Die Angeklagten

 

Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe lebte mehr als 13 Jahre  mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt mit falscher Identität in Deutschland. Die Ermittler erkannten den NSU erst 2011. Zuvor vermuteten sie die Täter im Bereich der Organisierten Kriminalität.

Die Bundesanwaltschaft will Beate Zschäpe als einziger NSU-Überlebender nachweisen, dass sie Mittäterin war – zwar nie am Tatort, aber über das Vorgehen der Gruppe informiert. Sie soll Mundlos und Böhnhardt mental unterstützt und das Leben im Untergrund organisiert haben. Zudem verwaltete sie aus Sicht der Anklage das Geld.

Weitere Angeklagte:

Ralf Wohlleben, ein ehemaliger Thüringer NPD-Funktionär, soll Waffen für die Dreiergruppe organisiert haben. Nach Ansicht der Ermittler wusste er von den Verbrechen. Er ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt.

Carsten S. hat gestanden, den Untergetauchten eine Pistole mit Schalldämpfer geliefert zu haben. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Ceska, die bei den Morden verwendet wurde. Er löste sich kurz darauf aus der Szene, lebte ab 2001 in Nordrhein-Westfalen. Er ist wie Wohlleben wegen Beihilfe zum Mord angeklagt, aber auf freiem Fuß.

André E.: Der 33-Jährige soll einer der wichtigsten Vertrauten der Gruppe gewesen sein und mit seiner Frau regelmäßig Kontakt zur Gruppe im Untergrund gehabt haben. Unter anderem soll er Wohnmobile gemietet haben, welche der NSU bei Raubüberfällen und einem Sprengstoffanschlag nutzten. E. ist als Unterstützer der Terrorgruppe angeklagt.

Holger G.: Der 38-Jährige gehörte wie Wohlleben und die drei Untergetauchten zur Jenaer Kameradschaft. Er zog 1997 nach Niedersachsen um. G. spendete Geld, transportierte einmal eine Waffe nach Zwickau und traf sich mehrfach mit der Gruppe. Er überließ Böhnhardt einen Ersatzführerschein sowie 2001 und 2011 seinen Pass. Von Überfällen und Morden will er nichts gewusst haben. G. ist als mutmaßlicher Unterstützer der Terrorgruppe angeklagt.

2 Kommentare


  1. Und: Beate Zschäpe

  2.   Mueller

    Traurig das es heute noch(Menschen) gibt die nichts aus der Vergangenheit,
    gelernt haben.Egal wie das Verfahren ausgeht,glaube ich,dass sich nichts aendert wird in den Köpfen. Es sollte entlich mal was andern in der allgemeinen Denkweise und da ist unser Staat gefragt sowie auch die Gesellschaft. Schade das es immer noch so viele Idioten auf der Welt gibt die
    immer noch nicht gemerkt haben das wir alle der gleichen SPE Cie angehören und alle vom gleichen Ursprung kommen.Aber leider ist die Gesellschaft nicht ganz unschuldig daran.Jeder bekommt seine Strafe IGW.