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Web-Projekt zur Bundestagswahl: „Eine Stimme“

 

Am 22. September ist Bundestagswahl. Während der Wahlkampf in die heiße Phase geht, hören wir immer mehr Stimmen und Meinungen. Die meisten davon kommen von den Politikern. In scheinbar immer den gleichen Fernsehinterviews und von Plakaten herab erzählen sie uns, wieso ihre Partei es besser kann und deshalb die Stimme der Bürger verdient hätte.

Um Stimmen geht es auch bei Eine Stimme, einer Aktion des Projekts Grundversorgung 2.0 der Leuphana Universität Lüneburg. Seit Juli veröffentlichen die Initiatoren auf YouTube Interviews mit Musikern und Künstlern. Darin erzählen die Befragten, welche Themen sie persönlich wichtig finden, was sie von der jetzigen politischen Situation in Deutschland halten und was sie sich für die Wahl wünschen. Und zwar ohne das Parteibuch zu zücken.

Zwar sind einige Standpunkte der Befragten erwartbar, etwa wenn ein Markus Beckedahl von Netzpolitik stärkeren Datenschutz einfordert, oder Steffen Geyer von der Hanfparade sich eine neue Drogenpolitik wünscht. Bisweilen stecken in diesen kurzen Gesprächen aber auch interessante neue Aspekte und Blickpunkte. So erklärt der Punk-Musiker Rummelsnuff, wieso Politik für ihn verlogen ist, und Battle-Rapper Weekend erzählt von seinem Daytime-Job als Sozialarbeiter und bekommt dabei unter anderem auf das Betreuungsgeld zu sprechen.

Letztlich geht es Eine Stimme darum: Die digitale Generation zum Nachdenken und einen politischen Diskurs, wenn auch nur im Kleinen, anzustoßen.