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Konzert in 360°: Becks „Sound and Vision“

 

Beck

Während Webvideo und Livestreams immer wichtiger werden, versuchen auch Musiker und Veranstalter neue Formate und Blickwinkel zu finden, um Konzerte angemessen auf den Bildschirm zu übertragen. Jack White etwa hat vergangenes Frühjahr ein Konzert gegeben, das unter der Regie von Gary Oldman live ins Netz gestreamt wurde. Einen anderen Ansatz, der die Zuschauer am Bildschirm noch näher ins das Geschehen einbezieht, verfolgt Beck.

Vergangene Woche gab der Sänger eine Coverversion des David Bowie Klassikers Sound and Vision zum Besten, die auf YouTube (s.u.) inzwischen auch schon rund 345.000 Abrufe hat. Wie versprochen, liefert der Musiker jetzt eine aufwändige, interaktive 360°-Version der zehnminütigen Performance nach. Auf der Website haben die Besucher die Möglichkeit, von jedem Platz im Raum auf die Bühne in der Mitte des Raumes zu blicken, auf der Beck steht. Das 160-köpfige Begleitorchester ist an den Seiten hinter dem Publikum untergebracht.

Spannend ist, dass per Webcam (wer eine hat) die Kopfbewegungen der Zuschauer verfolgt werden können: wer den Kopf leicht nach rechts oder links bewegt, verändert damit auch seinen Blickwinkel im Raum. Man kann sich also buchstäblich im virtuellen Konzertsaal umdrehen, was sich wiederum auch auf den Sound auswirkt, der dann natürlich jeweils aus einer anderen Richtung kommt. Das Ganze ist nicht vollständig ausgereift, funktioniert aber insgesamt recht gut und ist eine spannende Herangehensweise an die Übertragung von Konzerten (und anderen Liveinhalten) im Netz.

Wie Wired berichtet, war die Aufnahme allerdings alles andere als leicht für Aufnahmeleiter Chris Milk. Er erfand dafür sogar eine eigene Technik, um die binaurale Aufnahme aus jeder Position im Raum gewährleisten zu können.

Hinweis: Die SD-Version des Projekts ist qualitativ wirklich nicht allzu gut, die HD-Version dauerte dagegen fast zwanzig Minuten zum Laden bei meiner Verbindung. Aber es lohnt sich.