Spiel mit dem Haushalt

Haushalt Newsgame NYT Budget
In der NYT kann jeder Hand an den Haushalt legen

Kaum ein Datensatz ist prominenter als der Haushalt eines Staates. Hier findet sich in Zahlen gegossen, wie Politik gemacht wird – zumindest quantitativ lassen sich entsprechende Schwerpunkte identifizieren. Und kaum einer ist komplexer. Kein Wunder, dass sich diverse OpenData-Projekte an diese meist riesigen Informationsmengen heranwagen, um sie zu durchdringen, aufzuarbeiten und verständlicher zu machen: In Deutschland gibt es den Offenen Haushalt; in England findet sich Where does my money go? und auch in Österreich wird sich dem Thema gewidmet.

Eine spielerische Annäherung an den Haushalt der USA bietet seit wenigen Tagen die New York Times. Unter dem Slogan „You fix the budget“ wird der User aufgefordert, Haushaltsposten zu kürzen, um das Defizit der Vereinigten Staaten in den Griff zu bekommen. Ein jeder darf sich an der Lösung des Problems beteiligen.

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Live-Web: Der Castor-Transport bei Twitter kartiert

Wenn die Funknetze im Wendland durchhalten, werden in den kommenden Tagen stündlich tausende Tweets – Kurznachrichten von Twitter – rund um die Castor-Transporte versendet werden. Twitter ist erst nach dem letzten Atommüll-Transport von vor zwei Jahren zu einem wichtigen Kommunikationsmedium geworden. Gleichzeitig hat die Verbreitung von internetfähigen mobilen Telefonen zugenommen. Insofern ist zu erwarten, dass beim diesjährigen Castor – ähnlich wie bei den Protesten gegen den Bahnhofsbau in Stuttgart – neue Bürgerjournalismus-Formen zu beobachten sein werden. Beispielsweise steht ein Abschalten-TV in den Startlöchern, um live via Mobiltelefon zu übertragen.

Die hier zu sehende Karte – live-map.de – zeigt Twitternachrichten als klickbare Kreise, die sich auf Orte im Wendland und entlang der Transportstrecke beziehen (gelb). Zudem werden Nachrichten abgebildet, die aus der Region abgesetzt wurden und mit einer Geoinformation per GPS versehen sind (orange).

Zum einen lässt sich über die Zeitleiste abspielen, welche Nachrichten rund um den Castor seit dem gestrigen Donnerstag abgesetzt wurden. So wird sich später nachvollziehen lassen, wie sich die Proteste entwickelt haben. Außerdem lässt sich die Karte auch auf „live“ stellen. Damit kann man beobachten, was im Moment berichtet wird.
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Zeigen, was die Wähler interessiert

Die New York Times zeigt, über welche Kandidaten wann bei Twitter viel geredet wird

Außer Wetterdaten gibt es wohl kaum einen Datensatz, der von so großem unmittelbaren Interesse ist wie Wahlergebnisse. Nicht nur wegen ihres politischen Gewichts sind das sehr spezielle Datensammlungen. Ihre Erhebung gleicht bei großen Wahlen einer logistischen Meisterleistung – Millionen von Menschen, die zeitgleich in ihrer Nachbarschaft Daten produzieren, die anschließend innerhalb kürzester Zeit ausgewertet und zentral zusammengetragen werden müssen. So groß ist das Interesse, dass am Wahlabend alle Medien darum wetteifern, die besten Prognosen und Vorauswertungen der ständig wachsenden Datenbasis zu liefern.

Neben eher klassischen Darstellungen der Wahlergebnisse waren rund um Wahltag in den USA online neue Herangehensweisen in der Berichterstattung zu beobachten. Es folgt eine kleine Auswahl dieser Formen des Datenjournalismus‘.

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