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Mit „Vice“ auf dem Maidan: „Ukraine Burning“

 

Als „CNN für Hipster“ wurde die Ankündigung von Vice News an einigen Stellen kommentiert. Seit Anfang des Jahres gibt es die Nachrichtensparte des Magazins, die sich wie auch schon in der Kooperation mit dem Pay-TV-Sender HBO vermehrt mit tagesaktuellen und Reportagethemen auseinandersetzen möchte. Das neuste Video heißt Ukraine Burning, kommt aus Kiew und ist nah dran an den Menschen und dem Chaos auf dem Maidan. Dabei scheint es zunächst ungewöhnlich, ein Video über solch ein ernstes Thema mit Dubstep-Musik und Kampfszenen zu beginnen. Effektheischerei, möchten man sofort rufen.

Und doch gehören die Aufnahmen in Ukraine Burning zu den besten, die ich bis jetzt vom Maidan gesehen habe. Die Beiträge möchten und sollen subjektiv sein, oft auch tendenziös. Genau durch diesen Ansatz gelingt Vice ihre neue Form der Berichterstattung. Wie der Journalist und Blogger Martin Giesler schreibt: „Was Kameratechnik (gefilmt wird mit Smartphones oder DSLR) und Sounddesign angeht, spricht Vice News die Sprache des Musikfernsehens.“ Achja, informativ ist der Beitrag übrigens auch. Ganz ohne Dubstep.

2 Kommentare


  1. […] dann muss man ihnen einiges bieten. So falsch ist der Stil also nicht, nur anders. Das gab sogar die Zeit […]


  2. […] vor denen anderen Medien zurückschrecken – auf Waffenmärkte in Pakistan oder mitten unter die eskalierenden Proteste auf dem Maidan. Ein Ansatz, der nicht unumstritten […]

 

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