Andreas T. und der Zufall – das Medienlog vom Dienstag 3. Dezember 2013

Die heutige Zeugenaussage des ehemaligen Verfassungsschützers Andreas T. nehmen die Medien zum Anlass, um sich noch einmal ausführlicher mit dessen Rolle zu beschäftigen. T. war am 6. April 2006 Kunde im Internetcafé von Halit Yozgat – zu der Zeit als der 21-jährige Yozgat von den mutmaßlichen Rechtsterroristen erschossen wurde. Am 41. Prozesstag wurde er schon einmal als Zeuge vernommen und blieb bei seiner Version, dass er nichts von dem Mord mitbekommen habe. Er muss laut zeitlicher Rekonstruktion das Internetcafé kurz nach den Schüssen verlassen haben. T. gab an, die Leiche hinter dem Tresen nicht gesehen zu haben, außerdem habe er von dem Mord erst später aus der Zeitung erfahren.

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63. Prozesstag – Andreas T.

Am heutigen Mittwoch wurde der ehemalige Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas T. zum zweiten Mal vor Gericht vernommen. Er berief sich wie zuvor immer wieder auf Erinnerungslücken. T. saß 2006 im hinteren Raum eines Internet-Cafés in Kassel, als die Neonazi-Terroristen dort den 21-jährigen Halit Yozgat ermordeten.

Außerdem lehnte der Senat es am heutigen Verhandlungstag ab, die gesamten Akten über T. in den Prozess aufzunehmen. (mit dpa)

Berichte über den Verhandlungstag fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

Rätsel um Andreas T. – das Medienlog vom Montag, 2. Dezember 2013

Diese Woche soll im NSU-Prozess unter anderem der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. vernommen werden. T. hielt sich am 6. April 2006 in dem Kasseler Internetcafé auf, in dem Halit Yozgat ermordet wurde (vgl. Medienlog vom 25. Oktober 2013). Per Hinrichs von der Welt nimmt die Vorladung zum Anlass und beschäftigt sich in seinem Text ausführlich mit dem ehemaligen Verfassungsschützer. Er nennt den Fall T. eines der „letzten und verstörendsten Rätsel des Falles NSU.“

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Zschäpe, das Chamäleon – das Medienlog vom Freitag, 29. November 2013

Auf dem Zeugen Stefan A. ruhten die Hoffnungen der Anklage aus zwei Gründen: Er war selbst im rechtsextremen Milieu Thüringens aktiv und lange Zeit eine wichtige Bezugsperson seiner Cousine Beate Zschäpe. Mit jeder Zeugenvernehmung vervollständigt sich das Bild der Lebens- und Denkwelt der Angeklagten, so auch am 62. Verhandlungstag. Thema ist heute aber auch ein presserechtliches Problem.

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62. Prozesstag – Zeugen Umfeld NSU

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Am heutigen Donnerstag soll Beate Zschäpes Cousin Stefan A. weiter vernommen werden. Die beiden wuchsen gemeinsam in Jena auf und waren zunächst Teil derselben Jugendclique. Die Befragung des 39-Jährigen war am Mittwoch nach mehr als sechs Stunden unterbrochen worden. Außerdem ist die ehemalige Freundin des Angeklagten André E. geladen.

Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Eine Zusammenfassung des Prozesstages veröffentlichen wir hier am Abend. Die Berichte darüber fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

61. Prozesstag – Beate Zschäpes Cousin sagt aus

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Am heutigen Mittwoch war Annerose Zschäpe, die Mutter von Beate Zschäpe, als Zeugin vorgeladen. Sie nahm jedoch als nahe Angehörige das Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch. Sie widersprach auch der Verwertung ihrer Aussage bei der Polizei aus dem Ermittlungsverfahren.

Zschäpes Cousin, Stefan A., sagte außerdem vor Gericht aus. Er berichtete von der gemeinsamen Jugend in Jena.

(mit dpa)

Hier ein ausführlicher Prozessbericht von unserem Autor Tom Sundermann. Weitere Berichte über den Verhandlungstag fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

Beate Zschäpe als Hauswirtschafterin – das Medienlog vom Mittwoch, 27. November 2013

„Liese“, „Max“ und „Gerry“ – das waren die Namen, unter denen die Zeugen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Urlaub an der Ostsee kennenlernten. Sie sagten am 60. Verhandlungstag aus.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

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Keine Berichte – das Medienlog vom Dienstag, 26. November 2013

Keine Berichte zum NSU-Prozes in deutsch,- englisch,- und türkischsprachigen Medien.

Das nächste Medienlog erscheint am Mittwoch, 27. November 2013.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

 

60. Prozesstag – Urlaubsbekanntschaften sagen als Zeugen aus

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Die Zeugen, die heute im NSU-Prozess aussagten, machten Urlaub mit den mutmaßlichen Terroristen des NSU und lernten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe als „Max“, „Gerry“ und „Liese“ kennen.

Wie schon in den Vernehmungen bei der Polizei schilderten die Zeugen vor Gericht, dass die drei immer in bar zahlten. Eine Zeugin konnte sich außerdem daran erinnern, dass Zschäpe das Geld verwaltete.

Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle Zschäpes innerhalb der Gruppe. (mit dpa)

Hier ein ausführlicher Prozessbericht von unserem Autor Tom Sundermann. Weitere Berichte über den Verhandlungstag fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.