich vor, das Teil detoniert wunschgemäß, allerdings mit einiger Verzögerung [...]

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  6. Kommentar zum Thema

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