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Alan Turing zum 100.

 
Bild: Wikipedia

Heute, am 23. Juni, wäre der britische Mathematiker Alan Turing 100 Jahre alt geworden. Turing gilt als einer der bedeutendsten Theoretiker des vergangenen Jahrhunderts, als ein ebenso brillanter wie verquerter Kopf, der sowohl am Knacken des deutschen Enigma-Codes im Zweiten Weltkrieg wie auch der Entwicklung der ersten Computer und künstlicher Intelligenz maßgeblichen Anteil hatte. Seine geistige Größe wurde einzig von seiner kindlich-naiven Art gebremst, die ihn immer wieder in Schwierigkeiten brachte und bei Kollegen für Verwunderung sorgte. 1952 wurde der homosexuelle Turing wegen Unzucht angeklagt, die folgende Psychotherapie beendete er zwei Jahre später durch Suizid im Alter von nur 41 Jahren.

Eines von Turings wegweisenden Konzepten ist die sogenannte Turingmaschine, die Turing erstmals 1936 vorstellte. Sie gilt heute als die Grundlage moderner Computer: Prinzipiell ist sie ein Konstrukt, dass anhand eines bestimmten Regelsatzes (einem Programm) beliebige, universelle Berechnungen durchführen kann. Zu Turings Jubiläumstag haben die Leute vom CIW in Amsterdam eine Turingmaschine in Lego nachgebaut und die Funktionsweise erklärt:

Mehr über Alan Turing gibt es unter anderem bei der BBC, bei Wired und dem Guardian. Passend zu einer aktuellen Ausstellung hat das britische Wissenschaftsmuseum ebenfalls eine kurze Dokumentation veröffentlicht:

1 Kommentar


  1. […] Zum 60. Todestag vergangene Woche hat die Universität von Cambridge dem Vordenker eine kurze Dokumentation spendiert. Weitere Arbeiten über Turing und sein Werk hatte ich bereits vor zwei Jahren anlässlich seines 100. Geburtstags zusammengetragen. […]

 

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