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	<title>News-Blog</title>
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	<description>Aktuelle Ereignisse im Live-Blog</description>
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		<title>Entscheidung über den Euro-Rettungsschirm</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 07:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Zacharias Zacharakis (zz), Michael Schlieben (ms), Lisa Caspari (lc) Bundestag billigt erweiterten Rettungsschirm Kanzlermehrheit klar Debatte verlief lebhaft Glossar: Alle Fachbegriffe zur Finanzkrise Tweets unserer Reporter im Bundestag 13:39 Das ZDF-Parlameter ist schon aktualisiert worden: Es zeigt, welcher Abgeordnete wie abgestimmt hat. (mh) 13:00 Für die Kanzlermehrheit wären 311 Stimmen erforderlich [...]]]></description>
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Zacharias Zacharakis (zz), Michael Schlieben (ms), Lisa Caspari (lc)<br />
</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080">Bundestag billigt erweiterten Rettungsschirm</span><span style="color: #808080"> </span></li>
<li><span style="color: #808080">Kanzlermehrheit klar</span><span style="color: #808080"> </span></li>
<li><span style="color: #808080">Debatte verlief lebhaft</span><span style="color: #808080"> </span></li>
<li><span style="color: #808080"> <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-07/Glossar-Euro-Krise">Glossar: Alle Fachbegriffe zur Finanzkrise</a></span></li>
<li><span style="color: #808080"> <a href="http://twitter.com/#!/zeitonline_pol">Tweets unserer Reporter im Bundestag</a></span></li>
</ul>
<p><strong>13:39</strong> Das <a href="http://p.zdf.de/">ZDF-Parlameter</a> ist schon aktualisiert worden: Es zeigt, welcher Abgeordnete wie abgestimmt hat. (mh)</p>
<p><strong>13:00</strong> Für die Kanzlermehrheit wären 311 Stimmen erforderlich gewesen, <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-09/efsf-bundestag">315 kamen zusammen</a>. Der Bundestag hat 620 Abgeordnete, 330 davon gehören den Fraktionen von CDU/CSU und FDP an. Laut Abstimmungsprotokoll stimmten zehn Unionsabgeordnete mit Nein, es gab eine Enthaltung. Aus der FPD gab es demnach 3 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. (da)</p>
<p><strong>12:42</strong> Die Kanzlermehrheit scheint zustande gekommen zu sein: Der Parlamentarische Geschäftsführer der Union, Peter Altmaier, spricht von 315 Stimmen, die aus FDP und Union gekommen seien &#8211; mehr als die Hälfte also der Gesamtstimmen des Parlaments. (da)</p>
<p><strong>12:40</strong> Die Linken erklären im Plenum, warum sie ablehnen. Fast alle anderen wuseln durch die Lobby und interpretieren die Debatte. Steinbrueck etwa klagt über heftige Anfeindung. Brüderle von der FDP nennt er &#8220;Rumpelstilzchen&#8221; (ms)</p>
<p><strong>12:30</strong> Fraktionschef Kauder ist beleidigt, weil Euro-Abweichler von CDU und FDP im Plenum reden durften. Das sei eine &#8220;falsche Entscheidung&#8221;. Er wettert damit gegen BT-Präsident und Parteikollegen Lammert: Da könne sich in Debatten künftig ja jeder Abgeordnete vordrängen! (lc)</p>
<p><strong>12:15</strong> Die Agenturen eilen das Ergebnis: 523 Ja-Stimmen, 85 Mal Nein, 3 Enthaltungen. (da)</p>
<p><strong> 12:05</strong> Einige Abgeordnete mussten ihre Arme mit den Abstimmkärtchen lange in die Höhe halten und taten dies auch nachdrücklich mit durchgestrecktem Ellbogen. Bis sie endlich namentlich an der Reihe waren und ihr Ja, ihr Nein oder ihre Enthaltung einsteckten konnten. Nun geht es ans Auszählen. (da)</p>
<p><strong>11:53</strong> Die Aussprache ist soeben geschlossen worden. Nun beginnt die Abstimmung. (zz)</p>
<p><strong>11:50</strong> Schäffler meint, die Staats- und Regierungschefs hätten längst einen &#8220;kollektiven Rechtsbruch&#8221; verabredet, weil sie gegen die EU-Klausel verstießen, Schulden anderer Länder nicht zu übernehmen. &#8220;Es wird nur kurze Zeit gekauft. Griechenland kann aus seiner Verschuldung nicht herauswachsen.&#8221; (zz via dpa)</p>
<p><strong>11:39</strong> Schäffler warnt, dass nicht nur die Euro-Schuldenländer in dieser Entwicklung an Haushalts-Souveränität verlieren werden, sondern auch Deutschland. (zz)</p>
<p><strong>11:33</strong> Euro-Gegner Frank Schäffler von der FPD tritt ans Rednerpult. (zz)</p>
<p><strong>11:31</strong> Eine Chronik der Euro-Krise &#8211; Geschönte Statistiken, Rating-Abstufungen, Rettungspakete, Urteile in Karlsruhe: die <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-09/chronologie-eurokrise">Entwicklung der europäischen Schuldenkrise im Überblick</a> von 2008 bis heute. (zz)</p>
<p><strong>11:22</strong> CSU-Landesgruppenchefin Hasselfeldt fordert ernsthafte, seriöse Debatte. Hat sie <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/horst-seehofer-vor-der-abstimmung-im-bundestag-bis-hierhin-und-nicht-weiter-1.1151923">Seehofers Interview in der SZ</a> heute nicht gelesen? (ms)</p>
<p><strong>11:17</strong> Willsch am Ende versöhnlich (oder ironisch?) zu seiner Fraktion: &#8220;Danke, dass Ihr das ertragen habt!&#8221; (lc)</p>
<p><strong>11:16</strong> EFSF-Gegner Willsch (CDU): Mit immer mehr Schulden andere Schulden bekämpfen, das geht nicht auf. (lc)</p>
<p><strong>11:12</strong> Es spricht einer der Abweichler der CDU: Willsch. Gleicht folgt Schäffler von der FDP. Sie reden nicht für ihre Fraktionen. (ms)</p>
<p><strong>11:09</strong> SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil wirft Rösler und der FDP &#8220;antieuropäischen Populismus vor&#8221;. Er bezieht sich vor allem auf Aussagen der FDP vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Dazu eine <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-09/roesler-fdp-euroskeptiker">interessante Analyse bei ZEIT ONLINE</a>. (zz)</p>
<p><strong>11:02</strong> Gewohnt nüchtern, beherrscht und unbestimmt: FDP-Wirtschaftsminister Rösler bringt vor, dass man das Vertrauen der Bevölkerung nur gewinnen kann, wenn eine Stabilitätsunion geschaffen werde. (zz)</p>
<p><strong>10:58</strong> Schneider zweifelt, ob der EFSF nicht doch nachträglich aufgestockt wird. Schäuble habe sich nicht klar geäußert. (lc)</p>
<p><strong>10:54</strong> SPD-Finanzexperte Schneider zielt auf die Regierung: &#8220;Es ist richtig, was wir hier beschließen, es hätte nur schon vor einem Jahr geschehen müssen.&#8221; Stattdessen gebe es nur Populismus und Zaghaftigkeit. (zz)</p>
<p><strong>10:49</strong> Welche europäischen Länder schon über den EFSF abgestimmt haben und welche es noch tun werden &#8211; <a href="http://www.guardian.co.uk/business/interactive/2011/sep/27/eurozone-bailout-greece-vote-interactive">interaktive Grafik vom Guardian</a>. (zz)</p>
<p><strong>10:39</strong> Bisher sehr lebhafte, laute Debatte. Schäuble aber dämpft ab: Es seien &#8220;Zeiten großer Sorge&#8221;. (lc)</p>
<p><strong>10:37</strong> Hebel oder nicht für den EFSF? Die Antwort sei völlig eindeutig, sagt Schäuble. &#8220;Jede Verdächtigung und jede Verunsicherung ist unangebracht. Wir beschließen einen deutschen Garantieraum von 211 Milliarden Euro. Nicht mehr und nicht weniger.&#8221; (zz)</p>
<p><strong>10:29</strong> Und noch ein Transparent von Demonstranten vor dem Reichstag zum EFSF: &#8220;Europe Finance Suicide Fund &#8211; Europäischer Finanzierungs-Selbstmord-Fonds&#8221; – Eigentlich heißt es: European Financial Stability Facility (zz)</p>
<p><strong>10:22</strong> Graffiti in der Nähe des Reichstags: &#8220;Abgeordnete, sagt Nein zur Haftungsunion!&#8221;(lc)</p>
<p><strong>10:20</strong> Gysi sagt: &#8220;Unser Nein ist sicher!&#8221; Auch wenn Herr Trittin ihn und seine Linke gleich als Europa Feinde bezeichnen würde, lehne er den EFSF ab. Begründung: &#8220;Ich sagen Ihnen, das ist ein Rettungsschirm nicht für die Griechinnen und Griechen, sondern für die Banken.&#8221; (zz)</p>
<p><strong>10:18</strong> Auch die Kollegen vom britischen Guardian Online verfolgen die Bundestagsdebatte und <a href="http://www.guardian.co.uk/business/blog/2011/sep/29/european-debt-crisis-germany-efsf-vote">bloggen dazu</a>. (zz)</p>
<p><strong>10:17</strong> Gregor Gysi fragt: &#8220;Ja ist denn heute schon Wahlkampf?&#8221; Weil Brüderle so leidenschaftlich war. Lebendige, gute Debatte im Bundestag (ms)</p>
<p><strong>10:15</strong> Die geplante Abfolge der weiteren Redner: Im Moment spricht noch Gregor Gysi, es folgen:<br />
Jürgen Trittin (Grüne), Wolfgang Schäuble (CDU), Carsten Schneider (SPD), Hermann Otto Solms (FDP) (wb)</p>
<p><strong>10:12</strong> Brüderle greift den Fraktions-Chef der Grünen an: &#8220;Herr Trittin, Sie haben Deutschland das Dosenpfand beschert. Sie möchten Finanzminister werden. Wir werden verhindern, dass Sie Europa eine Blechwährung bescheren werden.&#8221; (zz via dpa)</p>
<p><strong>10:08</strong> Schwarz-Gelb rechnet mit nur 16 Abweichlern bei der Abstimmung zur Euro-Rettung. Aber was kommt danach? Weitere Hilfs-Milliarden? Der Verzicht auf nationale Souveränität? Dazu <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-09/bundestag-rettungsschirm-merkel">ein Text </a>aus unserem eigenen Euro-Rettungs-(Artikel)-Paket. (dah) </p>
<p><strong>10:05</strong> Steinbrück bemüht Tiermetaphern: &#8220;Nach meiner Wahrnehmung sind wir im Augenblick nach dem chinesischen Kalender im Jahr des Hasen. Und genau den Eindruck vermittelt auch diese Regierung.&#8221; (da via dpa)</p>
<p><strong>10:00</strong> Die Kollegen aus dem ZEIT-ONLINE-Politikressort <a href="http://twitter.com/#!/zeitonline_pol">twittern</a> unter twitter.com/zeitonline_pol (da)</p>
<p><strong>09:59</strong> Kanzlerin Angela Merkel kam übrigens zwei Minuten zu spät zum &#8220;wichtigsten gesetzgeberischen Vorhaben&#8221; dieser Legislaturperiode (O-Ton Lammert) (lc)</p>
<p><strong>09:50</strong> Peer Steinbrück gibt im Bundestag den Oppositionsfuehrer: Merkel laviere, produziere Sprechblasen, niemand vertraue ihr. FDP-Brüderle kontert launig: Steinbrück sei ein Besserwisser, kein Bessermacher. Lehmann, Maastricht &#8211; alles falsch eingeschätzt (ms)</p>
<p><strong>09:33</strong> Livestreams der Bundestagsdebatte gibt es unter anderem bei <a href="http://interaktiv.phoenix.de/livestream/qt_veryhigh3.html">Phoenix.de</a>, zum anderen beim <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/live/1452746/ZDF-spezialEuro-Abstimmung-im-Bundestag#/beitrag/livevideo/1452746/ZDF-spezialEuro-Abstimmung-im-Bundestag">ZDF.de</a>. (wb)</p>
<p><strong>09:32</strong> Unionsfraktionschef Kauder wirbt um Zustimmung zum Euro-Rettungsschirm: &#8220;Deutschland ist in guter Hand!&#8221;(lc)</p>
<p><strong>09:30</strong> Die beiden ZEIT-ONLINE-Reporter Lisa Caspari und Michael Schlieben berichten aus dem Bundestag. Hier im Liveblog schreiben unsere Politik-Redakteure und die Kollegen am Newsdesk in Berlin. Wenn Sie Kommentare zur Debatte im Parlament oder Hinweise auf interessante Aspekte abgeben möchten, freuen wir uns über Ihr Statement hier im Blog oder via Twitter an @zeitonline oder @zeitonline_pol. (wb)</p>
<p><strong>09:20</strong> Der Deutsche Bundestag stimmt in Kürze über eine Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF ab. Eine Mehrheit des Parlaments für eine Stärkung des Fonds gilt als sicher, da auch SPD und Grüne bereits Zustimmung signalisiert haben. Fraglich ist aber, ob es für die symbolträchtige sogenannte Kanzlermehrheit reicht. Mit dem Abstimmungsergebnis wird gegen Mittag gerechnet. (zz)</p>

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		<item>
		<title>Tag 10: Immer mehr kontaminierte Lebensmittel</title>
		<link>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/20/angst-vor-strahlendem-regen/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 09:19:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[GAU]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/newsblog/?p=2733</guid>
		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Tina Groll (tgr) und Alina Schadwinkel (asc) Blöcke 1, 2, 5 und 6 haben wieder Strom Reaktoren 5 und 6 gelten als stabil Mehr als 8400 Tote, mehr als 12.200 Vermisste Regenwetter bereitet vielen Sorge Alles zum Thema Erdbeben in Japan Alles über die Strahlung und ihre Folgen 22:00 Für heute [...]]]></description>
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Tina Groll (tgr) und Alina Schadwinkel (asc)<br />
</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Blöcke 1, 2, 5 und 6 haben wieder Strom</span><span style="color: #808080;"> </span></li>
<li><span style="color: #808080;">Reaktoren 5 und 6 gelten als stabil</span><span style="color: #808080;"> </span></li>
<li><span style="color: #808080;">Mehr als 8400 Tote, mehr als 12.200 Vermisste</span><span style="color: #808080;"> </span></li>
<li><span style="color: #808080;">Regenwetter bereitet vielen Sorge</span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Alles zum Thema Erdbeben in Japan</a></span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Begriffserklaerungen">Alles über die Strahlung und ihre Folgen</a></span></li>
</ul>
<p><strong>22:00</strong> Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie <a href="http://www.twitter.com/zeitonline">hier via Twitter</a>. (dah)</p>
<p>Für weitere Berichte während der Nacht hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (dah) <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" id="utv438999"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="movie" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf"/><embed flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" width="540" height="303" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" id="utv438999" name="utv_n_860931" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" /></object><br /><a href="http://www.ustream.tv/" style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" target="_blank">Live TV by Ustream</a></p>
<p><strong>20:40</strong> Kurz-Überblick über die Situation im AKW Fukushima-1:</p>
<p>- Reaktor 5 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-1 ist wieder an das externe Stromnetz angeschlossen. Das Kühlsystem des Reaktorblocks wurde bis dahin mit Notgeneratoren betrieben.</p>
<p>- Rettungsmannschaften haben am späten Sonntagabend (Ortszeit) noch einmal tonnenweise Wasser auf den Reaktorblock 3 gesprüht. Dieser Reaktor ist wegen seiner MOX-Brennelemente (Plutonium-Uran-Mischoxide) besonders gefährlich.</p>
<p>-Reaktoren 5 und 6 werden wieder gekühlt und sind in einer stabilen Lage («cold shutdown»). Das teilten am Sonntag die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em> mit. Die Kühlung für beide Reaktorblöcke konnte von den Rettungsmannschaften wieder in Gang gesetzt werden. Zuvor war eine Notstromleitung zu dem Kernkraftwerk gelegt worden. (dah)</p>
<p><strong>20:20</strong> Zur Lage in Japan hat Sven Dokter von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit in Köln im Gespräch mit dpa den Satz gesagt: «Die Situation ist nicht stabil, aber es gibt positive Schritte.» Diese Schritte haben wir am heutigen Sonntag begleitet. Momentan ist keine schnelle Taktung der Aktualisierungen unseres Blogs notwendig. Wir melden die wichtigen Entwicklungen natürlich auch heute Abend zeitnah. (dah)</p>
<p><strong>19:05</strong> Unter Erdbeben und Tsunamis können sich Kinder etwas vorstellen. Bei der Atomwissenschaft sieht das allerdings anders aus, dachte sich der japanische Medienkünstler <a href="http://eyebeam.org/people/kazuhiko-hachiya">Kazuhiko Hachiya</a> und entwarf einen Comic, um Kindern zu erklären, was derzeit im Atomkraftwerk Fukushima-1 passiert.</p>
<p>Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Reaktors, der Bauchschmerzen hat. Es droht schlimmer Durchfall – bislang entweichen jedoch nur unangenehme Dämpfe. Kindgerecht erklärt oder doch eher etwas zum Naserümpfen? Entscheiden Sie selbst (asc):</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="540" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/O1aH2-MhEko" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>18:50</strong> Umdenken bei der Atompolitik: Die französische Umweltministerin schließt nicht mehr aus, auf eine Laufzeitverlängerung bei älteren Atomkraftwerken zu verzichten. Frankreich hat sich wie kein anderes Land von Atomenergie abhängig gemacht und nutzt zu etwa 80 Prozent Atomstrom. (dpa/asc)</p>
<p><strong>17:59</strong> Panzer der japanischen Streitkräfte sollen am Montag helfen, Trümmer auf dem Gelände des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima aus dem Weg zu räumen. Dies berichteten japanische Medien unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Tokio. Die dicke Metallhülle der Panzer werde die Soldaten vor der gefährlichen Strahlung schützen, berichtete der Fernsehsender <em>NHK</em>. Mit montierten Bulldozerschaufeln sollen die verstrahlten Trümmer aus dem Weg geräumt werden, um den Helfern den Zugang zu den Reaktorblocks zu erleichtern. (dpa/asc)</p>
<p><strong>17:39</strong> In den USA werden die Standorte für neue Atomkraftwerke überprüft. Mit Sicherheit würden die Bauorte zukünftiger AKW andere sein, &#8220;als wo wir sie früher gebaut hätten&#8221;, sagte Energieminister Steven Chu dem Sender <em>Fox News</em>. Zudem müsse geprüft werden, ob bestehende Kernkraftwerke wie Indian Point im Bundesstaat New York weiter betrieben werden sollten. Die Entscheidung darüber liege bei der Atomaufsicht NRC. (Reuters/asc)</p>
<p><strong>17:07</strong> Bei Rückkehrern aus Japan sind auf dem Frankfurter Flughafen bisher keine überhöhten Strahlenwerte gemessen worden. Dies berichtete der Sprecher des hessischen Umweltministeriums, Thorsten Neels. Insgesamt haben sich auf Deutschlands größtem Airport am Freitag und Samstag 14 aus Japan ankommende Passagiere untersuchen lassen. &#8220;Es ist ein freiwilliges Angebot&#8221;, betonte Neels. Rückkehrern sollen damit Ängste genommen werden. Hessen handelt mit dem Angebot in Frankfurt auf Empfehlung des Bundesumweltministeriums. (dpa/asc)</p>
<p><strong>16:56</strong> Der Reaktorblock 5 ist wieder an das externe Stromnetz angeschlossen. Das teilten am Montag (Ortszeit) die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em> mit. Das Kühlsystem des Reaktorblocks wurde zuvor mit Notgeneratoren betrieben. (dpa/asc)</p>
<p><strong>16:32</strong> Der japanische Autohersteller Nissan will in der kommenden Woche den Betrieb in Japan wieder anlaufen lassen. Die Herstellung von Ersatzteilen und von Teilen für die Fertigung im Ausland werde am Montag in fünf Fabriken wieder aufgenommen, teilte das Unternehmen mit. Die Fahrzeugproduktion soll am Donnerstag beginnen. (Reuters/asc)</p>
<p><strong>15:53</strong> Neun Tage haben sie gehofft und gewartet: Das Video zeigt die Rettung der 80-jährigen Sumi Abe und des 16-jährigen Jin Abe. Wie der Fernsehsender <em>NHK</em> berichtete, waren die beiden geschwächt aber weitgehend unverletzt. (asc)</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="540" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/df9JNXx-BDs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>15:18</strong> Die Temperaturen in allen Abklingbecken haben nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur <em>Kyodo </em> Werte von unter 100 Grad erreicht. (dpa/asc)</p>
<p><strong>15:09</strong> Die Meldungen über kontaminierte Lebensmittel häufen sich: In immer mehr japanischen Präfekturen werden Milch und Spinat mit hoch radioaktiven Substanzen entdeckt. Mittlerweile sind in Tochigi, Gunma, Fukushima und Ibaraki ungewöhnlich hohe Werte an Radioaktivität in den Produkten gemessen worden, die aber nach Regierungsangaben nicht gesundheitsschädlich sein sollen. Landwirte fürchten dennoch um ihre Zukunft. (dpa/asc) <div id="attachment_2768" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/spinat-japan-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/spinat-japan-540x304.jpg" alt="" title="spinat-japan-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2768" /></a><p class="wp-caption-text">Ein japanischer Bauer bei der Spinaternte in Moriya nördlich von Tokyo © Jo Yong Hak/Reuters</p></div></p>
<p><strong>14:40</strong> Am Montag werden ab Frankfurt 20 Paletten mit Hilfsgütern, wie Spezialfiltern, Masken und Dosimetern, nach Japan geflogen. Das berichtet das <a href="http://www.presseportal.de/pm/7675">Deutsche Atomforum</a>. Die japanische Betreiberfirma des AKW Fukushima-1 hatte international um technische Hilfe gebeten. Weiteres kerntechnisches Spezialequipment sei zugesagt worden. (asc)</p>
<p><strong>14:34</strong> Nach Informationen der Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em> wird der japanische Ministerpräsident Naoto Kan am Montag die Region nahe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima besuchen. (dpa/asc)</p>
<p><strong>14:12</strong> <em>Kyodo</em> meldet, dass Rettungsmannschaften seit dem späten Sonntagabend (Ortszeit) wieder Wasser auf den Reaktorblock 3 des Kernkraftwerkes Fukushima-1 sprühen. (asc)</p>
<p><strong>14:05</strong> &#8220;Überall in der Nation tun die Menschen alles, um die durch das Beben verursachten Herausforderungen zu bewältigen&#8221;, <a href="http://twitter.com/#!/JPN_PMO">twittern</a> die Mitarbeiter des japanischen Ministerpräsidenten. Dies reflektiere die Stärke Japans. &#8220;Allerdings ist es sehr bedauerlich, dass in den betroffenen Regionen einige Verbrechen, wie Räuberei, beobachtet worden sind.&#8221; (asc)</p>
<p><strong>13:55</strong> Hamburg stellt wegen der Atomkatastrophe in Japan Seeleuten Jodtabletten zur Verfügung. Damit sollen die Besatzungen von Schiffen ausgerüstet werden, die in das Seegebiet vor Japan fahren, teilte die Innenbehörde am Sonntag mit. &#8220;Ebenfalls stellen wir aufgrund eines Hilfeersuchens Japans Wassercontainer, Kanister, Decken sowie mobile Toiletten zur Verfügung&#8221;, sagte Staatsrat Stefan Schulz. (dpa/tgr)</p>
<p><strong>13:34</strong> Nach Angaben von Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa sollen die überhitzten Reaktorblöcke 1 bis 4 fortan &#8220;rund um die Uhr&#8221; mit Wasser besprüht werden. Am Reaktor 3 wurden bei einem neuen Kühleinsatz Spezialfahrzeuge der Feuerwehr in Tokio eingesetzt. Die Armee kühlte Reaktor 4 mit Hochdruck-Wasserschläuchen. (dpa/asc)</p>
<p><strong>13:29</strong> Lebensmittelknappheit und kaltes Wetter: Die Lage in den Flüchtlingslagern in Japan ist weiter angespannt. Nach neun Tagen sind die Menschen, vor allem die vielen Alten, sichtlich erschöpft. Sie leiden weiter unter der bitteren Kälte. Zwar treffen allmählich Hilfsgüter ein und die Reparaturarbeiten unter anderem an den Gas- und Wasserleitungen sind im Gange, doch vielerorts mangelt es noch immer an ausreichend Heizöl und Ölöfen. Nach Angaben des japanischen Senders <em>NHK</em> fehlt es zudem vielerorts an Lebensmitteln. (dpa/asc)<div id="attachment_2756" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/notunterkunft-medizin-japan-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/notunterkunft-medizin-japan-540x304.jpg" alt="" title="notunterkunft-medizin-japan-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2756" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Frau bekommt medizinische Hilfe in einer Notunterkunft in Kamaishi © Lee Jae Won/Reuters</p></div></p>
<p><strong>12:44</strong> Die Reaktorblöcke 5 und 6 der havarierten Atomanlage Fukushima-1 sind nach einem &#8220;cold shutdown&#8221; in einer stabilen Lage. Das meldet die Nachrichtenagentur <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79808.html"><em>Kyodo</em></a>. So scheint die Kühlung wieder zu funktionieren und die Temperatur des Kühlwassers unter 100 Grad Celsius zu liegen. (asc)</p>
<p><strong>12:27</strong> Seit rund einer Stunde gehen die Kühlversuche am Reaktor 4 weiter. Auch die nächsten  zwei Stunden will die Feuerwehr das Gebäude wieder mit Wasser besprühen. Zudem werde derzeit Meerwasser in das Becken im Reaktor 2 gepumpt, berichtet die Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em>. (asc)</p>
<p><strong>12:05</strong> Die Atomkrise in Japan wird keine Auswirkungen auf Australiens Uran-Exporte haben: &#8220;Wir werden weiterhin Uran exportieren. Jedes Land entscheidet selbst, wie es seine Energie erzeugen will&#8221;, sagte Premierministerin Julia Gillard. In Australien lagern 40 Prozent der weltweiten Uranvorkommen. Das Land selbst hat keine Atomkraftwerke. Es erzeugt seine Energie überwiegend mit Kohle. (dpa/asc)</p>
<p><strong>11:56</strong> Auch in Taiwan hat es am Sonntag Demonstrationen gegen Atomkraft gegeben. Tausende sind auf die Straßen gegangen und haben die Abschaltung von drei AKW gefordert sowie den Baustopp einer vierten Anlage (asc):<div id="attachment_2748" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/taiwan-protest-atomkraft-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/taiwan-protest-atomkraft-540x304.jpg" alt="" title="taiwan-protest-atomkraft-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2748" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Frau hält ein Plakat während sie in Taipei gegen Atomkraft protestiert © Reuters</p></div></p>
<p><strong>11:43</strong> Zum ersten Mal hat die japanische Regierung offiziell über die Stilllegung von Fukushima-1 gesprochen. Das meldet die <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79787.html">Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em></a>. Unter keinen Umständen würde das AKW wieder in Betrieb genommen, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. (asc)</p>
<p><strong>10:30</strong> In Taiwan sind radioaktiv belastete Bohnen aus Japan aufgetaucht. Bei einer Ladung von 14 Kilogramm Bohnen aus Kagoshima im Süden Japans seien erhöhte Strahlenwerte gemessen worden, teilten die taiwanesischen Behörden am Sonntag mit. Es ist das erste Mal seit dem Atomunglück in der japanischen Anlage Fukushima 1, dass aus dem Ausland der Fund radioaktiv belasteter Lebensmittel aus Japan gemeldet wird. (dah)</p>
<p><em><strong>10:15</strong> Hinweis an unsere User: Ein technisches Problem im Redaktionssystem hat eine neue Version dieses Blogs nötig gemacht. Möglicherweise sind dabei User-Kommentare verloren gegangen. Dieses bedauern wir und entschuldigen uns.</em></p>
<p><strong>10:00</strong> Reaktor 2 ist nun wieder ans Stromnetz angeschlossen ist. Das teilte der AKW-Betreiber Tepco mit. Nun gehe es darum auch die Funktion des Kontrollraums, die Beleuchtung sowie die Kühlung im Reaktor 1 wiederherzustellen, der über ein Stromkabel an Reaktor 2 angeschlossen ist. (dah)</p>
<p><strong>09:55</strong> <div id="attachment_2741" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japans-AKW1.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japans-AKW1.jpg" alt="" title="japans AKW" width="500" height="281" class="size-full wp-image-2741" /></a><p class="wp-caption-text">Japans Atomkraftwerke im Überblick</p></div></p>
<p><strong>09:50</strong> Nachdem am Vortag irrtümlich gemeldet worden war, dass ein Mann lebend aus Trümmern in Japans Nordosten gerettet werden konnte, reagieren Medien heute zurückhaltend auf eine aktuelle Meldung des Sender NHK: Die japanischen Rettungskräfte hätten im Katastrophengebiet eine 80-jährige Frau und einen 16 Jahre alten Jungen aus Trümmern gerettet. Die beiden wurden demnach in Ishinomaki, in der mit am schwersten betroffenen Provinz Miyagi gefunden und ins Krankenhaus gebracht. (dah)</p>
<p><strong>07:40</strong> Die aktuelle Lage im AKW Fukushima-1 im Überblick:</p>
<p>- Im havarierten Atomkraftwerk bleibt die Lage weiter kritisch: In Block 3 sei der Druck am Sonntag (Ortszeit) gestiegen, teilte ein Sprecher der Reaktorsicherheitsbehörde im TV-Sender NHK mit. Die in Block 3 verwendeten Brennelemente sind gefährlich, weil es sich dabei um Plutonium-Uran-Mischoxide (MOX) handelt. Nun müsse Luft mit radioaktiven Substanzen aus dem Reaktor abgelassen werden, um das Gefahr einer Explosion zu verringern.</p>
<p>- Block 3 stand zuvor 13 Stunden lang unter dem Beschuss von Wasserwerfern. «Das war eine sehr gefährliche und schwierige Aufgabe», sagte einer der beteiligten Feuerwehrmänner dem Sender NHK. «Überall lagen Trümmer herum. Den Mitgliedern des Teams war die Gefahr der Verstrahlung sehr bewusst.» </p>
<p>- Auch Block 4 wurde kurz mit Wasser bespritzt, etwa eine Stunde lang. Eingesetzt wurden zehn Wasserwerfer der japanischen Streitkräfte und ein Fahrzeug der US-Streitkräfte. Dort muss dringend der Wasserstand des Abklingbeckens mit abgebrannten Kernbrennstäben erhöht werden, weil von diesen eine extreme Gefahr ausgeht, sollten sie weiterhin immer wieder in Brand geraten. Das Abklingbecken ist nicht ausreichend abgedeckt. (dah)</p>
<p><strong>07:35</strong> Das Wetter in der Region um das havarierte AKW und in der Großregion Tokyo ist regnerisch. Was bis vor zwei Wochen höchstens ein Thema für Small Talk gewesen wäre, ist nun ein Grund zur Sorge für viele: Ist der Regen womöglich radioaktiv belastet? Wer sich Sorgen mache, solle einen Regenschirm benutzen, rät der stellvertretende Kabinettschef. &#8220;Und wenn Sie nass werden, reinigen Sie sich.&#8221; (dah)</p>
<p><strong>07:30</strong> Für Fernsehnachrichten direkt aus Japan hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (ds) <object id="utv438999" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" /><param name="name" value="utv_n_860931" /><embed id="utv438999" type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="303" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" name="utv_n_860931" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"></embed></object></p>
<p><a style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" href="http://www.ustream.tv/" target="_blank">Live TV by Ustream</a><strong></strong></p>
<p><strong>07:10</strong> Seit dem Zweiten Weltkrieg hat es in Japan kein Ereignis gegeben, bei dem so viele Menschen starben oder als vermisst galten wie bei der aktuellen Katastrophe: Die Zahl der Toten und Vermissten ist auf mehr als 20.000 gestiegen. Die Polizeiführung teilte am Sonntag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo mit, dass mindestens 8133 Menschen bei dem Erdbeben der Stärke 9 und dem davon ausgelösten Tsunami ums Leben kamen. 12.272 gelten offiziell als vermisst. (dah)</p>

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		<title>Tag 9: Arbeiter in Fukushima stark verstrahlt</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 05:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[GAU]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Alina Schadwinkel (asc), Tilman Steffen (tst) und Daniel Schlicht (ds) Feuerwehr beendet nach 13 Stunden ihren Einsatz Stromkabel an Reaktor 2 angelegt, Anschluss wird für Sonntag erwartet Mehr Tote als beim Beben von Kobe Löcher in Dächer der Reaktoren 5 und 6 gebohrt Sechs Arbeiter bekommen hohe Strahlenbelastung ab Alles zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah),  Alina Schadwinkel (asc), Tilman Steffen (tst) und Daniel Schlicht (ds)<br />
</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #888888;">Feuerwehr beendet nach 13 Stunden ihren Einsatz</span><span style="color: #808080;"> </span></li>
<li><span style="color: #808080;">Stromkabel an Reaktor 2 angelegt, Anschluss wird für Sonntag erwartet</span><span style="color: #808080;"> </span></li>
<li><span style="color: #808080;">Mehr Tote als beim Beben von Kobe</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Löcher in Dächer der Reaktoren 5 und 6 gebohrt</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Sechs Arbeiter bekommen hohe Strahlenbelastung ab</span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Alles zum Thema Erdbeben in Japan</a></span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Begriffserklaerungen">Alles über die Strahlung und ihre Folgen</a></span></li>
</ul>
<p><strong>22.10</strong> Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie <a href="http://www.twitter.com/zeitonline">hier via Twitter</a>. (ds)</p>
<p>Für weitere Berichte während der Nacht hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (ds) <object id="utv438999" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" /><param name="name" value="utv_n_860931" /><embed id="utv438999" type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="303" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" name="utv_n_860931" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"></embed></object></p>
<p><a style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" href="http://www.ustream.tv/" target="_blank">Live TV by Ustream</a><strong></strong></p>
<p><strong>22:05 </strong><a href="http://english.kyodonews.jp/" target="_blank"><em>Kyodo</em></a> meldet, dass die Feuerwehr ihren Einsatz, den Fukushima-Reaktor mit Wasser zu kühlen, nach 13 Stunden beendet hat. (ds)</p>
<p><strong>21:49 </strong>Russland hat Japan Hilfe bei der Energieversorgung angeboten: Man könne eigentlich für Europa bestimmtes Flüssiggas mit Schiffen nach Japan transportieren. Im Gegenzug soll die über Pipelines nach Europa strömende Erdgas-Menge erhöht werden. Das Vorhaben soll so schnell wie möglich mit der EU besprochen werden. Außerdem hat Regierungschef Putin angeboten, Japan könne sich an zwei sibirischen Ölfeldern beteiligen. (Reuters/ds)</p>
<p><strong>21.37</strong> Die Website <a href="http://www.esri.com/services/disaster-response/japan-earthquake-tsunami-2011/index.html" target="_blank">Esri.com</a> bietet einen guten geolokalen Service zur Lage in Japan an. Die Experten für Geoinformation haben auch eine <a href="http://www.esri.com/services/disaster-response/japan-earthquake-tsunami-2011-map/index.html" target="_blank">Social Media Map</a> zu den Ereignissen erstellt. (ds)</p>
<p><strong>21:10</strong> Am Sonntag will der japanische Betreiber Tepco versuchen, Reaktor 2 des AKW Fukushima wieder an die Stromversorgung anzuschließen. Gelingt dies, könnte das Kühlsystem des Reaktors wieder in Gang gesetzt werden, mit dem die Kernbrennstäbe gekühlt werden. Ob die Pumpen und Leitungen noch funktionieren, ist allerdings völlig unklar. (dpa/ds)</p>
<p><strong>20:24</strong> Die Internationale Atom-Energiebehörde IAEA sieht die Lage in Fukushima unverändert kritisch. &#8220;Ich glaube nicht, dass ich jetzt schon sagen könnte, dass sich die Dinge in eine gute Richtung entwickeln oder nicht&#8221;, sagte IAEA-Chef Yukiha Amano. (Reuters/ds)</p>
<p><strong>20:10</strong> PR in eigener Sache oder berechtigte Sorge? Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat heute eine russische Nachbarinsel von Japan besucht. Bei dem medienwirksamen Auftritt auf der Insel Sachalin beruhigte er seine Landsleute hinsichtlich einer radioaktiven Gefahr aus Japan: &#8220;Ich  bin hier, um das persönlich zu prüfen&#8221;. Medien hatten zuletzt über Panikkäufe sowie über eine zunehmende Flucht  der Bevölkerung ins Landesinnere berichtet. Nach Angaben der Behörden  gibt es in der Region Russlands aber noch keine erhöhte Radioaktivität. (dpa/ds)</p>
<p><strong>20:00</strong> <em><a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79635.html" target="_blank">Kyodo</a></em> meldet aktuelle Zahlen zu den Opfern des Tsunamis in Japan. Nach Polizeiangaben wurden inzwischen 7320 Leichen geborgen. 11.370 Menschen werden  noch vermisst. (ds)</p>
<p><strong>19:30</strong> Offenbar ist der Verkauf von Lebensmitteln aus der Provinz Fukushima doch noch nicht gestoppt worden (siehe Eintrag von 13:31 Uhr). Die internationale Atomenergiebehörde IAEA hat ihre Angaben dazu korrigiert. Das japanische Gesundheitsministerium prüfe aber ein solches Verbot. (dpa/ds)</p>
<p><strong>19:10</strong> Angesichts erwarteter Regenfälle mit einer möglichen Belastung durch radioaktive Partikel hat die japanische Atomenergiekommission die Bevölkerung der Krisenregion aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben, wie die Nachrichtenagentur <em>dpa</em> berichtet. Das Büro des Ministerpräsidenten schrieb gleich <a href="http://twitter.com/#!/JPN_PMO">mehrere Twitternachrichten</a> und rät darin unter anderem, Haare und Haut so weit wie möglich zu bedecken sowie Kleidung und Haut gründlich zu waschen, falls sie mit Regen in Berührung gekommen sein sollten. (asc)</p>
<p><strong>18:58</strong> Beeindruckende Momentaufnahmen aus Fukushima: <em>Global Voices</em> hat die Twitternachrichten von <a href="http://twitter.com/#!/kir_imperial">@kir_imperial</a>, einem japanischen Helfer vor Ort, in <a href="http://globalvoicesonline.org/2011/03/19/japan-tweeting-from-fukushima/">einem Blog</a> übersetzt.</p>
<p><strong>18:11</strong> Dass die Fukushima-Helfer bis zu einem Grenzwert von 250 Millisievert an dem zerstörten Kraftwerk arbeiten dürfen, hat das japanische Gesundheitsministerium erst kürzlich beschlossen. Zuvor lag das Maximum bei 100 Millisievert. In Deutschland gilt für Menschen, die beruflich, etwa in einem Atomkraftwerk, Strahlung ausgesetzt sind, ein Grenzwert von 20 Millisievert – pro Jahr. (dpa/asc)</p>
<p><strong>17:59</strong> Japan, Südkorea und China streben eine engere Zusammenarbeit beim Katastrophenmanagement und der Nuklearsicherheit an. Mit seinen beiden Amtskollegen habe er sich darauf geeinigt, dass die drei Länder bei ihrem nächsten Dreier-Gipfeltreffen &#8220;sichtbare Ergebnisse&#8221; in diesem Bereich erzielen sollten, wurde Südkoreas Außenminister Kim Sung Hwan von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Wie er sich die Zusammenarbeit vorstellt, sagte er nicht. (dpa/asc)</p>
<p><strong>17:48</strong> Russische Wissenschaftler empfehlen, die Wolken zu manipulieren, um die Ausbreitung radioaktiver Strahlung zu kontrollieren. Damit das funktioniere, seien genaue Angaben zur Menge des ausgetretenen Strahlenmaterials nötig, sagt der Wetterexperte der Universität Moskau, Alexander Kislow. Tschernobyl habe gezeigt, dass radioaktiver Niederschlag &#8220;fleckenartig&#8221; auftrete &#8211; einige Stellen seien dann stärker verseucht als andere. &#8220;Um den Niederschlag berechnen zu können, muss man die Menge des Austritts aus dem Kraftwerk kennen&#8221;, sagte Kislow. Diese Daten würde Japan aber nicht in ausreichendem Maße liefern. (dpa/asc)</p>
<p><strong>17:34</strong> Es war vorherzusehen: Bei den verzweifelten Rettungsarbeiten am schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben sechs Arbeiter zu viel radioaktive Strahlung abbekommen. Bei den Männern wurden mehr als 250 Millisievert gemessen, wie die <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79675.html">Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em></a> am Samstag mit Verweis auf den Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilte. Welche Aufgaben die Arbeiter hatten, teilte Tepco nicht mit.  (dpa/asc)</p>
<p><strong>16:03</strong> Die Wassertemperatur im Reaktorblock 5 des AKW Fukushima-1 ist laut Tepco in den letzten Stunden gefallen. Wie die Betreiberfirma mitteilte, sei die Temperatur von 68.5 Grad Celsius um fünf Uhr morgens (Ortszeit) auf 63.8 Grad Celsius um zwei Uhr Mittags gefallen, berichtet der TV-Sender <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/19_32.html"><em>NHK World</em></a>. (asc)</p>
<p><strong>15:36</strong> Die Fußball-Bundesliga hat am Samstag der Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan gedacht. Vor dem Anstoß zum 27. Spieltag versammelten sich die Spieler am Mittelkreis zu einer Schweigeminute. Die Akteure liefen zu allen Partien des Wochenendes mit Trauerflor auf (dpa/asc):</p>
<div id="attachment_2683" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/bundesliga-schweigeminute-japan-540x304.jpg"><img class="size-full wp-image-2683" title="bundesliga-schweigeminute-japan-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/bundesliga-schweigeminute-japan-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Der 1. FC Köln während der Schweigeminute für die Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan © Reuters</p></div>
<p><strong>15:00</strong> Die Helfer am AKW Fukushima-1 haben nicht nur mit der externen Kühlung sondern auch mit der Stromversorgung zu kämpfen. Nach tagelangen Arbeiten soll es mittlerweile gelungen sein, ein Stromkabel mit dem Reaktorblock 2 zu verbinden. Das berichtet die japanische Atomaufsicht. Mit der Leitung soll das Kühlsystem des Reaktors wieder gestartet werden. Die Geräte zur Kühlung müssten jedoch erst noch getestet werden, sagte der Kraftwerksbetreiber Tepco. (Reuters/asc)</p>
<p><strong>14:36</strong> Die Regierung der Präfektur Iwate hat auf einem Schulgelände mit dem Bau von 200 provisorischen Häusern begonnen. Das berichtet die <a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110319x2.html">Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em></a>. Pro 30 Quadratmeter-Fertighaus sollen zwei bis drei Leute wohnen. Insgesamt sind 8800 Unterkünfte in der Präfektur geplant. (asc)</p>
<p><strong>14:34</strong> Sieben Stunden lang hat ein &#8220;Super Pumper&#8221; der Feuerwehr kontinuierlich Meerwasser zu einem unbemannten Einsatzwagen Nahe des Reaktors 3 gepumpt. Durch dessen Schlauch seien pro Minute drei Tonnen Wasser geflossen und aus einer Höhe von 22 Metern auf das gefährdete Gebäude getroffen, wie die <a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110319x1.html"><em>Japan Times</em></a> berichtet. (asc)</p>
<p><strong>13:31</strong> Japan stoppt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde den Verkauf von Lebensmittelprodukten aus der Präfektur Fukushima. Radioaktives Jod in der Nahrung könnte kurzfristig die menschliche Gesundheit gefährden, heißt es. (asc)</p>
<p><strong>13:14</strong> Die Behörden haben im Leitungswasser von Tokyo erhöhte Werte von Radioaktivität nachgewiesen. Es handele sich um Spuren radioaktiven Jods, berichtet die <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79661.html">japanische Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em></a> unter Berufung auf einen Vertreter des Wissenschaftsministeriums. Allerdings lägen die Werte in allen Fällen deutlich unter dem zulässigen Grenzwert. Ungewöhnlich hohe Werte seien zudem im Trinkwasser der zentraljapanischen Präfekturen Gunma, Tochigi, Saitama, Chiba und Niigata festgestellt worden. (asc)</p>
<div id="attachment_2665" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/trinkwasser-japan-kanal-540x3041.jpg"><img class="size-full wp-image-2665" title="trinkwasser-japan-kanal-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/trinkwasser-japan-kanal-540x3041.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text"> Eine Frau sammelt Wasser aus einem Kanalschacht in der Präfektur Miyagi  © Kyodo/Reuters</p></div>
<p><strong>11.51</strong> Wie der <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php">Amerikanische Erdbebendienst USGS meldet</a>, hatte das Beben eine Stärke von 6,1. Das Epizentrum im Meer nahe der Ostküste Japans lag etwa 142 Kilometer nordöstlich von Tokyo und 98 Kilometer südlich der Päfektur Fukushima. (Reuters/asc)</p>
<p><strong>11.09</strong> Tokyo wird von einem Nachbeben erschüttert, Gebäude wanken. Japanische Medien geben die Stärke zunächst mit 6,1 an. Ein Tsunami werde nicht befürchtet. (Reuters/asc)</p>
<p><strong>09.30</strong> Als vor knapp 25 Jahren Tage nach dem Super-GAU in Tschernobyl erste Nachrichten von dem Unglück in alle Welt gelangten, wurde schnell klar: Diese Katastrophe hatte zwar in der Ukraine stattgefunden, wirkte sich jedoch auf den Alltag von Menschen weit entfernt davon aus. In Deutschland etwa hörten viele auf, frische Milch zu trinken und strichen Gemüse und Pilze vom Speiseplan. Nun gilt diese Vorsichtsmaßnahme auch für die Menschen in der Region um Fukushima-1 in Japan. Spinat und Milch aus der Umgebung des defekten Atomkraftwerks seien radioaktiv verstrahlt, teilte Regierungssprecher Yukio Edano am Samstag in Tokyo mit. Die Strahlenwerte für Spinat und Milch aus Fukushima überschritten die zulässigen Höchstgrenzen. Auch in der südlicheren Präfektur Ibaraki sei belasteter Spinat entdeckt worden. Edano wies jedoch darauf hin, dass die Strahlenbelastung noch nicht akut gesundheitsgefährdend sei, selbst wenn jemand ein Jahr lang weiterhin Milch aus der Region trinken würde. Edano rief die Bevölkerung zu Besonnenheit auf. (dah)</p>
<p><strong>08.30</strong> Seit gut einer Woche muss Regierungssprecher Edano bei den täglichen Pressekonferenzen bestätigen, dass die Lage im AKW Fukushima-1 bedrohlich ist. Das hat sich auch am Samstag nicht grundsätzlich geändert. Dennoch klang aus den Sätzen des Sprechers Hoffnung heraus: Am Reaktor 3 sei eine Verbesserung zu beobachten. «Wir glauben derzeit, dass sich die Situation stabilisiert hat», so Yukio Edano. Die Kühlaktionen von außen hätten eine Wirkung gehabt. Immerhin. (dah)</p>
<p><strong>08.00</strong> Ein Gerät, das in Deutschland zum Pumpen von flüssigem Beton gebaut wurde, soll nun in Japan helfen. Das Spezialfahrzeug sei auf dem Weg zum AKW Fukushima-1, hieß es im japanischen TV. Die Maschine soll Wasser aus sehr großer Höhe versprühen. Ein ähnliches Modell sei bereits beim Atomunglück in Tschernobyl eingesetzt worden, so der Sender. (dah)</p>
<div id="attachment_2657" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/JapanhavarieDeutschlandGroessenvergleich2.jpg"><img class="size-full wp-image-2657" title="JapanhavarieDeutschlandGroessenvergleich" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/JapanhavarieDeutschlandGroessenvergleich2.jpg" alt="" width="540" height="433" /></a><p class="wp-caption-text">So groß ist das Katastrophengebiet in Japan.</p></div>
<p><strong>07:50</strong> Die Lage kurz im Überblick:</p>
<p>- Die Arbeiter im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima-1 konzentrieren sich auf den Versuch, die Kühlung mit Hilfe neu verlegter Stromkabel wiederherzustellen. Reaktor 2 könnte im Laufe des Tages an die Stromversorgung angeschlossen werden, heißt es. Danach braucht es laut der Betreiberfirma Tepco allerdings noch etwas Zeit, um die Geräte zur Kühlung des Reaktors wieder hochzufahren.</p>
<p>- Feuerwehrleute und Militär haben damit begonnen, Wasser auf den Block 3 zu sprühen. Wegen der hohen Strahlung dauert der erste Einsatz jedoch wohl nur rund 30 Minuten.</p>
<p>- Am Samstagmorgen japanischer Zeit flog laut der Nachrichtenagentur Kyodo ein Armeehubschrauber über das Unglücks-AKW. Das Verteidigungsministerium habe mitgeteilt, dass aus der Luft mit Wärmebildkameras die Temperatur gemessen werden sollte. Die Besatzung des Hubschraubers werde außerdem schauen, ob das Wasser im Abklingbecken des Blocks 4 ankam &#8211; dort liegen alte Brennstäbe und es wird befürchtet, dass sie trockengefallen sind. Das könnte eine weitere nukleare Kettenreaktion auslösen. Die Folge wäre im schlimmsten Fall das massenhafte Auftreten radioaktiver Verstrahlung. (dah)</p>
<p><strong>07:45</strong> Da die Reaktoren 1, 2 und 3 des havarierten AKW Fukushima-1 durch Wasserstoffexplosionen stark beschädigt wurden, hat AKW-Betreiber Tepco nun veranlasst, dass in die Dächer der Blöcke 5 und 6 Löcher gebohrt werden. Obwohl sie zum Zeitpunkt des Erdbebens abgestellt waren, stieg der Druck im Inneren der Reaktoren zuletzt stetig. Die wenige Zentimeter großen Löcher sollen die Ansammlung von Wasserstoff verhindern. (dah)</p>
<p><strong>07:40</strong> Ein Mann sei acht Tage nach dem Beben unter Trümmern lebend gefunden worden, meldeten die Nachrichtenagenturen in der Nacht. Sie nannten das Ereignis einen &#8220;Hoffnungsschimmer in einer Zeit voll düsterer Nachrichten&#8221; (dpa), mussten dann aber wenig später ihre Angaben korrigieren. Tatsächlich war der Mann nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami wohl in einem Notlager untergekommen und am Freitag nach Hause zurückgekehrt, «um dort sauberzumachen», meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Missverständnis habe sich ergeben, weil der Mann zunächst kein Wort gesagt habe. Er stehe unter Schock und sei in eine Decke gewickelt im zweiten Stockwerk seines Hauses fest. (dah)</p>
<p><strong>07:37</strong> Gut eine Woche nach der Naturkatastrophe wird die offizielle Zahl der Toten mit 7197 angegeben. Damit hat die Katastrophe mehr Menschen das Leben gekostet als das verheerende Erdbeben, das am 17. Januar 1995 die japanische Hafenstadt Kobe verwüstete. Damals starben etwas mehr als 6400 Menschen. (dah)</p>
<p><strong>07:35</strong> Für Berichte direkt aus Japan ist hier der englischsprachige Livestream des TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (asc) <object id="utv438999" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" /><param name="name" value="utv_n_860931" /><embed id="utv438999" type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="303" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" name="utv_n_860931" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"></embed></object><br />
<a style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" href="http://www.ustream.tv/" target="_blank">Live TV by Ustream</a></p>
<p><strong>07:30</strong> Auf einer wiederhergestellten Stromversorgung des AKW Fukushima-1 liegt die Hoffnung vieler im Kampf gegen die drohende radioaktive Verseuchung der Region. Strom ist nötig, um die Pumpen wieder in Gang zu bringen, die die Kühlung der Brennstäbe gewährleisten. Doch die zu den Reaktoren 1 und 2 gelegte Leitung ist laut einem <a href="http://www.latimes.com/news/nationworld/world/la-sci-japan-reactor-damage-20110318,0,7832119.story">Bericht der <em>L.A. Times</em></a> womöglich wenig nutzbringend: Die Kühlpumpen seien durch die Wasserstoffexplosion im AKW und das zur Kühlung herangeschaffte Meerwasser extrem beschädigt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Ingenieure. (dah)</p>

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		<item>
		<title>Fast 7000 Todesopfer durch Beben und Tsunami in Japan</title>
		<link>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/17/tag-8-nach-dem-beben-in-japan/</link>
		<comments>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/17/tag-8-nach-dem-beben-in-japan/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 20:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[GAU]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/newsblog/?p=2458</guid>
		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Alexandra Endres (ae), Tina Groll (tgr), Karin Geil (kg), Nicole Kögler (nk), Alina Schadwinkel (asc) und Tilman Steffen (tst) Versuche, Reaktoren zu kühlen, offenbar erfolgreich Atombehörde erhöht Gefahrenstufe in Reaktoren Fukushima 1,2,3 Bislang landesweit fast 7000 Todesopfer, rund 400.000 Menschen in 2100 Notquartieren Auswärtiges Amt rät Deutschen, Tokyo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Alexandra Endres (ae), Tina Groll (tgr), Karin Geil (kg), Nicole Kögler (nk), Alina Schadwinkel (asc) und Tilman Steffen (tst)</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Versuche, Reaktoren zu kühlen, offenbar erfolgreich</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Atombehörde erhöht Gefahrenstufe in Reaktoren Fukushima 1,2,3 </span></li>
<li><span style="color: #808080;">Bislang landesweit fast 7000 Todesopfer, rund 400.000 Menschen in 2100 Notquartieren</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Auswärtiges Amt rät Deutschen, Tokyo zu verlassen</span></li>
<li> <span style="color: #808080;"><a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">FAQ : Wie ernst ist die Atomgefahr in Japan? – ständig aktualisiert</a></span></li>
<li><span style="color: #808080;"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/status-der-reaktoren-im-akw-fukushima-1/">Überblick zum Stand der Dinge an den einzelnen Reaktoren</a> </span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Themenseite zum Erdbeben in Japan</a></span></li>
</ul>
<p><strong>22.06</strong> Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie <a href="http://www.twitter.com/zeitonline">hier via Twitter</a>. (asc)</p>
<p>Für weitere Berichte während der Nacht hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (asc) <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" id="utv438999"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="movie" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf"/><embed flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" width="540" height="303" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" id="utv438999" name="utv_n_860931" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" /></object><br /><a href="http://www.ustream.tv/" style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" target="_blank">Live TV by Ustream</a></p>
<p><strong>22.03</strong> Dem verheerenden Erdbeben von Japan werden nach Auffassung von Wissenschaftlern voraussichtlich weitere Beben folgen. &#8220;Man muss davon ausgehen, dass dieses Erdbeben andere große Erdbeben nach sich ziehen wird&#8221;, sagte der Geophysiker Hans-Peter Bunge von der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitagabend bei einer Podiumsdiskussion in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Der Spannungszustand des gesamten Erdkörpers habe sich verändert. Andere Erdplatten müssten nun zwangsläufig reagieren. (dpa/asc)</p>
<p><strong>21.54</strong> Nach dem massiven Wasserwerfereinsatz im Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima ist der Druck in der Reaktorkammer etwas gesunken, wie aus dem jüngsten Bericht der japanischen Atomsicherheitsbehörde (NISA) hervorgeht. In den beiden anderen Blöcken aber, die nach dem Erdbeben vor einer Woche automatisch abgeschaltet wurden, zeigen die am Samstagmorgen (Ortszeit) veröffentlichten Werte eine leicht steigende Tendenz. Die NISA gibt lediglich Zahlenwerte an und bewertet diese nicht. (dpa/asc)</p>
<p><strong>21.43</strong> Die Feuerwehr von Tokyo will am Samstag um 12:00 Uhr (Ortszeit) mit der Kühlung der Reaktoren fortfahren. Das berichtet der Nachrichtensender <em>NHK World</em>. Um direkt beginnen zu können, seien am Freitag alle Gerätschaften vor Ort gelassen worden. Die Nachrichtenagentur dpa meldet hingegen, dass die Betreibergesellschaft Tepco an Stelle der Notkühlung von Block 3 mit Wasserwerfern am Samstag versuchen wolle, die reguläre Kühlung für die Reaktorblöcke 1 und 2 wieder in Gang zu setzen. (asc)</p>
<p><strong>21.23</strong> Gregory Hartl, Sprecher der Weltgesundheitsorganisation, hat gegenüber dem japanischen Nachrichtensender <em>NHK World</em> bestätigt, dass außerhalb der 30 Kilometer-Evakuierungszone derzeit keine erhöhte Radioaktivität gemessen werde. (asc)</p>
<p><strong>20.56</strong> Was soll man davon halten? CNN-Moderator Allan Chernoff erklärt die Kernschmelze – in seiner Küche und mit Hilfe von Spagetti (asc): <object width="540" height="374" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="ep"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="movie" value="http://i.cdn.turner.com/cnn/.element/apps/cvp/3.0/swf/cnn_416x234_embed.swf?context=embed_edition&#038;videoId=world/2011/03/18/nuke.danger.explainer.cnn" /><param name="bgcolor" value="#000000" /><embed src="http://i.cdn.turner.com/cnn/.element/apps/cvp/3.0/swf/cnn_416x234_embed.swf?context=embed_edition&#038;videoId=world/2011/03/18/nuke.danger.explainer.cnn" type="application/x-shockwave-flash" bgcolor="#000000" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="540" wmode="transparent" height="374"></embed></object></p>
<p><strong>20.33</strong> Der Unmut der japanischen Bevölkerung nimmt laut <a href="http://blogs.aljazeera.net/live/asia/disaster-japan-live-blog-march-19"><em>Al Jazeera</em></a> zu. Steve Chao, Korrespondent des arabischen Nachrichtensenders, berichtet aus Nordjapan von Kämpfen an Zapfsäulen – eigentlich &#8220;unerhört in einer Nation, in der Höflichkeit nicht wegzudenken ist.&#8221; (asc) </p>
<p><strong>20.15</strong> Ein Sarkophag um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima könnte Japan als letzte Möglichkeit vor einer massiven Strahlenverseuchung bewahren. Die Methode, die bereits 1986 in Tschernobyl eingesetzt wurde, sei ein letzter Ausweg, sagten Ingenieure des Betreibers Tepco am Freitag. Die Firma veröffentlichte zudem ein Statement: &#8220;Wir möchten uns zutiefst für die Sorgen (&#8230;) über den Vorfall am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi sowie für die austretende Strahlung, der die Menschen, die in der Umgebung des AKW leben, ausgesetzt sind, entschuldigen.&#8221; (Reuters/asc)</p>
<p><strong>19.52</strong> Zahlreiche Präfekturen eröffnen weitere Notunterkünfte für die Überlebenden des Tsunamis. Laut der <a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110319a3.html"><em>Japan Times </em></a> wurden im Raum Tokyo die Tokyo Budokan Arena und das Ajinomoto Stadion für 1600 Evakuierte geöffnet, auch die Präfekturen Chiba, Ibaraki, Tochigi, Gunma, Kanagawa und Saitama stellen Unterkünfte zur Verfügung. Die Saitama Super Arena soll laut dem Artikel bis Ende März 5000 Leute beherbergen. (asc)</p>
<p><strong>19.46</strong> Wer sind die Menschen, die seit Tagen versuchen, die Reaktoren in Fukushima zu kühlen? Für gefährliche Arbeiten ziehe der Kraftwerksbetreiber Tepco häufig Obdachlose, Gastarbeiter, Arbeitslose und angeblich gar Minderjährige heran, berichtet der ARD-Korrespondent in Japan, Robert Hetkämper. Seit Jahren werde das so gemacht. &#8220;Wenn sie eine Zeitlang dort gearbeitet haben und halbwegs verstrahlt sind, (werden sie) gefeuert&#8221;, sagt er in einem <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2011/03/17/aktuelle_stunde.xml?noscript=true&#038;offset=991&#038;autoPlay=true&#flashPlayer">Beitrag für die &#8220;Aktuelle Stunde&#8221;</a> des WDR vom Donnerstag (ab Minute 16:30, Hetkämper spricht ab Minute 17:45). Ein Arzt, der die Praxis seit Jahren beobachte, habe ihm das bestätigt. &#8220;Wegwerfarbeiter&#8221; nenne man die Arbeiter. Hetkämper vermutet, dass sie auch jetzt im Einsatz sind. (ae)</p>
<p><strong>19.19</strong> Erste Betrüger schlagen aus der Katastrophe in Japan Profit – sogar im eigenen Land. Einem Bericht der <em><a href="http://www.yomiuri.co.jp/feature/20110316-866918/news/20110317-OYT1T00282.htm"><em>Yomiuri Shimbun</em></a></em> zufolge häufen sich betrügerische Anrufe und E-Mails. Im Namen von Yahoo würden Spendengelder gesammelt. Die Polizei warne vor dieser sogenannten &#8220;Ore-Ore-Betrügerei&#8221;, dem Enkel-Trick. Der Hinweis auf diese Meldung stammt vom schweizerischen Kollegen Jan Knüsel, einem Japanologen, der für die <a href="http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Japan-twittert-Die-Brotregale-sind-leer/story/26706216"><em>Basler Zeitung</em></a> bloggt. (asc)</p>
<div id="attachment_2621" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-hilfe-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-hilfe-540x304.jpg" alt="" title="japan-hilfe-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2621" /></a><p class="wp-caption-text">Matrosen der USS Ronald Reagan laden vor Japans Küste Nahrung und Vorräte in einen Helikopter © U.S. Navy/Reuters</p></div>
<p><strong>18.45</strong> Gut ein Viertel von Japans Ethylen-Produktion wurde durch das Erdbeben zum Erliegen gebracht, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Ethylen ist eine Grundchemikalie in der Petrochemie. Mehr als 75 Prozent des Stoffs werden für die Herstellung von Kunststoffen verwendet. Er ist somit unter anderem wichtig für die Produktion von Plastikflaschen und medizinischen Behältern. (asc)</p>
<p><strong>17.00</strong> Graham Andrew von der Internationalen Atomenergie-Agentur IAEA sagt <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">laut BBC</a>, die Lage an den Reaktoren 1, 2 und 3 &#8220;scheint stabil zu sein&#8221;. Die IAEA habe <a href="http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html">keine Informationen darüber</a>, dass Menschen durch Strahlen Gesundheitsschäden erlitten hätten, teilte die Organisation mit. (tst)</p>
<p><strong>16.15</strong> <em>The Telegraph</em> zeigt <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/picturegalleries/worldnews/8390592/Japan-observes-a-minute-of-silence-as-the-search-for-missing-people-goes-on.html">hier in einer Fotostrecke </a>ausgewählte Bilder der Woche nach dem Erdbeben.</p>
<p><strong>15.51</strong> Das <em>Wall Street Journal</em> <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703597804576194683272395102.html?mod=WSJEurope_hpp_LEFTTopStories">hat hier die Zahl der Todesopfer </a> und der Vermissten nach Regionen des Katastrophengebiets aufgeschlüsselt. (tst)</p>
<div id="attachment_2605" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/aufraeumen-540x304.jpg"><img class="size-full wp-image-2605" title="aufraeumen-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/aufraeumen-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Aufräumarbeiten in Minamisanriku, Region Miyagi </p></div>
<p><strong>15.40</strong> Das <a href="http://www.jaif.or.jp/english/">Japanische Atomindustrie-Forum JAIF</a> hat einen neuen Statusbericht zu den verschiedenen Reaktoren veröffentlicht. Druck im Reaktorbehälter, Stand der Bemühungen um Kühlung, die Strahlenbelastung und andere Größen lassen sich hier auf diesem PDF-Dokument <a href="http://www.jaif.or.jp/english/news_images/pdf/ENGNEWS01_1300433768P.pdf">auf einen Blick erkennen. In grober Form grafisch umgesetzt hat das das </a><a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704261504576205033202931822.html"><em>Wall Street Journal </em>hier </a></p>
<p>Greenpeace bietet <a href="http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/erdbeben_in_japan_regierung_ruft_atomaren_notstand_aus/">hier einen Überblick (tst)<br />
</a><br />
<strong>15.45</strong> Die <a href="http://www.mizuhobank.co.jp/english/index.html">Mizuho Bank</a> kann inmitten der Krisenbewältigung &#8220;wegen einer Panne&#8221; 910.000 Überweisungen nicht ausführen, darunter Gehaltszahlungen an eigene und an Kunden anderer Banken, <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">berichtet die BBC</a> (tst).</p>
<p><strong>15.30</strong> Im havarierten Reaktor 4 sammelt sich erneut explosiver Wasserstoff, wie <a href="http://www.jaif.or.jp/english/">das Japan Atomic Industrial Forum mitteilt</a>. Das Risiko für eine weitere verheerende Wasserstoff-Explosion ist nach Expertenmeinung aber gering, weil der Wasserstoff aus der beschädigten Anlage leicht entweichen kann. (tst)</p>
<p><strong>15.28</strong> Das Gesundheitsministerium will alle Krankenhauspatienten aus der 30-Kilometer-Sicherheitszone um Fukushima herausholen. Insgesamt werden dort in Kliniken 1100 Patienten behandelt. Noch am Freitag wollten Helfer 300 Patienten in sichere Krankenhäuser verlegen. Die restlichen 800 sollen in den nächsten Tagen Helikopter und Sanitätswagen unter anderem nach Tokyo und Yamagata bringen. (dpa)</p>
<p><strong>15.18</strong> Viele Ausländer verlassen Japan. Doch wo sollen Japaner hin, die aus dem Katastrophengebiet raus wollen? Eine Gruppe Freiwilliger aus Deutschland will Unterkünfte für Privatpersonen in Europa vermitteln. <a href="http://love4japan.com/ ">&#8220;Open Home Projekt&#8221; </a>nennen sie ihre Aktion, die Japanern, während einer &#8220;Zeit voll Unsicherheiten&#8221; ein Zuhause bieten soll. Sicher gut gemeint, doch die Flüge von Japan nach Europa sind teuer.<br />
Hilfreicher könnte die Gruppe <a href="http://www.couchsurfing.org/group.html?gid=39703 ">&#8220;Japan Crisis Housing&#8221;</a> beim Internetportal Couchsurfing.com sein. Dort werden ebenfalls Schlafplätze, auch innerhalb Japans, vermittelt. Vielleicht eine Möglichkeit, den Einzug in eine überfüllte Notunterkunft zu vermeiden. (nk)</p>
<p><strong>15.15</strong> Das Stromkabel zu den Reaktorblöcken 1 und 2 ist gelegt, Samstag sollen die Wasserpumpen wieder laufen &#8230; Kühlungs-Versuche mit Feuerwehrspritzen, wenig gezielte Wasserabwürfe von Helikoptern &#8230; Ähnlich verzweifelt kämpften Katastrophenhelfer doch vor nicht allzu langer Zeit im Golf von Mexiko gegen das Öl-Leck. Fast ist das schon vergessen. Hoffentlich haben die Helfer in Japan schneller Erfolg als die im Golf. (tst)</p>
<p><strong>14:50</strong> Die Zahl der Todesopfer der Erdbebenkatastrophe ist mittlerweile auf mehr als 6900 gestiegen, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79418.html">laut Polizeibehörde </a>arbeiten etwa 90.000 Rettungskräfte, darunter Polizei- und Armeeangehörige. Sie zählten bisher etwa 26.000 Überlebende. Etwa 20.000 Menschen werden noch vermisst.</p>
<p>Im Erdbebengebiet konnte die notwendigste Infrastruktur wieder hergestellt werden, wichtige Straßen und Wege sind frei geräumt, wie auch der <a href="http://twitter.com/#!/AmbassadorRoos">US-Botschafter Roos schildert</a>. In Sendai, Hauptstadt der hart getroffenen Region Miyagi, öffneten wieder erste Läden. Beschädigte Flughäfen, Straßen und Häfen sind wieder nutzbar &#8211; in erster Linie für die wichtigen Hilfstransporte und Rettungsarbeiten. Die Transporte sind aber wegen des knappen Treibstoffs erschwert.</p>
<p>370.000 Menschen sind in etwa 2100 Lagern untergekommen, wo sie bei winterlichen Temperaturen ausharren müssen. Der Staat stellte eine Milliardensumme zur Verfügung, um die Folgen der Katastrophe für die Betroffenen zu lindern. Das Erdbeben hatte einer neuen Zwischenbilanz zufolge 11.991 Häuser zerstört, 1.232 Straßen beschädigt und 269 Brände ausgelöst. (tst)</p>
<p><strong>14:30</strong> Der Wind soll zu Wochenbeginn wieder drehen, prognostizieren Wetterbeobachter mehrerer Länder. Bisher trieben radioaktive Partikel aus den Meilern aufs Meer hinaus. Doch es sind nur Vorhersagen &#8230; (tst)</p>
<p><strong>14:10</strong> Japans Medien berichten fast ausschließlich nur noch über die Naturkatastrophe und den Kampf gegen den Super-GAU in Fukushima. Das staatliche <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/">Fernsehen NHK</a> sendet seit einer Woche nur noch Nachrichten. Private TV-Sender wie Fuji Terebi oder Tokyo Broadcasting  haben ihr Unterhaltungsprogramm zugunsten der Nachrichten eingeschränkt. Die großen Tageszeitungen wie <em>Yomiuri Shinbun</em>, <em>Mainichi Shinbun</em> oder <em>Asahi Shinbun</em> kennen seit einer Woche nur ein Titelthema. Sie alle erscheinen jeweils in Morgens- und Abendausgaben und haben hohe Millionenauflagen. (tst)</p>
<p><strong>13.55</strong> Welche Schäden sind an welchem Meiler, wo war die provisorische Kühlung erfolgreich? Wir haben einen Kurz-Überblick zum Stand der Dinge <a href="http://blog.zeit.de/newsblog/status-der-reaktoren-im-akw-fukushima-1/">an jedem der Katastrophen-Reaktoren erstellt.</a> (tst)</p>
<p><strong>13.00</strong> Japans Regierungschef Kan hat seinen Landsleuten Mut zugesprochen. Zwar gebe es in der vom Erdbeben stark beschädigten Anlage nach wie vor &#8220;enorme Schwierigkeiten&#8221;, sagte er in einer Fernsehansprache. Seine Regierung werde aber entschlossen die dortige Lage unter Kontrolle bekommen. &#8220;Japan als Land wird die Katastrophe überwinden und sich erholen.&#8221; Kans Ansprache hier auf CNN: (tst)</p>
<p><code><iframe title="YouTube video player" frameborder="0" height="304" src="http://www.youtube.com/embed/pISTwmMevEY" width="540"></iframe></code></p>
<p><strong>11.40</strong> Die Stromkabel, die die Wasserpumpen der Reaktoren Fukushima 1 und 2 versorgen sollen, werden voraussichtlich bis Samstagmorgen verlegt sein, sagte ein Vertreter von Japans Atombehörde. Die Evakuierungszone von derzeit 30 Kilometern könne unverändert bleiben. (tst)</p>
<div id="attachment_2577" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/feuerwehr-fukushima-540x304.jpg"><img class="size-full wp-image-2577" title="feuerwehr-fukushima-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/feuerwehr-fukushima-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Feuerwehren in Iwaki-Stadt bereiten sich auf den Einsatz am AKW Fukushima vor</p></div>
<p><strong>11.40</strong> Binnen 40 Minuten haben die Katastrophenhelfer etwa 50 Tonnen Wasser auf den Reaktorblock 3 gespritzt, fasst das japanische Fernsehen die heutige Aktion zusammen <a href="http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110318-3.pdf">(hier die Mitteilung der Atomaufsicht)</a>. Sechs Feuerwehrautos seien abwechselnd im Einsatz gewesen, ein Fahrzeug wurde aus den USA gebracht. Ein Generator habe von Reaktor 6 aus die Wasserzufuhr in die Abklingbecken der Reaktoren 5 und 6 ermöglicht. Auch Block 4 wurde mit Wasser von außen gekühlt.</p>
<p>Man gehe davon aus, dass das Wasser die richtigen Stellen erreicht habe, hieß es. Nach den der Internationalen Atomenergieagentur vorliegenden Daten haben die Kühlungsversuche an den Abklingbecken aber nur wenig bewirkt: Die Temperatur im Becken von Reaktor 5 stieg demnach vom frühen Donnerstagmorgen MEZ von 64,2 Grad auf 65,5 Grad. In Reaktor 6 ging sie von 62,5 auf 62 Grad Celsius zurück. Die Norm: 25 Grad .</p>
<p>Schon am Donnerstag hatten die Einsatzkräfte versucht, die Anlagen durch Wasserstrahlen zu kühlen und auch aus der Luft Wasser abgeworfen. Letzteres erwies sich aber als nicht besonders wirksam. (tst)</p>
<p><strong>11.39</strong> Nicht jeder ist glücklich über die Berichterstattung dieser Tage. Carole Hallett Mobbs <a href="http://japanory.typepad.co.uk/japanory/2011/03/panic-in-tokyo.html">bloggt aus Tokyo </a>und beschwert über die Panikmache. Blogger Andrew Wollner hat sich so über verschiedene Medien geärgert, dass er ein Wiki mit <a href="http://jpquake.wikispaces.com/ ">einer &#8220;Journalist Wall of Shame&#8221; eröffnet hat. </a>In seinem Blog <a href="http://squeeze-box.ca/?p=785: ">schreibt er: </a>&#8220;Im Nachhinein hätte ich die Idee schon eher haben müssen, aber ich glaube, heute wurde die kritische Masse überschritten (&#8230;), an zu viel schlechtem Journalismus.&#8221; Trotz alledem, der Fairness halber gibt es auch eine Rubrik für &#8220;Some Good Journalism&#8221;, darin stehen bis jetzt aber erst zwei Einträge. (nk)</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/JapanhavarieDeutschlandGroessenvergleich.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2580" title="JapanhavarieDeutschlandGroessenvergleich" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/JapanhavarieDeutschlandGroessenvergleich.jpg" alt="" width="540" height="433" /></a></p>
<p><strong>11.25</strong> Die Situation in Tokyo scheint sich zu entspannen, schreibt uns der ehemalige Bayern-LB-Manager Franz-Hermann Hirlinger, der in der Millionenmetropole geblieben ist. &#8220;Heute scheint die Sonne, die Pflaumen und die Magnolien blühen. Ich schlendere vorbei an der Shell-Tankstelle an der Meguro Dori, einer bekannten Verbindungsstraße. Etwa 100 Autos warten geduldig auf ihre zehn Liter. Und dann kommt mein Postamt und der Test des Tages: Funktioniert heute die Geldausgabe? Wie gewohnt spuckt der Automat meine 50.000 Yen raus. Ich gehe weiter in meinen Swap Shop und kaufe einen 50er Jahre Retro-Transistorempfänger als Vorsorge für den Stromausfall heute Abend.&#8221; (tgr)</p>
<p><strong>11.15</strong> Keine Panik in Tokyo: Das japanische Internetmagazin Metropolis berichtet <a href="http://metropolis.co.jp/quake/quake-2011-03/fukushima-nuclear-power-plant/">auf seiner Informationsseite </a>über das Atomkraftwerk &#8220;Wenn ihr in Tokyo seid oder dort Freunde von euch sind, keine Panik. (&#8230;) Glücklicherweise ist das Atomkraftwerk ist weit weg (etwas mehr als 250km).&#8221; Das Magazin schickt jeden Tag einen Reporter mit einem Geigerzähler auf die Straßen. In Youtube-Clips <a href="http://metropolis.co.jp/features/feature/it-steves-daily-geiger-reading/">sind die Ergebnisse seiner Messung zu sehen</a>. Bis jetzt hat er keine erhöhten Werte gemessen. Was auch nicht wundert, denn in Tokyo gibt es bisher (zum Glück) nur die Hintergrundstrahlung, die überall existiert (nk)</p>
<p><strong>11.10</strong> Duncan Mavin, Autor im Japan-Real-Time-Blog des <em>Wall Street Journals</em>, hat mit dem ehemaligen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden von Goldman Sachs und Japanexperten, Ken Courtis, darüber gesprochen, vor welchen Herausforderungen das Land nach der Katastrophe nun steht und wie es diese bewältigen kann. Herausgekommen <a href="http://blogs.wsj.com/japanrealtime/2011/03/18/what-lies-ahead-for-japan/">ist ein lesenswerter Überblick.</a> (tgr)</p>
<p><strong>10:50</strong> Die Kollegen aus dem Wissensressort beantworten die wichtigsten Fragen zur Atomkatastrophe. Mit Grafiken, Videos und wichtigen Links. <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq?">Nachzulesen hier &gt;&gt;&gt;</a> (tst)</p>
<div id="attachment_2525" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japans-AKW.jpg"><img class="size-full wp-image-2525" title="japans AKW" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japans-AKW.jpg" alt="Japans Atomkraftwerke" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Japans Atomkraftwerke</p></div>
<p><strong>10:15</strong> Reuters <a href="http://twitter.com/#!/Reuters/status/48671013055111168">meldet gerade</a>: Die <a href="http://www.nisa.meti.go.jp/english/">japanische Atomsicherheitsbehörde</a> hebt die Gefahrenstufe in Reaktor 1,2,3 von Level 4 auf Level 5 an.<br />
<code><!-- http://twitter.com/Reuters/status/48671013055111168 --> <!-- .bbpBox48671013055111170 {background:url(http://a0.twimg.com/profile_background_images/103673206/reuters_twitter_bg.jpg) #c2c2c2;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block} --><br />
</code></p>
<div class="bbpBox48671013055111170">
<p class="bbpTweet">FLASH: Japan nuclear safety agency says level 5 incident at Fukushima reactors No. 1, 2, 3, raised from level 4<span class="timestamp"><a title="Fri Mar 18 09:04:08 +0000 2011" href="http://twitter.com/Reuters/status/48671013055111168">less than a minute ago</a> via web</span><span class="metadata"><span class="author"><a href="http://twitter.com/Reuters"><img src="http://a3.twimg.com/profile_images/918645374/reuters_twitter_avatar_normal.png" alt="" /></a><strong><a href="http://twitter.com/Reuters">Reuters Top News</a></strong><br />
Reuters</span></span></p>
</div>
<p><!-- end of tweet --><br />
Damit hat der AKW-Unfall nun die dritthöchste Stufe auf der Internationalen Bewertungsskala (INES) erreicht. Die Ereignisse am Kraftwerk in Fukushima werden nicht mehr als &#8220;Unfall&#8221; der Stufe vier, sondern als &#8220;ernster Unfall&#8221; bewertet. Die Bewertungsskala hat insgesamt sieben Stufen. (nk/tgr)</p>
<p><strong>10:10</strong> Das gemeinsame Handeln der führenden sieben Industriestaaten hat den Höhenflug der japanischen Währung gestoppt, der den Export der bedrohten Wirtschaft erschwert. Einen Dollar für 82 Yen, das ist so viel wie vor dem Beben. <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-03/G7-Japan-Yen-Aufwertung">Mehr hier&gt;&gt;&gt;</a> (tst)</p>
<p><strong>9:53</strong> Vorbild Tschernobyl? Betreiber Tepco erwägt öffentlich, das Kraftwerk unter einer Schicht aus Sand und Beton zu begraben. &#8220;Es ist nicht unmöglich, die Reaktoren mit Beton zu überziehen&#8221;, sagte ein Unternehmensvertreter. Zunächst wolle man versuchen, die Anlage weiter abzukühlen. (tst)</p>
<p><strong>9:50</strong> Japans Ministerpräsident Naoto Kan will am Montag das Katastrophengebiet im Nordosten des Landes besuchen. Eine Woche nach dem Beben leben dort in etwa 2200 Notfalllagern mehr als 380.000 Obdachlose. Einige starben bereits wegen der Kälte. Die Versorgung etwa mit Lebensmitteln ist immer noch sehr schwierig. (tgr)</p>
<div id="attachment_2520" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/110398406-540x304.jpg"><img class="size-full wp-image-2520" title="International Atomic Energy Agency (IAEA" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/110398406-540x304.jpg" alt="IAEA-Direktor General Yukiya Amano (l.) mit Japans Premier Naoto Kan in Tokyo (Foto: Getty Images)" width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">IAEA-Direktor General Yukiya Amano (l.) mit Japans Premier Naoto Kan in Tokyo (Foto: Getty Images)</p></div>
<p><strong>9:45</strong> Am Kraftwerk sind nach Angaben von Betreiber Tepco auch Spezialisten anderer Atomkonzerne im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Japanische Medien berichteten, es seien zudem etwa 140 Feuerwehrleute auf dem Weg, um die Armee zu unterstützen. (kg)</p>
<p><strong>9:43</strong> Schon den zweiten Tag keine Eilmeldung über Wasserstoff-Explosionen, erhöhte Strahlenbelastungswerte oder drohende Kernschmelze. Zeichen, dass sich die Lage zumindest nicht verschlimmert. (tst)</p>
<p><strong>9:39</strong> Regierungssprecher Yukio Edano hat in einer Pressekonferenz einen Überblick über den Stand der Arbeiten gegeben: Wir sprühen Wasser auf die Reaktoren, solange es möglich ist, sagte er. Ob das Wasser das leere Kühlbecken mit den heißen Brennstäben trifft, könne er nicht sagen. Oft verweist er die Fragesteller an Tepco, den AKW-Betreiber (tst)</p>
<p><strong>9.15</strong> Die japanische Regierung ist optimistisch: Die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 sind erfolgreich, sagt Sprecher Edano. Der Fernsehsender NHK zeigte einen Armeesprecher, der schilderte: &#8220;Wir haben das Ziel getroffen.&#8221; Ob dies allerdings ausreicht? (kg)</p>
<p><strong>8.55</strong> Auch 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl ist das Krebsrisiko für die Betroffenen nicht gesunken. Dies ist das Ergebnis einer US-Studie, pünktlich zum 25. Jahrestag des Super-GAU in der Ukraine. Untersucht wurden 12.500 Menschen, die zum Zeitpunkt der Katastrophe im April 1986 jünger als 18 Jahre alt waren. Das Risiko an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, ist für sie bis heute unverändert hoch – eine alarmierende Nachricht, nicht nur für die Menschen in Japan. (kg)</p>
<p><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/alleAKWweltweitmitTektonik.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2527" title="alleAKWweltweitmitTektonik" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/alleAKWweltweitmitTektonik.jpg" alt="" width="500" height="244" /></a></p>
<p><strong>8.45</strong> Die Techniker in Fukushima wurden als Helden gefeiert, ihre Aufopferungsbereitschaft bewundert. Offenbar haben sie sich nicht ganz freiwillig der Gefahr ausgesetzt: Wie <a href="http://mdn.mainichi.jp/">die japanische Zeitung <em>Mainichi Shimbun</em></a> berichtet, hat die Regierung in Tokyo dem Betreiber Tepco untersagt, seine Mitarbeiter abzuziehen. Genau dies hatte der Konzern wohl vorgehabt. Doch Premier Kan soll entgegnet haben: &#8220;Eine Abberufung ist unmöglich. Es geht nicht darum, ob Tepco kollabiert, es geht darum, ob Japan zusammenbricht.&#8221; (kg)</p>
<p><strong>8.37</strong> Beratungen auf höchstem Niveau: IAEA-Chef Yukiya Amano sprach mit Ministerpräsident Naoto Kan. Japan tue alles, um die aktuelle Krise zu überwinden, sagte der Premier. IAEA-Mitarbeiter sind auf dem Weg zum Unglücksmeiler, verkündete Amano. Seine Leute sollen sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Schäden machen und dort die radioaktive Strahlung messen. Amano mahnte die Japaner: Die Öffentlichkeit muss besser informiert werden. (kg)</p>
<p><strong>8.32</strong> In den zerstörten Gebieten harren 380.000 Obdachlose in rund 2200 Notfalllagern aus. Ihre Versorgung ist weiterhin schwierig. Mehr als 20 Menschen starben bereits – wohl auch wegen der Eiseskälte in der Region. Langsam wird es eng in vielen Schulen und Turnhallen: So forderten die Behörden in der Provinz Miyagi die Flüchtlinge auf, in die benachbarten Präfekturen auszuweichen. (kg)</p>
<p><strong>8.20</strong> Für die rund 90.000 Helfer verbessert sich die Lage zusehends: Zerstörte Straßen, Flughäfen und Häfen sind offenbar soweit wieder hergestellt, dass die Rettungskräfte in die Katastrophengebiete vordringen sowie Flugzeuge und Helikopter starten und landen können. Allerdings ist das Benzin immer noch sehr knapp. (kg)</p>
<div id="attachment_2498" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/110258859-540x304.jpg"><img class="size-full wp-image-2498" title="Szene aus Sendai: Menschen stehen vor einem Lebensmittelgeschäft, das endlich wieder seine Tore öffnet (Foto: Getty Images) " src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/110258859-540x304.jpg" alt="Szene aus Sendai: Menschen stehen vor einem Lebensmittelgeschäft, das endlich wieder seine Tore öffnet (Foto: Getty Images) " width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Szene aus Sendai: Menschen stehen vor einem Lebensmittelgeschäft, das endlich wieder seine Tore öffnet (Foto: Getty Images) </p></div>
<p><strong>8.10</strong> Inmitten all des Leids ein kleiner Lichtblick: In einer Einkaufsstraße in der schwer beschädigten Stadt Sendai öffneten fast alle Geschäfte wieder. Auch Läden in Tome boten den Kunden das Nötigste an. Zuvor war die Stromversorgung wieder aufgebaut worden. (kg)</p>
<p><strong>7.48</strong> Die WHO gibt vorerst Entwarnung: Die Strahlungsbelastung aus dem AKW bleibt räumlich begrenzt. &#8220;Zu diesem Zeitpunkt gibt es weiterhin keinen Hinweis darauf, dass sich die Strahlung über die Zone um die Reaktoren hinaus ausbreitet&#8221;, sagte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation. Allerdings fügte er hinzu: &#8220;Dinge können sich offensichtlich ändern und haben sich in dieser letzten Woche geändert.&#8221; (kg)</p>
<p><strong>7.32</strong> Genau eine Woche nach der verheerenden Naturkatastrophe hat Japan der Opfer gedacht. Im am schwersten betroffenen Nordosten des Landes wurde um 14.26 Uhr (6.46 Uhr MEZ) eine Schweigeminute abgehalten. Der Fernsehsender NHK zeigte Bilder aus einer Notunterkunft in der verwüsteten Provinz Iwate, wo sich ältere Überlebende Hand in Hand symbolisch vor den Opfern verbeugten. (kg)</p>
<p><strong>06:45</strong> So stellt sich die Situation im AKW Fukushima derzeit dar:<br />
-  Die Armee kühlt Reaktor 3 (der mit hochgiftigem Plutonium) mit Wasserwerfern. Später soll Block 4 (fast leeres Abklingbecken) folgen.<br />
- Rund 140 Feuerwehrleute sind auf dem Weg zum Kraftwerk, um die Armee zu unterstützen.<br />
- Armee-Helikopter soll an diesem Freitag nicht zum Einsatz kommen.<br />
- Reaktor 1 und 2: eine neue Stromleitung soll das Kühlsystem zum Laufen bringen. Womöglich soll auch Block 1 von außen gekühlt werden.<br />
- Die Blöcke 5 und 6 sind nach IAEA-Angaben weitgehend stabil. Dort gibt es &#8220;keine unmittelbaren Bedenken&#8221;<br />
- Tepco zufolge ist die Intensität der radioaktiven Strahlung leicht zurückgegangen. (dah)</p>
<p><strong>06:30</strong> Bislang sind 6539 Tote identifiziert. Damit kamen bei dem Erdbeben und Tsunami im Nordosten mehr Menschen ums Leben als bei dem Beben in der Hafenstadt Kobe im Jahr 1995. (dah)</p>
<p><strong>06.20</strong> Am Tag acht nach dem Beben in Japan wird es für die Menschen in Notunterkünften immer schwieriger, sich zu versorgen oder auch nur warm zu halten. 2200 solcher Lager gibt es. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass dort knapp 400.000 Menschen ausharren. (dah)</p>
<div id="attachment_2529" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Erdbebengebieteweltweit540mal304bunt.jpg"><img class="size-full wp-image-2529" title="Erdbebengebieteweltweit540mal304bunt" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Erdbebengebieteweltweit540mal304bunt.jpg" alt="" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Die besonders erdbebengefährdeten Regionen der Erde </p></div>
<p><strong>06:10</strong> Auf zwei Wegen wollen die Techniker im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 die Kontrolle über die beschädigten Reaktoren zurückgewinnen. Einerseits soll an den Blöcken 1 und 2 eine neu verlegte Stromleitung das Kühlsystem wieder zum Laufen bringen. Zudem soll bei den Reaktoren 3 und 4 die Kühlung mit Löschhubschraubern und Wasserwerfern weitergehen. (dah)</p>
<p><strong>06:00</strong> Die deutsche <a href="http://www.das-japanische-gedaechtnis.de/lebensbilder-a-z/srm-caelina-mauer-m.html">Franziskaner-Schwester Caelina Mauer </a>arbeitet seit Jahren in einem japanischen Kinderheim rund 150 Kilometer vom Ort Fukushima entfernt. Das Beben hat dieses Heim jedoch komplett zerstört. Sie musste mit den Kindern in eine Turnhalle umsiedeln. &#8220;Die Kinder weinen sehr viel&#8221;, erzählt sie in der ARD. Es ist sehr kalt, es gibt kaum etwas zu essen oder zu trinken. (dah)</p>
<p><strong>05:30</strong> Für einen direkten Zugang zu japanischen Nachrichten hier der englischsprachige Livestream des TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (wb) <object id="utv438999" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" /><param name="name" value="utv_n_860931" /><embed id="utv438999" type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="303" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" name="utv_n_860931" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"></embed></object><br />
<a style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: none repeat scroll 0% 0% #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" href="http://www.ustream.tv/" target="_blank">Live TV by Ustream</a></p>
<p><strong>05:10</strong> Für TV-Wissenschaftsexperten wie Ranga Yogeshwar bedeutet eine Katastrophe wie die gegenwärtige in Japan, dass sie Abend für Abend neu erklären müssen, was kaum zu erklären ist: Was passiert genau in den Reaktoren des havarierten AKW Fukushima-1? Gefragt nach seiner Einschätzung, ob es die Chance auf ein Abwenden des Super-GAU gebe, sagte Yogeshwar am Donnerstagabend: &#8220;Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Das sind wir den Menschen vor Ort schuldig.&#8221; (dah)</p>

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		<item>
		<title>Tag 7: Japan hofft auf funktionierendes Kühlsystem</title>
		<link>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/17/tag-7-nach-dem-beben/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 05:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Christian Bangel (cb), Kai Biermann (kb), Wolfgang Blau (wb), Jessica Braun (jb), Alexandra Endres (ae), Roy Fabian (rf), Philip Faigle (pfa), Karin Geil (kg), Tina Groll (tgr), Tina Klopp (tik), Nicole Koegler (nk), Alina Schadwinkel (asc), Tilman Steffen (tst), Frida Thurm (ft) und Sascha Venohr (sv) Lage am Reaktor 3 weiter [...]]]></description>
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Christian Bangel (cb), Kai Biermann (kb), Wolfgang Blau (wb), Jessica Braun (jb), Alexandra Endres (ae), Roy Fabian (rf), Philip Faigle (pfa), Karin Geil (kg), Tina Groll (tgr), Tina Klopp (tik), Nicole Koegler (nk), Alina Schadwinkel (asc), Tilman Steffen (tst), Frida Thurm (ft) und Sascha Venohr (sv)</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Lage am Reaktor 3 weiter bedrohlich</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Militär hilft mit Wasserkanonen</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Japaner demonstrieren gegen Kan-Regierung</span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Alles zum Thema Erdbeben in Japan</a></span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Begriffserklaerungen">Alles über die Strahlung und ihre Folgen</a></span></li>
</ul>
<p>Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie <a href="http://www.twitter.com/zeitonline">hier via Twitter</a>. (asc)</p>
<p><strong>22.47</strong> Für weitere Berichte während der Nacht hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (wb) <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" id="utv438999"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="movie" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf"/><embed flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" width="540" height="303" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" id="utv438999" name="utv_n_860931" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" /></object><br /><a href="http://www.ustream.tv/" style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" target="_blank">Live TV by Ustream</a></p>
<p><strong>22:43</strong> Japan klammert sich in der Atomkrise an jede kleine Hoffnung: Technikern gelang es, ein Stromkabel zum teilweise zerstörten Reaktor 2 zu legen. Damit könnte die reguläre Kühlung möglicherweise wieder in Gang kommen. Die nächsten Tage könnten entscheidend sein. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo könnte der Strom am Freitag oder Samstag im Reaktor 2 angeschaltet werden. Es ist aber unklar, ob das Kühlsystem des Reaktors noch so intakt ist, dass es wieder in Gang gesetzt werden kann. (dpa/asc)</p>
<p><strong>22:18</strong> Auch die USA wollen die Sicherheit ihrer Reaktoren noch einmal &#8220;umfassend&#8221; überprüfen. Das sagte Präsident Obama im Rosengarten des Weißen Hauses. Zwar sei dies schon in der Vergangenheit &#8220;intensiv&#8221; geschehen, für alle möglichen &#8220;extremen&#8221; Fälle, aber &#8220;wenn wir eine Krise wie die in Japan sehen, haben wir eine Verpflichtung, aus diesem Ereignis zu lernen.&#8221; Zuvor hatte Obama den Japanern sein Mitgefühl ausgedrückt. Die Katastrophe sei eine &#8220;enormen Tragödie&#8221;, die den Amerikanern &#8220;das Herz zerreißt&#8221;, kondolierte er in der japanischen Botschaft in Washington. (dpa/rf)</p>
<p><strong>21:48</strong> &#8220;Wir demonstrieren gegen die Kan-Regierung, die Menschen in Nordjapan umbringt&#8221; – solch offen anklagende Sätze hört man in Japan selten. Hunderte japanische Protestler waren am Donnerstag auf die Straße gegangen, um gegen die Kan-Regierung zu demonstrieren. Sie machen ihren Ministerpräsidenten für die Atomkrise verantwortlich (siehe Video). (Reuters/asc)</p>
<p><object id="flashObj" width="540" height="302" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0"><param name="movie" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&#038;isUI=1" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=833845547001&#038;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fvideo.zeit.de%2Fvideo%2F833845547001&#038;playerID=71239018001&#038;playerKey=AQ~~,AAAABDk7jCk~,Hc7JUgOccNrJEfCrmXm47o33h5TBn3UD&#038;domain=embed&#038;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&#038;isUI=1" bgcolor="#FFFFFF" flashVars="videoId=833845547001&#038;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fvideo.zeit.de%2Fvideo%2F833845547001&#038;playerID=71239018001&#038;playerKey=AQ~~,AAAABDk7jCk~,Hc7JUgOccNrJEfCrmXm47o33h5TBn3UD&#038;domain=embed&#038;dynamicStreaming=true" base="http://admin.brightcove.com" name="flashObj" width="540" height="302" seamlesstabbing="false" type="application/x-shockwave-flash" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" swLiveConnect="true" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash"></embed></object></p>
<p><strong>21:22</strong> Die Wasserzufuhr am AKW Fukushima Daiichi zeigt eine erste Wirkung – das zumindest hat ein Sprecher der Tokyo Electric Power Company in einer Pressekonferenz am frühen Freitagmorgen (Ortszeit Japan) behauptet. Am Westtor des AKWs sei die radioaktive Stahlenbelastung um 20 Mikrosievert auf 289 Mikrosievert pro Stunde gesunken, berichtet <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/18_05.html">NHK World</a>. Ein am Donnerstag veröffentlichtes Foto (s.u.) liefert jedoch weiter Grund zur Sorge: Der von Reaktorblock 3 aufsteigende Rauch deutet zwar darauf hin, dass eine gewisse Kühlung eingetreten ist, das Gebäude ist allerdings stark beschädigt. (asc) <div id="attachment_2457" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/daiichi-reaktor-rauch-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/daiichi-reaktor-rauch-540x304.jpg" alt="" title="daiichi-reaktor-rauch-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2457" /></a><p class="wp-caption-text">© Reuters/Ho New</p></div></p>
<p><strong>20:54</strong> Auf der Website <a href="http://www.belongingsfinder.org/">belongingsfinder.org</a> können Überlebende des Tsunamis in Japan melden, wenn sie bestimmte Habseligkeiten vermissen. Umgekehrt können sich auch Finder melden und Fotos der gefundenen Gegenstände hochladen. (dpa/asc)</p>
<p><strong>20:38</strong> <a href="http://chicago.cbslocal.com/2011/03/17/radiation-from-japan-dectected-at-ohare-airport/">CBS News berichtet</a>, dass Reisende aus Japan den Alarm von Radioaktivitätsmeldern auf Chicagos Flughafen O&#8217;Hare ausgelöst hätten. Die Strahlenbelastung sei aber äußerst niedrig gewesen. Genaue Werte liegen nicht vor. (asc)</p>
<p><strong>19.58</strong> Die Satelliten-Aufnahme zeigt deutlich die drei beschädigten Reaktorblöcke des japanischen AKW Fukushima-1 (asc): <div id="attachment_2450" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-satellit4.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-satellit4.jpg" alt="" title="JAPAN-QUAKE/" width="540" height="516" class="size-full wp-image-2450" /></a><p class="wp-caption-text">© Digital Globe Handout/Reuters </p></div></p>
<p><strong>19.32</strong> Beamte des Deutschen Zolls prüfen seit dieser Woche angesichts der Atomkatastrophe in Fukushima Pakete und Fracht aus Japan stichprobenhaft auf &#8220;radioaktive Oberflächenkontamination&#8221;. Es sind reine Vorsorgemaßnahmen. (asc)</p>
<p><strong>19.21</strong> Eine interessante Karte zur Dimension des von Erdbeben- und Tsunami betroffenen Gebiets im Vergleich zu Deutschland (sv):<a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-ausmass-zerstoerung.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-ausmass-zerstoerung.jpg" alt="© Zeit Online" title="japan-ausmass-zerstoerung" width="540" height="433" class="aligncenter size-full wp-image-2440" /></a></p>
<p><strong>19.11</strong> China will Japan elf Millionen Liter Benzin und dieselbe Menge Diesel liefern, weil Treibstoffmangel die Rettungsarbeiten im Katastrophengebiet behindern, berichtet das japanische Fernsehen. Drei Firmen aus Südkorea wollen laut dem Bericht bis Anfang April sogar 200 Millionen Liter Öl liefern. (tst)</p>
<p><strong>19.04</strong> Die Hilfe für das Katastrophengebiet gerate angesichts der Angst vor radioaktiver Strahlung ins Stocken, meldet die Organisation Save the Children. Da es an Benzin fehle, könnten dringend benötigte Hilfsgüter gar nicht oder nicht schnell genug geliefert werden. Lebensmittel, Wasser und Heizmaterial würden knapp. Zugleich sei die Zahl der zu versorgenden Menschen durch die Ausweitung der Evakuierungszone um Fukushima gestiegen. Mitarbeiter von Save the Children beschreiben die Lage nördlich von Sendai: &#8220;Wir sind zehn Stunden durch Schneematsch und Regen gefahren. Von einigen Orten, zum Beispiel Onagawa, ist praktisch nichts mehr übrig. In Ishinomaki trafen wir Kinder, die sich um eine einzige Kerosinlampe im Evakuierungszentrum drängten, um sich etwas zu wärmen.&#8221; (ae)</p>
<p><strong>18.00</strong> Dass Sushi und Fischstäbchen aus Japan bislang ungefährlich sind, bestätigt nun auch Verbraucherministerin Ilse Aigner: &#8220;Unsere Erkenntnisse sind, dass momentan keine Lebensmittel kontaminiert sind.&#8221; Zudem exportiere Japan wegen der Katastrophe derzeit kaum Lebensmittel: &#8220;Alle Handelswege sind praktisch zusammengebrochen.&#8221; (kg)</p>
<p><strong>17.35</strong> Neue Einschätzung aus Wien: Nach Angaben der IAEA hat sich die Strahlung in der Evakuierungszone in Fukushima deutlich erhöht, liegt aber unverändert unter einem nicht gesundheitsschädlichen Wert. Die Lage im AKW Fukushima ist demnach immer noch &#8220;sehr ernst&#8221;: In den Reaktoren 1 und 3 sind die Brennstäbe nur halb mit Wasser bedeckt, im Reaktor 2 steht das Wasser etwas über der Mitte der Brennstäbe. (kg)</p>
<p><strong>17.24</strong> Die Telekom bietet Telefonate nach Japan vorerst kostenlos an. Das Angebot gilt für alle Privatkunden noch bis zum 9. April. Wer seit dem 10. März Anschlüsse in dem asiatischen Land angerufen hat, kann sich die Gebühren dafür im Nachhinein erstatten lassen. Ein Anruf bei der Servicehotline genügt. (kg)</p>
<div id="attachment_2427" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/fukushima-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/fukushima-540x304.jpg" alt="Kontaminierungsteams testen Flüchtlinge aus Fukushima auf Radioaktivität" title="fukushima-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2427" /></a><p class="wp-caption-text">Kontaminierungsteams testen Flüchtlinge aus Fukushima auf Radioaktivität</p></div>
<p><strong>17.10</strong> Eine japanische Mitarbeiterin der Firma Tepco, die die Atomanlagen in Fukushima betreibt, hatte in einem Blog von dem verzweifelten Kampf der an den Reaktoren verbliebenden Arbeiter erzählt. Sie beschreibt wie sie und ihre Kollegen unter Einsatz des eigenen Lebens versuchen, eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Wie die in Singapur ansässige Nachrichtenplattform The Straits Times Online berichtet, <a href="http://www.straitstimes.com/BreakingNews/Asia/Story/STIStory_646210.html">wurde ihr Blog inzwischen abgeschaltet</a>. (kg)</p>
<p><strong>17:01</strong> <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/japan/8386413/Japan-earthquake-the-Fukushima-50-fight-to-stave-off-disaster.html">The Telegraph</a> berichtet über die &#8220;Fukushima 50&#8243;. Das sind die im Kraftwerk verbliebenen 50 Arbeiter, die derzeit im Dreischicht-System versuchen, die Reaktoren unter Kontrolle zu bringen. &#8220;Ich kann es nicht anders sagen, aber sie sind wie Kamikaze-Flieger im Krieg&#8221;, sagt Keiichi Nakagawa, Radiologieexperte an der Tokyoter Universität über diese Arbeiter. (tst)</p>
<p><strong>16:56</strong> Die deutsche Botschaft in Tokyo hat ihren Dienstbetrieb vorübergehend nach Osaka-Kobe verlagert. Die Botschaft ist dort unter der Telefonnummer +81-6-6440-5070 erreichbar. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen &#8220;aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokyo/Yokohama vorübergehend nach Osaka oder über Osaka ins Ausland auszuweichen.&#8221; (jb)</p>
<p><strong>16:45</strong> Auf der Suche nach einer trockenen, warmen Unterkunft haben einige Japaner Zuflucht in einem Museum in Minamisanriku gefunden. (tik)<br />
<div id="attachment_2397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/notunterkunft.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/notunterkunft.jpg" alt="" title="notunterkunft" width="540" height="420" class="size-full wp-image-2397" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Paula Bronstein/Getty Images</p></div></p>
<p><strong>16:42</strong> Die japanische Atomsicherheitsbehörde Nisa beschreibt <a href="http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110317-2.pdf">in einer Mitteilung</a> die derzeitige Situation an den verschiedenen AKW. (tst)</p>
<p><strong>16:32</strong> Die japanische Währung Yen hat heute zeitweise den höchsten Wert seit Ende des Zweiten Weltkrieges erreicht. Das macht es für die ohnehin geschwächte japanische Exportindustrie schwieriger, ihre Waren im Ausland zu verkaufen. Ein Dollar war zwischenzeitlich nur noch 76,36 Yen wert, womit die japanische Währung so viel kostete wie seit 66 Jahren nicht mehr. (dpa/tst)</p>
<p><strong>16:25</strong> Ein Video von Tepco, mit Aufnahmen aus seinem Helikopter, der über Fukushima-1 fliegt. Sehr nahe, wenn auch teils verwackelte Aufnahmen. (nk)</p>
<p><object width="540" height="334"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lBXqiw6EJUk?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lBXqiw6EJUk?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="540" height="334"></embed></object></p>
<p><strong>16:17</strong> Das japanische Gesundheitsministerium hat Grenzwerte für Lebensmittel und Trinkwasser veröffentlicht. Sie legen fest, wie viel radioaktives Jod, Uran oder Cäsium sie enthalten dürfen. Die Erklärung (<a href="http://www.mhlw.go.jp/stf/houdou/2r9852000001558e-img/2r98520000015apy.pdf">hier auf englisch</a>) verlangt, dass alle Nahrung getestet werden muss, um zu verhindern, dass kontaminierte Lebensmittel verteilt oder verkauft werden. Die Grenzwerte sind <a href="http://www.mhlw.go.jp/stf/houdou/2r9852000001558e-img/2r98520000015av4.pdf">in Becquerel pro Kilogramm angegeben</a> und teilweise strenger als jene, <a href="http://www.umweltinstitut.org/radioaktivitat/messungen/messergebnisse-von-lebensmittel--und-materialproben-122.html">die in der EU gelten</a>. (kb)</p>
<p><strong>16:05</strong> Die Lufthansa leitet ihre Tokyo-Flüge noch eine weitere Woche nach Osaka und Nagoya im Süden Japans um. Vorerst sollten alle in die japanische Hauptstadt geplanten Flüge bis Montag, den 28. März umgelenkt werden, teilte die Fluggesellschaft mit. Aus Frankfurt fliegt <a href="http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/nonav/local?l=de&#038;nodeid=1875150&#038;cid=18002">die Lufthansa</a> einmal täglich nach Nagoya und Osaka, ab München einmal täglich nach Osaka. (tgr)</p>
<p><strong>16:00</strong> Die Polizei hat die Zahl der Todesopfer erneut nach oben korrigiert. 5692 sind durch Erdbeben und Tsunami gestorben, mehr als 9500 Menschen werden vermisst, <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/17_27.html">berichtet</a> das japanische Fernsehen. (tst)</p>
<p><strong>15:35</strong> Tokyo heute Nacht, viel dunkler als sonst. Die meiste Leuchtreklame ist ausgeschaltet, um Strom zu sparen. (tik)<br />
<div id="attachment_2385" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/tokyo-nacht1.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/tokyo-nacht1.jpg" alt="" title="tokyo-nacht" width="540" height="362" class="size-full wp-image-2385" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Adam Pretty/Getty Images</p></div></p>
<p><strong>15:30</strong> Nun beginnen auch die USA, ihre Bürger aus Japan auszufliegen. Nach <a href="http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/17/japan.us.leaving/index.html">Angaben</a> des Fernsehsenders CNN werden zunächst die Familien der Diplomaten sowie Kranke zurück in die Vereinigten Staaten gebracht, berichtet der Sender unter Berufung auf <a href="http://japan.usembassy.gov/e/acs/tacs-warden20110317-02.html">Informationen aus dem State Department</a>. Auch andere US-Bürger könnten sich melden. (tgr)</p>
<p><strong>15:28</strong> Wie groß ist das Interesse am Unglück von Fukushima? Die Deutschen suchen dieser Tage bei Google viel öfter als Franzosen oder Amerikaner nach dem Wort &#8220;Fukushima&#8221;, wie folgende Grafik zeigt. (pfa)</p>
<p><script type="text/javascript" src="http://www.gmodules.com/ig/ifr?url=http%3A%2F%2Fwww.google.com%2Fig%2Fmodules%2Fgoogle_insightsforsearch%2Finterestovertime_locations.xml&amp;up__property=news&amp;up__search_term=Fukushima&amp;up__location1=DE&amp;up__location2=US&amp;up__location3=FR&amp;up__location4=empty&amp;up__location5=empty&amp;up__category=0&amp;up__time_range=7-d&amp;up__compare_to_category=false&amp;synd=open&amp;w=540&amp;h=591&amp;lang=de&amp;title=Google+Insights+for+Search&amp;border=%23ffffff%7C3px%2C1px+solid+%23999999&amp;output=js"></script></p>
<p><strong>15:18</strong> Der Betreiber des AKW Tepco versucht nach eigenen Angaben eine neue Starkstromleitung zum Atomkraftwerk zu legen. Die Leitung soll das Kühlsystem wieder mit ausreichend Strom versorgen. Allerdings komme der Bau aufgrund der Strahlung langsamer voran als erhofft, sagte ein Vertreter von Tepco <a href="http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/">im Sender <em>NHK</em></a>. Frühestens Freitag werde die Leitung fertig sein. Sie soll am Reaktor 2 anschließen, der bislang am wenigstens zerstört wurde. Auf NHK äußerte sich ein Experte skeptisch, ob die Maßnahme reiche, um die Kühlpumpen wieder in Gang zu setzen. Immerhin seien erhebliche Teile der Anlage inzwischen zerstört. (kb)</p>
<p><strong>14:15</strong> Ein <a href="http://tokyographer.me/">Blogger aus Tokyo</a> beschreibt, wie er seine Stadt gerade wahrnimmt: &#8220;In Tokyo ist das Licht langsam aus den Straßen verschwunden. Man hat die großen Bildschirme und Leuchtreklamen ausgeschaltet. (&#8230;) Mit weniger Strom sieht Tokyo aus, wie wir es uns zuvor schwer hätten vorstellen können. Diese Krise hat den Technologiengiganten Japan verwundet. Es fühlt sich an wie der Moment, in dem die Titanic den Eisberg gerammt hat und nun voll Wasser läuft.&#8221; (nk)</p>
<p><strong>13:30</strong> Rückkehr ins zerstörte Gebiet: Ein Japaner nimmt die Lage in seinem Heimatort <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kesennuma,_Miyagi">Kensennuma</a> in Augenschein. Der Ort liegt an der Ostküste Japans und ist schwer getroffen von dem Erdbeben. (tik) <div id="attachment_2375" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/rueckkehr-540.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/rueckkehr-540.jpg" alt="" title="rueckkehr-540" width="540" height="360" class="size-full wp-image-2375" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Chris McGrath/Getty Images</p></div></p>
<p><strong>13:30</strong> <a href="http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/">Der Fernsehsender NHK</a> hat die heutigen Kühlversuche am Reaktor 3 im Kraftwerk Fukushima-1 ausführlicher erklärt. Der erste Versuch war mit Transporthubschraubern der Armee am Nachmittag (Ortszeit) unternommen worden. Knapp 40 Minuten lang schleppten sie jeweils 7,5 Tonnen Wasser zum Kraftwerk und warfen es über dem am stärksten zerstörten der vier Reaktorgebäude ab. Der Versuch müsse jedoch als gescheitert angesehen werden, teilte NHK mit. Die Strahlung lag vor und nach der Aktion nahezu gleich hoch. Am frühen Abend dann versuchte die Polizei mit Wasserwerfern die Ruine zu kühlen, um zu verhindern, dass die Brennstäbe schmelzen, die in einem Abklingbecken gelagert werden. Die Wasserwerfer aber mussten die Aktion nach kurzer Zeit abbrechen. Der Wasserdruck reichte nicht aus, um den Reaktor zumindest aus halbwegs sicherer Entfernung mit ihrem Strahl zu erreichen. Den dritten Versuch hat daraufhin die Armee unternommen. Um 19 Uhr 45 Ortszeit näherte sie sich dem Reaktor mit insgesamt fünf Löschfahrzeugen der Feuerwehr. Eines nach dem anderen habe seine Wasserladung auf das Reaktorgebäude abgefeuert und insgesamt 30 Tonnen Wasser versprüht. Das dauerte an die zwanzig Minuten. Ob es etwas gebracht hätte, sei noch unklar, berichtete NHK, da noch keine neuen Daten zur Strahlung vorlägen. (kb)</p>
<p><strong>13:20</strong> Ein Forscher der japanischen Atomenergiebehörde <a href="http://twitter.com/daniel_garcia_r/status/48330367639359488">hat soeben getwittert</a>, dass die japanische Regierung die Grenze für den absoluten Strahlenwert erhöht habe, bis zu der Arbeiter am AKW Fukushima-1 arbeiten dürfen. Zuvor lag diese Grenze bei 100mSv, nun bei 250mSv. Diese Maßnahme ist vermutlich nötig gewesen, damit die Arbeiter weiterhin legal dort eingesetzt werden können, obwohl sie gesundheitliche Schäden davon tragen werden. (sh)</p>
<p><strong>13:01</strong> Schon erstaunlich, mit welcher Schamlosigkeit einzelne Menschen jetzt versuchen, aus der Katastrophe in Fukushima ein schnelles Geschäft zu machen. Soeben erreicht uns eine E-Mail, in der die Domain <a href="http://www.fukushima2011.com/">www.fukushima2011.com</a> meistbietend zum Verkauf angeboten wird. Ein <a href="http://www.whois.net/whois/fukushima2011.com">Herr Lungauer</a> aus Deutschland schreibt: &#8220;Ergreifen Sie noch heute diese einmalige Möglichkeit, eine eigene Domain für dieses besondere Thema zu besitzen. Ein Thema, welches die Menschheit, weltweit, noch Wochen, Monate und Jahre, beschäftigen wird.&#8221; Der Herr wünscht sich für die Domain 250.000 Euro und hat sein Angebot an viele deutsche Medienunternehmen geschickt. (wb)</p>
<p><strong>12:40</strong> Die amerikanische Regierung hat eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Hawk">ihrer Global-Hawk-Drohnen</a> über das zerstörte Atomkraftwerk fliegen lassen. Die Bilder habe man der japanischen Regierung zur Verfügung gestellt, berichtet NHK. Die Nachrichtenagentur <a href="http://www.bloomberg.com/news/2011-03-16/northrop-grumman-drone-to-fly-over-japan-reactor-to-gather-data.html">Bloomberg schreibt</a>, die Drohne sei von der US-Basis in Guam gestartet und zitiert Lieutenant General Herbert Carlisle mit den Worten, es sei nicht der erste Einsatz dort gewesen und werde auch nicht der letzte sein. Die amerikanische Armee hat bereits vor einigen Tagen eine Operation namens Tomodachi (Freundschaft) gestartet, um bei der Versorgung der verwüsteten Landstriche und bei der Sicherung des Reaktors zu helfen. (kb)</p>
<p><strong>12:31</strong> &#8220;Die Leute hier sehen keine Bilder aus dem Fernsehen. Sie müssen nur rausgehen und sehen den weißen Rauch&#8221;, berichtet ein BBC Reporter live aus Yamagata, gut 100 Kilometer vom Atomkraftwerk in Fukushima entfernt. Er steht in einer Turnhalle, in der Menschen seit Tagen ausharren. In der Halle ist es dunkel und ruhig. Beklemmende Vorstellung, wie nah diese Menschen auch in dieser Nacht dem Kraftwerk sein werden. (nk)  </p>
<p><strong>12:20</strong> In Japan sind die Google-Suchanfragen nach Begriffen wie &#8220;<a href="http://www.google.com/trends?q=radiation&#038;ctab=0&#038;geo=jp&#038;date=mtd&#038;sort=0">Radiation</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.google.com/trends?q=iodine&#038;ctab=0&#038;geo=jp&#038;geor=all&#038;date=mtd&#038;sort=0">Iodine</a>&#8220;, aber auch nach &#8220;<a href="http://www.google.com/trends?q=electricity&#038;ctab=0&#038;geo=jp&#038;geor=all&#038;date=mtd&#038;sort=0">Electricity</a>&#8221; steil angestiegen. Das ist verständlich. Dass aber auch in Deutschland die Google-Suchanfragen nach &#8220;<a href="http://www.google.com/trends?q=jodtabletten&#038;ctab=0&#038;geo=de&#038;geor=all&#038;date=mtd">Jodtabletten</a>&#8221; dramatisch angestiegen sind, ist eher ein Indiz für eine gewisse Hysterie hierzulande. (wb)</p>
<p><strong>12:05</strong> Nach dem Versuch, den Reaktor 3 mit Wasserwerfern der Polizei und mit Hubschraubern zu kühlen, probiert es nun die Armee vom Boden aus mit Hochdruckwasserkanonen. Der Fernsehsender NHK meldet, japanische Soldaten würden Wasser in das Reaktorgebäude sprühen, um das Becken zu kühlen, in dem sich die Brennstäbe befinden. (kb)</p>
<p><strong>11:49</strong> Nun ist es landesweit in Japan zu einem Geldautomaten-Ausfall bei der Großbank Mizuho gekommen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Probleme an den rund 5600 Geräten seien aufgetreten, als es in einigen der mehr als 400 Filialen zu einer Häufung an Abhebungen gekommen sei. Auch das Online-Banking sei zwei Mal ausgefallen. Der Grund für die Fehlfunktionen sei noch unklar. Mit den Stromausfällen in dieser Woche oder anderen Folgen des Erdbebens am Freitag habe dies aber wohl nichts zu tun. (tgr)</p>
<p><strong>11:39</strong> Das Besprühen des Reaktors 3 mit Wasserwerfern wurde eingestellt. Der Druck in den Werfern sei nicht hoch genug gewesen, um den Reaktor aus sicherer Distanz zu erreichen, berichtet der japanische Fernsehsender NHK. Näher kommen die Wasserwerfer nicht heran, dafür sei die Radioaktivität zu hoch. (kb)</p>
<p><strong>11:39</strong> Die Europäische Weltraumbehörde (ESA) hat <a href="http://www.esa.int/esaCP/SEMW6Y0U5LG_Germany_0.html">Satellitenbilder</a> von der veränderten Topografie Japans veröffentlicht. Die Bilder helfen, das Ausmaß der Katastrophe zu bestimmen und die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Auch das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt Aufnahmen aus der Luft. <a href="http://www.zki.dlr.de/japan/intmap">In einer interaktiven Karte</a> kann der Nutzer Satellitenbilder vor und nach dem Beben vergleichen. (ska)</p>
<p><strong>11:33</strong> Sechs Tage nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe ist die Zahl der Toten und Vermissten auf 14.650 angestiegen. Bislang seien 5321 Todesopfer bestätigt worden, teilte die Polizei mit. 9329 Menschen würden noch vermisst. Außerdem seien bei der Katastrophe am Freitag vergangener Woche knapp 2400 Menschen verletzt worden. Wenige Stunden zuvor hatte die Polizei noch von fast 5200 Toten und gut 8600 Vermissten gesprochen. (tgr)</p>
<p><strong>11:20</strong> Nach den Zwischenfällen in den japanischen Atommeilern sind in Frankfurt bislang keine verstrahlten Flugzeuge angekommen. Der Flughafenbetreiber Fraport lasse alle Maschinen aus Japan <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Begriffserklaerungen">auf erhöhte Werte</a> überprüfen, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Bislang sei dabei keine höhere Radioaktivität festgestellt worden. Pro Tag kommen sieben Maschinen aus Japan in Frankfurt an &#8211; dabei fünf Passagierflieger und zwei Frachtmaschinen. (Reuters/tgr)</p>
<p><strong>11:20</strong> Unter &#8220;<a href="http://writefortohoku.wordpress.com">Write for Tohoku</a>&#8221;  hat sich eine Gruppe japanischer Autoren zusammengetan. Sie wollen in den nächsten zehn Tagen Kurzgeschichten für ein eBook sammeln. Dafür suchen sie noch weitere Autoren, Fotografen und Übersetzer. Alle Einnahmen aus dem Verkauf wollen sie an das Rote Kreuz Japan spenden. Das Buch soll den Lesern auch die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Japaner näher bringen. Eine nette Aktion der Selbsthilfe, finde ich. Jeder hilft mit den Mitteln, die er hat. (nk)</p>
<p><strong>11:15</strong> In China stehen Menschen vor einem Stand, der Salz verkauft. Es droht langsam auszugehen. Die Menschen fürchten, die nächsten Lieferungen aus Japan könnten mit Strahlen belastet sein.<br />
<div id="attachment_2349" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/china-jodsaltz-540-3041.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/china-jodsaltz-540-3041.jpg" alt="Foto: dpa" title="china-jodsaltz-540-304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2349" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: dpa</p></div></p>
<p><strong>10:47</strong> Japans Regierungssprecher Yukio Edano hat bestritten, dass die Behörden Informationen über die Situation rund um die Atomanlagen zurückhielten, <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">meldet </a> die BBC. &#8220;Die Informationen, die wir auf der japanischen Seite sammeln, geben wir natürlich an die Behörden der Vereinigten Staaten weiter. Aber es gibt Verzögerungen, bis die Informationen bereitgestellt werden können&#8221;, sagte Edano.  (nk)</p>
<p><strong>10:30</strong> Shioyama twittert aus Tokyo: Wir haben seit Tagen die Heizung aus. Inzwischen dürfte es fast Null Grad sein. Die Hände sind kalt, Tippen ist schwierig. (ft)</p>
<p><!-- http://twitter.com/shioyama/status/48310895188783104 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox48310895188783100 {background:url(http://a1.twimg.com/profile_background_images/175110604/shio-yama-checkerboard2.png) #ffffff;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox48310895188783100'>
<p class='bbpTweet'>we&#8217;ve had the heating off for days, but until now the weather hasn&#8217;t been too cold. now it must be almost zero. hands cold, hard to type.<span class='timestamp'><a title='Thu Mar 17 09:13:09 +0000 2011' href='http://twitter.com/shioyama/status/48310895188783104'>less than a minute ago</a> via web</span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/shioyama'><img src='http://a2.twimg.com/profile_images/606794646/shio_bigger_normal.png' /></a><strong><a href='http://twitter.com/shioyama'>The blogger fka 塩</a></strong><br/>shioyama</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><strong>10:20</strong> <a href="http://plixi.com/p/84604017">Grafik der Strahlungswerte im AKW Fukushima-1</a> in den vergangenen Tagen. Insgesamt gehen sie nach oben, in der Spitze wurden 11.000 bis 12.000 Mikrosievert pro Stunde gemessen. (kb)</p>
<div id="attachment_2342" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/sievert-540.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/sievert-540.jpg" alt="" title="fukushima-strahlung" width="540" height="316" class="size-full wp-image-2342" /></a><p class="wp-caption-text">Strahlenwerte in Fukushima-1</p></div>
<p><strong>10:00</strong> Der Kraftwerksbetreiber Tepco <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78908.html">hat die Bahngesellschaften im Großraum Tokyo gebeten</a>, in der abendlichen Stoßzeit zehn Prozent weniger Züge einzusetzen. So hofft Tepco, einen Totalausfall der Stromversorgung der Großstand verhindern zu können. (kb)</p>
<p><strong>09:46</strong> Tumult im Bundestag: Während <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/merkel-atomkraft-regierungserklaerung">Angela Merkels Regierungserklärung</a> zum Thema Atom-Moratorium macht die Opposition immer wieder durch lautstarke Zwischenrufe ihrem Unmut Luft. Es sei scheinheilig, dass die Kanzlerin und ihre Regierung sich nun als atomkritisch präsentieren. (dah)</p>
<p><strong>08:43</strong> Die Atomkrise hat offenbar auch in China Sichtweisen verändert. China – es will in den nächsten Jahren 27 Atomkraftwerke bauen – hat nach einem BBC-Bericht angekündigt, seine Atomstrategie zu korrigieren. Die Sicherheitsstandards müssten überarbeitet werden, bevor neue Atomkraftwerke ans Netz gehen. Sogar die Arbeiten an Kraftwerken, in denen bereits Bauvorbereitungen getroffen seien, würden bis dahin eingestellt. Gleichzeitig fordert die Regierung, Japan müsse die Welt &#8220;schnell und genau&#8221; über die Lage am gefährdeten Reaktor informieren. (cb)</p>
<p><strong>08:30</strong> Die Angst vor einer Strahlenwolke aus Japan hat im vergleichsweise nahe gelegenen Südchina zu einem Engpass an Speisesalz geführt. Speisesalz? Die besorgten Käufer hoffen offenbar, dass das darin enthaltene Jod vor Strahlenfolgen schützen könne, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Eine Mitarbeiterin eines Supermarktes in der südchinesischen Stadt Guangzhou sagte, die Nachfrage nach Salz sei derart gestiegen, dass die Filiale es nun rationiere. &#8220;Viele Leute stehen für jodiertes Salz an, wir müssen das kontrollieren. Jeder Kunde darf nur zwei Packungen kaufen.&#8221; Das darin enthaltene Jod ist jedoch in der Menge zu gering, als dass es im Notfall tatsächlich helfen könnte. (dah)</p>
<p><strong>07.50</strong> Dem Großraum Tokyo droht ein großflächiger Stromausfall. Handelsminister Banri Kaieda sagte, dies könne geschehen, wenn die Stromnachfrage weiter steige. (cb)</p>
<p><strong>07.05</strong> Den Arbeitern, die sich um das AKW Fukushima-1 bemühen, wird weltweit großer Respekt gezollt. Sie nehmen das Risiko auf sich, lebensgefährlicher radioaktiver Strahlung ausgesetzt zu werden. Nun sieht es so aus, als könne die Zahl von Einsatzkräften direkt im Zentrum der drohenden Atomkatastrophe erhöht werden. Freiwillige wollen die Arbeiter unterstützen, meldet die britische BBC. Darunter seien Angestellte des AKW-Betreibers Tepco sowie anderer Firmen. Sie wollten die eskalierende Lage unter Kontrolle bringen. Unter Berufung auf die Agentur Jiji Press meldete BBC weiter, dass einer der Freiwilligen ein 59 Jahre alter Mann sei, der bereits vier Jahrzehnte in Atomkraftwerken gearbeitet habe und eigentlich in sechs Monaten in Ruhestand wollte. (dah)</p>
<p><strong>06.30</strong> Die offiziell bestätigte Zahl der Opfer von Beben und Tsunami liegt jetzt bei 5198. (dah)</p>
<p><strong>06.20</strong> US-Präsident Barack Obama hat Japan volle Unterstützung beim Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami zugesagt. Obama habe mit Japans Ministerpräsident Naoto Kan telefoniert und ihn über mögliche Hilfsmaßnahmen der USA informiert, teilte das US-Präsidialamt am Mittwoch mit. (dah)</p>
<p><strong>06.06</strong> Die Situation im havarierten AKW Fukushima-1 ist auch nach dem Einsatz von Hubschraubern, die Kühlwasser brachten, unverändert bedrohlich. Die Intensität der radioaktiven Strahlung sei nicht verändert worden. Die Dosis sei gleich geblieben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco. Der Fernsehsender NHK berichtete ebenfalls von unveränderten Werten. (dah)</p>
<p><strong>05.40</strong> Tonnenweise Wasser haben Hubschrauber zur Kühlung zum AKW Fukushima-1 getragen und auf Reaktor 3 abgeworfen. Die Helikopter seien mit Bleiplatten von unten gegen Radioaktivität geschützt, hieß es vom japanischen Fernsehen. Dennoch sei es nicht möglich, sich länger im Luftraum über dem Kraftwerk aufzuhalten. Das Wasser sei im Vorbeifliegen abgeworfen worden. (dah)</p>

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		<title>Tag 6: Deutsche sollen Großraum Tokyo-Yokohama verlassen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 05:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Fabian Mohr (fm), Tina Groll (tgr), Kai Biermann (kb), Nicole Koegler (nk), Jessica Braun (jb), Sebastian Horn (sh), Felix Zwinzscher (fz), Frida Thurm (ft), Sascha Venohr (sv), Sami Skalli (ska), Philip Faigle (pfa), Christoph Dowe (cd) und Karin Geil (kg) Techniker versuchen weiter, Reaktoren zu kühlen Auswärtiges Amt [...]]]></description>
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Fabian Mohr (fm), Tina Groll (tgr), Kai Biermann (kb), Nicole Koegler (nk), Jessica Braun (jb), Sebastian Horn (sh), Felix Zwinzscher (fz), Frida Thurm (ft), Sascha Venohr (sv), Sami Skalli (ska), Philip Faigle (pfa), Christoph Dowe (cd) und Karin Geil (kg)</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Techniker versuchen weiter, Reaktoren zu kühlen</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Auswärtiges Amt rät Deutschen, Tokyo zu verlassen</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">3676 Tote und mehr als 7500 Vermisste nach Erdbeben und Tsunami</span></li>
<li> <span style="color: #808080;"><a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">FAQ : Wie ernst ist die Atomgefahr in Japan? – ständig aktualisiert</a></span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Themenseite zum Erdbeben in Japan</a></span></li>
</ul>
<p><strong>22.15</strong> Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie hier via Twitter. (wb) <script src="http://widgets.twimg.com/j/2/widget.js"></script><br />
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<p><strong>22.07</strong> Für weitere Berichte während der Nacht hier der englischsprachige Livestream des japanischen TV-Senders NHK. Alternativ finden Sie den NHK-Livestream auch <a href="http://jibtv.com/program/?page=0">hier</a>. (wb) <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" id="utv438999"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="movie" value="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf"/><embed flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=7497266&amp;v3=1" width="540" height="303" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" id="utv438999" name="utv_n_860931" src="http://www.ustream.tv/flash/viewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" /></object><br /><a href="http://www.ustream.tv/" style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" target="_blank">Live TV by Ustream</a></p>
<p><strong>21.25</strong> Ex-Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier hält das Atom-Moratorium der Bundesregierung für verfassungswidrig. &#8220;Ein Gesetz aussetzen kann im Übrigen das Bundesverfassungsgericht. Die Regierung aber mit Sicherheit nicht&#8221;, sagte Papier dem Handelsblatt. &#8220;Ein Moratorium ist denkbar, aber nur im Wege der Gesetzesänderung&#8221;, so Papier. Bundeskanzlerin Merkel sagte während eines Wahlkampfauftrittes  im baden-württembergischen Waldshut-Tiengen, sie halte die nun geführte Diskussion für &#8220;etwas spitzfindig&#8221;. Das Atomgesetz decke den Plan der Regierung. (wb)</p>
<p><strong>21.04</strong> Die US-Atomsicherheitsbehörde NRC schätzt die Strahlenbelastung in der Atomanlage Fukushima als kritisch ein. &#8220;Wir glauben, dass die Strahlung extrem hoch ist&#8221;, sagte NRC-Direktor Gregory Jaczko in Washington. Seine Behörde gehe davon aus, dass die Brennstäbe im Abklingbecken von Reaktor 4 freilägen. Das könne den Einsatz der Krisenteams beeinträchtigen. (cd)</p>
<p><strong>20.29</strong> Die US-Regierung fordert US-Bürger in der Nähe des Atomkomplexes Fukushima auf, mehr Abstand zu den Reaktoren zu halten: 80 statt wie von den japanischen Behörden empfohlen 20 Kilometer. Wer die Gegend nicht verlassen könne, solle sich nicht im Freien aufhalten. Damit distanziert sich die US-Regierung indirekt vom japanischen Krisenmanagement.  (cd)</p>
<p><strong>19.52</strong> Die IAEA in Wien ist – so wie die ganze Welt – auf Informationen aus Japan angewiesen. Offenbar fühlt sich die Atombehörde nicht ausreichend informiert, denn IAEA-Chef Amano will nun &#8220;Informationen aus erster Hand&#8221;. Er ließ aber offen, ob er auch Fukushima besichtigen will. (kg)</p>
<p><strong>19.45</strong> Wettlauf mit der Zeit: Sollte es in den nächsten 48 Stunden nicht gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben, so warnt das französische Institut für Atomsicherheit IRSN, dann drohe ein &#8220;sehr bedeutender&#8221; Austritt von Radioaktivität. Die Brennstäbe würden sich dann selbst entzünden, jeder weitere Einsatz an der Anlage sei dann unmöglich. (kg)</p>
<p><strong>18.57</strong> Weitere Hilfe aus den USA: Neben den Hochdruck-Pumpen für die Reaktorkühlung soll nun die Drohne <em>Global Hawk</em> mehr Klarheit über das Innere des havarierten Atomkomplexes bringen – hochauflösenden Kameras sei Dank. (kg)</p>
<p><strong>18.44</strong> Winterlich sind die Temperaturen in den zerstörten Gebieten. Bei Schnee und Kälte harren die Überlebenden aus und warten auf Hilfe, vor allem auf Wasser, Lebensmittel und Medizin. Auch die 80.000 Einsatzkräfte von Katastrophenschutz, Polizei und Feuerwehr kommen bei diesen Widrigkeiten nur schwer voran. Vielerorts beginnen sie erst jetzt mit der Suche nach Vermissten. (kg)</p>
<p><strong>18.41</strong> Traurige Statistik aus dem Erdbebengebiet: Die Zahl der Todesopfer ist in zwölf Präfekturen mittlerweile auf 4312 Menschen gestiegen, bis Mitternacht (Ortszeit) waren in sechs Verwaltungsbezirken offiziell noch 8606 Menschen vermisst. (kg)</p>
<p><strong>18.36</strong> Muss ich jetzt auf Fisch aus Japan verzichten? Ist Sushi jetzt tabu und Fischstäbchen auch? Bislang gaben die Experten Entwarnung. Nun sollen Lebensmittelimporte aus dem Inselstaat im Pazifik auf eine mögliche Strahlenbelastung hin überprüft werden. Das europäische Schnellwarnsystem für Nahrungs- und Futtermittel (RASSF) hat eine entsprechende Mitteilung an die EU-Länder herausgegeben. (kg)</p>
<p><strong>18.15</strong> In Japan ist es inzwischen mitten in der Nacht – Zeit für eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse:<br />
- Die Lage im Atomkomplex Fukushima ist vollkommen unübersichtlich. Auch die Regierung macht widersprüchliche Angaben: Zunächst hieß es, der innere Sicherheitsbehälter von Reaktor 3 sei möglicherweise schwer beschädigt. Stunden später hieß es, die Hülle sei intakt.<br />
- Nachdem die Notmannschaft vorübergehend abgezogen wurde, ist sie jetzt wieder am AKW und versucht, den drohenden Super-GAU zu verhindern.<br />
- Unterstützung bekommt sie dabei von den USA, die Hochdruck-Pumpen für die Kühlung der beschädigten Reaktoren zur Verfügung stellen.<br />
- In Tokyo gibt es noch keine Anzeichen für eine Massenpanik. Dennoch verlassen immer mehr Menschen die Stadt. Auch das Auswärtige Amt empfiehlt den etwa 1000 Deutschen, die sich dort noch aufhalten, dass sie den Großraum der Hauptstadt verlassen sollten. (kg)  </p>
<p><a name="1757"><strong>17:57</strong> <a href="http://www.grs.de/sites/default/files/Stand%201500_160311%20%283%29.pdf">Hier ist eine Tabelle von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit</a>, die den aktuellen Stand zeigt (von 15 Uhr): Die Sicherheitsbehälter (Containment) von Block 2 und 3 sind demnach beschädigt, die Containments von Block 1 sowie 4 bis 6 jedoch intakt. (ska)</p>
<p><a name="1746"><strong>17:46</strong> Angesichts der drohenden Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk Fukushima stellen die amerikanischen Streitkräfte den japanischen Katastrophenschützern Hochdruck-Pumpen für die Kühlung der beschädigten Reaktoren zur Verfügung. Die Spezialpumpen seien von Kriegsschiffen auf die Luftwaffenbasis Yokota gebracht worden, teilte die US-Marine mit. Dort sollten sie den japanischen Behörden übergeben werden, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Zudem soll eine Drohne mit hochauflösenden Kameras am Donnerstag mehr Klarheit über das Innere der Atomreaktoren bringen. (tgr)</p>
<p><a name="1744"><strong>17:44</strong> Die Nachrichtenlage bleibt unübersichtlich: Noch immer dringe Rauch aus dem Reaktor 3 in Fukushima, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass der Sicherheitsbehälter beschädigt sei, betont die Regierung. <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78678.html">Eine längere Zusammenfassung der Ereignisse ist auf der Site der Nachrichtenagentur zu lesen</a>. (tgr)</p>
<p><a name="1728"><strong>17:28</strong> <a href="http://search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20110317a5.html">Die <em>JapanTimes</em></a> beschreibt in einem Artikel, dass inzwischen auch die japanische Bevölkerung Unzufriedenheit über die Berichterstattung der Regierung und dem AKW Betreiber Tepco äußert. &#8220;Die Informationen, die uns die Regierung und Tepco geben, sind sehr vage und erhöhen nur die Angst unter den Menschen, die in Sicherheit gebracht wurden&#8221;, sagte Takeshi Seya, der in Naraha arbeitet. (fz)</p>
<p><a name="1716"><strong>17:16</strong> Im Netz gibt es weitere beeindruckende Animationen der Abfolge des Erdbebens, <a href="http://twitter.com/gakuranman/statuses/48044547724410880">wie diese, die Michael Gaukaran twittert</a>. (fz)</p>
<p><a name="1713"><strong>17:13</strong> Dieses Bild zeigt ein Rettungsteam in der vom Erdbeben betroffenen Stadt Sendai. (tgr) <div id="attachment_2271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Rettungsteam-Sendai.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Rettungsteam-Sendai.jpg" alt="Foto: Kim Kyung Hoon / Reuters" title="Rettungsteam in Sendai" width="500" height="281" class="size-full wp-image-2271" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Kim Kyung Hoon / Reuters</p></div></p>
<p><a name="1701"><strong>17:01</strong> Die Nachrichtenagentur Reuters eilt gerade diese Meldung: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat die Situation in Fukushima Eins als &#8220;sehr ernst&#8221; bezeichnet. Er werde so schnell wie möglich selbst nach Japan fliegen und danach eine Sondersitzung des Gouverneursrats einberufen, sagte der Japaner am Mittwoch in Wien. (tgr)</p>
<p><a name="1656"><strong>16:56</strong> Nach Angaben der japanischen Atomsicherheitsbehörde erhitzt sich das Wasser im Abklingbecken des Reaktors 3 im AKW Fukushima. Die Armee soll nach Angaben der Atombehörde beim Kühlen des Reaktors 3 und des Abklingbecken im Block 4 helfen. (tgr)</p>
<p><a name="1654"><strong>16:54</strong> Die amerikanischen Soldaten in Japan brauchen nach einer Anweisung des amerikanischen Verteidigungsministeriums eine Sondergenehmigung, um näher als 80 Kilometer an den Unglücksreaktor heranzukommen. Als vorbeugende Maßnahme haben einige Flugbesatzungen Iod-Tabletten erhalten, heißt es weiter. Keiner der US-Soldaten in Japan zeige Symptome einer Strahlenerkrankung. (tgr)</p>
<p><a name="1653"><strong>16:53</strong> Linktipp: Das Geoforschungszentrum Potsdam hat eine <a href="http://geofon.gfz-potsdam.de/geofon/alerts/gfz2011ewla/animation_h600.gif">animierte Grafik zum Ablauf des Bebens erstellt</a>. Das Beben gehört zu den stärksten je gemessenen Erdbeben weltweit. (tgr)</p>
<p><a name="1639"><strong>16:39</strong> Nun ist das &#8220;Restrisiko&#8221; greifbar geworden, <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Iconic-Turn-Bildermacht">schreibt Florian Illies über die Macht der Bilder aus Fukushima</a>: Weil die Welt gesehen hat, wie ein Atomkraftwerk explodiert, ist der Glaube an die Beherrschbarkeit der Technik zerstört. (ft)</p>
<p><a name="1632"><strong>16:32</strong> Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass mittlerweile Fahrzeuge mit Wasserwerfern den Reaktor 1 in Fukushima erreicht haben, um das Gebäude zu kühlen. Russland hat unterdessen erklärt, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78673.html">die Familien seiner Diplomaten aus Tokyo in Sicherheit zu bringen</a>. (tgr)</p>
<p><a name="1632"><strong>16:32</strong>  <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">BBC-Korrespondent Clive Myrie berichtet aus Yamagata</a>, wo sich Menschen in einer Notunterkunft zum Schlafen legen. Dort sagte ihm ein Mann, wie tröstend es für ihn war, dass Kaiser Akihito sich nun zum ersten Mal an sein Volk gewandt hat – und an ihn als Bürger. (ft)</p>
<p><a name="1621"><strong>16:21</strong> Momentan sind zwölf Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Nach dem Austritt von Radioaktivität im japanischen Atomkraftwerk (AKW) Fukushima wurde dort ein Gebiet im Radius von 20 Kilometern evakuiert. <a href="http://opendata.zeit.de/atomreaktoren/ ">Unsere Karte</a> zeigt, wie viele Menschen im direkten Umkreis deutscher Anlagen wohnen und in einem vergleichbaren Fall in Sicherheit gebracht werden müssten. Zusätzlich führen wir neun ausländische AKW in der Nähe der deutschen Grenze auf. (sv)</p>
<p><a name="1618"><strong>16:18</strong> Die Ereignisse in Japan zeigen: Die Menschheit muss jetzt umlernen. Dazu braucht es nicht einmal Mitgefühl, es reicht schon der Verstand. <a href="http://www.zeit.de/2011/12/japan-kernenergie-leitartikel">Bernd Ulrich hat einen lesenswerten Leitartikel geschrieben</a>. (tgr)</p>
<p><a name="1614"><strong>16:14</strong> <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/16_44.html">Der Sender NHK berichtet</a>, die USA wollten in Japan eigene Messungen durchführen, um den Austritt von radioaktivem Material zu bestätigen. Schon gestern seien 34 Experten in Japan angekommen, sagte der amerikanische Botschafter John Roos in Tokyo. (tgr) </p>
<p><a name="1600"><strong>16:00</strong> Linktipp: Die WDR Sendung <em>Quarks&#038;Co </em>vom gestrigen Abend beantwortet sehr verständlich viele Fragen zur Atomkraft und erklärt, was auf Japan zukommen könnte. Die Sendung ist entweder <a href="http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=70118 ">als Stream</a> oder in einzelnen Beiträgen abzurufen. (nk)</p>
<p><a name="1553"><strong>15:53</strong> Auch die EU ist bereit, Japan im Kampf gegen atomare Gefahren zu helfen, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel. Man werde nach Angaben eines Kommissionssprechers vor allem Decken, Matratzen, Wasserflaschen und Wassertanks schicken. Eine Gruppe von zehn Experten stehe bereit, um nach Japan zu reisen und dort die EU-Hilfeleistung zu koordinieren. Sie sollen von einem Team begleitet werden, das für den Schutz vor radioaktiver Strahlung sorgen und damit die Bewegungsfreiheit der Experten sicherstellen könne. (dpa/tgr)</p>
<p><a name="1543"><strong>15:43</strong> Uns erreichen Leserzuschriften, die von drastisch steigenden Preisen für Flugtickets von Japan nach Europa berichten. Der russische Nachrichtensender RT twittert, dass die Preise für Flüge von der nördlich von Japan gelegenen Insel Sachalin nach Moskau in Höhe geschossen seien. (fz) <!-- http://twitter.com/RT_com/statuses/48029026429829120 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox48029026429829120 {background:url(http://a2.twimg.com/profile_background_images/125432343/rtnews_t.jpg) #616564;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
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<p class='bbpTweet'>RT&#8217;s Ekaterina Gracheva in Sakhalin: Cheapest one-way ticket from Sakhalin to Moscow is $3000. You&#8217;d be lucky to get seat in a week.<span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 14:33:06 +0000 2011' href='http://twitter.com/RT_com/statuses/48029026429829120'>less than a minute ago</a> via web</span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/RT_com'><img src='http://a2.twimg.com/profile_images/1073041346/RT_new_normal.jpg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/RT_com'>RT</a></strong><br/>RT_com</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><a name="1528"><strong>15:28</strong> Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, sollte es nicht in den nächsten 48 Stunden gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben, drohe eine Kernschmelze. Davor habe das französische Institut für Atomsicherheit IRSN gewarnt. Nach Einschätzung der französischen Atomaufsicht könnten sich die Brennstäbe selbst entzünden, sollte das Wasser in dem Abklingbecken weiter sinken. Am Mittwoch sei der Wasserstand soweit gefallen, dass die Kühlung der Brennstäbe gefährdet war. Zunächst sollten Militärhelikopter eingesetzt werden, um Wasser nachzufüllen. Nachdem dieser Einsatz jedoch wegen der hohen Strahlung abgesagt werden musste, sollte ein Wasserwerfer der Polizei eingesetzt werden, <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/16_41.html">wie der Fernsehsender NHK berichtete</a>. (AFP/tgr)</p>
<p><a name="1519"><strong>15:19</strong> Wie ist die Lage in Tokyo wirklich? Chris Hogg, BBC-Korrespondent in Tokyo, sagt, <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">die Stadt sei weiterhin ziemlich ruhig</a>. Die Behörden fürchten, dass Angst und Panik mehr Probleme bereiten könnten als die Strahlung selbst. (ft)</p>
<p><a name="1513"><strong>15:13</strong> Das Auswärtige Amt geht davon aus, alle deutschen Staatsbürger ausfindig gemacht zu haben, die sich zu Beginn des Erdbebens im Katastrophengebiet in Japan aufgehalten haben, teilte ein Sprecher des Amtes mit. Am Montag seien 34 Deutsche aus dem nordostjapanischen Sendai abgeholt und nach Tokyo gebracht worden. Im Großraum Tokyo-Yokohama hielten sich derzeit noch etwa 1000 Deutsche auf. Das Auswärtige Amt empfiehlt ihnen, sich aus diesem Großraum zurückzuziehen und nach Osaka auszuweichen oder über Osaka auszureisen. (dpa/tgr)</p>
<p><a name="1450"><strong>14:50</strong> <a href="http://blogs.aljazeera.net/live/asia/disaster-japan-march-16-live-blog">Al Jazeera meldet</a>, dass China den Bau neuer Atomkraftwerke vorerst einstellen will. Grund sei die steigende Furcht in der Bevölkerung. 28 chinesische Reaktoren sind noch nicht fertiggestellt, das sind 40 Prozent aller weltweit im Bau befindlichen Reaktoren. (ft) </p>
<p><a name="1449"><strong>14:49</strong> Japan kommt nicht zur Ruhe: Mehrere Leute twittern über ein weiteres Nachbeben, das gerade Tokyo erschüttert hat. (fz)<br />
<!-- http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/48016061811015680 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox48016061811015680 {background:url(http://a2.twimg.com/profile_background_images/203536507/retro-sky.jpeg) #ffffff;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox48016061811015680'>
<p class='bbpTweet'>No earthquake warning on NHK yet after strong aftershock rattles near Tokyo.<span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 13:41:35 +0000 2011' href='http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/48016061811015680'>less than a minute ago</a> via <a href="http://itunes.apple.com/us/app/twitter/id409789998?mt=12" rel="nofollow">Twitter for Mac</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/ProducerMatthew'><img src='http://a3.twimg.com/profile_images/1232430573/26742_101589069883529_100000973092006_9697_2680622_n-1_normal.jpeg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/ProducerMatthew'>Matthew K</a></strong><br/>ProducerMatthew</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><!-- http://twitter.com/markmackinnon/statuses/48015703458054144 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox48015703458054140 {background:url(http://a1.twimg.com/profile_background_images/16161506/new117.jpg) #9AE4E8;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox48015703458054140'>
<p class='bbpTweet'>Big quake in Tokyo just now. Pianist in my hotel bar doesn&#8217;t miss a key.<span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 13:40:10 +0000 2011' href='http://twitter.com/markmackinnon/statuses/48015703458054144'>less than a minute ago</a> via <a href="http://mobile.twitter.com" rel="nofollow">Mobile Web</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/markmackinnon'><img src='http://a3.twimg.com/profile_images/97647392/me-pakool_normal.jpg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/markmackinnon'>Mark MacKinnon/马凯</a></strong><br/>markmackinnon</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><!-- http://twitter.com/shilkytouch/statuses/48015532535988226 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox48015532535988220 {background:url(http://a1.twimg.com/profile_background_images/107290640/twilk_background_4c04a9b63a236.jpg) #9AE4E8;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox48015532535988220'>
<p class='bbpTweet'>shaking bad&#8230;<span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 13:39:29 +0000 2011' href='http://twitter.com/shilkytouch/statuses/48015532535988226'>less than a minute ago</a> via <a href="http://www.hootsuite.com" rel="nofollow">HootSuite</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/shilkytouch'><img src='http://a0.twimg.com/profile_images/1273280408/nuclear_assault_survive_normal.jpg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/shilkytouch'>ILFENSTEIN 3D</a></strong><br/>shilkytouch</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><a name="1445"><strong>14:45</strong> Die Bilder aus Japan sind einfach erschütternd. Dieses Bild zeigt Chieko Chiba, die durch die Ruinen der Stadt Kesennuma läuft, nachdem sie ihr völlig zerstörtes Haus gesehen hat. (tgr) <div id="attachment_2231" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Frau-in-Japan.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Frau-in-Japan.jpg" alt="" title="Überlebende in Trümmern" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2231" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Paula Bronstein/Getty Images</p></div></p>
<p><a name="1434"><strong>14:34</strong> Wieder eine traurige Korrektur nach oben: Die japanische Polizei hat die Zahlen der Toten auf 4255 nach oben korrigiert. Mehr als 8000 Menschen werden in sechs Provinzen vermisst, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78643.html">berichtet die Agentur Kyodo</a>. (fz)</p>
<p><a name="1434"><strong>14:34</strong> Lesetipp: Atsuko Fukase hat im Blog &#8220;Japan Real Time&#8221; des<em> Wall Street Journal</em> <a href="http://blogs.wsj.com/japanrealtime/2011/03/16/tepco-versus-the-media/">unter dem Titel &#8220;Tepco versus the Media&#8221; einen lesenswerten Artikel</a> über die Informationspolitik des Fukushima-Betreibers Tepco geschrieben. (tgr)</p>
<p><a name="1419"><strong>14:19</strong> Nun hat sich auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zu den Folgen des Jahrhundertbebens in Japan geäußert. Welche Auswirkungen die Katastrophe für Deutschland und die Weltwirtschaft haben wird, sei noch nicht abschätzbar. &#8220;Natürlich mag das auch Auswirkungen auf das Steueraufkommen im Einzelnen haben&#8221;, sagte er am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung sei aber wegen der zuletzt guten Konjunktur bei der Einhaltung der im Grundgesetz festgeschriebenen Schuldenbremse &#8220;deutlich auf der sicheren Seite&#8221;. (dpa/tgr)</p>
<p><a name="1416"><strong>14:16</strong> Hier ein Foto der japanischen Agentur Jiji. Es zeigt Menschen in der vom Erdbeben betroffenen Stadt Sendai, die in einer Schlange vor einem Supermarkt darauf warten, das Nötigste zu kaufen. In den Erdbebengebieten hat Schnee eingesetzt. (tgr) <div id="attachment_2221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Japan-Schlange.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Japan-Schlange.jpg" alt="" title="Wartende in Sendai" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2221" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: JIJI PRESS/AFP/Getty</p></div></p>
<p><a name="1400"><strong>14:00</strong> <a href="http://www.japantrends.com/food-crisis-in-tokyo/">JapanTrend bloggt</a>, dass die Berichte über eine Nahrungsmittelknappheit in Tokyo Übertreibung sind. Im Moment gehe es Tokyo und seinen Einwohnern gut. (fz)</p>
<p><a name="1348"><strong>13:48</strong> In Osaka wird ein konsularisches Betreuungs- und Beratungszentrum eingerichtet, in dem betroffene Deutsche ihre weiteren Schritte und Planungen organisieren können. Für Deutsche, die unmittelbar von den Ereignissen in Japan betroffen sind, ist die Botschaft in Tokyo unter der Telefonnummer +81-3-5791-7700 und der E-Mail-Adresse info@tokyo.diplo.de erreichbar. (jb)</p>
<p><a name="1348"><strong>13:48</strong> Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokyo/Yokohama, vorübergehend nach Osaka oder über Osaka ins Ausland auszuweichen. Um die Reisevorhaben zu unterstützen, wurde ein konsularisches Betreuungsteam eingerichtet, das an den Bahnhöfen Tokyo (Tōkyō) und Osaka-Kobe (Shin-Ōsaka) sowie am Flughafen Osaka (Kansai International Airport) präsent ist. (jb)</p>
<p><a name="1344"><strong>13:44</strong> Anscheinend gibt das Büro des japanischen Premierministers nun auch über Twitter Meldungen über das Erdbeben und seine Folgen heraus. <a href="http://twitter.com/JPN_PMO">Ein entsprechender Account</a> wurde vor gut zwanzig Minuten eingerichtet. Allerdings können wir noch nicht bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um einen offiziellen Account handelt und nicht um eine Fälschung. (sh)</p>
<p><a name="1340"><strong>13:40</strong> Viele fragen sich, ob aus Japan importierte Lebensmittel möglicherweise eine radioaktive Belastung aufweisen. <a href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2011/062-Japan-Strahlenbelastung.html">Das Bundesverbraucherministerium teilt dazu mit</a>, dass es keine Auffälligkeiten gebe. Ein Sprecher des Ministeriums sagte: &#8220;Es gibt derzeit auch keine Erkenntnisse, dass sich radioaktiv belastete Lebensmittel oder Futtermittel aus Japan in Deutschland oder auf dem Weg nach Deutschland befinden.&#8221; Aus Sicherheitsgründen sollen nun aber sämtliche Lebensmittel aus Japan auf eine eventuelle Strahlenbelastung untersucht werden, vor allem Fisch und Fischprodukte. (tgr)</p>
<p><a name="1337"><strong>13:37</strong> Der Deutsche Bundestag hat mit einer Gedenkminute der Opfer des Erdbebens und Tsunamis in Japan gedacht. (tgr)</p>
<p><a name="1334"><strong>13:34</strong> Toyota will an diesem Donnerstag planmäßig wieder die Produktion in einigen Autoteile-Werken aufnehmen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Ab Montag wolle der Autobauer auch wieder Teile für Standorte außerhalb Japans produzieren und verschiffen. Noch offen bleibe, ab wann die Produktion von kompletten Fahrzeuge wieder anlaufen könne. Das Unternehmen hatte einen Produktionsstopp von Montag bis Mittwoch in all seinen japanischen Werken angekündigt. Die dreitägige Betriebspause bedeute einen Ausfall von 40.000 Autos, hatte es Anfang der Woche geheißen. (dpa/tgr)</p>
<p><a name="1330"><strong>13:30</strong> Die Folgen des Erdbebens kann Japan verkraften, aber die Folgen Fukushimas sind unabsehbar – auch für die Weltwirtschaft. Wie sich die Katastrophe auswirken kann, <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Japan-Atomunfall-Weltwirtschaft">beschreibt Mark Schieritz hier</a>. (tgr) </p>
<p><a name="1327"><strong>13:27</strong> Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit <a href="http://www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47088.php">veröffentlicht regelmäßige Übersichten</a> zur Sicherheitslage in den japanischen Atomkraftwerken. (jb)</p>
<p><a name="1323"><strong>13:23</strong> Die Agentur Reuters berichtet, <a href="http://english.kyodonews.jp/">es sei unwahrscheinlich</a>, dass die Hülle des Reaktors drei im AKW Fukushima schwere Schäden habe. Die Nachrichtenagentur Kyodo dagegen berichtet, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78568.html">dass erhebliche Schäden befürchtet werden</a>. (tgr)</p>
<p><a name="1303"><strong>13:03</strong> Der Journalist Matthew K <a href="http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/47989797653979136">berichtet auf Twitter unter Berufung auf NHK</a>, dass die Schulen in ganz Japan wieder geöffnet seien. Sie können jedoch kein Mittagessen anbieten, da es noch immer Versorgungsengpässe gibt. (fz) </p>
<p><a name="1256"><strong>12:56</strong> In Reaktor 4, 5 und 6 fanden zurzeit des Bebens Instandhaltungsarbeiten statt. Am Dienstag kam es in Reaktor 4 zu einem Brand in einem Becken mit verbrauchten Brennstäben, der vermutlich durch eine Wasserstoffexplosion ausgelöst wurde. Am Mittwoch wurde ein Feuer an einem der Gebäude beobachtet. Zur Kühlung wurde Wasser ins Becken gelassen. In Reaktor 5 und 6 ist die Temperatur in den Aufbewahrungsbecken für verbrauchten Brennstoff leicht gestiegen. (jb)</p>
<p><a name="1253"><strong>12:53</strong> Ähnlich ist die Situation in Reaktor 3, der am Montag durch eine Wasserstoffexplosion beschädigt wurde. Am Dienstag wurden in der näheren Umgebung hohe Strahlungswerte gemessen. Am Mittwoch wurden Rauchschwaden beobachtet. Es ist wahrscheinlich, dass der Sicherheitsbehälter beschädigt wurde. (jb)</p>
<p><a name="1251"><strong>12:51</strong> <a href="http://english.kyodonews.jp/"> Die Nachrichtenagentur Kyodo</a> hat eine Übersicht über die Lage in den einzelnen Reaktoren veröffentlicht: In allen Reaktoren wurde der Betrieb nach dem Beben eingestellt. In Reaktor 1 ist es teilweise zur Kernschmelze gekommen. Das Gebäude wurde am Samstag durch eine Wasserstoffexplosion beschädigt. Derzeit wird Salzwasser zur Kühlung hinein gepumpt. Auch in Reaktor 2 wird Meerwasser hineingepumpt, weil die Kühlung ausgefallen ist. Vorübergehend lagen die Brennstäbe vollständig frei. Am Montag wurde das Reaktorgebäude bei einer Explosion von Reaktor 3 beschädigt, am Dienstag auch der Sicherheitsbehälter. Derzeit besteht die Gefahr einer Kernschmelze. (jb)</p>
<p><a name="1245"><strong>12:45</strong> RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann erklärt <a href="http://www.zeit.de/2011/12/Atomenergie-Grossmann">im Interview mit der ZEIT</a>, warum er weiter für Kernenergie und gegen einen schnellen Atomausstieg ist. Er hält die deutsche Debatte für irrational. (tgr)</p>
<p><a name="1236"><strong>12:36</strong> Linktipp: Der <em>Guardian</em> <a href="http://www.guardian.co.uk/world/blog/2011/mar/15/japan-earthquake-and-tsunami-japan">hat eine Graphik veröffentlicht</a>, die über die Lage in den sechs Reaktoren von Fukushima informiert und ständig aktualisiert wird. (tgr)</p>
<p><a name="1216"><strong>12:16</strong> <a href="http://twitter.com/japantimes/statuses/47975877421707264"><em>JapanTimes</em> twittert unter Berufung auf Kyodo</a>, dass laut offiziellen Polizeiberichten in sechs Präfekturen 8181 Menschen vermisst werden. (fz) </p>
<p><a name="1208"><strong>12:08</strong> Unter der Überschrift &#8220;Disaster Information&#8221; hat das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie gestern ein PDF veröffentlicht, <a href="http://eq.wide.ad.jp/index_en.html">das hier in verschiedenen Sprachen abgerufen werden kann</a>. (jb)</p>
<p><a name="1206"><strong>12:06</strong> Nachdem der Versuch, Reaktor 4 aus der Luft zu löschen, aufgrund zu hoher Strahlenwerte abgebrochen wurde, wollen es die japanischen Einsatzkräfte nun mit einem Wasserwerfer versuchen, <a href="http://twitter.com/#!/Reuters/statuses/47974418768601088">meldet Reuters</a>. (sh)</p>
<p><a name="1205"><strong>12:05</strong> ProducerMatthew hat auf Twitter eine <a href="http://twaud.io/qJpC">englische Übersetzung der Rede des japanischen Kaisers als Audiofile verlinkt</a>. (fz) </p>
<p><a name="1153"><strong>11:53</strong> Wir haben eine Graphik zusammengestellt, die das AKW Fukushima zeigt. (ft) <a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Fukushima-1-540-2.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/Fukushima-1-540-2.jpg" alt="" title="Fukushima-1-540-2" width="540" height="420" class="aligncenter size-full wp-image-2186" /></a></p>
<p><a name="1150"><strong>11:50</strong> joaovsantos verweist in einem Tweet <a href="http://fleep.com/earthquake/">auf eine Website</a>, die die Strahlungs- und Erdbebendaten in Graphen eingearbeitet hat. (fz) <!-- http://twitter.com/joaovsantos/statuses/47969592659816448 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox47969592659816450 {background:url(http://a3.twimg.com/profile_background_images/25195341/freedom-for-iran.jpg) #2f641a;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox47969592659816450'>
<p class='bbpTweet'>An excellent way to visually access the main information about the <a href="http://twitter.com/search?q=%23jpquake" title="#jpquake" class="tweet-url hashtag" rel="nofollow">#jpquake</a>: <a href="http://fleep.com/earthquake/" rel="nofollow">http://fleep.com/earthquake/</a><span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 10:36:56 +0000 2011' href='http://twitter.com/joaovsantos/statuses/47969592659816448'>less than a minute ago</a> via <a href="http://www.osfoora.com" rel="nofollow">Osfoora HD</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/joaovsantos'><img src='http://a2.twimg.com/profile_images/1248509481/mypictr_280x280_normal.jpg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/joaovsantos'>João</a></strong><br/>joaovsantos</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><a name="1148"><strong>11:48</strong> <a href="http://jen.jiji.com/jc/eng?g=eco">Die japanische Nachrichtenagentur Jiji</a> meldet 11.952 Tote und Vermisste mit Verweis auf die Japanische Polizei. (jb)</p>
<p><a name="1134"><strong>11:34</strong> Auf Twitter zitiert <a href="http://twitter.com/ProducerMatthew">@ProducerMatthew</a> Yuhei Sato, den Gouverneur der Präfektur Fukushima: &#8220;Ich sagen den Menschen in Japan: Dies ist ein nukleares Desaster&#8221;. (sh) <!-- http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/47963926209630208 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox47963926209630210 {background:url(http://a2.twimg.com/profile_background_images/203536507/retro-sky.jpeg) #ffffff;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox47963926209630210'>
<p class='bbpTweet'>Governor Sato of Fukushima Prefecture: &#8220;I call on the people of Japan: This is a nuclear disaster.&#8221;<span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 10:14:25 +0000 2011' href='http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/47963926209630208'>less than a minute ago</a> via <a href="http://itunes.apple.com/us/app/twitter/id409789998?mt=12" rel="nofollow">Twitter for Mac</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/ProducerMatthew'><img src='http://a3.twimg.com/profile_images/1232430573/26742_101589069883529_100000973092006_9697_2680622_n-1_normal.jpeg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/ProducerMatthew'>Matthew K</a></strong><br/>ProducerMatthew</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><a name="1121"><strong>11:21</strong> Viele Deutsche erinnern sich noch gut an Tschernobyl und machen sich nun Sorgen. Dazu gibt es jedoch keinen Anlass, <a href="http://www.bfs.de/de/kerntechnik/papiere/japan3.html">teilt das Bundesamt für Strahlenschutz (Bfs) mit</a>. Die aus Japan kommende Radioaktivität werde hierzulande äußerst gering sein, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Mittwoch in Freiburg. &#8220;Selbst im schlimmsten Szenario werden wir in Deutschland keine Werte erreichen, die auch nur annähernd bedenklich sind.&#8221; Grund sei die große Entfernung zu den Unglücksreaktoren. Es könne daher für Deutschland schon jetzt definitiv Entwarnung gegeben werden. König rechnet in 7 bis 14 Tagen mit ersten Messergebnissen in Deutschland. (dpa/tgr)</p>
<p><a name="1112"><strong>11:12</strong> Auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat seinen Stipendiaten im Großraum Tokyo empfohlen auszureisen. Der DAAD trage die Kosten für die Heimreise, teilte eine Sprecherin mit. Vor der Katastrophe hätten sich 105 Studenten und Wissenschaftler mit einem DAAD-Stipendium in Japan aufgehalten. Wie viele davon das Land bereits verlassen haben, konnte die Sprecherin nicht sagen. Drei Stipendiaten, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Sendai befanden, sind bereits vom Technischen Hilfswerk zunächst nach Tokyo gebracht worden und konnten von dort ausreisen. (dpa/tgr)</p>
<p><a name="1109"><strong>11:09</strong> Noch einmal die Reisewarnung: <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/JapanSicherheit_node.html">Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der aktuellen Lage vor Aufenthalten im Krisengebiet im Nordosten der Insel Honshu</a>. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Großraum Tokyo/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist. Falls dies nicht gegeben ist, sollte eine Ausreise außer Landes mit kommerziellen Mitteln in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern. (jb)</p>
<p><a name="1059"><strong>10:59</strong> Zunächst wollte Franz-Hermann Hirlinger mit seiner Familie in Tokyo bleiben, nun hat er zumindest seine Kinder in Sicherheit gebracht: &#8220;Ich habe für meine Tochter noch einen Flug nach Genf zu Freunden bekommen. Meine drei Kinder sind nun in Sicherheit in Vancouver, London und dann in Genf. Wir bleiben hier, bis der Marschbefehl der Botschaft kommt. Auch habe ich bei meiner Schwester in Basel Iodtabletten bestellt, da ich der Verteilung hier kein Vertrauen schenke. Wir haben Wasser, Lebensmittel, Taschenlampen, Kerzen und einen Transistor für den Notfall. Morgen werde ich den Kamin mit Plastik zumachen und die Fenster mit Klebeband abdichten, damit kein radioaktiver Staub ins Haus kommt, falls das AKW in die Luft geht.&#8221; (tgr)  </p>
<p><a name="1056"><strong>10:56</strong> Unsere Redaktion hat Kontakt zu verschiedenen Deutschen in Japan. Ihre Nachrichten lesen sich zunehmend bedrückender. So schreibt uns der ehemalige Landesbanker Franz-Hermann Hirlinger, der mit seiner Frau und seiner Tochter in Tokyo lebt, Folgendes: &#8220;Nachdem zunächst vor allem Europäer die Stadt verlassen haben, folgen nun zahlreiche japanische Familien und fliehen in Richtung Süden. Vor allem die schwammigen Erklärungen des AKW Betreibers Tepco zum Verlauf des Unfalls und die zögerliche Informationspolitik der Offiziellen wirken wenig vertrauenserweckend. Es macht sich eine Stimmung der Hilflosigkeit breit. Auch die zahlreichen Nachbeben (heute eines der Stärke 6!) tragen nicht gerade zum Optimismus bei. Und auch die Zerstörung ganzer Landstriche im Norden sowie täglich neue Schicksalsberichte von Menschen in Sendai und Umgebung lassen keinen Platz mehr für das berühmte japanische Lächeln. Man bleibt Zuhause, telefoniert mit Freunden oder Verwandten, schaut in die Medien und hofft, dass der Kelch der radioaktiven Wolke vorbeizieht. Noch funktionieren alle wichtigen Versorgungen wie Strom, Wasser, Lebensmittel, die Post, die Müllabfuhr oder der Transport in der Stadt. Unsere Gedanken sind bei den 50 Technikern im AKW Fukushima, die ihre Gesundheit für das Land geopfert haben. Die Dreier-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und AKW-Zusammenbruch hat manchen Japaner hier sprachlos gemacht.&#8221; (tgr)</p>
<p><a name="1028"><strong>10:28</strong> Die japanische Regierung hat inzwischen 80.000 Soldaten und Polizisten mobilisiert, um in den vom Tsunami zerstörten Regionen zu helfen. Zum ersten Mal seit Bestehen der japanischen Armee 1954 werden dazu nun auch Reservisten einberufen. Insgesamt 10.000 von ihnen werde man zu Rettungseinsätzen kommandieren, sagte Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Eines der größten Probleme sei derzeit die schnelle Identifikation der Leichen, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78509.html">berichtet Kyodo News</a>. Um Angehörige zu informieren, sei die Polizei daher in den am stärksten betroffenen Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima dazu übergegangen, Namen, Adressen und Alter von identifizierten Toten zu veröffentlichen, berichtet die Agentur. Kyodo bezeichnet das als &#8220;außergewöhnliche Entscheidung&#8221;. Wohl weil sie an Gefallenenlisten aus dem Krieg erinnert und in friedlichen Zeiten normalerweise keine Todeslisten veröffentlicht werden. (kb)</p>
<p><a name="1027"><strong>10:27</strong> Nach einem turbulenten Börsentag gestern haben sich die Kurse an diesem Morgen etwas stabilisiert: In Tokyo schloss der Nikkei fast sechs Prozent höher als am Vortag. Gestern waren die Kurse noch um 17 Prozent eingebrochen. <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/boerse/kursabfrage?sym=846900.ETR">Der DAX</a> steht derzeit ein Prozent im Plus, auch die Kurse der Versorger Eon und RWE steigen leicht. Gestern war es zum Teil zu extremen Kurssprüngen bei Aktien von Solarfirmen gekommen: Solarworld-Aktien zogen um 23 Prozent an, die Papiere von Conergy verdoppelten sich im Wert. (pfa)</p>
<p><a name="1023"><strong>10:23</strong> Mark Willacy, Korrespondent der <em>Australien Broadcasting Corporation</em> in Tokyo, berichtet von schweren Schneefällen in Nordjapan. &#8220;Draußen sieht&#8217;s nach einem  Schneesturm aus&#8221;, <a href="http://twitter.com/markwillacy/status/47907625165258752">twittert er</a>. Die Region sei von einer weißen Schneedecke bedeckt. Diese Wetterbedingungen werden die Rettungsaktionen wahrscheinlich erschweren. Auch gestern hatte es bereits geschneit. (sh)</p>
<p><a name="1016"><strong>10:16</strong> Freiwillige haben für die Ausländer in Japan <a href="http://nip0.wordpress.com/">ein Faltblatt mit Verhaltensmaßnahmen bei Erdbeben in 31 Sprachen übersetzt</a>.</p>
<p><a name="1013"><strong>10:13</strong> </a> <a href="http://twitter.com/Joi/statuses/47946178792402944 ">Joi twittert dass der japanische Regierungssprecher Edano auf einer Pressekonferenz versichert hätte, es sei ungefährlich Lebensmittel in die Evakuierungszone rund um das AKW Fukushima zu liefern. (fz) </a>, <!-- http://twitter.com/Joi/statuses/47946178792402944 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox47946178792402940 {background:url(http://a0.twimg.com/profile_background_images/39372/210635206_1ec11b39db_b.jpg) #9ae4e8;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox47946178792402940'>
<p class='bbpTweet'>Press Conference: Edano says safe to provide supplies to people living in 20-30km range of reactors<span class='timestamp'><a title='Wed Mar 16 09:03:54 +0000 2011' href='http://twitter.com/Joi/statuses/47946178792402944'>less than a minute ago</a> via <a href="http://seesmic.com/app" rel="nofollow">Seesmic Web</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/Joi'><img src='http://a1.twimg.com/profile_images/1083551051/headshotColor180_normal.jpg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/Joi'>Joi Ito</a></strong><br/>Joi</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><a name="1012"><strong>10:12</strong></a> Ein Journalist sagt, es sei Strahlung im Trinkwasser rund um Fukushima festgestellt worden. Darauf antwortet Edano, dass eine geringe Strahlenmenge im täglichen Leben normal sei. Die Werte, die im Wasser gemessen wurden, stellten keine Gefährdung für die Bewohner dar. (sh)</p>
<p><a name="1011"><strong>10:11</strong></a> Der japanische Regierungssprecher Edano <a href="http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/index.html">gibt gerade eine Pressekonferenz, die der NHK überträgt</a>. Die Strahlenwerte, die heute im Evakuierungsgebiet gemessen wurden, sollen keine Bedrohung für die dortigen Menschen darstellen. Versorgungslieferungen in die Zone seien ungefährlich. (sh)</p>
<p><a name="1009"><strong>10:09</strong></a><a href="http://www.guardian.co.uk/world/blog/2011/mar/16/japan-nuclear-crisis-live#block-28"> In seiner Rede sagte der 77-Jähriger Kaiser Akihito</a>: &#8220;Ich hoffe aus vollem Herzen, dass die Menschen zusammenhalten und einander mit Mitgefühl begegnen, um diese schwierigen Zeiten gemeinsam zu überstehen. Ich bin wegen der nuklearen Situation sehr besorgt, weil diese schwer einzuschätzen ist.&#8221; (jb)</p>
<p><a name="1002"><strong>10:02</strong></a> Der ehemalige Manager der Bayern LB, Franz-Hermann Hirlinger, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Tokyo lebt, schreibt in einer Mail an uns, dass er von der Botschaft irritiert ist. &#8220;Die französischen Staatsbürger werden laut Japan Times heute in Tokyo abgeholt. Wie ist die Haltung der Bundesregierung und sind Evakurierungsmaßnahmen schon ergriffen? Ich weiß, dass die Botschaft sehr viel Arbeit hat, aber sie sollten doch ihre Landsleute hier über die Lage informieren. Die Führungskräfte der Großunternehmen sowie die Lehrer der Deutschen Schule haben das Land ja schon verlassen.&#8221; (tgr)</p>
<p><a name="0850"><strong>08:50</strong></a> Der japanische Kaiser hat sich in einer TV-Ansprache direkt an sein Volk gewandt. Das kommt nur in Zeiten nationaler Krisen und in Kriegssituationen vor. Niemand solle die Hoffnung aufgeben, so der Kaiser. (dah)</p>
<p><a name="0820"><strong>08:20</strong></a> Die Arbeiter, die sich jetzt noch auf dem AKW-Gelände in Fukushima befinden, setzen ihr Leben ein. <a href="http://www.blick.ch/news/ausland/japan/die-todgeweihten-von-fukushima-168614">&#8220;Die Todgeweihten&#8221;</a> nennt der Schweizer <em>Blick </em>die Männer. Warum tun sie das? Ein Arbeitspsychologe hat uns das kürzlich <a href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-03/interview-arbeitspsychologe-fukushima">in einem Interview</a> zu erklären versucht. (dah)</p>
<p><a name="0800"><strong>08:00</strong></a> AKW-Betreiber Tepco will in aller Eile eine Straße zum Reaktor 4 bauen, damit Löschfahrzeuge den Meiler erreichen können. (dah)</p>
<p><a name="0755"><strong>07:55</strong></a> Weil sich Eis auf den Rotorblättern ihres Hubschraubers gebildet hatte, mussten Hilfskräfte aus Neuseeland und Australien 40 Kilometer von Fukushima entfernt zwischenlanden. Die Strahlendosis, die später an ihnen gemessen wurde, sei jedoch nicht gesundheitsgefährdend, sagte Neuseelands Premier John Key. (dah)</p>
<p><a name="0740"><strong>07:40</strong></a> Die Zahl der Toten und Vermissten in Japan ist auf mehr als 11.000 gestiegen. Die Polizei bestätigt bisher den Tod von 3676 Menschen. (dah)</p>
<p><a name="0730"><strong>07:30</strong></a> Die polnische Zeitung <em>Rzeczpospolita</em> fragt, ob <a href="http://www.rp.pl/artykul/9158,627210.html">&#8220;der Tsunami Merkels Regierung wegfegen&#8221;</a> wird: &#8220;9000 Kilometer, die Berlin von den japanischen Reaktoren trennen, schützen die Deutschen vor der radioaktiven Strahlung, sind aber kein Garant für politische Sicherheit der schwarz-gelben Koalition.&#8221; (dah)</p>
<p><a name="0710"><strong>07:10</strong></a> Gute Nachricht inmitten Katastrophenmeldungen: Auf Youtube hat eine japanische Studentin in den USA Tage nach dem verheerenden Beben ihre <a href="http://edition.cnn.com/2011/US/03/15/california.student.japan/index.html?hpt=C1">Familie wiedergefunden</a>.  Sie stammt aus dem Fischerort Minami Sanriku. Die Hälfte der rund 17.000 Einwohner gilt als vermisst. (dah)</p>
<p><a name="0700"><strong>07:00</strong></a> In Zeiten wie diesen reicht ganz wenig, um Panik zu verursachen. In Hongkong haben E-Mails und Blog-Posts für Unruhe gesorgt, in denen von einer radioaktiven Wolke zu lesen war, die vom japanischen AKW Fukushima-1 nach China geweht sei. Die Regierung widersprach dem umgehend. Hongkong liegt rund 3000 Kilometer von Japans Hauptstadt Tokyo entfernt. (dah)</p>
<p><a name="0650"><strong>06:50</strong></a> Die Chemikalie Bor absorbiert Neutronen und verlangsamt die Kernspaltung. Ein Einsatz mit Borsäure könnte deshalb helfen, die beschädigten Atomreaktoren in Japan zu stabilisieren. Südkorea will nun auf Bitten Japans 52 Tonnen Bor (ein Halbmetall übrigens) schicken. (dah)</p>
<p><a name="0640"><strong>06:40</strong></a> Im Nordosten Japans, der vom Tsunami besonders schwer getroffen wurde, herrschen mittlerweile eisige Temperaturen. In vollkommen zerstörten Dörfern sind Lagerfeuer oft die einzige Möglichkeit, sich aufzuwärmen. (dah)</p>
<p><a name="0630"><strong>06:30</strong></a> Der Brand im Reaktor 4 des AKW Fukushima-1 ist nach Angaben der Betreiberfirma Tepco zwar unter Kontrolle. Doch es werde darüber nachgedacht, Borsäure per Helikopter zu versprühen, um eine erneute Kettenreaktion bei den abgebrannten Brennstäben zu verhindern, die dort lagern. Das berichtet <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78496.html">Kyodo News</a>. (dah)</p>
<p><a name="0620"><strong>06:20</strong></a> Die Arbeiter, die versuchen, die Lage im havarierten AKW Fukushima-1 unter Kontrolle zu bringen, haben kurzzeitig das Gelände verlassen müssen. Neue Brände hatten das Risiko für sie immens erhöht. Nun sind sie allerdings wieder im Einsatz. &#8220;Diesen Männern gebührt unsere Hochachtung&#8221;, sprach im ARD-Fernsehen Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar das aus, was viele angesichts der zunehmenden Strahlung in der Region empfinden. (dah)</p>
<p><a name="0610"><strong>06:10</strong></a> Am sechsten Tag nach dem Beben und dem Tsunami in Japan sind noch immer mindestens 1,6 Millionen Haushalte ohne Wasserversorgung. (dah)</p>

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		<title>Tag 5: Lage in Reaktor 4 besonders kritisch</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 05:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Fabian Mohr (fm), Sebastian Horn (sh), Philip Faigle (pfa), Frida Thurm (ft), Kai Biermann (kb), Hauke Friedrichs (hf), Felix Zwinzscher (fz), Daniel Erk (de) und Karin Geil (kg) Im Reaktor 4 ist erneut ein Feuer ausgebrochen, das Dach des Gebäudes ist schwer beschädigt IAEA bestätigt Befürchtung: Bei der [...]]]></description>
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Wolfgang Blau (wb), Fabian Mohr (fm), Sebastian Horn (sh), Philip Faigle (pfa), Frida Thurm (ft), Kai Biermann (kb), Hauke Friedrichs (hf), Felix Zwinzscher (fz), Daniel Erk (de) und Karin Geil (kg)</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Im Reaktor 4 ist erneut ein Feuer ausgebrochen, das Dach des Gebäudes ist schwer beschädigt</span></li>
<li><span style="color: #808080;">IAEA bestätigt Befürchtung: Bei der Explosion im Reaktor 2 soll die Schutzhülle beschädigt worden sein</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">3.373 Tote und 6.746 Vermisste in Folge von Erdbeben und Tsunami</span></li>
<li> <span style="color: #808080;"><a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">FAQ : Wie ernst ist die Atomgefahr in Japan? – ständig aktualisiert</a></span></li>
<li> <span style="color: #808080;"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/14/tag-4-nach-dem-beben-2/">Die Ereignisse des gestrigen Tages</a></span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Themenseite zum Erdbeben in Japan</a></span></li>
</ul>
<p><strong>01:30</strong> Für heute beenden wir das News-Blog. Wenn in den nächsten Stunden etwas Wichtiges passiert, informieren wir Sie via <a href="http://twitter.com/zeitonline">Twitter</a>. (fm)</p>
<p><a name="0120"><strong>01:20</strong></a> Die wichtigsten Entwicklungen des Tages im Überblick:</p>
<p>* Besonders prekär ist die Situation im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima. Ein erneutes Feuer hat vermutlich die Kontrolleinheit der Kühlanlage erfasst. In dem Reaktor lagern abgebrannte Brennstäbe, die ohne ausreichende Kühlung ähnlich gefährlich wie aktive Brennstäbe sind.  Im selben Bereich des Reaktors 4 hatte es bereits am Dienstag ein Feuer gegeben. Das Dach des Gebäudes ist schwer beschädigt, mehrere Arbeiter werden vermisst. </p>
<p>* Erstmals im Verlauf der Katastrophe von Fukushima wurde auch der innere Schutzmantel eines Reaktors beschädigt, als es in Reaktor 2 zu einer Explosion kam. Der AKW-Betreiber Tepco sprach von einer &#8220;sehr schlimmen&#8221; Lage. Die Strahlungswerte stiegen zwischenzeitlich so extrem an, dass alle bis auf 50 Arbeiter von den Reaktoren abgezogen werden mussten.</p>
<p>* In Tokyo wurden deutlich erhöhte Strahlenwerte gemessen. Die Belastung sei um das 22-Fache höher als normal, berichtete der Fernsehsender NHK. Im Ballungsraum Tokyo leben etwa 35 Millionen Menschen. Viele haben sich auf den Weg in den weiter entfernten Süden des Landes gemacht, um der Strahlengefahr zu entgehen. </p>
<p>* Nach dem schweren Erdbeben und darauf folgenden Tsunami hat sich die Zahl der bestätigten Todesopfer erneut erhöht. 3.373 Menschen kamen ums Leben. 6.746 werden noch vermisst.</p>
<p>* Das Technische Hilfswerk (THW) hat seinen Einsatz im japanischen Katastrophengebiet abgebrochen. Rund 100 Stunden nach dem Beben und dem Tsunami gebe es praktisch keine Chance mehr, noch Überlebende zu finden.</p>
<p>* Der Unglückregion steht <a href="http://www.wetter24.de/de/home/wetter/reisewetter/ortewetter/stadt/181X131/sendai.html?cityID=181X131">kaltes Wetter</a> bevor, heute kam es zu starken Schneefällen. Für die ohnehin angespannte humanitäre Lage in Japans Nordosten bedeutet dies eine weitere Verschärfung. (fm)</p>
<p><a name="0015"><strong>00:15</strong></a> Ausreichend vorhandene Internetbandbreite ist für die Organisation der Rettungseinsätze in Japan wichtig. Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben sich deshalb entschieden, innerhalb ihres Netzwerkes in Japan den Zugriff auf alle besonders bandbreiten-intensiven Websites zu sperren. Die Sperre gilt nur für Angehörige der US-Streitkräfte, die über Zugänge des US-Militärs online gehen. Zu den insgesamt 13 vorübergehend gesperrten Sites gehören <a href="http://edition.cnn.com/2011/US/03/15/us.military.websites/index.html">nach Angaben von CNN</a>  Youtube, der Musikstream-Service Pandora.com, der Sportsender ESPN.go.com, MTV.com, aber auch Amazon.com. Facebook bleibt offen. (wb)</p>
<p><a name="2330"><strong>23:30</strong></a> In Reaktor 4 des AKW Fukushima ist erneut ein Feuer ausgebrochen. Schon einmal hatte es in dem Reaktorgebäude heute gebrannt, das erste Feuer war nach kurzer Zeit gelöscht worden. Vor nicht einmal einer Stunde war bekannt geworden, dass das <a href="http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/15/tag-5-nach-dem-beben/#2255">Dach von Reaktor 4 gebrochen</a> ist. (fm)</p>
<p><a name="2305"><strong>23:05</strong></a> CNN-Korrespondent Gary Tuchman <a href="http://twitter.com/#!/GaryTuchmanCNN/status/47770709958733826">twittert</a> aus Japan: &#8220;Gerade starker Schneesturm in der Tsunami-Zone. Für obdachlos gewordene Menschen und die Rettungskräfte hätte der Schnee zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können.&#8221;  Mehr Informationen: <a href="http://www.wetter24.de/de/home/wetter/reisewetter/ortewetter/stadt/181X131/sendai.html?cityID=181X131">Wetterbericht für die japanische Stadt Sendai</a> (wb)</p>
<p><a name="2255"><strong>22:55</strong></a> Im Atomkraftwerk Fukushima hat sich die Lage im Reaktor 4 offenbar erneut verschärft. Ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde sagte, das Dach des Reaktorgebäudes sei gebrochen. Außerdem werden zwei Mitarbeiter vermisst, die sich zuletzt in der Nähe des Turbinenhauses aufgehalten hatten. (fm)</p>
<p><a name="2215"><strong>22:15</strong></a> Der Aktienhandel an der Börse in Tokio (TSE) soll am Mittwoch wie gewohnt starten. Es gebe keine Sonderpläne, sagte ein Sprecher der TSE. An der Wall Street war spekuliert worden, die Börse in Tokio könne wegen einer drohenden Zuspitzung der Atomkatastrophe geschlossen bleiben. Der <a href="http://finanzen.handelsblatt.com/kurse_einzelkurs_uebersicht.htn?i=849975">Nikkei-Index</a> war am Dienstag um mehr als zehn Prozent eingebrochen, am Vortag um gut sechs Prozent. An beiden Handelstagen wurde ein Marktwert von umgerechnet rund 620 Milliarden Dollar vernichtet. (fm)</p>
<p><a name="2130"><strong>21:30</strong></a> Für alle von Ihnen, die vielleicht erst jetzt am Abend dazu kommen, die Ereignisse in Japan nachzulesen und viele Fragen haben &#8211; wir haben ein ausführliches <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq?page=1">FAQ zu den wichtigsten Punkten</a> zusammengestellt, z.B. was Millisievert und Microsievert bedeuten oder zur Frage, warum eigentlich schon abgeschaltete Reaktoren dennoch ein Risiko darstellen können. (fm) </p>
<p><a name="2010"><strong>20:10</strong></a> Die US-Regierung sieht keinen Grund, ihre Atompolitik wegen der Katastrophe von Fukushima zu überdenken. Energieminister Steven Chu bezeichnete die Reaktoren in den USA als &#8220;sicher&#8221; und so konstruiert, dass sie auch einem schweren Erdbeben standhalten würden. Den Bau neuer Atomkraftwerke werde man wie geplant angehen. 1979 waren die USA nur knapp einer Atomkatastrophe entgangen, als es im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Three_Mile_Island">AKW Three Mile Island</a> durch einen Störfall zu einer teilweisen Kernschmelze kam. (fm)</p>
<p><a name="1927"><strong>19.27</strong></a> Die Welt blickt auf den Atomkomplex in Fukushima, der von mittlerweile drei Explosionen erschüttert wurde. Hier eine kurze Zusammenfassung, wie groß die Schäden dort sind:<br />
- Die Reaktoren 1 bis 4 sind erheblich beschädigt, in Reaktor 2 wohl auch die innere Schutzhülle.<br />
- In der Außenwand von Reaktor 4 klaffen zwei Löcher mit einer Größe von jeweils acht Quadratmetern. Ein Feuer in einem Lagerbecken für abgebrannte Brennstäbe setzt Radioaktivität frei.<br />
- Probleme auch in den Reaktoren 5 und 6: Die Techniker haben Schwierigkeiten, die noch heißen Brennelemente ausreichend zu kühlen.<br />
- Immer mehr deutet daraufhin, dass mindestens in einem Reaktor eine Kernschmelze begonnen hat.<br />
- Der AKW-Betreiber Tepco sprach von einer &#8220;sehr schlimmen&#8221; Lage, die IAEA nannte die Situation &#8220;beunruhigend&#8221;. (kg) </p>
<p><strong>18.52</strong> Von der großen Gelassenheit der Japaner war in den vergangenen Tagen die Rede, von ihrer großen Ruhe und Besonnenheit. Dies fiel vor allem in Tokyo auf, wo die Menschen scheinbar ungerührt ihrem Alltag nachgingen. Dies ändert sich offenbar: Nach den Ausländern fliehen nun auch die Hauptstädter Richtung Süden – möglichst weit weg von der radioaktiven Gefahr aus Fukushima. &#8220;An Kinder und Koffer geklammert, hoffen sie, der Megacity entfliehen zu können&#8221;, <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/nun_fliehen_auch_die_tokioter_vor_der_strahlung_1.9905602.html">schreibt die <em>Neue Zürcher Zeitung</em></a>. (kg)</p>
<div id="attachment_2078" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/tokyio-bahnhof-150311-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/tokyio-bahnhof-150311-540x304.jpg" alt="Höchst diszipliniert warten diese Tokyoter auf die Abfahrt eines Zuges " title="tokyio-bahnhof-150311-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-2078" /></a><p class="wp-caption-text">Höchst diszipliniert warten diese Tokyoter auf die Abfahrt eines Zuges </p></div>
<p><strong>18.44</strong> Handelspartner der japanischen Nahrungsmittelindustrie sind in Sorge: <a href="http://blogs.aljazeera.net/live/asia/japans-nuclear-emergency-live-blog">Wie Al Jazeera berichtet</a>, wollen die indischen Behörden künftig entsprechende Importe auf Radioaktivität prüfen. Thailand, Südkorea, Hongkong, Singapur und die Philippinen hatten zuvor ebenfalls solche Testreihen angekündigt. Nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums gibt es keine Erkenntnisse zu radioaktiv belasteten Lebens- oder Futtermittel aus Japan in Deutschland. (kg)</p>
<p><strong>18.24</strong> Die labile Lage in Japan beeinflusst auch den Routenplan der Lufthansa: Bis einschließlich Sonntag wird die größte deutsche Fluggesellschaft den Flughafen in Tokyo nicht mehr anfliegen. Die Flüge von Frankfurt werden stattdessen nach Nagoya umgeleitet, die Maschinen aus München landen in Osaka. Alle Maschinen, die von Japan wieder deutschen Boden erreichen, sollen auch künftig als &#8220;vorsorglich umgesetzte Maßnahme&#8221; auf Strahlung überprüft werden. (kg)</p>
<p><strong>18.21</strong> Stresstests kannten wir bislang nur aus der Welt der Banken. Nun soll es diese auch für Atomkraftwerke in der EU geben. Geprüft werden soll deren Belastbarkeit bei Gefahren wie Stromausfällen und Terrorangriffen. Dazu Energiekommissar Günther Oettinger: &#8220;Es geht um eine Neubewertung aller Risiken.&#8221; Mit Blick auf die Ereignisse in Japan sprach er von einer &#8220;Apokalypse&#8221;. (kg)  </p>
<p><strong>17.49</strong> Fährt man vom beschädigten AKW Fukushima 300 Kilometer Richtung Norden, gelangt man zu den beiden Stützpunkten der US-Marines in Yokosuka und Atsugi. Auch dort wurde nach Berichten von US-Fernsehsendern leicht erhöhte Strahlung gemessen. Die Soldaten und ihre Familien würden ihre Aktivitäten im Freien einschränken – eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn Gesundheitsrisiken bestünden derzeit nicht. (kg)</p>
<p><strong>17.05</strong> Der Sicherheitsbehälter eines der Reaktoren im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist nach Informationen der <a href="http://www.iaea.org/">Internationalen Atomenergiebehörde IAEA</a> möglicherweise beschädigt. Die Wasserstoffexplosion im zweiten Reaktorblock am Dienstag könnte den Schaden hervorgerufen haben, teilte die UN-Organisation in Wien mit. Diese innere Schutzhülle, die den Reaktormantel umschließt, soll eigentlich den Austritt von gefährlicher Strahlung an die Umwelt verhindern. Unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tepco hatte die Nachrichtenagentur Kyodo schon in der Nacht zum Dienstag berichtet, dass bei einer Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima auch der Reaktorbehälter beschädigt worden sei. (de/dpa)</p>
<p><strong>16.26</strong> Auch in den USA reagieren die Anleger verunsichert: Am Morgen verlor der Dow Jones zwischenzeitlich rund zwei Prozent, ebenso wie der Technologieindex Nasdaq. Auch der Preis für Öl und andere Rohstoffe sank. Die Anleger rechnen offenbar damit, dass die Nachfrage in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt in den kommenden Monaten schwach ausfallen wird. Auch die Renditen für Staatsanleihen sinken; offenbar flüchten sich einige Händler von Aktien in Staatspapiere. Die <em>New York Times</em> zitiert einen Händler mit den Worten: &#8220;Die Investoren bewegen sich zu den Außenlinien. Sie verkaufen die Dinge, die sie vorher gekauft haben und kaufen die Dinge, die sie verkauft haben, wie den Dollar&#8221;. (pfa)</p>
<p><strong>16.23</strong> Eine ganzes japanisches Dorf verschwand in den Fluten: Der Fischerort Otsuchi wurde komplett &#8220;ausradiert&#8221;, <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6471080,00.html">berichten die Reporter der Deutschen Welle</a>. &#8220;Mit den Elementen hatte der kleine Ort direkt am Wasser immer zu kämpfen: in der Vergangenheit waren regelmäßig Waldbrände ausgebrochen, Erdbeben ließen die Wellen ansteigen. Doch heute ist von dem 17.000 Einwohner-Städtchen nichts mehr übrig.&#8221; (hf)</p>
<p><strong>16.12</strong> Solidarität aus den USA: <a href="http://www.redcross.org/portal/site/en/menuitem.94aae335470e233f6cf911df43181aa0/?vgnextoid=3f22acbbc26be210VgnVCM10000089f0870aRCRD">Das amerikanische Rote Kreuz</a> überweist der japanischen Schwesterorganisation 10 Millionen Euro für Hilfsmaßnahmen. Das Rote Kreuz in Japan bereitet sich derweil auf Rettungsaktionen im Fall eines GAUs vor. (hf)</p>
<p><strong>16.12</strong> <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">Laut BBC</a> denkt der Betreiber des AKW Fukushima, Tepco, darüber nach den Reaktor 4 zu kühlen indem man Wasser aus Hubschraubern auf ihn schüttet. (fz)</p>
<p><strong>16.05</strong> Die Informationspolitik der japanischen Regierung ist gelegentlich etwas seltsam. So gibt es zwar eine <a href="http://www.bousai.ne.jp/eng/index.html">Seite des japanischen Wissenschaftsministeriums</a>, auf der die Radioaktivität in der Luft in Echtzeit dargestellt wird. Auf dieser sind all jene japanischen Präfekturen gelistet, in denen Atomanlagen stehen. Auch die Daten kommen regelmäßig alle zehn Minuten und sind aktuell. Allerdings fehlt eine Präfektur dabei: Fukushima, wo das Kraftwerk explodierte. <a href="http://www.bousai.ne.jp/eng/speedi/pref.php?id=07">Bei dieser steht in den Spalten lediglich &#8220;under survey – unter Beobachtung&#8221;</a>. Da hilft es leider auch nichts, dass <a href="https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0AqRrTmNrEqx0dGdYdTg2c0FjU2txTlZieUNvb0hfQnc#gid=0">im Internet ein Google Spreadsheet</a> gebastelt wurde, um die Daten archivieren und eventuelle Anstiege der Radioaktivität beobachten zu können. (kb)</p>
<p><strong>16.00</strong> Es ist nun Mitternacht in Japan. Die Arbeiten an den Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima gehen weiter, aber solange es keine dramatischen Verschlimmerungen oder – wider Erwarten – keine deutliche Verbesserung der aktuellen Situation gibt, wird der Strom der Neuigkeiten in den kommenden Stunden vermutlich geringer werden. (de)</p>
<p><strong>15.55</strong> Warum steigen auch die Temperaturen in den abgeschalteten Reaktorblöcken 4, 5 und 6, obwohl schon vor dem Erdbeben am 11. März diese Reaktoren heruntergefahren wurden? &#8220;Das Problem ist, dass in den Blöcken zumindest noch die letzte Kernbeladung liegt&#8221;, sagt Christoph Pistner, Nuklearexperte am Öko-Institut in Darmstadt. &#8220;Die Brennstäbe sind natürlich noch sehr heiß und müssen dauerhaft gekühlt werden&#8221;, sagt Pistner. Ein Ausfall der Wasser- oder einer Luftkühlung könnte also die Ursache für den Anstieg der Temperaturen in den Blöcken sein. (de)</p>
<p><strong>Lesen Sie dazu auch</strong> unseren ständig aktualisierten Beitrag <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">&#8220;Fragen und Antworten: Wie ernst ist die Atomgefahr in Japan?&#8221;</a></p>
<p><strong>15.50</strong> Unter Berufung auf die internationale Atombehörde (IAEA) <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">berichtet <em>BBC News</em></a>, dass eine Flugverbotszone von 30 Kilometern um Fukushima errichtet wurde. (fz)</p>
<p><strong>15.20</strong> In der Präfektur Shizouka, südlich von Tokyo, hat es ein starkes Nachbeben gegeben. Auf der japanischen Shindoskala, die Erschütterungen an der Erdoberfläche als Maßstab nimmt, erreichte das Beben einen Wert von 6+. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Japan_Meteorological_Agency_seismic_intensity_scale">Bei einem solchen Wert</a> bewegt sich die Erde so heftig, dass sich Menschen in der Regel nur noch kriechend fortbewegen können. Nicht speziell für Erdbeben gerüstete Gebäude stürzen ein.<br />
In den vergangenen Tagen war es immer wieder zu Nachbeben gekommen – dieses aber gehört zu den stärkeren. Auch in Tokyo wackelten Gebäude, berichtete Reuters. <a href="http://www.jma.go.jp/jma/en/News/2011_Earthquake_03.html">Die japanische Meteorologiebehörde berichtete</a> außerdem von mehreren Nachbeben in den Präfekturen Iwate, Miyagi, Ibaraki und Fukushima, wo sich auch das havarierte Atomkraftwerk befindet. Sie hatten eine Stärke von bis zu sieben auf der Richterskala. (kb)</p>
<p><strong>14.55</strong> &#8220;Fukushima strahlt in unseren Köpfen&#8221; ist die Überschrift des geschriebenen und gezeichneten Tagebuches der in Tokyo lebenden Illustratorin und Werbefilmerin Yuko Ichimura <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35471">im Blog des SZ Magazins</a>. Dort berichtet Yuko Ichimura, wie ihr Leben zwischen Erdbeben und Atom-Katastrophe aussieht. (de)</p>
<p><strong>14.40</strong> <a href="http://news.blogs.cnn.com/2011/03/15/japan-quake-live-blog-fire-erupts-in-fourth-reactor-radiation-warning-issued/?hpt=T1">CNN berichtet</a>, die offizielle Zahl der Opfer von Tsunami und Erdbeben werde derzeit von der japanischen Polizei mit 3.373 Toten angegeben. 6.746 Menschen werden weiterhin vermisst. <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/">Laut der japanischen Rundfunkgesellschaft Nippon Hōsō Kyōkai (NHK)</a> wurden derweil zwei ältere Menschen nach 90 Stunden aus den Trümmern gerettet. Ein Lichtblick, immerhin. (fz)</p>
<p><strong>14.35</strong> <a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-fukushima-pressekonferenz-m-1.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-fukushima-pressekonferenz-m-1.jpg" alt="Pressekonferenz der Tepco" width="540" height="324" class="aligncenter size-full wp-image-2003" /></a><span style="color: #808080;"><em>Photocredit: Jiji Press/AFP/Getty Images</em></span></p>
<p><a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/78267.html">Die Agentur Kyodo berichtet von der Pressekonferenz des Kraftwerksbeitreibers Tepco</a>: Es sei im Moment nicht möglich, Wasser in das Abklingbecken von Reaktor 4 in Fukushima zu leiten, zitiert die Agentur die Tokyo Electric Power Company (Tepco). Verschiedene Quellen berichten außerdem, das Becken sei inzwischen leer. Das würde bedeuten, dass kein Kühlwasser mehr die Zerfallsreaktion der dort gelagerten Brennstäbe verlangsamt. Den genauen Wasserstand kann Tepco derzeit nicht angeben. Außerdem erklärte Regierungssprecher Edano, in den Becken der Reaktoren fünf und sechs steige ebenfalls die Temperatur. (kb)</p>
<p><strong>14.32</strong> China hat angekündigt, seine Bürger im Nordosten Japans in Sicherheit bringen zu wollen, <a href="http://www.cnbc.com/id/42087583">berichtet CNBC</a>. Die chinesische Botschaft in Tokyo gab demnach über ihre Website bekannt, die betroffenen Personen sollten mit Bussen aus den Prefekturen Miyagi, Fukushima, Ibaraki and Iwate abgeholt werden. Grund für die Evakuierung sei der Ernst der Lage rund um das Atomkraftwerk Fukushima. Wieviele Personen genau von der Maßnahme betroffen sind, ist unklar. Eine chinesische Zeitung berichtete, es könnten bis zu 30.000 Chinesen betroffen sein. (sh)</p>
<p><strong>14.30</strong> <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">Die BBC berichtet</a>, die österreichische Botschaft ziehe aus Sorge um die Unberechenbarkeit der momentanen Situation von Tokyo nach Osaka um. Die BBC bezieht sich dabei auf das Außenministerium Österreichs. (fz)</p>
<p><strong>14.24</strong> Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Atomenergie-Organisation">Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA)</a> der Vereinten Nationen <a href="http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html">äußert sich zur in Fukushima freigesetzten Strahlung</a>:<br />
&#8220;Am 15 März um 0:00 Uhr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinierte_Weltzeit">UTC</a> wurde eine Dosis von 11,9 Millisievert (mSv) pro Stunde festgestellt.  Sechs Stunden später, um 06:00 UTC am 15. März wurde eine Dosis von 0,6 Millisievert (mSv) pro Stunde festgestellt. Diese Beobachtungen deuten auf darauf hin, dass das Level der Radioaktivität vor Ort gesunken ist.&#8221; (de/eigene Übersetzung)</p>
<p><strong>Lesen Sie dazu auch</strong> unseren ständig aktualisierten Beitrag <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">&#8220;Fragen und Antworten: Wie ernst ist die Atomgefahr in Japan?&#8221;</a></p>
<p><strong>13.09</strong> Die Tokyo Electric Power Company (Tepco) <a href="http://twitter.com/#!/gakuranman/statuses/47622024759226370">gibt in diesen Momenten offenbar eine Pressekonferenz</a>. Der Betreiber des AKW in Fukushima sagt, man könne die Situation im Lagerbecken in Reaktor 4 derzeit nicht überprüfen, weil man nicht in die Nähe des Beckens könne. <a href="http://english.kyodonews.jp/">Kyodo News</a> meldet, die Strahlung in den Kontrollräumen des AKW sei zu hoch, als dass Tepco-Mitarbeiter sich dort aufhalten könnten. (de)</p>
<p><strong>12.43</strong> Der Unfall in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat nach Einschätzung der <a href="http://www.asn.fr/">Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN)</a> die zweithöchste Stufe in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Bewertungsskala_f%C3%BCr_nukleare_Ereignisse">der Internationalen Bewertungsskala (INES)</a>. Das Geschehen sei mit Stufe 6 von 7 zu bewerten, teilte der Präsident der Behörde, André-Claude Lacoste, in Paris mit. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7 auf der INES-Skala. (de/afp)</p>
<p><strong>12.25</strong> Al Jazeera zeigt Amateur-Aufnahmen der Tsunami-Welle letzte Woche. Wie die Wassermassen ganze Wohnviertel einfach abtragen, wie die Betroffenen sich gegenseitig unter Lebensgefahr helfen – eindrucksvoll (de):</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="540" height="334" src="http://www.youtube.com/embed/QxL36ngIJA8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>12.20</strong> Durch den Ausfall der betroffenen Reaktoren wird Energie in Japan knapp. Rund 20 Prozent der atomaren Energieproduktion ist zerstört, schätzen Experten. In Tokyo wird bereits seit Tagen Energie rationiert; nun weitet die Regierung die Maßnahme auch auf den Nordosten des Landes aus, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Ab Mittwoch sollen die neuen Regeln gelten. (pfa)</p>
<p><strong>12.12</strong> Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit den Ländern darauf verständigt, die sieben vor 1980 gebauten Kernkraftwerke vorübergehend abzuschalten. Dies betreffe die drei Monate, in denen die Laufzeitverlängerung ausgesetzt wird, sagte Merkel nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit Atomkraftwerken. (de)</p>
<p><strong>11.53</strong> Vor der japanischen Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima hat sich ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 6,3 ereignet. Das teilte Japans Meteorologischer Dienst am Dienstagabend (Ortszeit) mit. In Fukushima steht der Atomkomplex, in dessen Reaktorblöcken es während der vergangenen Tage Explosionen gab, meldet die dpa. Erdbeben dieser Stärke werden gemeinhin als &#8220;starke Erdbeben&#8221; klassifiziert und können Zerstörung im Umkreis bis zu 70 km zur Folge haben. (de)</p>
<p><strong>11.30</strong> Auch das Fotoblog &#8220;The Big Picture&#8221; des Boston Globe <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2011/03/japan_-_vast_devastation.html">zeigt Bilder der Zerstörung</a> – hervorgerufen durch Tsunami und Erdbeben. (pfa)</p>
<p><strong>10.51</strong> Nun gibt es auch Probleme im Reaktor 4 des Kraftwerks Fukushima. Dieser war während des Bebens nicht am Netz und enthält lediglich abgebrannte Brennstäbe, keine neuen. Trotzdem wird nun auch dort die Lage kritisch. &#8220;Einige fremde Objekte&#8221; seien in den Reaktor gefallen und hätten den Brand ausgelöst, sagte Staatsminister Yukio Edano. Es handle sich möglicherweise um Teile, sagte der Minister weiter, die aufgrund der Explosion herabgefallen seien. Denn auch in ihm gab es eine Wasserstoffexplosion. Zwei Löcher sollen dabei in die Außenhülle des Gebäudes gerissen worden sein, <a href="http://twitter.com/Reuters/status/47589152690147328">meldet Reuters</a>.<br />
<!-- http://twitter.com/Reuters/status/47589152690147328 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox47589152690147330 {background:url(http://a0.twimg.com/profile_background_images/103673206/reuters_twitter_bg.jpg) #c2c2c2;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox47589152690147330'>
<p class='bbpTweet'>FLASH: Japan nuclear safety agency: Two 8-metre holes in wall of Fukushima No.4 outer building after blast<span class='timestamp'><a title='Tue Mar 15 09:25:12 +0000 2011' href='http://twitter.com/Reuters/status/47589152690147328'>less than a minute ago</a> via web</span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/Reuters'><img src='http://a3.twimg.com/profile_images/918645374/reuters_twitter_avatar_normal.png' /></a><strong><a href='http://twitter.com/Reuters'>Reuters Top News</a></strong><br/>Reuters</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p>Der Brand ist zwar gelöscht, doch inzwischen haben die Mitarbeiter Mühe, das Abklingbecken zu kühlen. Das Wasser darin koche und verdampfe, <a href="http://twitter.com/japantimes/statuses/47583941103861761">twittert die <em>Japan Times</em></a> unter Berufung auf die Agentur Kyodo. Dadurch sinke der Wasserspiegel – was die Probleme noch verschärfen dürfte. Dass das Wasser kocht, bedeutet, dass die Kühlpumpen nicht mehr arbeiten. </p>
<p>Der AKW-Betreiber Tepco hat inzwischen <a href="http://plixi.com/p/84128748">eine Grafik veröffentlicht</a>, auf der die Strahlung am Haupttor der Anlage Fukushima Daiichi abgebildet ist. Um neun Uhr Ortszeit stieg sie demnach auf 12.000 Mikrosievert pro Stunde oder 12 Millisievert pro Stunde an und fiel nach ungefähr drei Stunden auf 2000 Mikrosievert. Der Anstieg fällt zeitlich zusammen mit dem Brand in Reaktor 4, was dafür spricht, dass bei der Explosion Löcher in das Gebäude gerissen wurden und radioaktiver Dampf entwich. (kb)</p>
<p><strong>10.44</strong> Der japanische Sender NHK versorgt die Welt mit englischsprachigen Informationen aus dem Katastrophengebiet. Das staatliche Programm wird mit Gebühren finanziert und unterhält einen eigenen Auslandsdienst. Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat Al Jazeera nun sogar gegen <em>NHK</em> getauscht, damit der Sender besser zu empfangen ist, <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/nhk-app-streamt-live-news-aus-japan_100033765.html?tx_ttnews[backPid]=23&#038;cHash=8e9e4f4b65f26f7482340d674ee87313">berichtet <em>Meedia</em></a>. (hf)</p>
<p><strong>10.43</strong> Die Kollegen des <em>New Yorker</em> <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/newsdesk/2011/03/japan-more-videos-earthquake.html">haben Videos von der Katastrophe</a> zusammengestellt. Bilder der Zerstörung, die sich ins Gedächtnis brennen. (pfa)</p>
<p><strong>10.39</strong> Die Türkei ist einer der am stärksten von Erdbeben betroffenen Staaten der Welt. Dennoch will das Land mit russischer Hilfe weitere Kraftwerke bauen. Trotz dem befürchteten GAU in Japan hält der türkische Energieminister Taner Yildiz an den Plänen fest, sein Land werde „die neueste Technologie“ einsetzen, während die in Japan betroffenen Anlagen aus den frühen siebziger Jahren stammten, zitiert ihn die <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E604FA1FC76914CF18E9C007AC04F0652~ATpl~Ecommon~Scontent.html"><i>Frankfurter Allgemeine Zeitung</i></a>. &#8220;Wir sind entschlossen, unsere Atomkraftwerksprojekte in der Türkei fortzusetzen.&#8221; (hf)</p>
<p><strong>10.20</strong> Das ZDF <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1283704/Was-passiert-bei-einer-Kernschmelze%3F?flash=on#/beitrag/video/1283704/Was-passiert-bei-einer-Kernschmelze%3F">zeigt in seiner Mediathek eine kurze, aber eindrucksvolle Erläuterung</a>: &#8220;Was passiert bei einer Kernschmelze?&#8221; Darin unter anderem auch: Welche Strahlung den Körper wie schädigt. Sehr sehenswert. (via <a href="hhttp://twitter.com/netzpolitik">@netzpolitik</a>) (de)</p>
<p><strong>10.15</strong> &#8220;Should I stay or should I go&#8221;, fragt sich Matt Alt <a href="http://altjapan.typepad.com/my_weblog/2011/03/should-i-stay-or-should-i-go.html">in seinem Blog</a>. Alt ist Autor und Übersetzer in Tokyo und überlegt wie alle Ausländer, ob er das Land nun verlassen soll. Er hat sich im Moment für Nein entschieden. Nach allen bekannten Fakten sei Tokyo derzeit sicher. Die Situation könne sich ständig ändern, derzeit aber scheine es, als seien alle Menschen außerhalb der Evakuierungszone nicht akut gefährdet. (kb)</p>
<p><strong>10.13</strong> In Japan dreht der Wind vorübergehend auf Nord und droht, radioaktive Partikel aus den havarierten Reaktoren Richtung Tokyo zu wehen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes. In Höhen von über 1000 Metern bleibe es aber bei der kräftigen Westströmung von der japanische Küste auf den Pazifik. Am Dienstagabend soll auch in tieferen Lagen der Wind wieder auf West drehen. Schadstoffe würden dann wieder auf das offene Meer geweht, meldet dpa. (de)</p>
<p><strong>09.50</strong> Die Website Couch Surfing hat eine <a href="http://www.couchsurfing.org/group.html?gid=39703">Gruppe eingerichtet</a>, um Unterbringungen für die von der Katastrophe betroffenen Menschen zu organisieren. &#8220;Falls Ihr eine Unterkunft habt, die ihr jemandem anbieten könnt, der durch die Katastrophe obdachlos geworden ist, dann lasst es uns bitte hier wissen&#8221;, schreiben die Organisatoren auf Englisch und Japanisch. (sh)</p>
<p><strong>09.39</strong> Der Brand im Reaktor 4 von Fukushima-1 entstand in einem Becken mit gebrauchtem Brennstoff, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mitteilt. (dah)</p>
<p><strong>09.30</strong> Die Kühlung in den Reaktoren 1 und 3 des AKW Fukushima-1 ist nach Angaben der Regierungssprechers Edano stabil. Ob Kühlwasser auch in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten. (ft)</p>
<p><strong>09.10</strong> 1000 Microsievert sind 1 Millisievert. Unsere Wissen-Redaktion hat <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">Fragen und Antworten zur Strahlungsbelastung</a> und Gefahr in Fukushima zusammengestellt. (ft)</p>
<p><strong>08.55</strong> Wie viel wert ist eigentlich ein &#8220;worst-case scenario&#8221;, wenn es den schlimmsten Fall nicht einbezieht, <a href="http://www.usatoday.com/money/industries/energy/2011-03-14-japan-nuclear-crisis-a-wake-up-call_N.htm">fragt die <em>USA Today</em></a>.</p>
<p><strong>08.30</strong> Dieses <a href="http://online.wsj.com/video/hundreds-line-up-at-supermarkets/66026B38-4ACC-4372-A730-B812927D3697.html">Video des <em>Wall Street Journals</em></a> zeigt Bilder von einem Supermarkt in <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Shiroishi,+Pr%C3%A4fektur+Miyagi,+Japan&#038;aq=0&#038;sll=37.0625,-95.677068&#038;sspn=52.285401,109.6875&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Shiroishi,+Pr%C3%A4fektur+Miyagi,+Japan&#038;ll=38.002656,140.622253&#038;spn=1.642626,3.427734&#038;z=9">Shiroishi</a>. Die Stadt liegt in einer Region, die besonders stark vom Erdbeben und dem Tsunami verwüstet wurde. Hunderte Mensche stehen vor dem Supermarkt Schlange, der die wenigen Waren verkauft, die nicht während der Katastrophe vernichtet wurden. Die Zugangsstraßen in die Region sind immer noch unbefahrbar, sodass die Lieferung neuer Waren kaum möglich ist. (sh) </p>
<p><strong>08.10</strong> Die Kollegen der <em>taz</em> widmen sich in einem <a href="http://taz.de/1/leben/buch/artikel/1/das-monstrum-und-die-hundemenschen/">Artikel über den radioaktiven Saurier Godzilla</a> dem Thema &#8220;Atomare Katastrophen und der Kampf zwischen Mensch und Natur&#8221;. Die, so die Beobachtung, spielen in der japanischen Popkultur schon lange eine große Rolle. (dah)</p>
<p><strong>07.20</strong> Aus der Entfernung von rund 9000 Kilometern zu Tokyo wirkt die Situation dort sehr Besorgnis erregend. Da muten E-Mails von japanischen Freunden mitunter wie Botschaften aus einer anderen Welt an: &#8220;I must say that my personal experience ist not too exciting&#8221;, schreibt etwa Yosuke Oshima, Banker aus Tokyo. Er habe sich jetzt angewöhnt, zu Fuß zur Arbeit zu gehen, weil der Öffentliche Nahverkehr gestört sei. &#8220;We are still holding on tight&#8221; &#8211; Wir halten uns wacker, sagt Oshima. (dah)</p>
<p><strong>07.10</strong> Noch heißt es, die Werte seien nicht so hoch, dass die Gesundheit in Gefahr sei. Doch viele Menschen in Tokyo sind in Unruhe: Die radioaktive Strahlung steigt nun auch in der japanischen Hauptstadt an.</p>
<p><strong>07.00</strong> Der Luftraum über dem havarierten AKW Fukushima-1 ist gesperrt. (dah)</p>
<p><strong>06.20</strong> &#8220;Unser Auftrag, nach Überlebenden zu suchen und diese zu retten, ist beendet&#8221;, sagt der Teamleiter des Technischen Hilfswerks (THW), Ulf Langemeier, in Japan der dpa. Das THW sehe keine Chance mehr, rund 100 Stunden nach dem verheerenden Beben in Japan im Katastrophengebiet noch Überlebende zu finden. (dah)</p>
<p><strong>06.06</strong> Nachdem der Nikkei-Index um 5 Uhr deutscher Zeit um mehr als 14 Prozent gefallen war, hat er eine Stunde später einen minimalen Teil der Verluste wieder gutgemacht: Im japanischen Nachmittagshandel lag er bei Minus 12 Prozent. (dah)</p>
<p><strong>04.57</strong> Der japanische Sender NHK rät den Menschen im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern um das AKW Fukushima-1, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Auch Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden. Wer jetzt noch von draußen hereinkomme, solle seine Haare, Kleidung und  Schuhe vor Betreten des Hauses reinigen oder abklopfen. Wäsche, die im Freien auf Wäscheleinen hänge, solle nicht mehr ins Haus gebracht werden, empfiehlt NHK. (wb)</p>
<p><strong>04.03</strong> Das Feuer in Reaktor 4 konnte gelöscht werden. Diese Mitteilung des AKW-Betreibers Tepco ist nun auch von der japanischen Atomsicherheitsbehörde bestätigt worden. (wb)</p>
<p><strong>04.03</strong> Japans Premierminister Kan hielt um 3 Uhr deutscher Zeit eine kurze Ansprache und rief das japanische Volk auf, nun trotz der sehr ernsten Lage ruhig und besonnen zu bleiben. Er teilte mit, dass Menschen, die zwischen 20 und 30 Kilometer vom AKW Fukushima-1 entfernt wohnen, ab sofort in ihren Häusern bleiben sollten, um sich zu schützen. Regierungssprecher Edano schilderte anschließend die Situation in dem AKW: In den Reaktoren 1, 2 und 3 ist es zu Explosionen gekommen. Im Reaktor 4 brennt es. Reaktor 4 war zum Zeitpunkt des Erdbebens nicht in Betrieb, im Reaktorgebäude sind aber ausgebrannte Brennstäbe, die immer noch Wärme abgeben. Reaktorgebäude 4 sei auch durch die Explosion benachbarter Reaktoren beschädigt worden. Edano geht davon aus, dass die radioaktiven Emissionen aus Reaktor 4 stammen. Edano berichtete, in der Nähe des Reaktors 3 seien sehr hohe Strahlenbelastungen von bis zu 400 Millisievert (Milli, nicht Micro) pro Stunde gemessen worden. Von den etwa 800 Mitarbeitern des AKW seien 50 in der Anlage zurückgeblieben, um weiterhin Meerwasser zur Kühlung in die Reaktoren 1, 2 und 3 zu pumpen. (wb)</p>
<p><strong>03.01</strong> Nach der Explosion in Reaktor 2 des AKW Fukushima-1 sind einem Medienbericht zufolge südlich des Kraftwerks erhöhte Strahlenwerte gemessen worden. In der Präfektur Ibaraki zwischen Fukushima und der Hauptstadt Tokyo gebe es eine höhere Belastung als normalerweise, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Widersprüchliche Meldungen gab es über eine mögliche Beschädigung des Schutzmantels des Reaktors: Während die Regierung erklärte, es habe offenbar Schäden am unteren Teil der Hülle gegeben, teilte die Behörde für Atomsicherheit wenig später mit, anscheinend gebe es keine Löcher. Ein Sprecher der Atombehörde sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Akw-Betreiber Tepco nehme nun an, dass es keine Schäden im Schutzmantel des Reaktors gebe. Dabei stützt Tepco sich auf die &#8220;Tatsache, dass die Strahlenwerte nicht sprunghaft gestiegen&#8221; seien. Zuvor hatte die Behörde noch erklärt, es sei von dem AKW-Betreiber über eine erhöhte Radioaktivität in der Präfektur Ibaraki informiert worden. Das derzeitige Niveau bedeute jedoch &#8220;keine Gesundheitsgefährdung&#8221; für die Bevölkerung. (wb)</p>
<p><strong>02.46</strong> Der amerikanische Schriftsteller Matt Alt <a href="http://twitter.com/#!/Matt_Alt/statuses/47467901833318400">twittert gerade aus Tokyo</a> (frei übersetzt): &#8220;Die Stimmung auf der Straße in Tokyo ist verhangen und nervös. Aber man hat das Gefühl, dass gerade alles menschenmögliche versucht wird. Kopf hoch!&#8221; (wb)</p>
<p><strong>01.35</strong> Die japanische Atomenergiebehörde teilte mit, die Explosion in Reaktor 2 sei &#8211; wie auch schon die Explosionen in den Reaktoren 1 und 3 &#8211; eine Wasserstoff-Explosion gewesen. Der Betreiber TEPCO hatte zuvor mitgeteilt, es bestehe die Möglichkeit, dass bei der jüngsten Explosion der sogenannte Supression Pool unter dem Reaktor 2 beschädigt worden sei. Dies muss nicht bedeuten, dass die innerste Reaktorkammer ebenfalls beschädigt wurde. Der Supression Pool spielt aber eine wichtige Rolle bei der Kühlung des Reaktors. Die Strahlenbelastung am Atomkraftwerk Fukushima-1 steigt nach Angaben des Betreibers nach der erneuten Explosion auf 8217 Mikrosievert pro Stunde. (wb)</p>

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		<title>Tag 4 nach dem Beben</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 05:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/newsblog/?p=1685</guid>
		<description><![CDATA[Von Domenika Ahlrichs (dah), Christian Bangel (cb), Kai Biermann (kb), Wolfgang Blau (wb), Alexandra Endres (ae), Hauke Friederichs (hf) Markus Horeld (mh), Sebastian Horn (sh) und Frida Thurm (ft) Weitere Explosion in AKW Fukushima-1 Hohe Strahlenbelastung von bis zu 400 Millisievert in AKW Nach Beben und Tsunami mindestens 10.000 Menschen vermisst Etwa 24.000 Menschen noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Von Domenika Ahlrichs (dah), Christian Bangel (cb), Kai Biermann (kb), Wolfgang Blau (wb), Alexandra Endres (ae), Hauke Friederichs (hf) Markus Horeld (mh), Sebastian Horn (sh) und Frida Thurm (ft) </em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Weitere Explosion in AKW Fukushima-1</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Hohe Strahlenbelastung von bis zu 400 Millisievert in AKW</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Nach Beben und Tsunami mindestens 10.000 Menschen vermisst</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Etwa 24.000 Menschen noch immer von Außenwelt abgeschnitten</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Börse: Nikkei-Index 12 Prozent im Minus</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Bundesregierung setzt AKW-Laufzeitverlängerung für drei Monate aus</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Über 100.000 Menschen demonstrieren in Deutschland für Atomausstieg</span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Themenseite zum Erdbeben in Japan</a></span></li>
</ul>
<p><strong>04.57</strong> Der japanische Sender NHK rät den Menschen im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern um das AKW Fukushima-1, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Auch Klimanlagen sollten abgeschaltet werden. Wer jetzt noch von draußen hereinkomme, solle seine Haare, Kleidung und  Schuhe vor Betreten des Hauses reinigen oder abklopfen. Wäsche, die im Freien auf Wäscheleinen hänge, solle nicht mehr ins Haus gebracht werden, empfiehlt NHK. (wb)</p>
<p><strong>04.03</strong> Das Feuer in Reaktor 4 konnte gelöscht werden. Diese Mitteilung des AKW-Betreibers TEPCO ist nun auch von der japanischen Atomsicherheitsbehröde bestätigt worden. (wb)</p>
<p><strong>04.03</strong> Japans Premierminister Kan hielt um 3 Uhr deutscher Zeit eine kurze Ansprache und rief das japanische Volk auf, nun trotz der sehr ernsten Lage ruhig und besonnen zu bleiben. Er teilte mit, dass Menschen, die zwischen 20 und 30 Kilometer vom AKW Fukushima-1 entfernt wohnen, ab sofort in ihren Häusern bleiben sollten, um sich zu schützen. Regierungssprecher Edano schilderte anschließend die Situation in dem AKW: In den Reaktoren 1, 2 und 3 ist es zu Explosionen gekommen. Im Reaktor 4 brennt es. Reaktor 4 war zum Zeitpunkt des Erdbebens nicht in Betrieb, im Reaktorgebäude sind aber ausgebrannte Brennstäbe, die immer noch Wärme abgeben. Reaktorgebäude 4 sei auch durch die Explosion benachbarter Reaktoren beschädigt worden. Edano geht davon aus, dass die radioaktiven Emmissionen aus Reaktor 4 stammen. Edano berichtete, in der Nähe des Reaktors 3 seien sehr hohe Strahlenbelastungen von bis zu 400 Millisievert (Milli, nicht Micro) gemessen worden. Von den etwa 800 Mitarbeitern des AKW seien 50 in der Anlage zurückgeblieben, um weiterhin Meerwasser zur Kühlung in die Reaktoren 1, 2 und 3 zu pumpen. (wb)</p>
<p><strong>03.01</strong> Nach der Explosion in Reaktor 2 des AKW Fukushima-1 sind einem Medienbericht zufolge südlich des Kraftwerks erhöhte Strahlenwerte gemessen worden. In der Präfektur Ibaraki zwischen Fukushima und der Hauptstadt Tokio gebe es eine höhere Belastung als normalerweise, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Widersprüchliche Meldungen gab es über eine mögliche Beschädigung des Schutzmantels des Reaktors: Während die Regierung erklärte, es habe offenbar Schäden am unteren Teil der Hülle gegeben, teilte die Behörde für Atomsicherheit wenig später mit, anscheinend gebe es keine Löcher. Ein Sprecher der Atombehörde sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Akw-Betreiber Tepco nehme nun an, dass es keine Schäden im Schutzmantel des Reaktors gebe. Dabei stützt Tepco sich auf die &#8220;Tatsache, dass die Strahlenwerte nicht sprunghaft gestiegen&#8221; seien. Zuvor hatte die Behörde noch erklärt, es sei von dem AKW-Betreiber über eine erhöhte Radioaktivität in der Präfektur Ibaraki informiert worden. Das derzeitige Niveau bedeute jedoch &#8220;keine Gesundheitsgefährdung&#8221; für die Bevölkerung. (wb)</p>
<p><strong>02.46</strong> Der amerikanische Schriftsteller Matt Alt <a href="http://twitter.com/#!/Matt_Alt/statuses/47467901833318400">twittert gerade aus Tokyo</a> (frei übersetzt): &#8220;Die Stimmung auf der Straße in Tokyo ist verhangen und nervös. Aber man hat das Gefühl, dass gerade alles menschenmögliche versucht wird. Kopf hoch!&#8221; (wb)</p>
<p><strong>01.35</strong> Die japanische Atomenergiebehörde teilte mit, die Explosion in Reaktor 2 sei &#8211; wie auch schon die Explosionen in den Reaktoren 1 und 3 &#8211; eine Wasserstoff-Explosion gewesen. Der Betreiber TEPCO hatte zuvor mitgeteilt, es bestehe die Möglichkeit, dass bei der jüngsten Explosion der sogenannte Supression Pool unter dem Reaktor 2 beschädigt worden sei. Dies muss nicht bedeuten, dass die innerste Reaktorkammer ebenfalls beschädigt wurde. Der Supression Pool spielt aber eine wichtige Rolle bei der Kühlung des Reaktors. Die Strahlenbelastung am Atomkraftwerk Fukushima-1 steigt nach Angaben des Betreibers nach der erneuten Explosion auf 8217 Mikrosievert pro Stunde. (wb)</p>
<p><strong>01.06</strong> Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat es erneut eine Explosion gegeben. In Reaktorgebäude 2 habe es am Dienstagmorgen, um 6 Uhr 20 japanischer Ortszeit Explosionsgeräusche gegeben, teilte ein Sprecher des AKW-Betreibers TEPCO. Auch an dem Druckbehälter soll es womöglich Schäden gegeben haben. Zudem soll die Strahlung den zulässigen Grenzwert überschritten haben, meldet die Agentur Kyodo.</p>
<p>Es sei unklar, ob Dampf oder flüssiges Wasser ausgetreten sei, berichtete der Sender NHK. Im Unterschied zu den ersten beiden Explosionen am Samstag und Montag in in den Reaktoren 1 und 3 sei diesmal nicht nur das äußere Reaktorgebäude, sondern auch der innere Druckbehälter des Reaktors beschädigt worden. TEPCO hat Teile der Anlage evakuiert. Nur noch etwa 50 Mitarbeiter sind im AKW verblieben, um sich unter anderem um die Kühlung der Reaktoren aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Zum Zeitpunkt der Explosion herrschte nach Angaben von Meteorologen Nordwind. Dies würde bedeuten, dass radioaktive Teilchen auch nach Süden in Richtung Tokyo gelangen könnten. Die japanische Hauptstadt liegt 260 Kilometer südwestlich von Fukushima-1. Mit rund 35 Millionen Einwohnern ist Tokyo eine der größten Metropolregionen der Welt. (wb)</p>
<p><strong>00.13</strong> Eilmeldung: Im Reaktor 2 des AKW Fukushima soll sich soeben eine Explosion ereignet haben. Das meldet die japanische Agentur Kyodo. In dem Kraftwerk hatte es bereits in den ebenfalls überhitzen Reaktorhäusern 1 und 3 schwere Explosionen gegeben. Hier ein Luftbild, auf dem das damals noch intakte Reaktorhaus 2 zu sehen ist. Links und rechts davon, die bereits zerstörten Reaktorhäuser 1 und 3. <a href="http://flic.kr/p/9qiBWB ">http://flic.kr/p/9qiBWB</a> (wb)</p>
<p><strong>23.54</strong> Wir haben unsere Liste lesenswerter <a href="http://twitter.com/#!/zeitonline/japan-erdbeben-9">Twitter-Accounts zur Lage in Japan</a> gerade noch einmal aktualisiert. (wb)</p>
<p><strong>21.03</strong> Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten des Tages:<br />
*Der Zustand der Reaktoren im AKW Fukushima-1 weiter unklar. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte am Abend mit, sie gehe bisher nicht von einer Kernschmelze aus. AKW-Betreiber TEPCO und auch die japanische Regierung sagten zuvor, es müsse mit einer Kernschmelze in einem oder sogar mehreren der Reaktoren des AKW gerechnet werden. Japan hat nun die USA um Hilfe bei der Kühlung der Reaktoren gebeten. <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/atomalarm-japan-faq">[weiter…]</a></p>
<p>*Nachdem der Wind bisher von Fukushima aus aufs offene Meer hinauswehte, wird er in den nächsten Stunden in Richtung Süden drehen. Sollten aus dem beschädigten AKW also weitere radioaktive Partikel austreten, würden diese in Richtung Tokyo getragen werden, einer der größten Metropolregionen der Welt mit schätzungsweise 35 Millionen Einwohnern.</p>
<p>*Über die Zahl der bei dem Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami ums Leben gekommenen Menschen gibt es weiterhin nur sehr ungefähre Angaben. Das japanische Rote Kreuz veröffentlichte am Nachmittag <a href="http://blogs.redcross.org.uk/international/2011/03/japan-earthquake-response-in-figures/">diese Zahlen</a>:<br />
2.000 Tote sind bestätigt, von insgesamt mindestens 10.000 Toten muss ausgegangen werden.<br />
2.000 Menschen wurden verletzt.<br />
530.000 Menschen verloren Ihr Zuhause und verteilen sich nun auf etwa 2.500 Notunterkünfte.<br />
24.000 Menschen sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten und können wenn, dann nur aus der Luft versorgt werden.<br />
1,2 Millionen Häuser sind ohne Elektrizität.<br />
1,4 Millionen Häuser haben keine Wasserversorgung.<br />
4.700 Häuser wurden beschädigt.<br />
50.000 Häuser wurden komplett zerstört.<br />
582 Straßen sind unterbrochen oder zerstört.<br />
32 Brücken sind zerstört.</p>
<p>*Die Katastrophe in Japan hat auch Konsequenzen für die deutschen Kernkraftwerke: Die im Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung wird für drei Monate ausgesetzt und die ältesten Meiler werden abgeschaltet. Dieses Moratorium der Regierung bedeutet wohl das Aus für die AKW Neckarwestheim-1 und Isar-1. Umweltminister Röttgen stellte die Laufzeitverlängerung komplett infrage. <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/akw-moratorium-laufzeit-atomkraft">[weiter…]</a></p>
<p>*In Deutschland haben am Abend &#8211; je nach Angaben &#8211; Zehntausende Menschen für die Stilllegung der deutschen Atomkraftwerke demonstriert. Ein Sprecher der <a href="http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html">Organisation &#8220;ausgestrahlt&#8221;</a> sagte, an den Mahnwachen an rund 450 Orten hätten sich insgesamt sogar 110.000 Menschen beteiligt. Auf Transparenten standen Forderungen wie &#8220;Solidarität mit Japan &#8211; Ausstieg jetzt&#8221; oder &#8220;Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986, Fukushima 2011 &#8211; Wann wird man je verstehen?&#8221;. Die Demonstranten riefen in Sprechchören &#8220;Abschalten&#8221;. (wb)</p>
<p><strong>20.17</strong> Die Preise für Gemüse in Sendai im Katastrophengebiet haben sich seit Freitag mehr als verdoppelt. Die Menschen stehen in langen Schlangen vor den Geschäften an. Hilfe von außen kann nur per Helikopter kommen: Der Bahnhof, der Hafen und der Flugplatz liegen in Trümmern. Steve Herman, Asienkorrespondent von <a href="http://www.voanews.com/english/news/asia/Sendai-Struggles-to-Hang-On-After-Quake-Tsunami-117937009.html">Voice of America berichtet</a> über das Leben in Sendai nach dem Beben und dem Tsunami. (hf)</p>
<p><strong>20.15</strong> In einer Notunterkunft in der Stadt Natori: Überlebende des Erdbebens durchsuchen Namenslisten nach Angehörigen. (wb)<br />
<a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-blog-bilder-140311-540x304.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1858" title="japan-blog-bilder-140311-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-blog-bilder-140311-540x304.jpg" alt="In einer Notunterkunft in der Stadt Natori durchsuchen Überlebende des Erdbebens Namenslisten nach Angehörigen. " width="540" height="304" /></a><br />
©MIKE CLARKE/AFP/Getty Images</p>
<p><strong>19.21</strong> Zur Frage, ob im AKW Fukushima-1 nun die befürchtete Kernschmelze eingetreten ist oder nicht, gibt es weiterhin widersprüchliche Aussagen. Die Atombehörde der Vereinten Nationen, die IAEA, teilte am Abend mit, es gebe nach wie vor keine Anzeichen für ein Schmelzen der Brennstäbe in Fukushima. Der Kraftwerksbetreiber Tepco erklärte dagegen, im Reaktorblock 2 des AKW könnte die Kernschmelze bereits begonnen haben. Wie groß die Nervosität und Unsicherheit auch der Journalisten ist, wurde gestern beispielhaft deutlich. Ein großer amerikanischer Sender erhob einfach die Ungewissheit zur Nachricht und formulierte dann folgende Eil-Meldung: &#8220;Vielleicht Kernschmelze in Fukushima!&#8221; (wb)</p>
<p><strong>18.56</strong> Die USA erweisen sich auch bei Hilfsoperationen als Supermacht. Acht Kriegsschiffe der Navy, darunter der Flugzeugträger USS Ronald Reagan operieren vor der japanischen Küste. Fünf weitere Schiffe sind unterwegs, meldet die BBC. Die USA hatten ihre Hilfs-Flotille zunächst zurück geordert, nachdem ein Schiff wegen zu hoher Strahlenbelastung Alarm ausgelöst hatte. Vor allem Hubschrauber können die Japaner gut gebrauchen, noch immer ist auf vielen Straßen Japans kein Durchkommen und die Erde bebt weiter. (hf)</p>
<p><strong>18.21</strong> Wenigstens das Wetter war Japans von Radioaktivität bedrohten Katastrophenregionen bisher gnädig. Der Wind trieb die aus den havarierten Reaktorblöcken aufsteigende Radioaktivität nach Osten, Richtung Meer. Doch der Dienstag könnte kritisch werden. In der Nacht zum Dienstag und im Laufe des Tages drehe der Wind Richtung Tokyo. Das sagt der Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD). &#8220;Ich würde den Teufel aber nicht an die Wand malen&#8221;, sagte Jonas. Der Wind werde schwach sein. Außerdem drehe er gegen Dienstagabend wieder zurück in Westrichtung.</p>
<p>Zudem ist die Strahlung – zurzeit – nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht besonders gefährlich. &#8220;Von dem, was wir zur Zeit über die Höhe der radioaktiven Strahlung wissen, ist das Gesundheitsrisiko für Japan minimal&#8221;, sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl. &#8220;Das heißt, wenn jemand betroffen ist, ist das Risiko nicht sehr hoch&#8221;</p>
<p>Es sei nur &#8220;sehr wenig&#8221; Radioaktivität aus den beschädigten Reaktoren in Japan ausgetreten. Außerdem seien die Menschen bereits in Sicherheit gebracht worden, als es zu den Vorfällen kam. Die WHO gibt an, bei 22 Menschen, die in der betroffenen Region leben, sei &#8220;eine geringe Menge Radioaktivität&#8221; gemessen worden.</p>
<p>Allerdings hatten Messungen am späten Abend (Ortszeit) am Atomkraftwerks eine erhöhte Radioaktivität von 3130 Mikrosievert gemessen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete &#8211; dies sei doppelt so hoch wie der zuvor gemessene Höchstwert. Die zulässige Obergrenze liegt bei 500 Mikrosievert. (cb)</p>
<p><strong>17.55</strong> Wo sind eigentlich die Deutschen? Bisher sind kaum deutsche Hilfsorganisationen in Japan. Die geben als Grund vor allem die Sicherheitslage an. &#8220;Da würde der Nutzen das Risiko nicht rechtfertigen&#8221;, sagt Achim Reinke von Caritas international. Und ein Sprecher von &#8220;Ärzte ohne Grenzen&#8221; sagt: &#8220;Wir sind keine Spezialisten für atomare Verseuchung.&#8221; Außerdem hat Japan bisher noch kein internationales Hilfeersuchen gestellt &#8211; eine Voraussetzung für den Einsatz deutscher Spezialeinheiten.</p>
<p>Einzig das THW ist zurzeit – im Auftrag der Bundesregierung – mit einem 40-köpfigen Einsatztrupp in Japan. Die Erdbebenspezialisten haben heute  ihr Einsatzgebiet nahe der Stadt Tome erreicht. Von ihrem Basiscamp aus hätten sie bereits erste Erkundungen zu kleineren Ortschaften unternommen, um zu prüfen, wo der Einsatz von Suchhunden und Bergungsgerät sinnvoll sei, sagte ein Sprecher. Die Erkundungen  mussten allerdings wegen Nachbeben und einer Tsunamiwarnung zunächst unterbrochen werden. (cb)</p>
<p><strong>17.39</strong> Ist das ein gutes Zeichen? Japan hat die Internationale Atomenergiebehörde IAEA wegen der Unfälle in den Kernkraftwerken um Hilfe gebeten. Die Regierung habe bei seiner Behörde die Entsendung einer Expertenmission angefragt, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano. Man diskutiere mit Japan momentan die Details. Amano sprach Japan seine Anerkennung für die Bemühungen um die Stabilisierung der Reaktoren nach der Erdbebenkatastrophe aus: &#8220;Die Sicherheitsbehälter haben gehalten, und die Freisetzung von Radioaktivität ist begrenzt.&#8221;<br />
Ergänzung: BBC berichtet, Japan habe auch die <a href="http://www.nrc.gov/about-nrc/organization/commfuncdesc.html" target="_blank">US-Atomregulierungsbehörde</a> um Hilfe gebeten, (cb)</p>
<p><strong>17.10</strong><br />
Reuters mit eindrucksvollen Augenzeugenberichten aus dem Katastrophengebiet.</p>
<div class="zol_video art_wide vid825250793001"></div>
<p><strong>17.06</strong> Wir haben zwei interessante Einschätzungen deutscher Experten.</p>
<p>Lothar Hahn war früher Geschäftsführer der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit. Er sagt, man könne die drei Reaktoren fast nur noch sich selbst überlassen. &#8220;Es bestehen aus technischer Sicht kaum Möglichkeiten, den Unfallablauf noch irgendwie zu beeinflussen.&#8221; Man wisse nicht, ob es bereits Lecks an der Reaktorhülle gebe. Die Tatsache, dass Mitarbeiter der Kernkraftwerke bereits in Krankenhäuser behandelt würden, sei aber ein schlechtes Zeichen.</p>
<p>Wolfgang Renneberg, ehemaliger Leiter für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, sieht ein hohes Risiko, dass auch die Sicherheitshüllen (um die Brennstäbe) beschädigt werden.&#8221; Dann läge das ganze Inventar frei.</p>
<p>Die letzte verbleibende Möglichkeit sei es, die Sicherheitsbehälter zu fluten und zu kühlen. Dabei könne Wasser mit der Metallschmelze in Kontakt kommen. Die Bildung von Wasserstoff sei die Folge. &#8220;Es kann abgelassen werden. Es kann aber auch sein, dass der Wasserstoff im Sicherheitsbehälter explodiert.&#8221;</p>
<p>Werde die Hülle beschädigt, müsse eine Sperrzone um die Anlage gelegt werden. Rund 30 Kilometer wie in Tschernobyl seien vorstellbar. (cb)</p>
<p><strong>16.51</strong> Auf einer Pressekonferenz hat der japanische Regierungssprecher Edano gerade bekannt gegeben, dass scheinbar die Brennelemente in den &#8220;drei am stärksten beschädigten Reaktoren&#8221; schmelzen. Man könne dies im Moment nicht direkt überprüfen, es sei aber sehr wahrscheinlich.</p>
<p>Zur Situation im Reaktor 2 des AKW Fukushima-1 heißt es, die Brennelemente würden vollständig trocken liegen. Außerdem <a href="http://twitter.com/datenschreck/statuses/47321290847174656" target="_blank">steigt der Druck im Reaktor</a>, weil sich ein Ventil nicht mehr öffnen ließe.  (sh)</p>
<p><strong>16.46</strong> <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698" target="_blank">Die BBC zitiert in ihrem Live-Blog</a> einen japanischen Nuklearingeneur, Masashi Goto, der an der Konstruktion der betroffenen Reaktorkerne in Fukushima beteiligt war. Die Konstruktion reiche nicht aus, um Erdbeben und Tsunamis auszuhalten. Die Erbauer des Kraftwerks, Toshiba, hätten dies gewusst. Seine größte Sorge sei nun, dass die Explosionen an den Reaktoren 1 und 3 die Stahlhülle des Reaktors beschädigt haben.</p>
<p>Hinzu käme, so der Ingenieur weiter, dass in dem Reaktor eine Mischung aus Uranium und Plutonium zum Einsatz kommt. Dadurch ist der Schmelzpunkt geringer. Außerdem bedeutet diese Mischung, dass das Plutonium bei einer Explosion über eine doppelt so große Fläche verteilt würde, wie bei einer &#8220;konventionellen nuklearen Explosion&#8221;. (sh)</p>
<p><strong>16.22</strong> Es fällt manchen von uns schwer, eine Vorstellung davon zu bekommen, was die Katastrophe für die Menschen in Japan bedeutet. Dieses beeindruckende Video des <em>Guardian</em> zeigt Aufnahmen der Verwüstung. Die Menschen, die in den zerstörten Häusern gewohnt haben, sagen, sie hätten alles innerhalb von Sekunden verloren. Nur ihr Leben sei ihnen geblieben. Nun helfen sie sich gegenseitig. Die lokale Regierung helfe ihnen nicht, würde sie sogar ignorieren. (sh)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="303" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="flashvars" value="endpoint=http://www.guardian.co.uk/world/video/2011/mar/14/myagi-tsunami-aftermath-video/json" /><param name="src" value="http://www.guardian.co.uk/video/embed" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="303" src="http://www.guardian.co.uk/video/embed" flashvars="endpoint=http://www.guardian.co.uk/world/video/2011/mar/14/myagi-tsunami-aftermath-video/json" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>16.18</strong> <a href="http://www.reuters.com/article/2011/03/14/us-japan-quake-core-factbox-idUSTRE72D31720110314?WT.tsrc=Social%20Media&amp;WT.z_smid=twtr-reuters_%20com&amp;WT.z_smid_dest=Twitter">Dieses Reuters-Video</a> zeigt, wie es im Inneren des Atomkraftwerks Fukushima-1 aussieht. Außerdem erklärt es noch einmal, wie es zu den Explosionen in zwei der Reaktoren des Kraftwerks kam. (sh)</p>
<p><strong>16.11</strong> Nun ist es offiziell: Die Bundesregierung setzt die erst im Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland für drei Monate aus, um in dieser Zeit eine Sicherheitsprüfung an den deutschen AKWs vorzunehmen. Es gebe dabei &#8220;keine Tabus.&#8221; Deutschland könne aber noch nicht auf die Atomkraft verzichten. Heißt das also, dass sich auch die Laufzeiten um drei Monate nach hinten verschieben? Denn wie verschiebt man eine Laufzeitverlängerung? (cb)</p>
<p><strong>16.10</strong> Japan ist in der Lage, sich selbst zu helfen, anders als etwa Haiti. Das ist der Tenor aller Hilfsorgansiationen, die man zur Notlage der Menschen in der Erdbeben- und Tsunamiregion befragt. Militär und Zivilschutz kümmern sich um die Versorgung mit Trinkwasser, Obdach und Nahrung. Die Hilfsorganisationen arbeiten höchstens zu &#8211; oder sie halten sich ganz raus. Doch trotz der guten Reaktion auf die Katastrophe sind manche Orte im Nordosten immer noch von der Außenwelt abgeschnitten. Egal, wie gut die Nothilfe funktioniert: Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung wird es dauern, bis alle Menschen versorgt sind. (ae)</p>
<p><strong>15.45</strong> Am Arahama-Strand <a href="http://twitter.com/dicklp/status/47291542813159424">hat Richard Llyod Parry beobachtet</a>, wie Leichen in Leichensäcken abtransportiert wurden. Im nahegelegenen Krankenhaus sähe es aus wie im Krimkrieg: keine Nahrung, keine Elektrizität, kaum Medikamente. Die beiden Ärzte und die Krankenschwester seien aber sorglos. (sh)</p>
<p><strong>15.41</strong> Richard Lloyd Parry ist für die britische Zeitung <em>The Times</em> in Japan und twittert <a href="http://maps.google.com/maps?oe=UTF-8&amp;gfns=1&amp;q=sendai&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;hq=&amp;hnear=Sendai,+Miyagi+Prefecture,+Japan&amp;ei=VSh-TY_eL4jNsgaYvM3uBw&amp;sa=X&amp;oi=geocode_result&amp;ct=image&amp;resnum=7&amp;ved=0CFcQ8gEwBg">aus dem Katastrophengebiet rund um Sendai</a>. Er berichtet von &#8220;extremer Verwüstung&#8221; außerhalb der Stadt. In der Nachbarstadt Tagajo sei die Straße zwar frei, aber auf beiden Seiten des Fahrstreifens sähe es aus wie auf einem Friedhof für zerstörte und durcheinander geworfene Autos. (sh)</p>
<p><strong>15.34</strong> Der Twitter-User @arclight, der sich im Verlauf der Atomkatastrophe als Experte für nukleare Sicherheit erwiesen hat, wird anscheinend nicht weiter zu diesem Thema twittern. <a href="http://twitter.com/arclight/statuses/47300346766307329">In seinem letzten Tweet heißt es</a>, seine Vorgesetzten hätten ihm mitgeteilt, er solle seine Aktivität auf der Plattform einstellen. Genauere Hintergründe sind noch nicht bekannt, also auch noch keine genaue Erklärung, für wen @arclight tätig war. (sh)</p>
<p><strong>15.30</strong> Kommentar zur AKW-Laufzeit-Debatte:<a href="http://bit.ly/g1BhLy"> &#8220;Berlin zieht die richtigen Lehren aus Fukushima&#8221;</a>, von Michael Schlieben. (wb)</p>
<p><strong>14.59</strong> Buchstäblich unvorstellbar ist das, was wir aus dem (früheren) Surferstädtchen Otsuchi hören. 19.000 Einwohner hatte der Ort, möglicherweise ist die Hälfte der Bevölkerung getötet worden. Nur noch ein Supermarkt und ein buddhistischer Tempel sind klar identifizierbar. Japans Rot-Kreuz-Präsident verglich Otsuchi mit Osaka und Tokio nach dem Zweiten Weltkrieg. Alles sei kaputt und dem Erdboden gleichgemacht. &#8220;In meinen langen Jahren beim Roten Kreuz habe ich nichts Schlimmeres erlebt.&#8221;</p>
<p>Reuters-Fotograf und Pulitzer-Preisträger Andres Latif hat Ähnliches in der Stadt Minami gesehen. Er habe zeitweilig seine Arbeit ruhen lassen müssen, so sehr habe ihn die Zerstörung dort mitgenommen. &#8220;Ich habe ähnliche Katastrophen erlebt. 2004 habe ich über den Tsunami in Thailand berichtet. Aber so etwas habe ich mein Lebtag nicht gesehen.&#8221; (cb)</p>
<p><em>Otsuchi nach der Katastrophe  © Kyodo/Reuters</em><br />
<a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/otsuchi-140311-540x304.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1807" title="otsuchi-140311-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/otsuchi-140311-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p><strong>14.55</strong> Laut <a href="http://blogs.wsj.com/japanrealtime/2011/03/14/tireless-edano-earns-twitter-respect/">einem Bericht des <em>Wall Street Journals</em></a> erfreut sich der japanische Regierungssprecher Yukio Edano auf Twitter immer größerer Beliebtheit. Das Hashtag #edano_nero gehört weltweit zu den Themen, über die besonders viel getwittert wird. &#8220;Nero&#8221; ist das japanische Wort für &#8220;schlafen&#8221;.</p>
<p>Seit dem Beginn der Katastrophe ist Edano schon mehrfach im Fernsehen aufgetreten, manchmal sogar mehr als einmal in der Stunde. Er sei im Hinblick auf die Katastrophe zum Gesicht der Regierung geworden, schreibt das Journal weiter. Bekannt ist auch längst die hellblaue Notfalljacke, die Edano stets trägt. (sh)</p>
<p><strong>13.59</strong> Nun räumt die Regierung ein, dass in drei Reaktoren des Atomkraftwerkes Fukushima Eins eine Kernschmelze droht. (cb)</p>
<p><strong>13.56</strong> Dieses Kind wurde vom Roten Kreuz aus der Katastrophenregion Ishinomaki gerettet.<br />
<a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-kinder-540x304.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1795" title="japan-kinder-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-kinder-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p><strong>13.52</strong> Alle unsere Berichte zur Lage in Japan können Sie übrigens auch über <a href="http://bit.ly/hC2MWs">diesen Themenseiten-RSS-Feed abonnieren</a> (wb)</p>
<p><strong>13.46</strong> &#8220;Die japanischen Behörden sind unglaublich gut darin, auf Naturkatastrophen zu reagieren&#8221;, sagt Ian Woolverton. Der Katastrophenexperte der Organisation Save the Children ist gerade auf dem Weg nach Sendai. In Asahi, einer vom Beben betroffenen Stadt drei Stunden nördlich von Tokyo, hätten die Behörden die Erdbebenopfer mit Trinkwasser und Nahrung versorgt, berichtet er. &#8220;Es gibt keinen Grund, warum wir als Helfer uns da engagieren sollten.&#8221; Ohnehin konzentriert sich seine Organisation auf die Betreuung von Kindern, deren Leben durch das Beben aus den Fugen geriet. (ae)</p>
<p><strong>13.39</strong> Die Nachrichtenlage in Fukushima wird nicht besser. Nun hat der Betreiber Tepco eingeräumt, dass möglicherweise eine &#8220;teilweise Kernschmelze&#8221; im Reaktor 2 des Kernkraftwerkes stattgefunden habe. Ein erster Versuch, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, war vor einigen Stunden fehlgeschlagen. (cb)</p>
<p><strong>13.31</strong> Die Agentur Kyodo berichtet, mehr eine als eine halbe Million Menschen seien vor der Naturkatastrophe geflüchtet. Millionen Japaner hätten ohne Wasser und Nahrungsmittel bei Temperaturen um den Nullpunkt im Freien übernachten müssen. Eine weitere Hiobsbotschaft erreicht uns aus Minamisoma, etwa 80 Kilometer südlich von Sendai. Dort soll sich <a href="http://news.blogs.cnn.com/2011/03/14/japan-quake-live-blog-rescuers-from-all-over-pitch-in-to-help/">nach Berichten des Senders NHK</a> Schweröl entzündet haben. Aus dem Gebäude stiegen Rauch und Flammen auf. (cb)</p>
<p><strong>13.23</strong> Für Laien ist schwer nachvollziehbar, was gerade in den Reaktoren der Atomkraftwerke Fukushima 1 und 2 passiert. Die <em>New York Times</em> <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2011/03/12/world/asia/the-explosion-at-the-japanese-reactor.html">hat diese Infografik erstellt</a>, die den Aufbau der Reaktoren erklärt und zeigt, was bei einer Kernschmelze passiert. (sh)</p>
<p><strong>13.07</strong> 100.000 Soldaten sollen im Einsatz sein – dennoch hat die japanische Regierung offenbar große logistische Probleme. Japan bittet nun sogar die EU darum, keine Experten, Ausrüstung oder Hilfsgüter mehr zu schicken. Man habe Schwierigkeiten, Helfer in das Katastrophengebiet schicken. 20 EU-Staaten haben bisher Hilfsgüter und Material bereitgestellt, das nun abwartet, bis die Truppen einen Weg zu den Opfern freigeschlagen haben. (cb)</p>
<p><strong>13.05</strong> Die betroffenen Atomkraftwerke in Japans Norden <a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/karte-japan-atomkraftwerke.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1784" title="karte-japan-atomkraftwerke" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/karte-japan-atomkraftwerke.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p><strong>12.52</strong> Im Moment ist schwer einzuschätzen, wie ernst die Lage am Reaktor 2 des Fukushima-1 Kraftwerks ist. Nachdem es vor gut einer Stunde geheißen hatte, die Brennstäbe lägen vollständig trocken und seien nicht mehr von Kühlwasser umspült, melden die Agenturen nun, dass wieder Kühlwasser in den Reaktor einfließt. Die Informationen allein reichen außerdem nicht aus, um die Gefahrenlage einschätzen zu können. Wieviel Strahlung entweicht, hängt zum Beispiel entscheidend davon ab, ob die Reaktorhülle beschädigt ist. Solange sie intakt ist, entweicht nur wenig Strahlung. Meldungen über freiliegende Brennstäbe können also weniger dramatisch sein, als es zunächst aussieht. (sh)</p>
<p><strong>12.37</strong> Mindestens 70.000 Kinder seien durch Beben und Tsunami obdachlos geworden, schätzt die Kinderschutzorganisation Save the Children. Zwar hätten viele Unterschlupf in Notunterkünften gefunden. Doch sie seien traumatisiert und stünden unter Schock. Manche seien von ihren Familien getrennt worden und wüssten nichts über den Verbleib ihrer Freunde. (ae)</p>
<p><strong>12.27</strong> <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">BBC</a>-Leser Chris Hutchinson beschwert sich über den Stromkonzern Tepco. Die Stromabschaltungen seien stadtteilweise geplant. Während sein Viertel in Tokyo die unbequemsten Zeiten für den Stromausfall zugeteilt bekommen habe – von sechs bis zehn und von fünf bis halb neun – seien die reichen Stadtteile mit einer zweieinhalbstündigen Pause am frühen Nachmittag gut weggekommen. (cb)</p>
<p><strong>12.20</strong> Im AKW Fukushima-1 spitzt sich die Lage dramatisch zu. Wie die Agentur Jiji berichtete, ist eine Kernschmelze in Reaktor 2 nicht mehr auszuschließen. Dort lägen die Brennstäbe mittlerweile ganz trocken, schrieb die Agentur unter Berufung auf den Betreiber Tepco. (ft)</p>
<p><strong>12.09</strong> Dem Auswärtigen Amt liegen auch vier Tage nach dem Ausbruch der Katastrophe in Japan keine Erkenntnisse darüber vor, ob deutsche Staatsbürger unter den Opfern sind. (ft)</p>
<p><strong>12.08</strong> Der Betreiber des Atomkraftwerkes Tokai II, Japan Atomic Power, teilte mit, der Reaktor werde bis Dienstagmorgen sicher heruntergekühlt werden können. (ft)</p>
<p><strong>12.02</strong> Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle haben für 16 Uhr eine Stellungnahme angekündigt. Werden sie eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung für die deutschen AKWs verkünden? Regierungssprecher Seibert sagte, die Vorgänge in Japan müssten Deutschland zum Nachdenken bringen. Es stelle sich die Frage, &#8220;was daraus zu lernen ist&#8221; und welche Konsequenzen umzusetzen seien. (cb)</p>
<p><strong>12.01</strong> Polen will trotz der japanischen Katastrophe weiter den Atomeinstieg. Das Land plant den Bau seines ersten AKW ab 2016 nordwestlich von Danzig.<br />
Es gebe Möglichkeiten, ein Atomkraftwerk sicher zu bauen, sagte Regierungschef Donald Tusk. Er sprach sich für &#8220;radikale Sicherheit&#8221; beim AKW-Projekt aus. &#8220;Wir dürfen aber nicht übertreiben. Polen liegt nicht in einer Erdbebenzone.&#8221; (cb)</p>
<p><strong>12.00</strong> Auch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik aus Österreich hat <a href="http://www.zamg.ac.at/display.php?imgPath=/pict/aktuell/fuki_20110312_0830CONT_2_vgl_gr.gif&amp;imgTitle=Ausbreitung+der+Wolke+f%26uuml%3Br+heute+13%3A00+MEZ+und+Dienstag+13%3A00+MEZ+%28Annahme%3A+kontinuierliche+Freisetzung%29&amp;imgSource=%26copy%3B+ZAMG&amp;imgWidth=1000&amp;imgHeight=596">ihre Prognose für Schadstoffausbreitung gestern aktualisiert</a>. In der Simulation sieht man deutlich, dass der Großraum Tokyo betroffen sein könnte. (cd)</p>
<p><strong>11.54</strong> Der englische Journalist <a href="http://twitter.com/jonsnowC4/status/47241607212306432">Jon Snow twittert</a>, die größte Mobilisierung der japanischen Armee seit dem zweiten Weltkrieg sei im Gange – 100.000 Soldaten seien im Einsatz. (cb)</p>
<p><strong>11.49</strong> Der Deutsche Wetterdienst sieht im Gegensatz zu BBC bis zum Wochenende fast permanent kräftigen Westwind, der eventuell austretende Schadstoffe auf den Pazifik trägt. Der starke Wind sorge auch für eine gute Durchmischung. (cb)</p>
<p><strong>11.43</strong> <a href="http://www.iaea.org/cgi-bin/db.page.pl/pris.powrea.htm?country=JP&amp;sort=&amp;sortlong=Alphabetic">Hier die Liste der Internationalen Atomenergiebehörde</a> aller japanischen Atomreaktoren. Insgesamt hat das Land 62, davon liefen bis vor dem Beben 54. (kb)</p>
<p><strong>11.30</strong> <a href="http://www.abc.net.au/news/events/japan-quake-2011/beforeafter.htm">Die Luftbilder des australischen Senders ABC zeigen eindrucksvoll</a>, wie stark das Beben und die Flutwelle gewütet haben. Mit einem Schieberegler kann man sich den Zustand vor und nach der Katastrophe zeigen lassen – ein Inferno. (cb)</p>
<p><strong>11.27</strong> CDU-Präsidiumskreise bestätigen die Pläne für ein Moratorium der Laufzeitverlängerung. (mh)</p>
<p><strong>11.20</strong> Ein Vergleich der Strahlenbelastung: Laut der japanischen Atomaufsichtsbehörde Nisa beträgt die maximale Strahlendosis in der Nähe des Reaktors Fukushima derzeit <a href="http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110314-1.pdf">680 Mikrosievert pro Stunde</a>. Die durchschnittliche Dosis, die ein Deutscher durch natürliche Quellen im Jahr aufnimmt,<a href="http://www.bfs.de/imis/aktuell/einfuehrung.pdf"> liegt bei 2000 bis 5000 Mikrosievert</a>. Die Strahlung also ist erhöht, aber noch nicht lebensgefährlich. Ganz im Gegensatz zu der beim Unfall in Tschernobyl. Damals lag die Belastung in der Nähe des Reaktors bei bis zu 500.000 Mikrosievert pro Stunde. Grundsätzlich gilt eine Einzeldosis von sechs Sievert, also sechs Millionen Mikrosievert, als sicher tödlich. (kb)</p>
<p><strong>11.09</strong> Das Wetter kompliziert die Lage der Überlebenden zusätzlich. Für die nächsten Tage <a href="http://news.blogs.cnn.com/2011/03/14/japan-quake-live-blog-rescuers-from-all-over-pitch-in-to-help/">sind laut CNN</a> Regen und Schnee in der Katastrophenregion um Sendai angesagt. Die Höchsttemperatur dürfte bei nur 2 Grad Celsius liegen. (cb)</p>
<p><strong>11.04</strong> <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">Nach Einschätzung der BBC</a> wird der Wind heute Nachmittag lokaler Zeit drehen. Träte radioaktives Material aus, würde es ins Inland und nicht mehr aufs Meer geweht werden. (cb)</p>
<p><strong>10.56</strong> Al Jazeera berichtet, allein in der Gegend um die Stadt Rikuzentakata, 150 km nördlich von Sendai, <a href="http://blogs.aljazeera.net/live/asia/disaster-japan-live-blog">seien 18.000 Menschen vermisst</a>. (cb)</p>
<p><strong>10.50</strong> Die Organisatoren der South by Southwest Konferenz, eine der wichtigsten Konferenzen weltweit für die Themen Musik, Film und Interaktive Medien in Texas, sollen angekündigt haben, dass in diesem Jahr alle Einnahmen für Hilfsmaßnahmen in Japan gespendet werden,<a href="http://twitter.com/bicyclemark/statuses/46995636700188672"> twittert Bicyclemark</a>. (sh)</p>
<p><strong>10.47</strong> Das Geologische Institut der USA <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php">listet Anzahl und Stärke der Nachbeben in Japan auf</a>. Allein in den letzten siebeneinhalb Stunden waren es demnach 16. (cb)</p>
<p><strong>10.44</strong> Die <em>New York Times</em> hat <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2011/03/11/world/asia/maps-of-earthquake-and-tsunami-damage-in-japan.html?ref=world">eine gelungene Visualisierung</a> über die tektonischen Verschiebungen beim japanischen Erdbeben erstellt. (sv)</p>
<p><strong>10.39</strong> Die Bundesregierung will die Betriebszeit jedes der 17 deutschen Atomkraftwerke unter Sicherheitsaspekten überprüfen und hält auch ein Aussetzen ihrer Laufzeitverlängerung für möglich. Vizekanzler Guido Westerwelle schließt ein Moratorium nicht aus. &#8220;Wir brauchen auch eine neue Risikoanalyse&#8221;, sagte er. (ft)</p>
<p><strong>10.37</strong> Es scheint weiterhin unklar, wann und wo der Netzbetreiber Tepco den Strom zeitweise abstellt. Michael Reinsch, Software-Entwickler in Tokyo, <a href="http://twitter.com/mreinsch/statuses/47212160492908544">schreibt auf twitter</a>:</p>
<p><!-- http://twitter.com/mreinsch/statuses/47212160492908544 --><br />
<!-- .bbpBox47212160492908540 {background:url(http://a1.twimg.com/a/1299812685/images/themes/theme13/bg.gif) #B2DFDA;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block} --></p>
<div class="bbpBox47212160492908540">
<p class="bbpTweet">wonder why TEPCO not just simply publishes some maps with the areas marked. Too simple?<span class="timestamp"><a title="Mon Mar 14 08:27:10 +0000 2011" href="http://twitter.com/mreinsch/statuses/47212160492908544">less than a minute ago</a> via <a rel="nofollow" href="http://www.yoono.com">yoono</a></span><span class="metadata"><span class="author"><a href="http://twitter.com/mreinsch"><img src="http://a3.twimg.com/profile_images/412792251/3912043219_cae480c592_o_cut_square_normal.jpg" alt="" /></a><strong><a href="http://twitter.com/mreinsch">Michael Reinsch</a></strong><br />
mreinsch</span></span></p>
</div>
<p><!-- end of tweet --></p>
<p><strong>10.29</strong> Der frühere Bayern-LB-Manager Franz Hermann Hirlinger, der für die Bank jahrezehntelang die Asiengeschäfte leitete, mailt uns: Wir haben im Gegensatz zu einigen unseren Landsleuten Tokyo nicht verlassen, da wir unseren Lebensmittelpunkt hier haben. Die Menschen reagieren äußerst ruhig, gelassen und vollkommen ohne Panik. Alles läuft wie immer in sehr  japanischer Disziplin ab. Drängeln oder aggressives Verhalten sind schlicht verpönt. Dank des Internets konnten wir praktisch mit der ganzen Welt kommunizieren, was sehr viel zu unserer Beruhigung beigetragen hat. Wir sind in Tokyo in einem fast normalen Zustand (mein Nachbar mäht gerade den Rasen). Ab und zu wird der Strom verständlicherweise rationiert, das Benzin gibt es nur Zehn-Liter-Weise und die Regale in den Supermärkten sind durch Hamsterkäufe teilweise leer.</p>
<p><strong>10.26</strong> Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat eine <a href="https://www.facebook.com/iaeaorg">Facebook-Seite eingerichtet</a>, auf der sie ihren Wissensstand weitergibt. (cb)</p>
<p><strong>10.22</strong> Der BBC-Korrespondent in der westlich von Tokyo gelegenen Stadt Odawara <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-12307698">beobachtet eine &#8220;stille Panik&#8221;</a>. &#8220;Die Tankstellen sind ausverkauft; es gibt lange Autoschlangen vor den ein oder zweien, die noch Benzin haben.&#8221; Fast alle Geschäfte hätten geschlossen; die wenigen, die noch geöffnet seien, hätten keine Grundnahrungsmittel und kein Wasser. (cb)</p>
<p><strong>10.14</strong> In Fukushima-2 arbeiten Experten weiter an der Wiederherstellung der Kühlung der Reaktoren 1 und 2. Obwohl man sich darauf vorbereitet habe, habe man bisher bei keinem der vier Reaktoren Druck abgelassen, teilten die japanischen Behörden der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA mit. Die Radioaktivitätswerte rund um die Anlage seien normal. (ft)</p>
<p><strong>10.09 </strong> Rettungsarbeiten in Japans Norden:</p>
<p><strong>10.05</strong> Der <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/14/japan-tsunami-nuclear-alert-live-coverage" target="_blank">Guardian</a> berichtet von wachsender Nahrungsmittelknappheit in den Katastrophengebieten. Der Sender zitiert einen Regierungsbeamten in der Präfektur Iwate: &#8220;Die Dinge kommen einfach nicht an. Wir kriegen nur 10 Prozent von dem, was wir angefordert haben.&#8221; Die Regierung sei überfordert vom Ausmaß der Katastrophe. (cb)</p>
<p><strong>9.59</strong> Die offiziell bestätigte Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben und dem Tsunami ist in Japan auf 5000 gestiegen. Das teilte die japanischen Polizei mit. Lokale Behörden befürchten jedoch, dass die tatsächliche Opferzahl weit darüber liegt. Allein in der Präfektur Miyagi werden nach wie vor mehr als 10 000 Menschen vermisst.</p>
<p><strong>9.39</strong> Die Stromausfälle haben auch zur Folge, <a href="http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/47213767418847232">dass der Zugverkehr zeitweise stillsteht</a>. (sh)</p>
<p><strong>9.35</strong> Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji sind die Reaktoren 1 und 2 des Atomkraftwerkes Fukushima-2 erfolgreich abgekühlt worden. (ft)</p>
<p><strong>9.29</strong> Die Stromrationierung hat nun begonnen. <a href="http://teiden.sou-sou.net/">Auf dieser Karte</a> lässt sich ablesen, wann in den verschiedenen Präfekturen der Strom abgestellt wird. (ft)</p>
<p><strong>9.17</strong> Der Journalist Steve Herman (Voice of America) <a href="http://twitter.com/W7VOA/status/47205044537405440">berichtet aus Sendai</a>, dass sich die Preise für Gemüse seit Freitag verdoppelt haben. (ft)</p>
<p><strong>9.13</strong> Das Kühlwasser im Reaktor 2 des Kernkraftwerks Fukushima-1 sinkt weiter. Es werde bald die unter die Höhe der Brennstäbe absinken, sagte der japanische Regierungssprecher Yukio Edano. (ft)</p>
<p><strong>9.02</strong> Der Twitter-User <a href="http://twitter.com/arclight">arclight</a>, der sich in den letzten Tagen als Experte für nukleare Sicherheitsfragen erwiesen hat, weist noch einmal darauf hin, wie schwer es sei unter den gegebenen Bedingungen die Schäden zu beheben. (sh)</p>
<p><!-- http://twitter.com/arclight/statuses/47204598519316481 --><br />
<!-- .bbpBox47204598519316480 {background:url(http://a2.twimg.com/a/1299876209/images/themes/theme15/bg.png) #022330;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block} --></p>
<div class="bbpBox47204598519316480">
<p class="bbpTweet">Problem is, if there&#8217;s a radioactive release, how do they keep cool &amp; have breathable air &amp; don&#8217;t get too much rad exposure.<span class="timestamp"><a title="Mon Mar 14 07:57:07 +0000 2011" href="http://twitter.com/arclight/statuses/47204598519316481">less than a minute ago</a> via <a rel="nofollow" href="http://www.destroytwitter.com">DestroyTwitter</a></span><span class="metadata"><span class="author"><a href="http://twitter.com/arclight"><img src="http://a3.twimg.com/profile_images/56093992/wage48_normal.jpg" alt="" /></a><strong><a href="http://twitter.com/arclight">arclight</a></strong><br />
arclight</span></span></p>
</div>
<p><!-- end of tweet --></p>
<p><strong>9.00</strong> Der Druck in Reaktor 2 steigt offenbar. Die Behörde für atomare Sicherheit gab bekannt, dass Kühlwasser austritt. <a href="http://twitter.com/ProducerMatthew/statuses/47203568020754432">Der Reaktor werde derzeit nicht ausreichend gekühlt</a>. Über ein Ventil werde Druck aus dem Reaktorbehälter abgelassen. (sh)</p>
<p><strong>8.58</strong> Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima-1, Tepco, hat mit dem Einleiten von Meereswasser in den Reaktor 2 begonnen, um das ausgefallene Kühlsystem zu ersetzen. (ft)</p>
<p><strong>8.51</strong> Die japanische Tageszeitung <em>The Daily Yomiuri</em> <a href="http://twitter.com/DailyYomiuri/statuses/47201173136093184">twittert</a>, dass bei der Explosion in Reaktor 3 ein Mensch schwer verletzt wurde. (sh)</p>
<p><strong>8.33</strong> Die USA ziehen ihre Schiffsflotte aus der Umgebung des AKW Fukushima-1 ab, nachdem geringe Strahlung gemessen wurde, <a href="http://twitter.com/BreakingNews/statuses/47195929316573184">meldet AP</a>. (sh)</p>
<p><strong>8.26</strong> Wegen des schweren Erdbebens und seiner Folgen sollen die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokyo verschoben werden. Die Internationale Eislauf-Union (ISU) wolle dies noch an diesem Montag offiziell bekanntgeben, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Die WM sollte am kommenden Montag beginnen. (ft)</p>
<p><strong>8.20</strong> Bei einem Wärmekraftwerk in Fukushima ist ein Öltank explodiert. Über mögliche Verletzte und Schäden an der Anlage der Betreiberfirma Tohoku war zunächst nichts bekannt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. (ft)</p>
<p><strong>8.13</strong> Bilder der Explosion im Reaktor 3</p>
<p><strong>8.09</strong> EU-Energiekommissar Günther Oettinger schließt als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan die vorzeitige Schließung älterer deutscher Kernkraftwerke nicht aus. Die alten Kraftwerke seien zwar ständig und umfassend nachgerüstet worden, dennoch müsse ohne jede Vorbedingung deren Sicherheit geprüft werden. (ft)</p>
<p><strong>8.03</strong> Ein neues Nachbeben mit der Stärke 6,2 hat den Bahnverkehr in Tokyo zum Erliegen gebracht. Japan Rail, der größte Verkehrsbetrieb des Landes, stellte fast alle Stadtlinien ein. Nur 10 Prozent der Züge auf der wichtigsten Ost-West Bahnlinie durch Tokyo würden verkehren, berichtet das japanische Fernsehen. (ft)</p>
<p><strong>7.52</strong> Aus mindestens zwölf Ländern sind bereits Hilfsteams in Japan eingetroffen, darunter Teams aus den USA, Südkorea und Deutschland. (ft)</p>
<p><strong>7.47</strong> Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist die Hülle des Reaktorkerns bei der Wasserstoffexplosion im Atomkraftwerk Fukushima-1 nicht beschädigt worden. (ft)</p>
<p><strong>7.34</strong> Im Reaktor 2 des Atomkraftwerk Fukushima-1 ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Jiji das Kühlsystem zusammengebrochen. (ft)</p>
<p><strong>7.29</strong> Chinas Volkskongress hat in einem neuen Fünf-Jahres-Plan beschlossen, die Kernenergie weiter auszubauen. Bis 2015 soll mit dem Bau von weiteren 40 Gigawatt an Kapazitäten begonnen werden.  (ft)</p>
<p><strong>7.22</strong> Die angekündigte Stromrationierung ist erst einmal verschoben, weil die Menschen in Japan ihren Verbrauch bereits stark verringert haben, berichtet die <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77670.html">Nachrichtenagentur Kyodo</a>. (ft)</p>
<p><strong>7.17</strong> Daisuke Wakabayashi, Reporter des Wall Street Journal in Tokyo, <a href="http://twitter.com/daiwaka">twittert</a> von dort. Ihn beeindruckt die Hilfsbereitschaft vieler Japaner:<br />
<!-- http://twitter.com/daiwaka/status/47082800393887744 --><br />
<!-- .bbpBox47082800393887740 {background:url(http://a3.twimg.com/a/1298664727/images/themes/theme19/bg.gif) #FFF04D;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block} --></p>
<div class="bbpBox47082800393887740">
<p class="bbpTweet">Again struck by the kindness of ordinary Japanese &#8211; a man just shared some of his drinking water with us. We now have almost 2 liters.<span class="timestamp"><a title="Sun Mar 13 23:53:09 +0000 2011" href="http://twitter.com/daiwaka/status/47082800393887744">less than a minute ago</a> via web</span><span class="metadata"><span class="author"><a href="http://twitter.com/daiwaka"><img src="http://a0.twimg.com/profile_images/54297661/mug_shot_normal.JPG" alt="" /></a><strong><a href="http://twitter.com/daiwaka">Daisuke Wakabayashi</a></strong><br />
daiwaka</span></span></p>
</div>
<p><!-- end of tweet --></p>
<p><strong>7.04</strong> Bundeskanzlerin Angela Merkel will mit den Ministerpräsidenten der Länder mit AKW-Standorten am Dienstag über die Sicherheit der Anlagen sprechen. Man müsse aus den Erkenntnissen über die japanische Katastrophe lernen, sagte Merkel. Einen sofortigen Atom-Ausstieg lehnt Merkel aber ab. SPD, Grüne und Linke fordern eine grundlegende Kehrtwende in der Atompolitik. (ft)</p>
<p><strong>6.59</strong> Die japanische Zentralbank hat ihre Hilfen zur Beruhigung der Finanzmärkte am Montag ausgeweitet. Die Bank of Japan (BoJ) werde nunmehr mit einer Rekordsumme von 18 Billionen Yen (rund 157 Milliarden Euro) den Geldmarkt unterstützen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Bank will damit Befürchtungen entgegenwirken, dass Banken nach dem schweren Erdbeben in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könnten. Die japanischen Aktienmärkte reagierten mit einem dramatischen Kurseinbruch auf das Erbeben. Mehrere Industriebetriebe, unter ihnen der weltgrößte Autobauer Toyota, mussten in der von der Katastrophe betroffenen Region die Produktion einstellen. (ft)</p>
<p><strong>6.50</strong> Aus Angst vor Versorgungsengpässen kaufen die Menschen in Tokyo große Mengen Lebensmittel, Trinkwasser und Batterien. Vor den Supermärkten bilden sich lange Schlangen. (ft)</p>
<div id="attachment_1711" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-berufsverkehr-540x304.jpg"><img class="size-full wp-image-1711" title="japan-berufsverkehr-540x304" src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/japan-berufsverkehr-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><p class="wp-caption-text">Tokyoter am Montagmorgen im Berufsverkehr an einer Bahnstation© YOSHIKAZU TSUNO/AFP/Getty Images</p></div>
<p><strong>6.44</strong> Die Menschen in Tokyo versuchen am Montagmorgen, ein Stück weit zur Normalität zurückzukehren, bloggt das Wall Street Journal:<br />
<!-- http://twitter.com/JapanRealTime/status/47167258824421376 --><br />
<!-- .bbpBox47167258824421380 {background:url(http://a2.twimg.com/a/1298664727/images/themes/theme14/bg.gif) #131516;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet  a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block} --></p>
<div class="bbpBox47167258824421380">
<p class="bbpTweet">Tokyo Tries to Get  Back to Work <a rel="nofollow" href="http://on.wsj.com/eN7qhn">http://on.wsj.com/eN7qhn</a><span class="timestamp"><a title="Mon Mar 14 05:28:45 +0000 2011" href="http://twitter.com/JapanRealTime/status/47167258824421376">less than a minute ago</a> via <a rel="nofollow" href="http://twitterfeed.com">twitterfeed</a></span><span class="metadata"><span class="author"><a href="http://twitter.com/JapanRealTime"><img src="http://a2.twimg.com/profile_images/934824346/JRT_twitter_normal.jpg" alt="" /></a><strong><a href="http://twitter.com/JapanRealTime">Japan Real Time</a></strong><br />
JapanRealTime</span></span></p>
</div>
<p><!-- end of tweet --></p>
<p><strong>6.23</strong> Nach der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima I gibt es nach Angaben der Regierung keine veränderten Strahlenwerte um den Komplex. Bei dem Vorfall am Montag seien sechs Menschen verletzt worden.</p>
<p><strong>6.13</strong> An der Küste der Präfektur Miyagi sind <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77668.html">laut der Agentur Kyodo</a> etwa 2000 Leichen gefunden worden.</p>
<p><strong>6.04</strong>Im AKW Fukushima I hat es am Morgen erneut eine Wasserstoffexplosion gegeben. Es seien wahrscheinlich keine größere Menge von Radioaktivität freigesetzt worden, sagte die Regierung, die Hülle des Reaktor 3 sei intakt. Laut Betreiberfirma Tepco sind elf Menschen verletzt worden. In dem Atomkomplex etwa 240 Kilometer nördlich von Tokyo arbeiten Ingenieure verzweifelt daran, Reaktoren zu kühlen und eine Kernschmelze zu verhindern. (ft)</p>
<p><strong>5.57</strong> Ein Nachbeben der Stärke 6,2 hat Tokyo erschüttert. Das Epizentrum lag 140 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt, in Richtung Fukushima. Eine zunächst ausgesprochene Tsunami-Warnung wurde jedoch wieder aufgehoben.</p>
<p><strong>00.03</strong> Bei dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem nachfolgenden Tsunami vor vier Tagen sind in Japan höchstwahrscheinlich weit über zehntausend Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden identifizierten bis Sonntagabend 1.597 Opfer. Etwa eine halbe Million Menschen wurden obdachlos. An der Ostküste Japans sind viele Orte noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, zahlreiche Küstenstraßen wurden durch den Tsunami zerstört oder sind noch überflutet. Nach Einschätzung des staatlichen japanischen Wetterdienstes muss noch mit Nachbeben der Stärke 7 auf der Richterskala gerechnet werden. Der Wetterdienst sieht die Wahrscheinlichkeit eines derart starken Nachbebens innerhalb der nächsten drei Tage bei 70 Prozent.  Bei dem Beben am Freitag wurde Japans Hauptinsel Honshu um 240 Zentimeter verschoben. Nach Berechnungen des staatlichen italienischen Instituts für Geophysik hat sich die Erdachse durch das Beben um zehn Zentimeter verlagert. (wb)</p>

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			<wfw:commentRss>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/14/tag-4-nach-dem-beben-2/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Tag 3 nach dem Beben</title>
		<link>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/13/tag-3-nach-dem-bebem/</link>
		<comments>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/13/tag-3-nach-dem-bebem/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 07:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Wolfgang Blau (wb), Tina Groll (tgr), Domenika Ahlrichs (dah), Fabian Mohr (fm), Carolin Ströbele (cs) und Sascha Venohr (sv) Nach Beben und Tsunami mindestens 10.000 Menschen vermisst Behörden haben bis zum Abend 1.597 Opfer registriert Noch immer große Gebiete von Außenwelt abgeschnitten Etwa 450.000 Menschen wurden obdachlos Weitere 80.000 mussten Zone um AKW Fukushima-1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Von Wolfgang Blau (wb), Tina Groll (tgr), Domenika Ahlrichs (dah), Fabian Mohr (fm), Carolin Ströbele (cs) und Sascha Venohr (sv) </em></p>
<ul>
<li> <span style="color: #808080;">Nach Beben und Tsunami mindestens 10.000 Menschen vermisst</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Behörden haben bis zum Abend 1.597 Opfer registriert</span></li>
<li><span style="color: #808080;">Noch immer große Gebiete von Außenwelt abgeschnitten</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Etwa 450.000 Menschen wurden obdachlos</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Weitere 80.000 mussten Zone um AKW Fukushima-1 räumen</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Keine verlässlichen Angaben über Zustand des AKW Fukushima-1</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Anspannung vor Handelsbeginn an Tokyoter Börse </span></li>
<li> <span style="color: #808080;">In Deutschland intensive Debatte über Atompolitik entflammt</span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Themenseite zum Erdbeben in Japan</a></span></li>
</ul>
<p><strong>00.31</strong> Wir beenden das News-Blog für heute. Über wichtige Ereignisse werden wir Sie in den nächsten Stunden via <a href="http://twitter.com/zeitonline">Twitter</a> auf dem Laufenden halten. (wb)</p>
<p><strong>00.03</strong> Bei dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem nachfolgenden Tsunami sind in Japan höchstwahrscheinlich weit über zehntausend Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden identifizierten bis Sonntagabend 1.597 Opfer. Etwa eine halbe Million Menschen wurden obdachlos. An der Ostküste Japans sind viele Orte noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, zahlreiche Küstenstraßen wurden durch den Tsunami zerstört oder sind noch überflutet. Nach Einschätzung des staatlichen japanischen Wetterdienstes muss noch mit Nachbeben der Stärke 7 auf der Richterskala gerechnet werden. Der Wetterdienst sieht die Wahrscheinlichkeit eines derart starken Nachbebens innerhalb der nächsten drei Tage bei 70 Prozent.  Bei dem Beben am Freitag wurde Japans Hauptinsel Honshu um 240 Zentimeter verschoben. Nach Berechnungen des staatlichen italienischen Instituts für Geophysik hat sich die Erdachse durch das Beben um zehn Zentimeter verlagert. (wb)</p>
<p><strong>23.18</strong> Die radioaktive Strahlung in der Umgebung des Atomkraftwerks Onagawa ist wieder auf normale Werte zurückgegangen. Das <a href="http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html">berichtet die Internationale Atomenergieorganisation IAEA</a> unter Berufung auf japanische Behörden. (cs)</p>
<p><strong>23.12</strong> Man kann in diesen Tagen nicht anders, als sich ständig zu fragen, was im AKW Fukushima-1 wirklich vor sich geht. Es ist davon auszugehen, dass Angestellte des AKW gerade ihre Gesundheit, wenn nicht ihr Leben aufs Spiel setzen, um die Kühlung des Reaktors zu sichern und eine Kernschmelze zu verhindern. Egal, was man über den Sinn und Nutzen von Atomkraft denkt, diese Menschen verdienen unseren höchsten Respekt. (wb)</p>
<p><strong>22.45</strong> Auch die wirtschaftlichen Folgeschäden des Bebens sind noch kaum überschaubar. Die Autobauer Toyota, Honda und Nissan haben vorerst die Produktion eingestellt. Der Elektronikkonzern Sony will an einzelnen Standorten weiter produzieren. Die Tokyoter Börse und andere japanische Finanzmärkte sollen am Montag wieder den Betrieb aufnehmen. Es muss davon ausgegangen werden, dass dann die Aktien vieler japanischer Unternehmen unter Druck geraten werden. (wb)</p>
<p><strong>22.24</strong> Japans größter Energiekonzern, die Tokyo Electric Power Company (Tepco), will ab morgen und voraussichtlich bis in den April hinein die Stromzufuhr rationieren. Nach Angaben Tepcos und der japanischen Regierung muss wegen der Energieknappheit mit zahlreichen, teils massiven Einschränkungen gerechnet werden, etwa beim Betrieb von Zügen, aber auch in medizinischen Einrichtungen und bei der Wasserversorgung. Tepco ist Japans größter Energieproduzent und auch Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-1. (cs)</p>
<p><strong>21.57</strong> Bundeskanzlerin Merkel will sich voraussichtlich schon am Dienstag mit den Ministerpräsidenten treffen, in deren Bundesländern Atomkraftwerke betrieben werden. Bei dem Treffen will sie eine Sicherheitsüberprüfung deutscher Atomkraftwerke diskutieren. Merkel sagte in einem ARD-Interview, es sei jetzt zu früh, um Schlussfolgerungen aus dem Unglück in Japan zu ziehen. Auf die Frage nach der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke sagte sie: &#8220;Ich kann heute nicht erkennen, dass unsere Kernkraftwerke nicht sicher sind, sonst müsste ich ja mit meinem Amtseid sie sofort abschalten.&#8221; Bundesumweltminister Röttgen stellte da schon etwas grundsätzlichere Fragen. Im ARD-&#8221;Bericht aus Berlin&#8221; sagte Röttgen: &#8220;In Japan hat es ja Annahmen gegeben, die jetzt durch die Natur übertroffen worden sind. Also stimmen jetzt unsere Sicherheitsannahmen oder müssen wir nicht noch schärfere Annahmen machen? Und die Grundfrage überhaupt auch: Ist das beherrschbar? Wir müssen uns diesen Fragen stellen und wir werden es tun.&#8221; Und weiter: &#8220;Das berühmte Restrisiko hat sich realisiert, ist dabei, sich zu realisieren. Das ist eine grundlegend neue Erfahrung. Es ist kein neuer Gesichtspunkt, aber es ist eine neue Erfahrung, die die Welt, die die Menschheit jetzt macht, und die müssen wir aufnehmen&#8221;, so Röttgen. (wb)</p>
<p><strong>21.02</strong> Wir haben die zum Teil widersprüchlichen Meldungen über Störfälle in japanischen Atomkraftwerken noch einmal in <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/japan-atomkraftwerke-zusammenfassung">diesem Text</a> für Sie zusammengefasst. Hier die wichtigsten Angaben in Kürze:<br />
Im AKW Fukushima-1, rund 250 Kilometer nördlich von Tokyo, droht in zwei der insgesamt sechs Siedewasser-Reaktoren eine Kernschmelze. Nach dem Ausfall der regulären Kühlsysteme wird dort versucht, die Reaktoren mit Meerwasser zu kühlen. Es gibt weiterhin sehr widersprüchliche Aussagen japanischer Behörden zu der Frage, ob es im AKW Fukushima-1 nicht schon längst zu einer Kernschmelze gekommen ist. </p>
<p>Im AKW Tokai, etwa 120 Kilometer südlich von Tokyo, seien zwei von drei Dieselgeneratoren für die Kühlung ausgefallen. Nach Angaben des Betreibers ist ein dritter Dieselgenerator funktionsfähig und kann eine ausreichende Kühlung des Reaktors gewährleisten. </p>
<p>Im AKW Onagawa, etwa 470 Kilometer nördlich von Tokyo, gilt die niedrigste Notfallstufe nachdem in der Umgebung erhöhte Radioaktivität gemessen wurde. Der Betreiber geht davon aus, dass die erhöhten Messwerte der Explosion im AKW Fukushima zuzuschreiben sind und nicht dem AKW Onagawa. </p>
<p>Im Großraum Tokyo leben etwa 35 Millionen Menschen. (wb)</p>
<p><strong>20.37</strong> Der Vulkan Shonmoedake auf der südlichen Insel Kyushu hat begonnen, Asche und Geröll zu spucken, meldete die japanische Wetterbehörde. Der Vulkan ist mehr als 1500 km vom Epizentrum des Erdbebens vom Freitag entfernt. (cs)</p>
<p><strong>19:30</strong> Wer die aktuellen <a href="https://picasaweb.google.com/118079222830783600944/Japan#">Satellitenaufnahmen</a> der Küstengebiete im Nordosten Japans mit etwas älteren Bildern vergleicht, kann erahnen, wie extrem die zerstörerischen Kräfte der Flutwelle waren. (fm)</p>
<div class="zol_video art_wide vid825011736001"> </div>
<p><strong>19:09</strong> Neue offizielle Opferzahlen: Der japanische Sender NHK berichtet, die Behörden haben die Zahl der Toten <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/13_33.html">auf 1500 korrigiert</a>. (tgr)</p>
<p><strong>19:03</strong> Linktipp: <a href="http://allthingsnuclear.org/">Die Autoren des Blogs All Things Nuclear der Union of Concerned Scientists</a> haben einen interessanten Artikel gepostet, der erklärt, was in den Reaktoren des AKW Fukushima vor sich geht. (tgr)</p>
<p><strong>18:58</strong> Lesetipp: <a href="http://blogs.wsj.com/japanrealtime/2011/03/13/tokyo-district-blacks-out-voluntarily/">Kenneth Maxwell beschreibt im Blog Japan Real Time</a> des Wall Street Journal, wie die Bewohner von Tokyo die Stromspar-Maßnahmen auffassen. (tgr) </p>
<p><strong>18:43</strong> Neues zur Lage im AKW: Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass das AKW Tokai über zwei Pumpen im Kühlungssystem verfügt. Eine sei bereits am Freitag nach dem Erdbeben defekt, die andere arbeite jedoch weiter. <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77484.html">Es gebe daher keinen Grund zur Sorge, dass die Kühlung des Atomkraftwerkes gefährdet sei</a>, solange die andere Pumpe noch arbeite. (tgr)</p>
<p><strong>18:28</strong> In Kalifornien hat der Tsunami nach dem Erdbeben vor Japan Schäden von mindestens 50 Millionen Dollar (rund 36 Millionen Euro) angerichtet, das sind rund 36 Millionen Euro. Dabei handele es sich aber lediglich um eine vorläufige Prognose, <a href="http://www.latimes.com/">sagte Geologie-Professorin Lori Dengler von der kalifornischen Humboldt State University der Los Angeles Times</a>. Dengler ist Direktorin des Erdbebenzentrums der Hochschule. (tgr)</p>
<p><strong>18:14</strong> Wir haben eine Karte angefertigt, die eine Übersicht der japanischen Atomkraftwerke zeigt. Die rot gekennzeichneten Punkte sind die drei AKWs, in denen die Situation kritisch ist. (tgr) <div id="attachment_1641" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/preview2.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/preview2.jpg" alt="Atomkraftwerke in Japan, Fotocredit: ZEIT ONLINE" title="preview" width="500" height="281" class="size-full wp-image-1641" /></a><p class="wp-caption-text">Atomkraftwerke in Japan, Fotocredit: ZEIT ONLINE</p></div></p>
<p><strong>18:07</strong> Der Betreiber des Atomkraftwerks Onagawa, <a href="http://www.tohoku-epco.co.jp/index-e.htm">Tohoku Electric Power</a>, hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die niedrigste Notfallstufe ausgerufen. &#8220;Die Warnung wurde ausgesprochen, nachdem Radioaktivitätsmessungen in der Umgebung des Kraftwerks die zulässigen Werte überschritten hatten&#8221;, <a href="http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html">teilte die IAEA am Sonntag unter Berufung auf die japanischen Behörden mit</a>. Diese untersuchten nun die Ursache für die radioaktive Strahlung. &#8220;Die Behörden haben die IAEA darüber informiert, dass die drei Reaktoreinheiten des Kernkraftwerks Onagawa unter Kontrolle seien&#8221;, teilte die Internationale Atomenergiebehörde mit. (tgr)</p>
<p><strong>17:54</strong> Der Reaktor Tokai zwei wird trotz des Ausfalls von zwei Dieselgeneratoren durch den funktionierenden dritten Generator ausreichend gekühlt, wie der AKW-Betreiber Japan Atomic Power mitteilte. Die Website des Betreibers ist aufgrund des hohen Ansturms <a href="http://www.japc.co.jp/english/">nur schwer erreichbar</a>. (tgr)</p>
<p><strong>17:51</strong> In Japan ist es jetzt weit nach Mitternacht, hier nun eine Zusammenfassung der Geschehnisse an diesem Tag: Im Laufe des Tages hat sich die Lage in den Atomkraftwerken zugespitzt. Neben dem AKW Fukushima gilt nun auch für das AKW Onagawa der nukleare Notstand, in dem AKW Tokai ist eine Pumpe des Kühlungssystems ausgefallen. Ob es zur Kernschmelze in den verschiedenen Reaktoren gekommen ist, bleibt weiterhin unklar. Die japanische Regierung hatte am Sonntag erklärt, dies nicht ausschließen zu können. “Wir können nicht überprüfen, was im Inneren eines Reaktors vor sich geht”, sagte ein Regierungssprecher. Unterdessen geht die Rettung in den vom Tusnami verwüsteten Gebieten weiter. Auch deutsche Helfer des Technischen Hilfswerks sind im Einsatz. Ein 60-Jähriger, der auf den Überresten seines Hausdachs vor der Küste der Provinz Fukushima im Meer trieb, konnte gerettet werden. Noch völlig unklar bleibt jedoch, wie hoch die Zahl der Opfer sein wird. Tausende werden noch vermisst. Aus den verwüsteten Gebieten und aus der unmittelbaren Umgebung der Atomkraftwerke wurden mittlerweile 600.000 Menschen in Sicherheit gebracht. (tgr)</p>
<p><strong>17:39</strong> Die offiziellen Opferzahlen werden nur sehr langsam nach oben korrigiert. Die japanischen Behörden beziffern die Zahl der Toten derzeit auf über 1300, <a href="Confirmed deaths top 1,300">berichtet der japanische Sender NHK</a>. (tgr)</p>
<p><strong>17:35</strong> Japan steht nach Meinung des Nuklearexperten Wolfgang Renneberg vor einem Super-GAU, wenn nicht rasch die Probleme mit der Kühlung gelöst werden. Brennstäbe drohen zu zerschmelzen und mehrere Reaktorbehälter könnten durch Hitze, Druck, Gase und gestiegene Radioaktivität zerstört werden. &#8220;Das ist im Augenblick eine Situation auf der Kippe&#8221;, sagt der langjährige Leiter der Abteilung für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. (tgr)</p>
<p><strong>17:27</strong> Sehenswert: <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video875402.html">ARD-Korrespondent Robert Hetkämpfer über die aktuelle Situation in Japan</a> und über die restriktive Informationspolitik. (tgr)</p>
<p><strong>17:08</strong> In einem dritten Atomkraftwerk in Japan ist eine Pumpe im Kühlsystem ausgefallen, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77481.html">wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet</a>. Es handelt sich um das AKW Tokai an der Ostküste südlich von Fukushima. (tgr)</p>
<p><strong>17:06</strong> Die Journalistin Sonja Blaschke ist in Tokyo vor Ort. <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/japan-atomkraft-debatte-sicherheit">Für ZEIT ONLINE hat sie die Ereignisse des Sonntags zusammengefasst</a>. Sie schreibt: Während Europa und die USA den Super-GAU fürchten, geht es für die Japaner vor allem um eines: die Bewältigung der humanitären Katastrophe. (tgr)</p>
<p><strong>17:02</strong> Das Atomunglück in Japan wird für Stefan Mappus kurz vor der Landtagswahl zum Problem. Schließlich hat er das Land zum Eigner von Atomkraftwerken gemacht. <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/mappus-atomdebatte">Rüdiger Bäßler hat für ZEIT ONLINE einen Wahlkampftermin in Mittelbiberach besucht</a>, der unter den Ereignissen in Japan eine neue Dynamik entfaltet. (tgr)</p>
<p><strong>16:56</strong> Mittlerweile haben Rettungskräfte des Technischen Hilfswerk (THW) Japan erreicht und fahren Richtung Nordosten. Die THW-Mannschaft aus 41 überwiegend ehrenamtlichen Helfern war am frühen Sonntagabend mit einem Bus und zwei Lastwagen vom Flughafen Narita losgefahren. Mit dabei ist auch Strahlenexperte Mario König, der die Radioaktivität unterwegs überprüft. &#8220;Wenn die Gefahr real wird, ziehen wir uns zurück&#8221;, sagte er kurz nach der Abfahrt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. In Miyagi hatten Experten eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Zur Ausrüstung der Mannschaft gehören Wärmebildkameras, Ortungsgeräte, eine Betonkettensäge und Schneidegeräte für Stahl. Auch drei Rettungshunde sind dabei. Für einen Einsatz in einem radioaktiv verstrahlten Gebiet sind die Helfer allerdings nicht ausgerüstet. (tgr)</p>
<p><strong>16:51</strong>  <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77473.html">Steuerhöhungen kommen für den Wiederaufbau Japans nicht infrage</a>. Das sagte Premierminister Naoto Kan am Sonntag nach einem Treffen mit Vertretern der Opposition, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. (tgr)</p>
<p><strong>16:47</strong>  Der <a href="http://www.bbu-online.de/">Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)</a>  und die Anti-Atom-Kampagne <a href="http://www.ausgestrahlt.de/">Ausgestrahlt</a> rufen für Montagabend um 18.00 Uhr zu Mahnwachen für Japan auf. Bundesweit sind Kundgebungen geplant. Auf der Website von Ausgestrahlt <a href="http://www.ausgestrahlt.de/">ist eine Karte zu finden</a>, welche die geplanten Veranstaltungen zeigt. Dort erhalten Aktivisten auch Informationen, wenn sie spontan eine Protestaktion planen wollen. (tgr)</p>
<p><strong>16:22</strong> Während die Welt mit den Menschen in Japan bangt, formiert sich hierzulande der Widerstand der Kernkraftgegner. Mehrere Hundert haben am Sonntag im niedersächsischen Gorleben für einen Atomausstieg demonstriert. (tgr)</p>
<p><strong>16:18</strong> Hier einmal eine Luftaufnahme vom AKW Onagawa, für das nun auch der nukleare Notstand gilt. (tgr) <div id="attachment_1609" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/AKW-Onagawa-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/AKW-Onagawa-540x304.jpg" alt="Luftaufnahme Onagawa, Fotocredit: REUTERS/Kyodo" title="AKW-Onagawa-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-1609" /></a><p class="wp-caption-text">Luftaufnahme Onagawa, Fotocredit: REUTERS/Kyodo</p></div></p>
<p><strong>16:15</strong> <a href="http://english.kyodonews.jp/">Die Nachrichtenagentur Kyodo</a> meldet, dass auch die Wasserversorgung in Japan wegen der Stromabschaltung unterbrochen werden könnte. (tgr)</p>
<p><strong>16:04</strong> Und dann ist noch Außenminister Guido Westerwelle vor die Presse in Berlin getreten. Hinweise auf deutsche Opfer gebe es derzeit keine, es sei jedoch noch nicht gelungen, Kontakt zu allen etwa 100 im Krisengebiet lebenden Deutschen herzustellen. Zu etwa der Hälfte von ihnen habe die Botschaft Kontakt. Ob sich die anderen zum Zeitpunkt des Erdbebens und des folgenden Tsunamis in der Region aufhielten, sei unklar. 25 Deutsche, zumeist Studenten, würden in der Nacht mit Bussen nach Tokio gebracht, um von dort auszufliegen. Deutschland versuche weiterhin, Japan bei der Bewältigung dieser unfassbaren Katastrophe zu unterstützen, sagte Westerwelle am Nachmittag in Berlin. (tgr)</p>
<p><strong>15:53</strong> Auch die Zahl der Evakuierten steigt: Wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) am Sonntag in Genf mitteilt, sind mittlerweile fast 600.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Etwa 380.000 Japaner aus den von dem Erdbeben und den Tsunami-Wellen betroffenen Gebieten, die in rund 2000 Notunterkünften untergekommen sind und 210.000 Menschen, die in der Nähe des Atomkraftwerks Fukushima 1 wohnten, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. (tgr)</p>
<p><strong>15:40</strong> Das Beben hat nicht nur menschliches Leid über Japan gebracht, auch die Wirtschaft des 127-Millionen-Einwohner-Landes wird unter der Katastrophe leiden, <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77417.html">berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo</a>. Nicht nur schadet die Abschaltung der Atomkraftwerke der Wirtschaft des Landes, auch werden die Autobauer Toyota und Nissan Produktionsausfällen haben. Droht dem Land nach der Katastrophe eine Rezession? Immerhin wird der ohnehin schon große Schuldenberg durch den Wiederaufbau noch größer werden. (tgr)</p>
<p><strong>15:34</strong> Die Erde kommt in Japan einfach nicht zur Ruhe. Jetzt wird auch noch bekannt, dass im Südwesten des Landes der Vulkan Shinmoedake am Sonntag Asche und Gestein in die Atmosphäre geschleudert hat. Die Asche sei dabei bis in eine Höhe von 4000 Metern gelangt, teilten die Behörden mit. Sie beschränkten zugleich den Zugang im Gebiet um den Vulkan. Der 1420 Meter hohe Shinmoedake war im Januar erstmals seit 52 Jahren wieder ausgebrochen, in den vergangenen zwei Wochen herrschte aber Ruhe, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. (tgr)</p>
<p><strong>15:29</strong> Linktipp: Ein Blick auf <a href="http://www.iaea.org/newscenter/news/tsunamiupdate01.html">die aktuellen Meldungen der Internationale Atomenergie-Organisation</a> (IAEA) zur Entwicklung in den AKWs in Japan lohnt sich. (tgr)</p>
<p><strong>15:26</strong> Die BBC zeigt <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12726587">beeindruckende Luftaufnahmen</a> des betroffenen Gebiets vor und nach der Katastrophe. (tgr)</p>
<p><strong>15:22</strong> <a href="http://www.digitalglobe.com/">Digital Globe</a> zeigt eine Luftaufnahme der Erdbebenregion: Auf dem Satellitenbild ist die Verwüstung nach dem Beben und der Tsunami-Welle gut zu sehen. <div id="attachment_1592" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/luftaufnahme.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/luftaufnahme.jpg" alt="Luftbildaufnahme des von der Tsunami-Welle überfluteten Gebiets, Fotocredit: CC BY-NC-ND 2.0 by DigitalGlobe-Imagery" title="luftaufnahme" width="540" height="304" class="size-full wp-image-1592" /></a><p class="wp-caption-text">Luftbildaufnahme des von der Tsunami-Welle überfluteten Gebiets, Fotocredit: CC BY-NC-ND 2.0 by DigitalGlobe-Imagery</p></div></p>
<p><strong>15:10</strong> Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel gibt nun ein Live-Statement ab. &#8220;Die ältesten AKWs müssen vom Netz.&#8221; Die Bundesregierung müsse aus der Laufzeitverlängerung rasch aussteigen und das kerntechnische Regelwerk umsetzen werden. Auch Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hatte sich bereits geäußert. &#8220;Es ist eine zweideutige Botschaft, auf der einen Seite zu behaupten, deutsche Anlagen seien sicher, auf der anderen Seite eine Überprüfung anzukündigen, wie es die Kanzlerin tat&#8221;, sagte er am Nachmittag in Berlin.  (tgr)</p>
<p><strong>15:07</strong> Die japanische Regierung hat laut IAEA in Wien auch für das Atomkraftwerk Onagawa den Notstand ausgerufen. (tgr)</p>
<p><strong>14:50</strong> Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass zehn deutsche Mitarbeiter des Kernkraftwerksherstellers Areva während des Erdbebens auf dem Gelände des Atomkraftwerks Fukushima waren. Die Deutschen hätten sich im Zusammenhang mit Materialprüfungen in einem abgeschalteten Block von Fukushima aufgehalten. &#8220;Sie waren vor Ort, um sich bestimmte Technologien durch den Kunden zertifizieren zu lassen&#8221;, sagte ein Sprecher. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass die Deutschen in Sicherheit gebracht worden seien und Japan rasch verlassen würden. (tgr)</p>
<p><strong>14:45</strong> Lesetipp: Andreas Hirstein hat in der Neuen Zürcher Zeitung <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/explosion_im_reaktor_1.9870703.html">ein lesenswertes Hintergrundstück</a> über die Ereignisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima geschrieben. NZZ Online zeigt auch eine Infographik, die eine Kernschmelze erklärt. (tgr)</p>
<p><strong>14:35</strong> Die <a href="http://mdn.mainichi.jp/">Mainichi Shimbun</a>, die drittgrößte Tageszeitung in Japan, schreibt in ihrer Online-Ausgabe: &#8220;Im schwer zerstörten Osten unseres Landes ist im beschädigten Kernkraftwerk Fukushima 1 nach einer Kernschmelze im Reaktor 1 nun auch eine Kernschmelze im Reaktor 3 aufgetreten. Darüberhinaus sind große Wassermassen ausgetreten. Es geht nun die Angst um, dass &#8211; wie auch schon im Reaktor 1 &#8211; das Gehäuse des Reaktors 3 explodieren könnte. Es wurde immer gesagt, dass Japan beim Erdbebenschutz in den Sicherheitsstandards weltweit führend sei. Aber jetzt meinen Experten, nachdem es hintereinander zu mehreren gravierenden Zwischenfällen gekommen ist, dass die Lage akut gefährlich ist. Es ist kein Anhaltspunkt in Sicht, welche Lösung es geben könnte, um aus dieser beispiellosen und unerhörten Situation herauszukommen. Der Unfall mit nuklearer Kernschmelze von Three Mile Island (1979) in den USA und die Tschernobyl-Explosion (1986) in der Sowjetunion sind nicht die einzigen geblieben. Jetzt ist es auch in Japan passiert.&#8221; (tgr)</p>
<p><strong>14:18</strong> Das International Nuclear Safety Center des US Department of Energy hat <a href="http://www.insc.anl.gov/pwrmaps/map/japan.php">eine Übersichtskarte aller 18 japanischen AKWs</a> veröffentlicht. Und <a href="http://www.insc.anl.gov/pwrmaps/map/germany.php">hier gibt es auch eine Karte</a> aller AKWs in Deutschland. (tgr)</p>
<p><strong>14:18</strong> Die Nachrichtenlage bleibt unübersichtlich, nun meldet die Nachrichtenagentur dpa, dass der japanische Regierungssprecher Yukio Edano seine eigenen Aussagen über eine Kernschmelze im Kraftwerk Fukushima 1 zurückgenommen habe. Es habe doch keine Kernschmelze im Reaktor 3 stattgefunden. (tgr)</p>
<p><strong>14:08</strong> Fast stündlich gibt der Betreibers des Atomkraftwerks Fukushima mittlerweile <a href="http://www.tepco.co.jp/en/index-e.html">neue Pressemitteilungen</a> heraus. Zwischenzeitlich war die englischsprachige Website von Tokyo Electric Power (Tepco) jedoch nicht erreichbar. (tgr)</p>
<p><strong>13:59</strong> Es werden laut Agentur Jiji Vorbereitungen getroffen, den Atomreaktor Nummer 2 des Kraftwerks Fukushima 1 mit Meerwasser zu kühlen. (tgr)</p>
<p><strong>13:30</strong> Außenminister Guido Westerwelle kann nicht mehr ausschließen, dass auch Deutsche beim Erdbeben zu Schaden gekommen sind. Mehr dazu um 15 Uhr nach der Sitzung des Krisenstabs. Dann will er zur Situation nach der Erdbebenkatastrophe in Japan ein Statement abgeben. (tgr)</p>
<p><strong>13:15</strong> Lesetipp: taz-Autor Martin Fritz hat unter dem Titel &#8220;Tricksen und Täuschen&#8221; ein<a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/tricksen-und-taeuschen/"> interessantes Hintergrundstück</a> über den Betreiber des Fukushima-AKWs, Tokyo Electric Power, verfasst. Das Unternehmen ist Asiens größter Stromversorger, betreibt 17 Reaktorblöcke und ist zuletzt wegen gefälschter Unterlagen und verschiedener Havarien in die Kritik geraten. (tgr)</p>
<p><strong>13:10</strong> Ab Montag soll es in ganz Japan planmäßige Stromabschaltungen geben, die regionsweise jeweils drei Stunden dauern sollen. Dieses Vorgehen wurde von Premierminister Kan genehmigt, um die schwierige Stromversorgung der Kühlsysteme in den Atomanlagen sicherzustellen. (sv)</p>
<p><strong>12:55</strong> Geo Eye hat eine weitere<a href="https://picasaweb.google.com/118079222830783600944/Japan#"> Serie von aktuellen Satellitenbildern</a> veröffentlicht, die das enorme Ausmaß der Verwüstungen durch den Tsunami zeigen.  Auf den Aufnahmen ist deutlich zu erkennen, dass ganze Stadtteile durch die Flutwelle zerstört wurden und nur wenige Häuser dort den Naturgewalten Stand gehalten haben. Die Bilder gibt es &#8211; zusammen mit Vergleichsaufnahmen vor dem Tsunami &#8211; als <a href="https://picasaweb.google.com/118079222830783600944/Japan#">Fotostrecke</a>, als Layer in <a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;msa=0&amp;msid=200910826786863242067.00049e4d08c67e68fe83e&amp;ll=38.272689,140.756836&amp;spn=22.232593,53.569336&amp;t=h&amp;z=5">Google Maps</a> und <a href="http://mw1.google.com/crisisresponse/2011/japan_earthquake_2011/earthquake/google/Japan_earthquake2011_nl.kml">aufbereitet für Google Earth</a> (kostenloser <a href="http://www.google.de/intl/de/earth/index.html">Download von Google Earth</a>, für PC/Mac/Linux). Quelle: <a href="http://google-latlong.blogspot.com/2011/03/post-earthquake-images-of-japan.html">Google LatLong</a> (fm)</p>
<p><strong>12:40</strong> Statistisch sind Atomunfälle der Größenordnung Tschernobyl und auch des Ausmaßes von Fukushima so selten, dass Tausende Jahre ins Land gehen könnten, ohne dass die Menschheit damit umgehen müsste. Das Problem mit Statistiken und dem echten Leben: Wer heute mindestens 30 Jahre alt ist erlebt bereits zum zweiten Mal, dass Atomkraft unbeherrschbar ist. Tschernobyl ist genau <a href="http://www.tschernobyl25.de/">25 Jahre her</a>, welch unheimlicher Zufall. (dah)</p>
<p><strong>12:35</strong> Der japanische Nachrichtensender NHK meldet, dass noch mehr Menschen aus der Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima evakuiert werden sollen. 62.000 Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht, etwa 80.000 Menschen leben in der unmittelbaren Umgebung. NKH zeigt <a href="http://www3.nhk.or.jp/daily/english/13_25.html">hier</a> eine Karte. (tgr)</p>
<p><strong>12:25</strong> Live-Schalte im ARD-Presseclub: Robert Hetkämpfer, ARD-Korrespondent, berichtet von der Pressekonferenz mit dem japanischen Ministerpräsident, der für seine Informationspolitik kritisiert wird. Einschätzung Hetkämpfer: &#8220;Verlogen will ich nicht sagen, aber die Regierung geht sehr vorsichtig mit den Fakten um.&#8221; (tgr)</p>
<p><strong>12:10</strong> Wer in diesen Tagen den Wahlkampf in Baden-Württemberg verfolgt, merkt eines: Das Erdbeben am anderen Ende der Welt erschüttert auch die CDU im Südwesten. Der bisherige atomfreundliche Kurs könnte für die Wahl am 27. März zum Problem werden. (dah)</p>
<p><strong>12:00</strong> Japans Ministerpräsident Naoto Kan hat sich zu Wort gemeldet. Die Erdbebenkatastrophe sei die größte Krise des Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Allerdings: Mit Tschernobyl seien die Probleme in den japanischen AKWs nicht zu vergleichen. (tgr)</p>
<p><strong>11:45</strong> Noch gar nicht lange her, würde aber angesichts der Ereignisse aktuell sicher anders ausfallen: Die <a href="http://p.zdf.de/?r=995">Abstimmung im Bundestag</a> zum Thema Verlängerung der Restlaufzeit von Atomkraftwerken. (sv)</p>
<p><strong>11:40</strong> Die Bank von Japan will ihr <a href="http://www.boj.or.jp/en/announcements/release_2011/rel110313a.htm/">&#8220;Äußerstes tun, um die Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten&#8221;</a>. Sie hat rund 55 Milliarden Yen – rund 483 Millionen Euro – Sonderhilfen zur Verfügung gestellt. Die Zinsen liegen bei Null, die Möglichkeiten für einen Sonderhaushalt sind jedoch begrenzt. Morgen könnte die Bank erneut zusätzliche Hilfen gewähren. Dann soll auch die Börse in Tokyo den Handel wie gewohnt aufnehmen. (tgr)</p>
<p><strong>11:25</strong> Die AKW-Betreiber wollen sich um 12 Uhr deutscher Zeit zur Situation in Fukushima äußern. (dah)</p>
<p><strong>11:10</strong> Was genau ist eigentlich im AKW Fukushima-1 passiert? Wir wagen keine sicheren Aussagen, nähern uns jedoch mithilfe der dpa-Kollegen an, die ein &#8220;FAQ&#8221; mit Antworten auf die Frage <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/fukushima-AKW-reaktoren">&#8220;Was geschah in Fukushima&#8221;</a> erstellt haben. (dah)</p>
<p><strong>10:50</strong> Die Tipps des Strahlenhysiker <a href="http://www.helmholtz-muenchen.de/iss/iss-home/paretzke/index.html">Herwig Paretzke</a> für die japanische Bevölkerung im Interview mit dem Nachrichtensender NTV erinnern an die Ratschläge nach Tschernobyl: Es sei nun überaus wichtig, dass die Bevölkerung mit Jodtabletten versorgt werde, um sie vor der Strahlenkrankheit zu schützen. Durch die Gabe von Jod soll verhindert werden, dass sich radioaktive Nuklide wie das bei der Katastrophe von Tschernobyl freigesetzte Iod-131 in den Körper einlagert und Krebserkrankungen auslösen. Wirkungsvoll sei die Maßnahme, wenn sie vor der Aufnahme von radioaktivem Jod durchgeführt wird. Darum empfiehlt der Strahlenphysiker den Japanern, vorerst auf den Verzehr von frischer Milch und frischem Gemüse zu verzichten. Paretzke ist Professor an der Technischen Universität München und an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. (tgr)</p>
<p><strong>10:45</strong> Auf Twitter treffen sich die Erschütterten aus aller Welt zu einem <a href="http://twitter.com/#!/search/%23prayforjapan">globalen Gebet</a> für die Menschen in Japan. (dah)</p>
<p><strong>10:30</strong> Zwei Tage nach dem Erdbeben werden noch Überlebende gerettet: Der 60-jährige Hiromitsu Shinkawa trieb bis Sonntagmorgen auf dem Trümmerteil seines Dachs vor der Küste der Provinz Fukushima im Meer, nachdem sein Heimatort Minamisoma von der Tsunamiwelle überrollt hatte. Die Marine zog ihn 15 Kilometer vor der Küste des Landes aus dem Wasser, wie die Nachrichtenagentur Jiji unter Berufung auf die Behörden berichtete. Er war demnach bei Bewusstsein und in &#8220;guter Verfassung&#8221; und wurde per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht.<br />
&#8220;Ich bin weggelaufen, als ich gehört habe, dass der Tsunami kommt&#8221;, sagte Shinkawa laut Jiji seinen Rettern. &#8220;Aber ich bin umgekehrt, um von zu Hause etwas zu holen, dann wurde ich davongespült.&#8221; Er habe im Wasser nur auf dem Dach seines Hauses &#8220;gehangen&#8221;. (tgr)</p>
<p><strong>10:25</strong>Ein großes Team des Technischen Hilfswerks ist <a href="http://www.thw.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Pressemitteilungen/international/2011/03/meldung_003_pm_ankunft_seeba_japan.html">in Japan im Einsatz</a>. Die Gefahr einer radioaktiven Verstrahlung durch das havarierte AKW behindert das THW jedoch bei der Arbeit. „Das THW wird nicht in Gebieten tätig, in denen Gefahr durch radioaktive Strahlung zu befürchten ist“, teilen die Helfer aus Deutschland mit. (dah)</p>
<p><strong>10:20</strong> Das Wall Street Journal meldet in seinem <a href="http://blogs.wsj.com/japanrealtime/2011/03/13/at-tokyo-airport-dazed-travelers-exit-quake-arena/">Blog Japan Real Time</a>, dass die Lage am Flughafen von Tokyo unterdessen entspannt sei. Bis auf Touristen, die das Land nach dem verheerenden Erdbeben verlassen, herrsche business as usual. Auch die Maschinen zwischen Japan und Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt sollen am Sonntag weitgehend nach Plan fliegen. Lediglich ein <a href="http://www.lufthansa.com/de/de/Fluginformationen?blt_p=DE&#038;blt_l=de&#038;blt_t=Homepage&#038;blt_e=Homepage%20-%20Note&#038;blt_n=Aktuelle%20Fluginformationen&#038;blt_z=Aktuelle%20Fluginformationen%20Information%20zur%20aktuell&#038;blt_c=DE|de|Homepage|Homepage%20-%20Note|Aktuelle%20Fluginformationen|Aktuelle%20Fluginformationen%20Information%20zur%20aktuell">Lufthansa-Flug </a>nach Nagoya wurde annulliert, die anderen vier Maschinen nach Tokio und Osaka sollten wie geplant starten. Eine Lufthansa-Maschine aus Tokyo wurde etwa drei Stunden verspätet erwartet, die anderen beiden Flüge aus der japanischen Hauptstadt sowie die Maschinen aus den südlicher gelegenen Städten Osaka und Nagoya sollten pünktlich oder nur leicht verspätet landen. (tgr)</p>
<p><strong>10:10</strong> Nach der Wasserflut kommt die Nachrichtenflut. Vieles davon ist Spekulation, vieles Besorgnis-erregende Gewissheit. Zwischen allen berechtigten &#8220;Achtung, Achtung&#8221;-Schlagzeilen tut eine Überschrift gut, die die Grünen auf ihre Website gesetzt haben: &#8220;<a href="http://www.gruene.de/einzelansicht/artikel/unsere-gedanken-sind-bei-den-opfern.html">Unsere Gedanken sind bei den Opfern&#8221;</a>. (dah)</p>
<p><strong>10:00</strong> Auch <a href="http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/erdbeben_in_japan_regierung_ruft_atomaren_notstand_aus/">Greenpeace</a> wird in diesen Zeiten zur Nachrichtenredaktion. (dah)</p>
<p><strong>9:30</strong> Das verheerende Erdbeben in Japan ist mittlerweile auf Stufe 9 auf der <a href="http://www.wissenswertes.at/index.php?id=richter-skala">Richterskala </a>hochgestuft worden. Stufe 9 sind Beben mit katastrophalen Folgen. (dah)</p>
<p><strong>9:00</strong> &#8220;Wir können nicht überprüfen, was im Inneren eines Reaktors vor sich geht&#8221;, sagt die Regierung in Tokyo. Zwischen den Zeilen bestätigen sie damit Befürchtungen, die Kernschmelze im AKW Fukushima sei im Gang. (dah)</p>
<p><strong>8:30</strong> Japanische Medien berichten von Hamsterkäufen in Supermärkten, von rund 1400 Notlagern, in denen die Opfer der Naturkatastrophe versorgt werden. (dah)</p>
<p><strong>8:20</strong> Unklar ist weiterhin, wie viele Menschen beim Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami in Japan ums Leben gekommen sind. Allerdings meldet der japanische TV-Sender NHK erstmals eine weitaus größere Zahl als bisher in offiziellen Statements verbreitet: In einer Provinz seien möglicherweise rund 10.000 Menschen gestorben, heißt es unter Berufung auf die Polizei. (dah)</p>
<p><strong>7:00</strong> Bundesumweltminister Norbert Röttgen spricht angesichts der Atomhavarie von einer <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/roettgen-atom-ausstieg">&#8220;Zäsur&#8221;</a> in der Bewertung von Atomtechnik. &#8220;Ich finde, dass dieser Debatte nicht ausgewichen werden darf&#8221;, sagt er in der ARD.</p>

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		<item>
		<title>Tag 2 nach dem Beben</title>
		<link>http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/12/tag-2-nach-dem-beben/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 10:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nachrichtenredaktion</dc:creator>
		<category>News-Blog</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/newsblog/?p=1429</guid>
		<description><![CDATA[Von Wolfgang Blau (wb), Christoph Dowe (cd), Dagny Lüdemann (dal), Domenika Ahlrichs (dah), Sebastian Horn (sh), Alina Schadwinkel (asc), Fabian Mohr (fm) und Alexandra Endres (ae) Notkühlsystem versagt auch bei zweitem Reaktor in Fukushima Gefahr einer Kernschmelze weiter akut, Informations-Chaos Mehr als 10.000 Menschen nach Tsunami vermisst Merkel kündigt Überprüfung der deutschen AKW-Standards an Alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Von Wolfgang Blau (wb), Christoph Dowe (cd), Dagny Lüdemann (dal), Domenika Ahlrichs (dah), Sebastian Horn (sh), Alina Schadwinkel (asc), Fabian Mohr (fm) und Alexandra Endres (ae)</em></p>
<ul>
<li><span style="color: #808080;">Notkühlsystem versagt auch bei zweitem Reaktor in Fukushima</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Gefahr einer Kernschmelze weiter akut, Informations-Chaos</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Mehr als 10.000 Menschen nach Tsunami vermisst</span></li>
<li> <span style="color: #808080;">Merkel kündigt Überprüfung der deutschen AKW-Standards an</span></li>
<li><span style="color: #808080;"> <a href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-tsunami-japan-2011/index">Alles zum Thema Erdbeben in Japan</a></span></li>
</ul>
<p><strong>01:00</strong> Wir beenden das News-Blog für heute. Über wichtige Ereignisse werden wir Sie via <a href="http://twitter.com/zeitonline">Twitter</a> auf dem Laufenden halten. </p>
<p><strong>00:50</strong><!-- http://twitter.com/#!/kathleenwiersch/status/46714175786983424 --><br />
<style type='text/css'>.bbpBox46714175786983420 {background:url(http://a1.twimg.com/profile_background_images/5006148/FLOWERS.jpg) #352726;padding:20px;} p.bbpTweet{background:#fff;padding:10px 12px 10px 12px;margin:0;min-height:48px;color:#000;font-size:18px !important;line-height:22px;-moz-border-radius:5px;-webkit-border-radius:5px} p.bbpTweet span.metadata{display:block;width:100%;clear:both;margin-top:8px;padding-top:12px;height:40px;border-top:1px solid #fff;border-top:1px solid #e6e6e6} p.bbpTweet span.metadata span.author{line-height:19px} p.bbpTweet span.metadata span.author img{float:left;margin:0 7px 0 0px;width:38px;height:38px} p.bbpTweet a:hover{text-decoration:underline}p.bbpTweet span.timestamp{font-size:12px;display:block}</style>
<div class='bbpBox46714175786983420'>
<p class='bbpTweet'>Wow, that was really interesting to have an aftershock announced on Twitter and then to feel it in Tokyo 1 minute later<span class='timestamp'><a title='Sat Mar 12 23:28:22 +0000 2011' href='http://twitter.com/#!/kathleenwiersch/status/46714175786983424'>less than a minute ago</a> via <a href="http://www.tweetdeck.com" rel="nofollow">TweetDeck</a></span><span class='metadata'><span class='author'><a href='http://twitter.com/kathleenwiersch'><img src='http://a3.twimg.com/profile_images/591246972/tree_hugger_normal.jpg' /></a><strong><a href='http://twitter.com/kathleenwiersch'>Kathleen Wiersch</a></strong><br/>kathleenwiersch</span></span></p>
</div>
<p> <!-- end of tweet --></p>
<p><strong>00:35</strong> Die Informationspolitik rund um den Störfall in der Atomanlage Fukushima bleibt undurchsichtig, man könnte auch sagen &#8211; ein Fiasko. Hieß es heute zwischenzeitlich, eine Kernschmelze in Reaktor 1 sei im Gange, wurde dies später dementiert &#8211; ausschließen will man einen so genannten &#8220;Meltdown&#8221; inzwischen aber nicht mehr: <a href="http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/12/japan.quake.nuclear.failure/">&#8220;Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht bestätigen, dass eine Kernschmelze stattfindet. Die Möglichkeit besteht allerdings&#8221;</a>, zitiert CNN einen Vertreter der japanischen Atomenergiebehörde. (fm)</p>
<p><strong>00:10</strong> Ohne Worte. (fm)</p>
<p><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/amazon-strahlen.jpg" alt="" title="amazon-strahlen" width="540" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-1524" /></p>
<p><strong>23:50</strong> Im Nordosten Japans sind im Zuge der Evakuierungsaktionen inzwischen etwa <a href="http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/77196.html">300.000 Menschen</a> in Sicherheit gebracht worden. Viele von ihnen sind durch das massive Erdbeben oder den nachfolgenden Tsunami obdachlos geworden. Mindestens 80.000 müssen die nähere Umgebung der Atomanlage in Fukushima auf Anordnung der Behörden verlassen. (fm) </p>
<p><strong>22:35</strong> Die Radioaktivität rund um den havarierten Atomreaktor in Fukushima hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in den vergangenen Stunden nachgelassen &#8211; dabei beruft man sich auf offizielle japanische Stellen. Nach der schweren Explosion in Reaktor Nummer 1 droht nun aber offenbar auch in Reaktor Nummer 3 eine katastrophale Zuspitzung der Lage. <a href="http://www.reuters.com/article/2011/03/12/us-japan-quake-nuclear-cooling-idUSTRE72B3GI20110312?WT.tsrc=Social%20Media&#038;WT.z_smid=twtr-reuters_%20com&#038;WT.z_smid_dest=Twitter">Reuters meldet</a> unter Berufung auf die japanische Atomenergiebehörde, dass das Notkühlsystem dort ebenfalls <a href="http://www.reuters.com/article/2011/03/12/us-japan-quake-nuclear-cooling-idUSTRE72B3GI20110312?WT.tsrc=Social%20Media&#038;WT.z_smid=twtr-reuters_%20com&#038;WT.z_smid_dest=Twitter">nicht mehr funktioniere</a>. Derzeit versuche man mit Hochdruck,  den Reaktor wieder mit Wasser zu versorgen. (fm)</p>
<p><strong>21:45</strong> Videobilder, die die kaum fassbare Zerstörungskraft des Tsunamis zeigen: In <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12722026">Kesennuma</a> werden Autos, Lastwagen und ganze Häuser <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12722026">von den Wassermassen in wenigen Sekunden weggespült</a>. Quelle: BBC. (fm) </p>
<p><strong>21:15</strong> GeoEye hat aktuelle Satellitenbilder aus Japan veröffentlicht, die mehrere Städte nach dem schweren Erdbeben und den Überflutungen durch einen Tsunami zeigen &#8211; Sie benötigen <a href="http://www.google.de/intl/de/earth/index.html">Google Earth (kostenlos, für Windows/Mac/Linux)</a>, um die Aufnahmen anzusehen: <a href="http://bit.ly/fiDnnx">Tokyo</a> / <a href="http://bit.ly/fDiCrm">Kamaishi</a> / <a href="http://bit.ly/egdJQr">Kushiro</a>. Material aus weiteren betroffenen Regionen, u.a. aus Fukushima, gibt es gebündelt bei <a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=en&#038;msa=0&#038;msid=200910826786863242067.00049e4d08c67e68fe83e&#038;ll=38.272689,140.756836&#038;spn=22.232593,53.569336&#038;t=h&#038;z=5">Google Maps</a>. Informationen über weitere Updates des Kartenmaterials auch via Twitter:  <a href="http://twitter.com/earthoutreach">http://twitter.com/earthoutreach</a></p>
<p>Update: Das <a href="http://www.dlr.de/Portaldata/1/Resources/portal_news/newsarchiv2011_2/japan_zki_tsx.jpg">Ausmaß der Verwüstungen durch die Flutwelle</a> ist auch deutlich auf diesem <a href="http://www.dlr.de/Portaldata/1/Resources/portal_news/newsarchiv2011_2/japan_zki_tsx.jpg">Satellitenbild</a> zu sehen, das am Abend vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) <a href="http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1/9600_read-29560/">veröffentlicht</a> wurde. (fm)</p>
<p><strong>20:55</strong> Eine <a href="http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&#038;artikel=ZAMG_2011-03-12GMT12:19">animierte Karte</a> zeigt den möglichen Weg den eine radioaktiv verseuchte Wolke nehmen könnte. Es werden zwei Szenarien dargestellt: ein kurzer und ein lang anhaltender Austritt von Radioaktivität. Die Karte wurde von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik erstellt, dem staatlichen meteorologischen und geophysikalischen Dienst Österreichs. (cd)</p>
<p><strong>20:45</strong> Die lachende Anti-AKW-Sonne erlebt eine Renaissance: Als <a href="http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/195351_100000057918863_2522160_q.jpg">Facebook Icon</a>. (dah)</p>
<p><strong>20:05</strong> Immer wieder gibt es aktualisierte Zahlen der Todesopfer in Japan. Wenn man genau hinguckt, ergeben sich diese Zahlen jedoch aus dem, was die Polizei offiziell registriert und bekannt gibt und dem, was aufgrund der hohen Zahl Vermisster als statistischer Wert draufgerechnet wird. Verlässliche Angaben sind also auch hier kaum möglich. (dah)</p>
<p><strong>19:30</strong> Wie schlimm ist die Lage im AKW Fukushima-1? Der US-Thinktank<a href="http://www.stratfor.com/analysis/20110312-officials-claim-positive-signs-japanese-reactor"> Stratfor </a> wertet es als &#8220;positives Zeichen&#8221;, dass die japanische Regierung die evakuierte Zone rund um den Reaktor noch nicht über einen Radius von 20 Kilometern hinaus ausgeweitet habe. Dennoch sei es zu früh, um Entwarnung zu geben. Die Sicherheitsbehörden hätten bestätigt, dass ein Teil der Brennstäbe geschmolzen sei, und der Reaktor sei noch nicht außer Gefahr: &#8220;&#8230;further depressurizing was necessary to continue to contain the reactor heat and pressure.&#8221; (ae)</p>
<p><strong>19:20</strong> Trotz der verheerenden Zerstörung vieler Gebiet im japanischen Nordosten und der Sorge um das AKW Fukushima gibt es überraschend alltägliche Meldungen aus Japan: Etwa wird die sorgenvolle Mail einer ZEITonline-Redakteurin an einen japanischen Freund in Tokyo prompt beantwortet: &#8220;Surprisingly it&#8217;s almost back to business in Tokyo&#8221;. Und an anderer Stelle heißt es, dass Fahrradhändler nun viel zu tun hätten, weil der öffentliche Nahverkehr vielerorts zerstört ist. (dah)</p>
<p><strong>19:10</strong> «Die Geschehnisse in Japan sind ein Einschnitt für die Welt», sagt <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/atomkraft-debatte-deutschland">Kanzlerin Angela Merkel</a>. Wenn in einem solch hoch entwickelten Land wie Japan mit höchsten Sicherheitsstandards ein solcher Unfall passiere, könne «auch Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen». Sie will nun veranlassen, das die Sicherheitsstandards der deutschen AKW überprüft werden. Gleichzeitig nennt sie Kernkraft weiterhin &#8220;verantwortbar und vertretbar&#8221;. (dah)</p>
<p>Update: Das kurze Statement von Angela Merkel als <a href="http://www.wordle.net/">Wordle-Cloud</a>. (fm) </p>
<p><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/merkel-japan.jpg" alt="" title="merkel-japan" width="540" height="218" class="aligncenter size-full wp-image-1521" /></p>
<p><strong>18:49</strong> Hier ein kurzer Nachrichtenüberblick:</p>
<p>* Nach der Explosion des Reaktorgebäudes im Atomkraftwerk Fukushima versichert Japans Regierung, der eigentliche Reaktorbehälter sei nicht beschädigt worden. Es habe keine Kernschmelze gegeben. Derzeit wird versucht, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen.</p>
<p>* Die Behörden versuchen, die Region im Umkreis von 20 Kilometern zu evakuieren. Ein BBC-Reporter wurde aber bereits 60 km von dem AKW entfernt gestoppt. </p>
<p>* Nach offiziellen Schätzungen sind bei dem Erdbeben der Stärke 8.9 mindestens 1800 Menschen ums Leben gekommen. </p>
<p>* Es muss davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Opfer noch dramatisch ansteigen wird. Allein in der Hafenstadt Minamisanriku im Nordosten Japans werden noch etwa 10.000 Menschen vermisst. </p>
<p>* Über 200.000 Menschen sind durch das Unglück obdachlos geworden. </p>
<p>* Rund fünf Millionen Haushalte in Japan hatten am Samstagmittag noch immer keine Elektrizität. </p>
<p>* Im Kanzleramt findet am Abend ein Krisentreffen von Bundeskanzlerin Merkel, Außenminister Westerwelle und Bundesumweltminister Röttgen statt, um die Lage in Japan zu erörtern. </p>
<p>* Das AKW-Unglück in Fukushima hat in Deutschland eine neue Debatte über die Gefahren der Kernenergie und die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke ausgelöst. (wb)</p>
<p><strong>18:01</strong> Mit welchem Ausmaß des Nuklear-Unglücks müssen wir rechnen? ZEIT ONLINE hat mit dem Atomexperten Christoph Pistner <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/interview-atomexperte">über denkbare Szenarien gesprochen</a>. (asc)</p>
<p><strong>17:49</strong> Die japanische Atomenergiebehörde bewertet das Unglück im AKW Fukushima mit dem Wert 4 auf einer Skala von 0 bis 7. Bei der Skala handelt es sich um die <a href="http://www-ns.iaea.org/tech-areas/emergency/ines.asp">International Nuclear Event Scale</a>. Ein Skalenwert von 4 bedeutet laut Internationaler Atomenergiebehörde: &#8220;Unfall mit nur örtlichen Folgen&#8221;. Es mag zwar eine behördliche Pflichthandlung sein, diesen Wert anzugeben, es mutet dennoch seltsam an, dass die japanische Regierung das Unglück offenbar schon einordnen und sogar mit den Skalenwerten der Unglücke von Tschernobyl (7) und Three Mile Island (3) vergleichen kann, sich aber nicht bequemt, die Weltöffentlichkeit endlich im Detail über die derzeitige Lage im AKW Fukushima zu informieren. (wb)</p>
<p><strong>17:20</strong> Der Atomreaktor Fukushima-1 sollte Ende März stillgelegt werden &#8211; auf den Tag genau 40 Jahre nach Beginn seiner kommerziellen Nutzung. Das geht aus einer Datenbank des <a href="http://www.icjt.org/npp/podrobnosti.php?drzava=14&#038;lokacija=818">slowenischen Nuclear Training Centre (ICJT)</a> hervor. Das muss kein Hinweis auf etwaige Schäden sein: Vermutlich hätte Fukushima-1 am 26. März einfach nur das Ende seiner Laufzeit erreicht. Doch es gab schon früher Störfälle in dem Reaktor, meldet dpa: &#8220;Nach einem Erdbeben im Juni 2008 war zuletzt radioaktives Wasser aus einem Becken geschwappt&#8230;, 2006 trat radioaktiver Dampf aus&#8230;, 2002 wurden Risse in Wasserrohren entdeckt. Im Jahr 2000 musste ein Reaktor wegen eines Lochs in einem Brennstab abgeschaltet werden. 1997 und 1994 gab es ähnliche Vorfälle, bei denen etwas Radioaktivität freigesetzt wurde. Im September 2002 musste der Betreiber Tokyo Electric Power Co. (Tepco) &#8230; einräumen, Berichte über Schäden jahrelang gefälscht zu haben. Mehrere Manager traten zurück.&#8221; (ae)</p>
<p><strong>17:08</strong> Die japanische Zeitung <em>Ashai Shimbun</em> geht davon aus, dass mehrere Dutzend Menschen in Folge des AKW-Unglücks verstrahlt worden sind. Die offiziell gemeldeten drei Strahlenopfer haben sich demnach gemeinsam mit 87 weiteren Menschen auf einem Schulgelände (ja, einem Schulgelände) in der Nähe des Reaktors aufgehalten. Der Hinweis auf diese Meldung stammt vom schweizerischen Kollegen Jan Knüsel, einem Japanologen, der für die <a href="http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Japan-twittert-Die-Brotregale-sind-leer/story/26706216 "><em>Basler Zeitung</em> bloggt</a>. (wb)</p>
<p><strong>16:59</strong> Japans Atombehörde stuft den Vorfall im AKW Fukushima weniger schlimm ein als die Zwischenfälle im US-Kernkraftwerk <em>Three Mile Island</em> 1979 und in Tschernobyl 1986, berichtet die Nachrichtenagentur <em>Reuters</em>. (cd)</p>
<p><strong>16:55</strong> Auch die deutschen AKW-Betreiber geben beruhigende Statements ab: &#8220;Eine Verkettung eines derart schweren Erdbebens und eines schweren Tsunamis ist in Deutschland nicht vorstellbar&#8221;, erklärte das Atomforum, in dem die Kraftwerksbetreiber zusammengeschlossen sind. Die deutschen AKW seien so ausgerichtet, dass sie auch starken Erdbeben widerstehen könnten. (ae)</p>
<p><strong>16:47</strong> Es ist nicht überraschend, dass die diversen Branchen-Verbände und Lobby-Organisationen der Atomindustrie nun eifrig bemüht sind, beruhigende Statements abzugeben. Der Pressesprecher des <a href="http://www.world-nuclear.org/">Industrieverbandes <em>World Nuclear Association</em></a>, Ian Hore-Lacy, sagte beispielsweise, das Eintreten einer Kernschmelze im AKW Fukushima sei nun äußerst unwahrscheinlich. Dem <a href="http://www.cbsnews.com/stories/2011/03/12/earlyshow/saturday/main20042445.shtml ">US-Sender CBS</a> sagte er, die Möglichkeit einer Kernschmelze verringere sich Stunde um Stunde, da die Brennelemente inzwischen nicht einmal mehr ein Prozent der Hitze generierten, die sie noch zum Zeitpunkt des Bebens erzeugt hätten. (wb)</p>
<p><strong>16:37</strong> Den Weg der Tsunami-Welle im Pazifik hat das Tsunami-Forschungszentrum der <em>National Oceanicand Atmospheric Administration</em> <a href="http://www.youtube.com/user/NOAAPMEL?feature=mhum#p/c/3/PBZGH3yieLc ">in einer Computersimulation</a> veranschaulicht. (cd)</p>
<p><strong>16:23</strong> Der deutsche Erdbebenforscher Frederik Tilmann war in Tokyo als am Freitag in Japan die Erde bebte. <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/forscher-japan-erdbeben">Im Interview</a> spricht er über das Erlebnis und die derzeitige Lage vor Ort. (asc)</p>
<p><strong>15:47</strong> &#8220;Laut der japanischen Regierung hat es sich beim Zwischenfall im Atomkraftwerk 1 in Fukushima um eine Wasserstoffexplosion gehandelt&#8221;, <a href="http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Japan-twittert-Die-Brotregale-sind-leer/story/26706216 ">bloggt</a> der Japanologe Jan Knüsel. Es sei allerdings sicher, dass radioaktives Material in die Umgebung des Kraftwerkes ausgetreten sei. Drei Menschen seien verstrahlt, vier verletzt worden. CNN berichtet derweil, Schuld sei <a href="http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/12/japan.nuclear/index.html?hpt=T1">ein fehlerhaftes Pumpensystem</a> gewesen. (asc)</p>
<p><strong>15:33</strong> Das Erdbeben habe die japanische Hauptinsel um 2,4 Meter verrückt und die Achse der Erdrotation sei um rund 10 Zentimeter verschoben worden, berichtet der <a href="http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/12/japan.earthquake.tsunami.earth/index.html">Fernsehsender CNN</a>. (asc)</p>
<p><strong>15:16</strong> <div id="attachment_1482" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/menschenkette-stuttgart.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/menschenkette-stuttgart.jpg" alt="" title="menschenkette-stuttgart" width="540" height="304" class="size-full wp-image-1482" /></a><p class="wp-caption-text">Nach Atomunfall in Japan: Etwa 60.000 Atomkraftgegner demonstrieren in Baden-Württemberg mit einer Menschenkette für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie</p></div></p>
<p><strong>14:59</strong> Noch immer ist unklar, ob es im Atomkraftwerk in Fukushima zu einer <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/kernschmelze-japan-atomkraftwerk">Kernschmelze</a> gekommen ist. Die <em>Tagesschau</em> <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima126.html">berichtet weiterhin</a>, dass die Nationale Behörde für Kernkraftsicherheit den Vorfall bestätigt habe. Der japanische Premierminister Naoto Kan ließ in seiner Ansprache hingegen offen, ob es eine Kernschmelze gegeben habe. Auch die Nachrichtenagenturen melden noch keine offizielle Bestätigung, sprechen aber von einer Bedrohung. (asc)</p>
<p><strong>14:37</strong> Wie der japanische Fernsehsender <em>NHK</em> berichtet, werden in der Hafenstadt Minamisanriku im Nordosten Japans noch 10.000 Menschen vermisst. (asc)</p>
<p><strong>14:15</strong> <div id="attachment_1474" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/erdbeben-tsunami-japan-540x304.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/erdbeben-tsunami-japan-540x304.jpg" alt="" title="erdbeben-tsunami-japan-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-1474" /></a><p class="wp-caption-text">Unfassbare Zerstörung nach dem Tsunami: Die Überreste eines Hauses in der japanischen Stadt Rikuzentakata</p></div></p>
<p><strong>13:54</strong> Der Korrespondent der <em>Washington Post</em>, Chico Harlan, <a href="http://twitter.com/chicoharlan/status/46488072803713024">twittert aus Japan</a>: &#8220;Die Menschen in Fukushima wurden aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen und sich den Mund mit nassen Handtüchern zu bedecken.&#8221; (wb)</p>
<p><strong>13:52</strong> 24 Nachbeben mit einer Stärke von mehr als 6,0 gab es in Japan allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Der geologische Dienst der USA – US Geological Survey – <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php">sammelt die Messdaten</a> der Beben im Pazifik. (asc)</p>
<p><strong>13:33</strong> Das <a href="http://www.icrc.org/Web/doc/siterfl0.nsf/htmlall/familylinks-japon-eng">Rote Kreuz hat eine Seite</a> eingerichtet, damit Familienangehörige in Japan gefunden werden können. (asc)</p>
<p><strong>13:14</strong> Widersprüchliche Nachrichtenlage: Japans Premierminister Naoto Kan hat sich besorgt über die Lage nach dem Atomunfall gezeigt, aber nicht von einer Kernschmelze im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima gesprochen. Die Explosion vom Nachmittag werde zu keinem größeren radioaktiven Leck führen, sagte anschließend sein Regierungssprecher Yukio Edano. (asc)</p>
<p><strong>13:10</strong> Erste Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Deutschland sind im Katastrophengebiet eingetroffen. Am Abend soll ein 40-köpfiges Team des THW mit Ortungs- und Bergungsgerät und drei Spürhunden dazustoßen. (asc)</p>
<p><strong>13:04</strong> Mehrere Korrespondenten in Japan bestätigen über Twitter, dass Regierungssprecher Yukio Edano in seiner Ansprach gesagt habe, dass durch die Explosion im Atomkraftwerk in Fukushima die innere Reaktorhülle nicht beschädigt worden sei. Die Strahlung soll durch die Explosion <a href="http://twitter.com/tokyoreporter/status/46538650082742272#">nicht gestiegen sein</a>, heißt es weiter. (sh)</p>
<p><strong>12:59</strong> Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle und Umweltminister Norbert Röttgen wollen am Samstagabend bei einem Krisentreffen die Konsequenzen aus dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima erörtern. Um 18:45 wird die Kanzlerin in Berlin ein Statement abgeben. (asc)</p>
<p><strong>12:35</strong> Die japanische Behörde für Kernkraftsicherheit hat offiziell bestätigt, dass es im AKW Fukushima eine Kernschmelze gegeben hat. Das berichtet ARD-Korrespondent Robert Hetkämper aus Tokio. (fm)</p>
<p><strong>12:28</strong> Entgegen vorheriger Berichte hat die Evakuierungszone um das Kraftwerk Fukushima-2 nur <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/12/japan-earthquake-tsunami-aftermath-live#block-9">einen Radius von 10 Kilometern</a> und nicht 20 Kilometern. Die Zone rund um Fukushima-1, wo sich die Explosion ereignet hat, ist aber nach wie vor 20 Kilometer. (sh)</p>
<p><strong>12:23</strong> Ein <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12720219">Video der BBC</a> zeigt die Explosion im Kernkraftwerk Fukushima-1. (asc)</p>
<p><strong>12:10</strong> Das <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Aktuelle_Artikel/Japan/110311-JPN-Tsunami-node.html">Auswärtige Amt</a> rät dringend von Reisen in den Nordosten Japans und die Großregion um die beschädigten AKW ab und hat für Angehörige der rund 5000 in Japan lebenden Deutschen eine Telefonnummer eingerichtet: 030 &#8211; 5000 3000 (dah)</p>
<p><strong>12:05</strong> Beamte der japanischen Atomsicherheitsbehörde glauben nicht, dass es am Gehäuse des Reaktors Nummer 1 im Kernkraftwerk Fukushima Eins zu ernsten Schäden gekommen ist. Zu dieser Einschätzung seien sie nach Prüfung jüngster Radioaktivitätswerte nach der Explosion vom Nachmittag (Ortszeit) gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur <em>Kyodo</em>. (asc)</p>
<p><strong>12:03</strong><div id="attachment_1456" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/kernschmelze-japan-evakuiert-540x3043.jpg"><img src="http://blog.zeit.de/newsblog/files/2011/03/kernschmelze-japan-evakuiert-540x3043.jpg" alt="" title="kernschmelze-japan-evakuiert-540x304" width="540" height="304" class="size-full wp-image-1456" /></a><p class="wp-caption-text">Angst vor der Kernschmelze: Evakuierte suchen Schutz in einer Grundschule in der japanischen Stadt Namie</p></div></p>
<p><strong>11.46</strong> Die japanische Regierung hat Großbritannien offiziell um Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des katastrophalen Erdbebens gebeten. Das teilte ein Sprecher des Außenministeriums am Samstag in London mit. Such- und Rettungsteams hatten sich seit Freitag für einen Einsatz in Japan vorbereitet und sollten innerhalb von vier Stunden aufbrechen können. Es stehe sowohl technische als auch personelle Unterstützung bereit, sagte der Minister für Internationale Entwicklung, Andrew Mitchell. (asc)</p>
<p><strong>11.45</strong> Der Evakuierungsradius um die <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/erdbeben-japan-akws">beschädigten Kernkraftwerke</a> Fukushima Eins und Zwei ist von zehn auf 20 Kilometer ausgeweitet worden. Die Provinzregierung habe eine entsprechende Weisung des Premierministerbüros erhalten, meldet die Agentur <em>Jiji</em>. Die radioaktive Strahlung sei nach einem Anstieg wieder am Fallen, so die Agentur <em>Kyodo</em>. (asc)</p>
<p><strong>11.20</strong> Mehrere Erdstöße von Stärken bis zu 8,9 <a href="http://blog.zeit.de/newsblog/2011/03/11/erdbeben-in-japan/">hatten am Freitag Japan erschüttert</a> – mit verheerenden Folgen. Behörden rechnen mit mehr als 1000 Toten. Tsunami-Wellen haben große Landstriche der japanischen Hauptinsel Honshu verwüstet. Die Wellen breiteten sich über den Pazifik aus und erreichten inzwischen auch <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/tsunami-japan-staaten">die amerikanische Westküste</a>. In Japan wurde der atomare Notstand ausgerufen, nachdem sich mehrere Kernkraftwerke automatisch abgeschaltet hatten. Bei Fukushima ist das <a href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/erdbeben-japan-akws">Kühlsystem eines Atomkraftwerkes ausgefallen</a>. Inzwischen berichtet der japanische Fernsehsender NHK von einer Explosion am Reaktor Fukushima-1. Arbeiter sollen verletzt worden sein. Ein Rettungsteam ist unterwegs. Die Bevölkerung im Umkreis der Nuklearanlage wurde aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. (dal)</p>

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