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Adam, Eva und die anderen gehen steil

 

Im Jahr 1500 ist die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg gerade einmal ein paar Jahrzehnte alt. Gott lebt noch. Die Erschaffung von durchsichtigem Glas wird in Norditalien erstmals möglich. Und zwischen Wien und Brüssel wird eine der frühesten ständigen europäischen Postlinien in Betrieb genommen. Die Weltbevölkerung betrug gerade einmal 500 Millionen Menschen.

Am Montag wurde der siebenmilliardste Mensch geboren. Das jedenfalls gibt UNFPA seit einigen Tagen zu Protokoll. UNFPA ist das United Nations Population Fund. Die BBC hat die dramatische Entwicklung der Weltbevölkerung in eine einfache, aber eindrucksvolle und interaktive Datenvisualisierung übersetzt. Die Entwicklung der Weltbevölkerung der letzten 500 Jahre. Eine steiler, sehr steiler Anstieg.

1 Kommentar

  1.   Matthias Spielkamp

    Ja, ein steiler Anstieg. Aber wenn’s um Datenjournalismus geht, muss auch die Frage erlaubt sein, was die Leute mit den Daten machen. Und was die BBC hier anbietet – herauszufinden, der „wievielte Mensch“ man ist, und das noch nicht einmal näherungsweise, sondern mit einer exakten Nummer – ist so hirnrissig, dass man Volksverblödung unterstellen muss. Und das bei der ach so tollen BBC. Es muss jedem halbintelligenten Menschen klar sein, dass es nicht möglich ist, das festzustellen. Journalisten wird oft eine Zahlenhörigkeit bei gleichzeitiger Zahlendummheit unterstellt. Dies ist ein herausragendes Beispiel für diese Kombination.