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382. Prozesstag – Bundesanwaltschaft fordert Strafmaß

 

Am heutigen Dienstag endet die Sommerpause im NSU-Prozess – und das Plädoyer der Bundesanwaltschaft. Bundesanwalt Herbert Diemer wird voraussichtlich in dieser Sitzung verkünden, welches Strafmaß er für die fünf Angeklagten fordert.

In sieben vorigen Sitzungen hatten die Anklagevertreter detailliert dargelegt, dass sich die Vorwürfe gegen alle Angeklagten aus ihrer Sicht in vollem Umfang bestätigt haben. Das gilt auch für Beate Zschäpe, die sich demnach unter anderem der zehnfachen Mittäterschaft zum Mord und der 39-fachen Mittäterschaft zum versuchten Mord schuldig gemacht hat. In welche Forderungen über Haftstrafen dieser Erkenntnisse gerinnen, zeigt sich heute. Als wahrscheinlich gilt, dass für Zschäpe eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert wird – ob mit besonderer Schwere der Schuld und Sicherungsverwahrung, ist noch nicht sicher absehbar.

ZEIT ONLINE berichtet aus München und fasst den Prozesstag am Abend auf diesem Blog zusammen. Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Weitere Berichte stellen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

1 Kommentar

  1.   bx16v

    Allein die unstreitige Tatsache das genau an dem Tag wo der VS zahlreiche Akten an einen Untersuchungsausschuss des Bundestages ausliefern sollte diese Akten vernichtet wurden macht den gesammten Prozess zur Farce!
    Denn vermutlich standen entlastende Fakten in diesen Akten?
    Oder für das Amt belastende?
    Oder Hinweisee auf andere Täter?
    Auf jeden Fall verfängliche Informationen!
    Das ganze hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun!
    Denn wenn ein staatlicher Geheimdienst offen wichtige Beweise vernichtet spricht man von einem Willkürstaat!
    Unter diesem Aspekt sind zukünftig Verurteilungen von Diktaturen wie Venezuela oder Nord Korea zu betrachten.