Es geht auch ohne Fernsehen

Zocken mit YouTube: Der Viral Video eXchange

Von 22. November 2012 um 15:00 Uhr

So sieht der Viral Video eXchange aus

Virale Videos sind kein Zufallsprodukt. Egal ob sie von professionellen Agenturen (wie beim gerade verliehenen Viral Video Award) oder von unbekannten Hobbyfilmern stammen, der Weg zum Internet-Erfolg ist immer ähnlich. Virale Videos müssen eine emotionale Reaktion bei den Zuschauern hervorrufen, zum richtigen Zeitpunkt veröffentlicht werden und eine ganz bestimmte Länge haben. Die Erfolgsformel lässt sich, getreu des Namens, an die Verbreitung einer Grippe anlehnen:

   Häufigkeit x Verbreitung x Ansteckungsrisiko x Ansteckungszeitraum

Ähnlich äußerte sich auch Kevin Allocca von YouTube in seinem TED-Talk. Doch was in der Theorie einfach klingt, ist natürlich in der Praxis nicht so leicht umzusetzen. Zwar kann man abschätzen, was viele Leute witzig finden könnten und welche Themen gerade aktuell sind, doch ein hundertprozentiger Garant für millionenfache Abrufe eines Videos ist das noch nicht. Die Wege des Internets sind eben doch unergründlich. Zumindest teilweise.

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Wer trotzdem glaubt, genau zu wissen, welche Videos auf YouTube und Co. demnächst durch die Decke gehen und zudem noch gerne zockt, kann sich am Viral Video eXchange versuchen. Das Browser- und Mobile-Game (als Web-App) ermöglicht es, wie an einer Börse Anteile an einzelnen YouTube-Videos zu erwerben. Steigen die Klickzahlen und Kommentare der Videos, steigen auch ihre Aktien, der Spieler gewinnt. Jeder Spieler kann zudem selbst Videos an die Börse bringen. Das kostet zwar, kann sich aber bei Erfolg später rechnen.

Aber keine Angst, tatsächliches Geld lässt sich mit den Spekulationen weder verdienen noch verlieren. Das Spiel ist kostenlos und alle Transaktionen laufen über eine virtuelle Währung namens “Vloins”. Und anders als der Markt im echten Leben, gibt es ein Limit: Wer eine Million Vloins gewonnen hat, darf wieder bei 0 anfangen, damit er den Markt nicht zu sehr beeinflusst.

Die Idee des Spiels stammt vom Briten Dave Ganly und ist an eine frühere Spielshow der BBC angelehnt, bei der Zuschauer in die Popularität von Prominenten investieren konnten. Zudem ist der Viral Video eXchange auch ein Experiment, das zeigen soll, ob sich er Erfolg von Videos auf YouTube tatsächlich in irgendeiner Form voraussagen lässt. Im Idealfall, so Ganly, entdecken die Spieler Videos, bevor sie durch die Blogs und sozialen Netzwerke getrieben werden.

(gefunden bei Neatorama und Nerdcore)

Kategorien: Virals
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