Die Macher von Blank on Blank suchen alte Interviews mit Künstlern und bereiten sie neu auf. Schicke Idee, dachten auch die Verantwortlichen vom US-Sender PBS. Und so gibt es jetzt ausgewählte Interviews des Projekts nicht nur als Audio, sondern auch in reduzierter schwarz-weiß Animation auf YouTube. Hier die neuste Folge mit den Beastie Boys aus dem Jahr 1985, davor erzählt Jim Morrison noch etwas über die Vorzüge von Übergewicht.
Lego-Parodien gibt es haufenweise im Netz, aber Brian Anderson hat für sein Projekt ganz tief in die Trickkiste gegriffen und ein fiktives Lego meets Breaking Bad Videospiel animiert!
Jan Willem ter Horst und Jan Riechelmann erweckten für ihre Bachelorarbeit an der FH Düsseldorf die Statue Heinrich Heines vor dem Uni-Campus zum Leben. Der Dichter begibt sich zu seinen eigenen Worten einmal mehr auf eine Erkundungstour durch seine Heimatstadt, schlendert an seinem Geburtshaus vorbei, sinniert über das Reiterdenkmal und den Hofgarten und genießt das Rheinufer, bevor es ihn schließlich in die Tonhalle verschlägt, wo er sein Gedicht Im Wunderschönen Mai aufführt. Heinrich Heine in Düsseldorf ist eine ebenso tolle wie simple Idee, dem Dichter Tribut zu zollen, und dabei gleichzeitig geschickt Animation mit klassischem Film zu verbinden.
“Es ist nichts aus mir geworden, nichts als ein Dichter”
Die Jahreszeiten sind der Bestandteil unzähliger Mythen. Von der Erzählung des Hades und der Persephone in der griechischen Mythologie bis hin zum allgegenwärtigen Winter is coming der US-Hitserie Game of Thrones ist das Wechselspiel zwischen Winter und Sommer ein ebenso universelles wie kraftvolles Bild in Kunst, Literatur und Film.
Auch der französische Animationsfilm Premier Automne von Carlos De Carvalho und Aude Danset greift die Thematik der Jahreszeiten auf. Abel, der Hüter des Winters, und Apolline, die Hüterin des Sommers, bewegen sich zu Beginn des Films in ihren natürlichen Sphären: Der eine lebt in einer verschneiten, brachen Landschaft, die andere wiegt sich unter blühenden Bäumen in einer nahezu paradiesischen Ruhe. Eines Tages treffen sich die beiden. Auf die anfängliche Berührungsangst folgt aber nicht etwa die Versöhnung, sondern die bittere Erkenntnis, dass sie nicht beide zur gleichen Zeit am gleichen Ort existieren können.
Premier Automne mag mit seiner niedlichen Animation und Figuren, die wohl eher zufällig an das Sandmännchen erinnern, kindlich wirken. Doch die Symbolik geht über die Beziehung der Jahreszeiten hinaus. Es ist eine wundervoll gezeichnete Allegorie des Lebenszyklus, des natürlichen Gleichgewichts zwischen Leben und Tod, an dessen Ende die gegenseitige Akzeptanz steht. Der Herbst.
Zum Anlass des Tages empfiehlt sich der animierte Kurzfilm Preferably Blue des neuseeländischen Studios Yukfoo. Ein depressiver, pillenschluckender Osterhase möchte dem Weihnachtsmann eins auswischen, weil der immer schon beliebter bei den Kids war. Doch der Plan geht nicht so wirklich auf, ganz anders als der schwarze Humor des Films. Und nein, das Vorschaubild zeigt nicht das, wonach es aussieht.
Schwule Flamingos gibt es tatsächlich. Möglicherweise war die Geschichte auch die Inspiration für Flamingo Pride von Tomer Eshed, der im Berliner Animationsstudio Talking Animals entstanden ist und gleichzeitig Esheds Abschlussfilm an der Potsdamer HFF war. In dem fünfminütigen Film feiern Zigtausende schwule Flamingos eine riesige Gay Pride Parade. Nur ein einzelner Hetero-Artgenosse ist nicht wirklich glücklich dabei, er liebäugelt vielmehr mit den Störchen am – aufgepasst – anderen Ufer. Doch der Versuch, mit ihnen anzubandeln, ist alles andere als leicht und zwingt ihn zu drastischen Maßnahmen.
Flamingo Pride erinnert an das Genre der Screwball-Komödie, die sich durch skurrile Figuren, bizarre Wendungen und Slapstick-Einlagen auszeichnet. Mit vielen kleinen Details und überdrehtem Humor bietet der Film, der stilistisch an Filme wie Ice Age erinnert, prima Unterhaltung und nimmt sich selbst nicht allzu ernst.
Bis zu 30 Menschen arbeiteten insgesamt an dem Streifen, der inzwischen mehrere Festivalpreise gewonnen hat. Es war nicht der erste Erfolg für Tomer Eshed: Mit seinem Animationsfilm Our Wonderful Nature über das Liebesleben von Wasserspitzmäusen hatte er es bereits 2009 in die Endrunde der Studenten-Oscars geschafft.
Und ja, ohne Klischees kommt Flamingo Pride leider auch nicht aus. Die ausgeflippten, bunten, liebesuchenden Homosexuellen auf der einen und die biederen Störche und Enten auf der anderen Seite sind natürlich Stereotypen, die Eshed aber sogleich als solche überspitzt auszeichnet. Man verzeiht es ihm, denn gerade diese Überdrehtheit macht Flamingo Pride so komisch.
“Jazz that nobody asked for ist eine Ode an all die ungewollten Lieder da draußen”. So fassen die Macher von Benny Box ihren animierten Kurzfilm zusammen. Konkret geht es dabei um die ungeliebten Ohrwürmer, die wir immer genau dann mit uns herumtragen, wenn wir sie nicht gebrauchen können. Und je doller wir versuchen, sie aus unserem Hirn zu verbannen, desto intensiver werden sie, was wissenschaftlich bestätigt ist. Glücklicherweise haben die meisten Ohrwürmer nicht das zerstörerische Potenzial wie im Film.
Von der Camera Obscura zum Smartphone, von der arabischen Welt zu Leonardo da Vinci: Die Fotografin Eva Timothy erzählt die Geschichte der Fotografie für einen Ted-Ed-Kurs, London Square hat die ganze Sache animiert.
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