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Kafkaeske Wahrheitssuche – Das Medienlog vom Montag, 25. Juli 2016

 

Die Junge Welt befasst sich in einem Beitrag mit dem Fall Andreas T. – jenem Verfassungsschutzmitarbeiter, der in einem Kasseler Internet-Café surfte, während Halit Yozgat am Nachmittag des 6. Juni 2006 hinter dem Tresen getötet wurde. Der Fall T. belege die kafkaeske „Wahrheitssuche“ in Sachen NSU, schreibt Autor Wolf Wetzel: „Deutungen von Vertretern der Staatsmacht über ‚Pannen‘ und die Selbstidiotisierung mancher Akteure können nicht alles rund um die jahrelange Mord- und Anschlagsserie erklären.“

Das Gericht und auch die NSU-Untersuchungsausschüsse müssten Aufklärung betreiben in dem von vielen Fragen gekennzeichneten Rolle des Andreas T., schreibt der Autor in seiner kommentierenden Analyse.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Dienstag, 26. Juli 2016

 

1 Kommentar

  1.   Werner Barth

    Ich fürchte, der Prozess wird zur Farce. Wenn man der Angeklagten trotz 2 Jahren Prozess und Aufwänden in 2 stelliger Millionenhöhe immer noch nicht eindeutig eine Schuld nachweisen kann, muß man sie eigentlich freisprechen. Ich weiß, dass ist natürlich bei der medialen Präsenz unmöglich.
    Aber der Versuch, das jahrzehntelange Versagen oder sogar mögliche Schuld von Ermittlern, Geheimdiensten und letztendlich der Politik anhand einer Angeklagten zu thematisieren und abzuurteilen, hat einen bitteren Beigeschmack.