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Fraktale Attraktion

 

… im Gemüseangebot: Das ist jetzt sicherlich der Romanesco.
Entgegen weitläufiger Meinungen ist Romanesco keine Kreuzung von Blumenkohl und Broccoli, sondern eine eigenständige botanische Variation des Blumenkohls, die seit Jahrhunderten in der Umgebung von Rom gezüchtet wurde, und somit keine modische Neuheit. Seine in sich wiederkehrenden Muster (Fraktale Muster) sind nicht nur zu Weihnachten attraktiv (die geputzten Röschen erinnern ein bisschen an Tannenbäume.)
Es gibt verschiedene Zubereitungsarten für die Romanescoröschen: Nur blanchiert und im Buttersud warm geschwenkt, erfreut der Romanesco mit seiner natürlichen  Schönheit auf dem Teller. Oder wir hobeln diese auch in dünne Scheiben, bestreuen Sie mit etwas Puderzucker und trocknen Sie bei 50 Grad im Ofen bei leicht geöffneter Ofentür ca. 3 Stunden. Das ergibt dann feine Romanescochips. Ganz klein geputzte Röschen rösten wir in Sonnenblumenöl. Diese sind dann nussig-knackig und wir  servieren sie als Kontrast auf Blumenkohlpüree. Schön auch zu Salaten oder Nudelgerichten.

Miniröschen roh gebraten als Garnitur

Fazit: Der geschmackvolle Romanesco ist auch optisch ein Genuss; der nicht viel Aufwand benötigt.

2 Kommentare

  1.   Dirk Esser

    Lieber Herr Koch,

    mich interessiert, warum Sie Puderzucker darüber streuen. Gibt das eine bessere Krossheit? Oder wird dadurch die Flüssigkeit besser aus dem Gemüse gezogen? Oder gibt das geschmacklich mehr her? Oder ev. alles zusammen?

    Liebe Grüße

    Dirk Esser

    JK:
    Lieber Herr Esser,

    wie Sie es sagen: Alles zusammen.
    1. Die Romanescohobel bleiben glatt und wellen sich nicht an den Rändern hoch.
    2. Die Farbe bleibt erhalten; ohne den Zucker wird es gräulicher.
    3. Geschmacklich mildert der Zucker den rohen Kohlgeschmack.
    Und bei der Temperatur darf man nicht über 55 Grad Celcius gehen.

    Grüßle aus Weikersheim
    Jürgen Koch


  2. Da hier der Bezug zu Fraktalen genannt wird, möchte ich auf den
    Artikel “Using L-Systems to Simulate the Romanesco Broccoli” (http://scottgrandison.com/Files/CleggFinal.pdf) von Dominic Clegg hinweisen. In entspechender Weise habe ich mich selbst einmal mit dem normalen Brokkoli befasst: Siehe meinen Blogartikel “Brokkoli selber machen – im Kopf” (http://b-eats.blog.de/2012/02/15/brokkoli-selber-kopf-12787413/)