Es geht auch ohne Fernsehen
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Animation

Kurzfilm “Sintel”: Content-ID strikes again

Von 7. April 2014 um 16:50 Uhr

Am Wochenende konnte man ihn wieder riechen, den Copyright-Bullshit im Netz. Es ging dabei um den animierten Kurzfilm Sintel, ein Projekt der Blender Foundation. Blender ist eine 3D-Software, die im Vergleich zu ähnlichen Produkten gratis, da Open Source ist. Als sogenannte Open Movies fördert Blender immer wieder Filmeprojekte, die anschließend unter eine Creative-Commons-Lizenz ins Netz gestellt werden. Wir hatten ebenfalls bereits Filme des Projekts vorgestellt.

Auch Sintel unterliegt einer solchen Lizenz, und das schon seit fast vier Jahren. Umso erstaunter waren die Zuschauer, als am Wochenende plötzlich eine Meldung auf YouTube erschien, dass Sony den Film habe herunternehmen lassen – auf Basis eines Urheberrechtsanspruchs.

Was war passiert? Wie Techdirt und Cartoon Brew dokumentieren, hat Sony Teile des Film offenbar für ein Produktvideo genommen, um die 4K-Technik neuer Fernsehgeräte aufzuzeigen. Das ist legitim, denn Sintel darf auch für kommerzielle Projekte genutzt werden.

Das Problem mit Content-ID

Was dann folgt, ist einmal mehr der fragwürdigen Content-ID-Technik YouTubes geschuldet. Sony nämlich ließ ihr Video in der Content-ID-Datenbank registrieren. Die automatische Erkennung erkannte anschließend Teile von Sintel und nahm den Film präventiv aus dem Netz. Das Original wurde also als ein Urheberrechtsverstoß gemeldet.

Da auch Sony erkannte, dass dies nicht so wirklich rechtens ist, ist Sintel inzwischen wieder auf YouTube verfügbar.

Die Geschichte zeigt aber einmal mehr das Problem mit automatischer Copyright-Prävention. Immer wieder gibt es Meldungen über Fälle, in denen das System die falschen Inhalte sperren ließ. Erst im vergangen Jahre meldeten viele Gamer, dass ihre Videos geflaggt wurden, weil sie Spielszenen enthielten. Dann gab es Fälle, in denen sich Major Musiklabel offenbar an freien Liedern bedienten. Und auch die Nasa kam bereits in den Genuss, von Dritten gemeldet worden zu sein.

Ein Problem dieser Vorangehensweise: Es liegt in den Händern der Original-Uploader, anschließend zu beweisen, dass sie nicht gegen das Urheberrecht verstoßen. Die großen Label und Konzerne bekommen quasi zunächst immer erstmal Recht gesprochen. Und die Antworten von YouTube und Mutterkonzern Google auf die Einwände sind fast schon traditionell lethargisch. Vielleicht auch, weil die Unterhaltungsindustrie Content-ID noch stärker vorantreiben möchte. Fälschliche Verstöße wie im Fall von Sintel werden wir wohl noch häufiger sehen.

Der Film selbst ist übrigens immer noch sehr sehenswert – und mit komplett freier Software entstanden.

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Kurzfilm: “Shelved”

Von 3. April 2014 um 17:03 Uhr

Roboter ersetzen die Menschen, so heißt es in der Regel. Im animierten Kurzfilm Shelved der Media Design School aus Auckland ist es genau andersrum: Hier sollen zwei hämische Roboter eines Versandhauses gefeuert werden. Das Problem: Die ach-so-intelligenten Roboter wissen nicht, um welche es sich genau handelt – und möchten natürlich trotzdem den “Boss-Man” beeindrucken.

Shelved sei eine Hommage an die frühen Filme von Kevin Smith, sagen die Macher – und tatsächlich erinnern die völlig nutzlosen Blechbüchsen ein wenig an die bekifften Protagonisten aus Clerks.

(via)

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Kurzfilm: “A Girl Named Elastika”

Von 2. April 2014 um 13:40 Uhr

Spaß mit Büroutensilien: Elastika ist jung und lebensfroh und rast somit von einem Abenteuer ins nächste. Das alles mit einer Pinnwand, Stop-Motion und einem schmissigen Soundtrack. A Girl Named Elastika ist eine preisgekrönte Arbeit von Guillaume Blanchet.

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Kurzfilm: “From Dad to Son”

Von 26. März 2014 um 18:31 Uhr

Der Kasseler Filmemacher Nils Knoblich schreibt uns, dass sein animierter Kurzfilm From Dad to Son inzwischen den Weg ins Netz gefunden hat. Es geht um eine Geschichte, die aus der Antike datiert: Ein Bauer trauert um seinen Sohn, der im Gefängnis sitzt und ihm deshalb nicht beim Bestellen der Felder helfen kann. Doch dann kommt dem Sohn eine Idee, wie es vielleicht doch geht…

So alt die Geschichte sein mag, so kreativ ist die Umsetzung: Eine Stop-Motion-Animation aus Papier, im dezenten Schwarz-Weiß gehalten. Das ist simpel und funktioniert vielleicht genau deshalb so gut für diese kleine Anekdote. Das denken offenbar auch andere: From Dad to Son lief auf 130 Festivals und gewann dabei 12 Preise.

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Netzfilm der Woche: “Fathoms”

Von 23. März 2014 um 09:26 Uhr

Auf den ersten Blick erzählt der animierte Kurzfilm Fathoms eine klassische Endzeitgeschichte. Die jugendliche Sam driftet mit ihrem Kater Hippo und Ziehvater Evan in einem zusammengeschusterten U-Boot durch die überfluteten Überreste New Yorks. An der Oberfläche tosen elektrische Stürme. Es geht nicht bloß ums Überleben. Es geht darum, den Sinn in einer scheinbar sinnlosen Welt zu finden.

Konzept-Art (© Mografi)

Konzept-Art (© Mografi)

Auf den zweiten Blick ist Fathoms persönlicher. Der Animationsfilmer Joe Russ hat den Film als Hommage an seinen Vater konzipiert. Der starb an Krebs, als Russ 17 Jahre alt war. Sechs Jahre lang arbeitete Russ  an Fathoms, die Storyboards und die Animationen erstellte er in seiner Freizeit, an Abenden und Wochenenden. Über eine Kickstarter-Kampagne konnte er den Film schließlich fertigstellen. Die Entwicklung hat er in einem Blog dokumentiert.

Dieser Kontext ist wichtig, denn er gibt Fathoms eine zweite Deutungsebene. Die Protagonistin im Film trauert nämlich ebenfalls um ihren Vater. Kurze Rückblicke bringen die Zuschauer an dessen Krankenbett. Der Abschied im Film wird zum verspäteten Abschied des Filmemachers von seinem Vater. Die überfluteten Reste Brooklyns im Film zeigen bekannte Bauwerke des Viertels, die Russ auf seinem täglichen Weg zur Arbeit passierte.

All das erzählt der Regisseur mit einem Animationsstil, der ein wenig an Videospiele erinnert. Die Figuren sind kantig, im Fachjargon Low-Poly genannt, die Farben wechseln je nach Situation von Blau in ein bedrohliches Rot oder warme Pastelltöne. Diese Details trösten dann auch über die an einigen Stellen etwas langatmige Geschichte hinweg. Fathoms ist auch auf den dritten Blick ein gelungenes und ergreifendes Hobbyprojekt.

Wie groß ist eigentlich das Universum?

Von 22. März 2014 um 18:30 Uhr

Die Entdeckung von Gravitationswellen, die aus der Zeit kurz nach dem Urknall stammen, hat die Astrophysiker vor wenigen Tagen in Aufruhr versetzt. Sie könnten neue Aufschlüsse darüber geben, wie das Universum tatsächlich entstand – und auch wie groß es ist. Dazu passt die gelungene Animation des Königlichen Observatoriums von Greenwich, die auf ebenso witzige wie informative Weise die Größe des Universums erklärt.

(via)

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Kurzfilm: “The Ballad of a WiFi Hero”

Von 14. März 2014 um 13:03 Uhr

Wir Älteren™, die Eltern über 50 haben, kennen das natürlich: Kaum kommt man zu Weihnachten, zu Geburtstagen oder anderen festlichen Anlässen zurück in die Heimat, ist der erste Aufgabe den Computer zu reparieren. Denn wenn GMX oder der Internet Explorer nicht funktionieren, die Maus beim Putzen aus dem USB-Port gerutscht ist oder der Virenscanner ein Update braucht, helfen nur noch die Sprösslinge, Schwiegersöhne oder Nachbarskinder als Retter. Der animierte Kurzfilm The Ballad of a WiFi Hero erzählt diese Geschichte in Pixeloptik und mit Retro-Humor. “Still, the Google did not load!”

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Kurzfilm: “Out of Bounds”

Von 7. März 2014 um 15:23 Uhr

Wir sind ja bekanntlich große Fans des dänischen Animation Workshop und freuen uns, dass die Abschlussfilme der talentierten Nachwuchsfilmer weiterhin regelmäßig im Netz landen. Eine der jüngsten Arbeiten ist Out of Bounds von Viktoria Piechowitz – die erquickende Geschichte eines jungen Phobikers, einem Goldfisch in Lebensgefahr und der Nachbarin.

(via)

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