29. Prozesstag – Wohnungsbrand in Zwickau

30. Juli - 6. August

Auch am heutigen Verhandlungstag widmete sich das Gericht dem Wohnungsbrand in der Zwickauer Frühlingsstraße und hörte dazu drei Nachbarn als Zeugen: Die 18-jährige Janice M., ihre Großmutter und deren Schwester. Die 89-jährige Urgroßtante von Janice M. wohnte in der Wohnung neben den mutmaßlichen Rechtsterroristen.

Ihren Tod soll Zschäpe in Kauf genommen haben, als sie am 4. November 2011 nach dem Selbstmord ihrer mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die gemeinsame Wohnung anzündete; außerdem den Tod zweier Handwerker, die normalerweise im Haus tätig waren. Deshalb ist Zschäpe auch wegen Mordversuchs angeklagt.

Hier der ausführliche Bericht von unserem Autoren Tom Sundermann. Die Berichte über den 29. Prozesstag fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

Eine Anwältin unter Druck – das Medienlog vom Montag, 29. Juli

Ihr Mandat für die Hauptangeklagte im NSU-Prozess hat für die Anwältin Anja Sturm persönliche und berufliche Konsequenzen: Die Verteidigerin von Beate Zschäpe verlässt ihre Kanzlei und ihre Heimat Berlin. Grund ist die massive Kritik aus den Reihen der Sozietät und der Berliner Kollegenschaft an ihrem Mandat – ein Thema, das die Medien am Wochenende aufgriffen.

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Zschäpes Tierliebe und ein kaltblütiger Mord – das Medienlog vom Freitag, 26. Juli 2013

Über den 28. Verhandlungstag berichten im Vergleich zu den jüngst vergangenen Tagen nur wenige Medien. Um die Aussagen der drei Zeugen, die Beate Zschäpe mit ihren Katzen nach der Explosion auf der Straße gesehen haben, geht es unter anderem auf Spiegel Online („Sie wirkte nicht sonderlich panisch.“)

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Zschäpe und Hitler verkauft sich gut – das Medienlog vom Donnerstag, 25. Juli 2013

Diddl oder Dienelt-Maus? Die Berichterstattung behandelt die Aussagen von Olaf B., dem ehemaligen Nachbarn von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Zwickau. Auffällig ist, dass gleich mehrere Medien (auch ZEIT ONLINE) den Hitler-Bezug in der Überschrift thematisieren. Ein journalistischer Reflex?

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28. Prozesstag – Abdurrahim Özüdoğru / Wohnungsbrand in Zwickau

23.-25. Juli

Zum Mord an Abdurrahim Özüdoğru sagte ein Rechtsmediziner und ein Beamter des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) aus. Der 49-jährige Özüdoğru wurde am 13. Juni 2001 in seiner Nürnberger Änderungsschneiderei erschossen.

Am Nachmittag ging es um den Brand in der Zwickauer Wohnung der mutmaßlichen Rechtsterroristen. Dazu sagten zwei Nachbarn aus, die Beate Zschäpe nach der Explosion auf der Straße gesehen haben. Zschäpe soll nach dem Tod ihrer mutmaßlichen  Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im November 2011 die gemeinsame Wohnung in Zwickau angezündet haben. Es ist die einzige Tat, die Zschäpe unmittelbar ausgeführt haben soll.

 Einen ausführlichen Prozessbericht von unserem Autor Tom Sundermann gibt es hier. Die Berichte über den 28. Verhandlungstag fassen wir morgen wieder im NSU-Medienlog zusammen.

 

Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zeugen und ein brutaler Mord – das Medienlog vom Mittwoch, 24. Juli 2013

Am 26.Verhandlungstag des NSU-Prozess wurden Sachverständige zum Mord an Enver Şimşek gehört. Die Aussage eines Rechtsmediziners stand dabei im Mittelpunkt des Verfahrens – und der Berichterstattung. Dies gilt etwa für die WAZ und Thüringer Allgemeine sowie für die Süddeutschen Zeitung. Letztere befasste sich in ihrem Artikel („Streit über Aussagen des NSU-Kronzeugen“) aber auch mit der Glaubwürdigkeit des Mitangeklagten und wichtigen Zeugen Holger G.

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27. Prozesstag – Zwickauer Wohnung

23.-25. Juli

Am 27. Verhandlungstag wurde zunächst der Zeuge Olaf B. vernommen, ein ehemaliger Nachbar von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Zwickau. B. schilderte den Alltag der mutmaßlichen Rechtsterroristen.

Am Nachmittag sagte ein Sachverständiger des LKA Sachsen aus und ein Experte, der unter anderem die Festplatte von Zschäpes Rechner ausgewertet hatte. Der Rechner wurde am 4. November 2011 um 14:30 ausgeschaltet, kurz danach brannte das Haus in der Zwickauer Frühlingsstraße.

Als letzte Zeugin wurde eine Frau vernommen, die zufällig an der Frühlingsstraße vorbeikam, als das Haus schon brannte. Sie begegnete Zschäpe mit ihren Katzen auf dem Gehweg.

Die Berichte über den 27. Prozesstag fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

Breivik prahlte, Zschäpe schweigt – das Medienlog vom Dienstag, 23. Juli 2013

Anlässlich des Jahrestags des Amoklaufs von Utøya vor zwei Jahren drehte sich die NSU-Berichterstattung diesmal auch um die Parallelen zwischen dem Verfahren in München und dem bereits abgeschlossenen Prozess gegen den norwegischen Rechtsextremisten Anders Behring Breivik. Dieser verübte am 22. Juli 2011 Anschläge in Norwegen und tötete 77 Menschen. Er wurde zur Höchststrafe verurteilt: 21 Jahre Haft und anschließende Sicherheitsverwahrung.

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26. Prozesstag – Enver Şimşek und Holger G.

23.-25. Juli

Am 26. Verhandlungstag ging es erneut um den Mord an dem Blumenhändler Enver Şimşek, der bereits am 20. und 21. Prozesstag verhandelt wurde. Şimşek wurde im Jahr 2000 in Nürnberg, mutmaßlich von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, in seinem Transporter erschossen.

Zum Mord an Şimşek wurden Sachverständige geladen. Ein Rechtsmediziner stellte zunächst das Obduktionsergebnis vor. Demnach wurde der 38-Jährige von insgesamt acht Kugeln getroffen. Die meisten Schüsse trafen ihn im Gesicht.

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