Offene Daten – offene Gesellschaft

Wohin reisen amerikanische Facebook-Nutzer?

Von 8. März 2012 um 13:51 Uhr

Reiseziele von amerikanischen Facebook-Nutzern - Screenshot einer Datenvisualisierung von Pete Warden

Pete Warden hat mal wieder Daten visualisiert. Warden ist der Gründer von Open Heat Map, einer Seite, mit der jeder in wenigen Schritten verschiedenste Daten in Karten und Darstellungen unwandeln kann.

Dieses Mal fragte sich Warden, wohin Amerikaner so in den Urlaub fahren oder fliegen und nutzte dazu Daten von Facebook. Basis waren die Geodaten vom Aufnahmeort von mehr als 350 Millionen Fotos, die auf Facebook verbreitet wurden. Daraus entstanden ist dann eine Karte der Urlaubsziele amerikanischer Facebooknutzer.

Das sieht schön aus und sagt auch etwas über die Gewohnheiten der Urlauber. So kommen die meisten Chinabesucher aus der Universitätsstadt Stanford, die meisten Spanientouristen aus Miami Beach und New Yorker fliegen am liebsten nach Paris. Wobei die mit Abstand meisten Paris-Reisenden aus West Hollywood kommen. Warum auch immer.

Das eigentlich spannende aber ist gar nicht die Karte oder das Projekt, es ist die Dokumentation dazu. Denn Pete Warden will nicht nur offene Daten erzeugen, er will auch sein Wissen offenlegen.

Und so erklärt er bei Radar O’Reilly Schritt für Schritt, wie es zu der Karte kam. Nebenbei erzählt er viel darüber, was sich mit Daten anstellen lässt und was bei der Verarbeitung beachtet werden sollte.

Ein wichtiges Wort dabei ist “fun“, Spaß. Schließlich haben die Open-Data-Bewegung, Datenjournalismus und Datenvisualisierung den schönen Nebeneffekt, dass sie zeigen, dass in Daten spannende Geschichten stecken, dass sie tatsächlich Spaß machen können.

Bei Warden liest sich das dann so: “My problem is that I want other people to have as much fun exploring the data as I’ve had, so I couldn’t resist adding some interaction to the vacation visualization.” Weil er wolle, dass andere ebensoviel Spaß am Erforschen der Informationen hätten wie er, baue er gern interaktive Elemente ein. Wobei er im Weiteren erzählt, dass Interaktion nicht immer eine gute Idee sei, weil sie verwirrend sein könne. Manchmal sei eine statische Grafik schlicht besser, weil sie sofort vermittle, worum es bei der Geschichte geht.

Die Facebook-Touristen-Grafik ist dann aber doch interaktiv geworden. Warden sagt auch, warum: “I build these visualizations so I can explore them myself, so my favorite part of the whole process is the chance to sit and play with the results. There’s always unexpected stories hidden in there, and I love uncovering them.” Denn der schönste Teil des ganzen Prozesses sei für ihn das anschließende Herumspielen mit der Grafik und das Suchen nach versteckten Geschichten. Denn die gebe es immer. “Und ich liebe es, sie zu finden.”

Kategorien: Datenvisualisierung
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