‹ Alle Einträge

„Iwwerzwersch“ – Breaking Bad im Saarland

 

Eigentlich dachten wir, die besten Breaking-Bad-Parodien seien spätestens mit Breaking Bad Jr. durch, aber jetzt kommt noch ein Nachzügler aus, aufgepasst, dem Saarland. Dort leben der Metzgermeister Walter Weiss und der etwas schluffige Jesse Brinkmann. Sie finden sich zusammen, um illegal Schweinskäs im großen Stil zu kochen – denn Walters Zahnarztrechnung ist sonst nicht zu bezahlen.

Was folgt, dürften die Fans der erfolgreichen US-Serie natürlich kennen. Walter und Jesse verlagern ihre Produktion in einen alten Wohnwagen und suchen nach einem Abnehmer für die fettige Delikatesse. Unter dem Decknamen Iwwerzwersch (der „Überzwerg“) entwickelt sich Walter zum Mysterium – und lockt damit gleichzeitig die beiden Polizisten Helmut Recht und Werner Ordnung auf den Plan.

Die knapp zwölf Minuten bieten wunderbaren Dialekthumor (Untertitel in Hochdeutsch gibt es natürlich auch), der ein wenig an Sinnlos im Weltraum oder den sächsischen Kurzfilm SIMPLYClever erinnert. Doch die Sprache ist nur ein Teil des Gags. Tatsächlich ist Iwwerzwersch recht aufwändig und liebevoll produziert und versucht sogar, die für Breaking Bad so typische Farbpalette zu kopieren.

Iwwerzwersch ist außerdem ein Quasi-Nachfolger der Webserie Recht & Ordnung über zwei saarländische Polizisten, die auch im Film auftauchen. Die Serie gibt es auch auf YouTube, und wurde von der Produktionsfirma Goreholio erstellt.

„Eisch benn der, wo dat Zeisch hey kocht“!

(via)

10 Kommentare

  1.   hui!

    Herrlich erfrischend, bitte mehr davon!

    Das war ja das Beste, was ich seit langem von deutscher Parodieproduktion gesehen habe.

  2.   Maike

    Mir gefällt’s :)

    Eine Korrektur ist noch notwendig. Das Zitat muss lauten: „Eisch benn der, wo dat Zeisch hey kocht“… ;)


  3. ^ Als Nicht-Saarländer glaube ich Ihnen das einfach mal :)

  4.   Maike

    Danke für’s Abändern. Das hätt‘ ich gar nicht erwartet ;)

    Über die Schreibung lässt sich natürlich streiten, ohne Frage. Den Wortlaut sollten meine „saarländischen Ohren“ allerdings richtig verstanden haben. :)

  5.   Christof

    Ganz kurzer Kurs in Landeskunde Saar:

    „Iwwerzwerch“ kann man zwar hochdeutsch „überzwerg“ schreiben, übersetzen müsste man es aber mit „übermütig“.

    Und „Schweinskäs“ ist Schweinesülze – Leberkäs wäre auf saarländisch eher „Fleischkäs“, wobei das ne andere Rezeptur hat, aber gleich aussieht. Leberkäs/ Fleischkäs kann man ja auch nicht kochen, sondern backen, und wenn da Knorpel drin wäre, wär das ganz schön ekelhaft.


  6. […] die Mühlen etwas langsamer.” Denkste! Durch Berichterstattungen von BILDblog, MEEDIA über “Zeit” bis hin zum österreichischen “Kurier” geht das Ding momentan so was von viral […]

  7.   dieguteute

    …gibts da noch mehr von?

  8.   Frau S

    Als Saarländerin und „Breaking Bad“-Fan sag ich nur: Besser geht’s nicht! Sogar die Kameraführung ist perfekt. Da hat sich jemand ganz viel Mühe gemacht. Hoffe, es kommt noch mehr! Liebe Grüße aus dem Saarland … dem besten Bundesland der Welt ;-)

  9.   Andreas

    Das hochdeutsche Wort für „iwwerzwersch“ ist „überzwerch“ (siehe Duden). Also mit -ch wie in Zwerchfell. Zwerch ist ein veralteter Ausdruck für quer und überzwerch bedeutete „diagonal“: vgl. „Der Läufer der auf dem schwarzen Felde stehet kann anders nicht als in ein anderes schwarzes Feld überzwerch vorrücken, […]“ (Der Geist und die Geschichte des Schachspiels, Wahl, 1798)

    Im heutigen (übertragenen) Sinn ist die Übersetzung von Christof mit „übermütig“ natürlich korrekt.

 

Kommentare sind geschlossen.