Das Blog der Köche, Gastronomen und Gourmets

Frühlingskräutersuppe mit Bibiliskäs

Von 30. März 2010 um 14:30 Uhr
(Wild & mehr)

© Carl Gros für CPA!

Bibiliskäs heißt im Alemannischen Frischkäse mit kleinen Stückle drin, so ähnlich wie Hüttenkäse, nur nicht ganz so grobkörnig. Er wird normalerweise mit Kräutern, Zwiebeln und Radiesle angemacht, hier verwende ich ihn als Einlage in die Frühlingskräutersuppe, weil diese kalt serviert wird.

Kalte Suppe von Sabines Gartenkräutern
Für 4 Personen:
100g Gartengurke
Salz
2 EL Zitroneneis
200g Sauerrahm
200g Joghurt
4 EL gehackte Gartenkräuter der Saison (z.B. Schnittlauch, Minze, Majoran, Petersilie)
4 EL Bibiliskäse (oder anderer körniger Frischkäse) als Einlage
Zitronensaft
Tabasco
Bärlauchpesto
Gartenkräuter oder Wildkräuter zur Dekoration (Schnittlauch, Minze, Majoran, Petersilie)

Die Gurke schälen, halbieren, mit einem Löffel entkernen und in feine Scheiben schneiden. Salzen und Wasser ziehen lassen.

Gurke, Eis, Sauerrahm, Joghurt und Gartenkräuter in ein hohes Gefäß geben, mixen und mit Zitronensaft abschmecken. Wenn die Suppe zu dick ist, noch etwas Sauerrahm zugeben.

Nach Belieben mit einem Spritzer Tabasco pikant abschmecken und kalt stellen.

Vor dem Servieren mit etwas Bärlauchpesto beträufeln und mit frischen Gartenkräutern dekorieren.

Kategorien: Käse, Kräuter, Rezepte, Saisonales
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Dann wir schon mal was für Ostern und später.
    Mehr kalte Suppen bitte, der Frühsommer wird warm.

    Antworten

    • 30. März 2010 um 21:58 Uhr
    • Sauzahn
  2. 2.

    hört sich super an. leider ist halt noch lange nicht Gurkensaison.

    Antworten

  3. 3.

    Das heißt allenfalls „Bibberleskäs“, analog zum fränkischen „Ziebeleskäs“, der früher gern zum Füttern von Küken (schwäbisch „Bibberle“, fränkisch „Zieberla“) genommen wurde. Echter Ziebeleskäs wird so hergestellt:
    ½ l frische Milch mit 2 EL Buttermilch vermischen und bei Zimmertemperatur (ca. 22°C) 24 Std. stocken lassen. Die gestockte Milch in etwa ein Zentimeter große Stücke schneiden. Die Stücke in ein Baumwolltuch einschlagen und mit den Händen etwas erwärmen. Tuch zubinden und über einem Gefäß (Molke tritt aus) etwa drei Stunden hängen lassen. Anschließend den „Bruch“ herausnehmen und mit einer Gabel auflockern. Süße Sahne so lange einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schnittlauchröllchen garnieren. Schmeckt am besten zu frischem Bauernbrot oder Pellkartoffeln.

    Antworten

    • 31. März 2010 um 10:46 Uhr
    • René Artois
  4. 4.

    also…Alemannisch kann ich noch, und bei uns im Südschwarzwald heißt es “Bibiliskäs”, genau wie im frankischen Dialekt ist das junge Huhn gemeint.
    Die wärmenden Hände würde ich durch etwas Ofenwärme ersetzen, diesen “Trick” habe ich noch nirgends gelesen…

    Antworten

    • 31. März 2010 um 11:49 Uhr
    • K-J Fuchs
  5. 5.

    Ach, lieber Herr Fuchs, mein ganzes Kinder- und Teenagerleben habe ich auch nur “BIBILISKÄS” gegessen…

    Antworten

    • 31. März 2010 um 13:11 Uhr
    • Badnerin in Berlin
  6. 6.

    …sind davon die roten Bäckle?

    Antworten

    • 31. März 2010 um 13:56 Uhr
    • K-J Fuchs
  7. 7.

    Kommentar wurde auf Wunsch des Nutzers gelöscht

    Antworten

    • 31. März 2010 um 15:26 Uhr
    • Anonymous
  8. 8.

    Ich komme von etwas weiter nördlich (49°07’50.34″ N 8°35’51.15″ O) Und wegen der Bogengrade und -minuten heisst es bei uns “Bibeleskäs.”

    Heidenei, es kommt doch nicht auf das Wort an. Sind denn hier nur noch Ignoranten am Werk? Sollen Sie sich doch auf der Internet-Seite vom Bibliographischen Institut betätigen.

    Antworten

    • 31. März 2010 um 18:35 Uhr
    • bruddler
  9. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)