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Deutschland stationär – wo die meisten Patienten behandelt wurden

 

Die Kosten der stationären Krankenhausversorgung steigen. Im Jahr 2013 waren es 78 Milliarden Euro, die allein für Aufenthalte in den rund 2.000 deutschen Krankenhäusern ausgegeben werden mussten. Das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wird das auf die rund 18,8 Millionen Patientinnen und Patienten umgerechnet, die 2013 vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, dann kostete jeder davon im Durchschnitt 4.152 Euro. Auch dieser Wert ist gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent.

Unsere Karte zeigt auf Basis von Daten des Bundesamtes für Statistik, wo im Jahr 2013 wie viele Menschen im Krankenhaus behandelt wurden. Es sind keine absoluten Zahlen, sondern sie sind zur Einwohnerzahl der Landkreise und kreisfreien Städte ins Verhältnis gesetzt und zeigen die Patienten pro eintausend Einwohner. Ergänzung vom 29.12.: Die Daten beziehen sich dabei auf den Wohnort des Patienten und daher nicht zwingend auf den Behandlungsort.

Krankenhauspatienten 2013

Lesen Sie hier, wo in deutschen Krankenhäusern die meisten Fälle mit multiresistenten Keimen auftraten.

11 Kommentare


  1. This Resource site

    Wo die meisten Krankenhauspatienten behandelt wurden

  2.   Frank M.

    Hallo Herr Venohr,

    als Heidelberger finde ich ihre Auswertung natürlich sehr spannend! Könnten sie bitte die Datenquelle genauer spezifizieren? Trotz ausgiebiger Suche bin ich weder auf den Seiten vom Statistischen Bundesamt, noch auf den dort verlinkten Datenportalen (Regionaldaten, Gesundheitsberichtserstattung des Bundes) fündig geworden. Sie haben zwar die Daten selbst als Tabelle bereitgestellt, mich interessiert aber woher Sie diese Daten haben. Oder sind die gar nicht öffentlich zugänglich?

    Vielen Dank im Voraus
    Frank M.

  3.   Sascha Venohr

    Liebe Vanessa Wormer, ich habe den Hinweis gerne aufgenommen und im Text zur Karte ergänzt.
    Beste Grüße
    S.Venohr

  4.   Vanessa Wormer

    Hallo Sascha Venohr,

    gerade der Fall Heidelberg hat mich eben auch irritiert. Die Map ist leider missverständlich und impliziert, dass es in Heidelberg besonders wenige Patienten gibt. Das deckt sich natürlich nicht mit der Realität, Heidelberg wimmelt vor Kliniken und Patienten. Vielleicht sollte man irgendwo prominenter erklären, dass sich die Daten in der Map auf die Wohnorte der Patienten beziehen.

    Liebe Grüße,
    Vanessa Wormer (@Remrow)

  5.   hirmer

    Sehr geehrter Herr Venohr,

    kann man dann allgemein empfehlen, in diese „hellgelben Flecken“ um Heidelberg und Hamburg zu ziehen, weil man dort gesünder ist? Ist es auch so, dass wenige Krankenhaus-Patienten umgekehrt proportional dem Einkommen ist, d.h. wenn ich Menschen dorthin schicke, wo man gesünder ist, verdienen die dann auch mehr? Das wäre ja ein doppeltes Plus.

  6.   mike

    so ein Käse. Suhl hat das im Umkreis von 100?!? 200?!? km größte Krankenhaus (mit Hubschrauber). Aus der Umgebung wird jeder nach Suhl verlegt. Oh großes Wunder, oh Wunder, dass dort in der 35000 Einwohnerstadt die größte Stationärenzahl/1000 Einwohner ist… ein Hoch auf die Statistik.

  7.   Sascha Venohr

    Um Datensatz ist kein Bezug zu Krankenhäusern verortet. D.h. wir sehen hier die Wohnorte der Patienten, nicht zwangsläufig den Behandlungsort. Gruß S.Venohr

  8.   asdf

    Laut Geschäftsbericht hatte allein die Uniklinik Heidelberg im Jahr 2012 61.210 vollstationäre Patienten. Stetzt man das in Relation zu 152.000 Einwohnern des Stadtkreises sollte man auf ca. 400 Patienten pro 1000 Einwohner kommen. Hinzu kommen die Patienten der anderen Krankenhäuser.


  9. Sehr geehrter Herr Venohr,

    könnte die Verteilung nicht auch davon beeinflusst sein, wo es überhaupt Kliniken gibt? In meiner Heimatstadt Kaiserslautern beispielsweise gibt es ein großes 1300-Betten-Krankenhaus, gleichzeitig Lehrkrankenhaus für die Uni Mainz; es werden also auch über den unmittelbaren Einzugsbereich (Stadt) hinaus Patienten dort behandelt. Ich könnte mir vorstellen, dass es ähnliche Konstruktionen auch andernorts gibt. Dann könnten solche Effekte insbesondere in kleinen Städten/Kreisen die Pro-Kopf-Aussage verfälschen.

  10.   Sascha Venohr

    @enios, sicher hat es etwas mit dem Durchschnittsalter der Regionen zu tun. Wir haben das regionale Durchschnittsalter hier visualisiert: http://www.zeit.de/feature/mauerfall-das-geteilte-land Die Muster verhalten sich doch recht synchron zu der hier zu sehenden Patientendichte. Das ändert aber ja nichts an der Kartenaussage „Wo wurden die meisten Krankenhauspatienten behandelt“…