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Musik

Homosexualität im Fußball: “Der Tag wird kommen”

Von 9. September 2014 um 13:31 Uhr
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“Und der Tag wird kommen, an dem wir alle unsere Gläser heben, durch die Decke schweben mit einem Toast den hochleben lassen auf den ersten, der es packt.” So beginnt die erste Zeile von Der Tag wird kommen. Marcus Wiebusch, Sänger der Hamburger Band Kettcar, hat das Lied für sein Soloalbum geschrieben und nun in einen Kurzfilm verpackt.

Der, der “es packt”, ist ein Profi-Fußballer, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt. Knapp sieben Minuten lang erzählt Wiebusch dessen Geschichte von der Kreisliga bis in die Bundesliga, von einer Karriere zwischen Leistungsdruck und persönlichem Zwiespalt: Denn zwischen Mitspielern, Beratern, Fans und Funktionären ist es im Fußballgeschäft immer noch üblich, seine Homosexualität zu leugnen. “Im Fußball wird noch mit diesem archaischen, völlig überholten Männerbild gearbeitet”, sagte Wiebusch im Gespräch mit ZEIT ONLINE.

Der Tag wird kommen ist ein wütendes und emotionales Lied, teils gesellschaftliche Anklage, teils aber ebenso eine Liebeserklärung an den Sport, den Wiebusch als Dauerkartenbesitzer des FC St. Pauli seit jeher unterstützt. Deshalb liegt es ihm am Herzen, dass seine Leidenschaft nicht von Rassismus und Homophobie unterwandert wird: “Jeder liebt den, den er will – und der Rest bleibt still”, singt Wiebusch.

Unterstützung per Crowdfunding

Der Sänger veröffentlichte den Song bereits im März, allerdings nur mit einem Textvideo. Anschließend suchte der Sänger nach Unterstützern im Netz: Per Crowdfunding wollte er 30.000 Euro für einen aufwändigen Kurzfilm sammeln, der die Geschichte des Songs bildlich aufgreift. Am Ende kamen in nur fünf Tagen 54.000 Euro zusammen.

Gemeinsam mit Schauspielern und Fanverbänden realisierte Wiebusch anschließend den Kurzfilm, den es seit Montag auf YouTube gibt. Vor allem die Einbeziehung der Fans war Wiebusch wichtig, weshalb sie in einer Szene zum Abschluss des Films noch einmal prominent zur Geltung kommen. Denn das Lied soll ein Zeichen setzen gegen Homophobie und zeigen, dass die Fans der Vereine langsam aber sicher mit den Vorurteilen aufräumen.

Der Tag wird kommen trifft offenbar einen Nerv: Über 60.000 Abrufe hat das Video innerhalb von 24 Stunden bereits auf YouTube; die Kommentare und Bewertungen sind fast ausschließlich positiv. Aber wann wird denn nun der Tag kommen? “Es wird ein Dienstag sein, es wird ein sehr freundlicher Herbsttag sein”, sagte Wiebusch im Mai. Heute wäre so ein Dienstag.

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Unplugged auf der Spree: “Canoe Concerts”

Von 22. August 2014 um 13:54 Uhr

Gute Musiker können auch unplugged spielen, klar. Beweise gibt es in zahlreichen Webformaten: Die Black Cab Sessions etwa, Concert à emporter oder natürlich der ZEIT ONLINE Rekorder laden bekannte und weniger bekannte Musiker und Bands dazu ein, mal nicht auf der Bühne sondern an ungewöhnlicheren Orten aufzutreten.

Ein noch recht junges Projekt betreibt Linus Strothmann aus Berlin: Für seine Canoe Concerts nimmt er die Musiker mit in seinem (selbstgebauten!) Kanu auf den Landwehrkanal und die Spree, manchmal geht es auch auf andere Gewässer. Zugegeben, die Bands und Singer/Songwrwiter kenne ich persönlich alle nicht, und teilweise könnte man noch etwas an der Laustärke der Aufnahme tüfteln, aber trotzdem eine schöne Idee.

(via)

Kategorien: Musik

“New Music Cities”: Die Musikszene in Göteborg

Von 1. August 2014 um 09:28 Uhr

Göteborg ist nicht nur Schwedens zweitgrößte Stadt, sondern auch die Heimat vieler erfolgreicher Indie-Rock- und Popbands. Air France, Jens Lekman, The Knife und Little Dragon sind nur vier, die mir spontan in den Sinn kommen. In jedem Fall bietet Göteborg genug Anlass für eine kleine Dokumentation über die Musikszene der Stadt. Genau die zeigt der Online-Shop All Saints in der neusten Ausgabe von New Music Cities, erzählt von Singer-Songwriter José Gonzales.

Auch die vorherigen vier Episoden aus der Serie lohnen sich. Bislang ging es in den knapp zehnminütigen Folgen nach Tokio, New York, Südlondon und nach Nashville. Im Vimeo-Kanal von All Saints gibt es außerdem noch zahlreiche Einzelvideos von kurzen Auftritten der vorgestellten Künstler.

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Musik am Montag: Burial

Von 26. Mai 2014 um 13:15 Uhr

Der Brite Burial ist nicht nur einer meiner persönlichen Lieblingskünstler wenn es um verspulte Elektronika geht, sondern inspirierte auch den Filmemacher Ben Dawkins. Der hat sich Burials Song Rival Dealer geschnappt und den Titel zum Anlass genommen, ein inoffizielles Musikvideo in Kurzfilmform zu produzieren. Herausgekommen ist mit Dealer ein rasanter Thriller – mit natürlich einem ziemlich guten Soundtrack.

(via)

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Das Leben eines Sammlers: “Music Man Murray”

Von 19. April 2014 um 18:16 Uhr

Heute ist Record Store Day, an dem traditionell der gute alte Plattenladen und natürlich die Musik gefeiert wird. Passend dazu, wenn auch schon etwas älter, ist die Dokumentation Music Man Murray von Richard Parks. Sie erzählt die Geschichte des 90-jährigen Murray Gershenz, der sein Leben lang Platten sammelte, und seit den Sechziger Jahren einen Laden in Hollywood betrieb.

Murrays Sammlung bezifferte sich am Ende auf rund 300.000 Platten mit einem geschätzten Wert von 1,5 Millionen US-Dollar. Doch als sich Murray seinem letzten Lebensabschnitt nähert, muss auch seine geliebte Sammlung einen neuen Besitzer finden – leichter gesagt, als getan. Music Man Murray gibt einen wunderbaren Einblick in das Leben eines Musikliebhabers und ist gleichzeitig eine Ode an die Kraft der Musik. Vor allem lebt in ihr die Leidenschaft von Murray Gershenz weiter: Er verstarb vergangenen Sommer im Alter von 91 Jahren.

Kategorien: Dokumentation, Musik

Musik am Montag: Placebo

Von 17. März 2014 um 11:52 Uhr

Lange gab es keinen Beitrag mehr in dieser Kategorie. Aber die beiden neuen Musikvideos von Placebo (erste Reaktion: “die gibt’s noch?”) sind doch sehr sehenswert. Lediglich drei Sekunden zeigen sie nämlich, bevor es mit Sherlock-Holmes-esker Kombinierfreude darum geht, die Bilder und die Geschichte dahinter aufzuschlüsseln. Als Erzähler konnte der Autor Bret Easton Ellis (American Psycho) gewonnen werden, was dann auch wieder zu den Bildern passt: Es geht nämlich um Mulholland Drive, um Drogen, Sex und einen Mord. Aber wir möchten nicht zuviel verraten.

Das zweite Video zu Loud Like Love gibt es hier.

(via)

Kategorien: Musik

“20 Jahre Kompakt”

Von 14. März 2014 um 11:10 Uhr

Das WWW wird 25, das Kölner Plattenlabel Kompakt wurde kürzlich immerhin 20 Jahre alt. Zwei Jahrzehnte Musik an der Schnittstelle von Techno, Pop und Ambient. Aus dem Plattenladen in der Werderstraße wurde erst ein Label und später eine Künstleragentur. Minimal und Micro-House, Pop Ambient und Elektroschlager, Kompakt hat überall mitgerührt und Köln nachhaltig auf der deutschen Elektronik-Landkarte etabliert.

Aus Aufnahmen der vergangenen 20 Jahre hat Kompakt diese kleine Doku produziert. Es ist weniger eine zusammenhängende Erzählung, dafür gibt es viele Menschen beim Tanzen zu sehen und natürlich gute Musik – und darum ging es den Label-Gründern um Wolfgang Voigt, Michael Mayer und Jürgen Paape schließlich von Anfang an. Ich geh dann mal die alten Platten suchen…

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The National: Livekonzert aus Sydney

Von 11. Februar 2014 um 17:07 Uhr

Gelegentlich, aber immer noch viel zu selten finden komplette Konzertmitschnitte den Weg ins Netz. Nicht so im weltbekannten Opernhaus von Sydney. Für dessen Live at the House Serie nämlich werden in unregelmäßigen Abständen Konzerte live auf YouTube gestreamt und natürlich anschließend online archiviert. Wilco, Tegan & Sara und die Counting Crows traten unter anderem bereits auf. Den jüngsten Auftritt bestritten die melancholischen Indierocker von The National am vergangenen Samstag. Hier ist das volle, zweistündige Konzert:

(Konzertbeginn ab Minute 14:00)

(via)

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