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Selbst gesalzener Kaviar zu Silvester

 

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Im „Rechen“, einem Eisengestell unserer kleinen Wasserkraft-Turbinenanlage, das Blätter und größere Holzstücke aussortiert, verfing sich eine kapitale Bachforelle. Das kommt wirklich sehr selten vor, und noch nie habe ich aus dem Neumagen, so heißt unser Bach, Kaviar geerntet.

Die Forelle lebte noch, als unser Hausmeister den Rechen säuberte. Er brachte sie in die Küche, weil sie so groß war, über 50cm lang. Normale Speiseforellen haben ca. 30cm. Beim Ausnehmen stellten die Köche „reifen“ Kaviar fest, das heißt, die Forelle hätte in wenigen Tagen abgelaicht. Die einzelnen Eier waren nicht mehr mit der feinen Versorgungsschnur verbunden.

Dann haben wir den Kaviar gesalzen, „Malosol“, ganz wie im Kaviarfilm am Kaspischen Meer, und in einem Einmachglas warten die knapp 100g nun, verspeist zu werden. Interessant die Farbvarianten, gelb, hellrot – Natur eben!

21 Kommentare

  1.   Uwe

    mmmh… lecker!

  2.   Deftone

    Fischeier….aus totem Fisch „ausgenommen“. Und man spricht von „reifen“ und „geerntet“ als sei es Obst oder Getreide. Welches Vokabular darf ich noch von der Zeit erwarten um das Gewissen auszuschalten? es ist keine „Speiseforelle“! Es ist eine Forelle, und die verdient zu leben wie jeder Mensch. Leben und leben lassen.

    Zu silvester keinen Fisch! Keine Fischeier! Kein Fleisch! 2009 damit anfangen, um endlich mit dem Tiermissbrauch aufzuhören!

  3.   Matthias

    Wo ist in diesem blog der Ausschalter für Sektierer?

  4.   Dirk Esser

    Und eßt nur Obst und Gemüse, das die Pflanze von selber her gibt. Ich kann diese Schreie des geköpften Wirsings, das Jammern des geschändeten Brokolies, das Stöhnen der Lauchstangen beim Ausreissen und die Panik des Getreides beim gewaltsamen Niedermähen einfach nicht mehr ertragen.

    Und lasst mir die Antibiotika in der Apotheke…Milliarden von Bakterien wollen auch leben und sich an ihrer Nachkommenschaft erfreuen.

    Ein Gutes Neues und viel Genuß im Sinne von gut, sauber und fair.

    Dirk

  5.   fritzcarl

    Für 2010 wünsche ich uns allen eine deftonefreie ZEIT. Selbst das Interview mit RTL Kloeppel muss aufgeregt „kommentiert“ werden. Wechseln Sie die Zeitung. Danke!

  6.   Soeren

    Da der Mensch zu den Omnivoren gehört, kann er fast alles essen. Auch Kaviar. Man sollte von Tier und auch von Pflanze so viel wie möglich verwerten und so wenig wie möglich wegschmeißen. Wenn es auch noch gut schmeckt, ist doch alles ok. Und wenn sich die Menschen nur vegetarisch ernähren würden, gäbe es nicht genug für alle.
    Ein vernünftiges neues Jahr wünscht Soeren.

  7.   Dirk Esser

    Hallo Soeren,

    das mit der Aussage, daß es nicht reichen würde, wenn alle Menschen sich vegatarisch ernähren stimmt natürlich nicht, weil die Produktion von Fleisch viel mehr Energie kostet, als wenn wir uns direkt von Pflanzen ernähren.
    Aber Vorsicht: die Vegatarier essen meinem/Deinem Essen das Essen weg.

    LG

    aus dem Markgräflerland

    Dirk

  8.   Deftone

    Der Mensch ist omnivor, als auch Willens- und Handlungsfrei. Also kann er sich in der tat entscheiden ob er Fliesch essen will oder nicht. Gesund leben kann er auch ohne, also müssen andere Aspekte zur entscheidungsfindung her. Was ich definitiv kritisiere ist Tiere wie Pflanzen zu behandeln. Das ist eine rethorik die das Gewissen abschalten soll, das eigene und das der andere. Wenn wir abe runser Gewissne abschalten müssen um überhaupt Tiere und Tierprodukte zu essen, kann es nicht moralisch sein, leuchtet doch ein oder?

    PS: Warum man mir hier so ablehnend gegenüber steht, mich sogar persönlich angreift ist mir unverständlich. Ich äusser emine meinung zum Thema, dafür ist die Kommentarfunktion gedacht. Sachlichkeit muss nicht immer freundlichkeit bedeuten, aber es sollte dennoch mit Argumenten disskutiert werden und nich tmit persönlichen anfeindungen.

  9.   6bb6

    @Dirk Esser #4

    «Und eßt nur Obst und Gemüse, das die Pflanze von selber her gibt.»

    Da geht mir jetzt wieder der Hut hoch! Pflanzen geben ihr Obst her, damit wir im Gegenzug ihren Nachwuchs verbreiten. Es ist ein für beide Seiten nützliches Geschäft.

    Jeder Fruganer/Veganer/Vegetarier, der eine Toilette benutzt, begeht damit einen heimtückischen Betrug an der Kreatur. Schlimmer noch: Er ermordet wehrlose, unschuldige pflanzliche Embryonen.

    Ethisches Verhalten sieht wirklich anders aus.

  10.   Deftone

    …ich lach‘ mich tot… -.-