Karte des modernen Sklaventums

consumption slavery production
Informationen zu grausamen Arbeitsbedingungen beispielsweise in Indien

Der Titel mag drastisch klingen – aber er ist angebracht: Das Angebot von ProductOfSlavery.org basiert auf einem Report des amerikanischen Arbeitsministeriums von 2009 über Kinder- und Zwangsarbeit. Die Karte zeigt, dass sich an den Verhältnissen nichts geändert hat: Die Drecksarbeit wird nach wie vor in der so genannten dritten Welt gemacht.

Erstellt hat die Karte die Nichtregierungsorganisation Anti-Slavery International, die als älteste Menschenrechtsorganisation der Welt gilt. Gegründet wurde sie 1839 in Großbritannien.
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Veröffentlichung von EU-Agrarsubventionen gestoppt

Karte Fischerei Subventionen EU
fishsubsidy.org veröffentlicht EU Fischerei Subventionen

Die von der Europäischen Kommission angestrenge „Transparenzinitiative“ steckte am Dienstag eine Niederlage ein: Ein landwirtschaftlicher Betrieb und ein Bauer aus Bayern hatten gegen die detaillierte Veröffentlichung der Zahlungen von EU-Agrarsubventionen geklagt und vorgestern vom EU-Gerichtshof Recht erhalten. Die Entscheidung des Gerichts besagt, dass die Informationen über natürliche Personen, die Empfänger von EU-Geldern sind, in der Form zukünftig nicht veröffentlicht werden dürfen.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs legt den Finger auf einen wunden Punkt in der Diskussion um OpenData: Wieweit kann das Transparenzinteresse an Datensätzen reichen? Weiter„Veröffentlichung von EU-Agrarsubventionen gestoppt“

 

370 Castoren mehr durch Laufzeitverlängerung


Karte der Zwischenlager an AKW und der dezentralen Lager (blau).

„Völlig unabhängig von der Frage der Laufzeitverlängerung“ sei die Endlagerfrage, sagte am Sonntag Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) im Fernsehsender ARD.

Schlicht eine Falschaussage, gibt es doch einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Verlängerung der Betriebsdauer von Atomkraftwerken und der Menge des Atommülls, die gelagert werden muss.

Die Bundesregierung hat unlängst entschieden, die AKWs acht bis vierzehn Jahren länger laufen zu lassen. Pro Jahr Laufzeit, so das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), fallen durch die 17 Atommeiler in Deutschland im Schnitt 370 Tonnen hochradioaktiver Müll an – in der Amtsprache verniedlichend als „wärmeentwickelnder Abfall“ bezeichnet. Dieses strahlende Schwermetall wird in den Zwischenlagern in Castor-Behältern zum Abkühlen gelagert, die jeweils zehn Tonnen davon fassen (Castor: cask for storage and transport oradioactive material).

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Die Karte der Nebeneinkünfte

Karte Nebeneinkuenfte Bundestagsabgeordnete
In NRW symbolisiert ein großer roter Kreis Peer Steinbrück (SPD)

Mit Transparenz tun sich die Abgeordneten im Bundestag gelegentlich etwas schwer. Etwas Licht in den Dschungel der Nebeneinkünfte versucht ein Programmierer aus Magdeburg zu bringen: Gregor Aisch bietet eine Anwendung, mit deren Hilfe die Einkommen der Bundestagsabgeordneten übersichtlich dargestellt werden. Jeder Abgeordnete lässt sich auf einer interaktiven Deutschlandkarte finden und samt seiner von der Bundestagsverwaltung veröffentlichten Informationen darstellen.

Die Anwendung erlaubt es auch mit den drei Einkommensstufen zu experimentieren, die laut Abgeordnetengesetz angegeben werden müssen. Denn nicht ihr tatsächliches Einkommen müssen die Parlamentarier angeben sondern nur, in welcher der drei Gruppen es liegt. Stufe eins bedeutet Nebeneinkünfte zwischen 1000 bis 3500 Euro im Monat, Stufe zwei 3500 bis 7000 Euro und Stufe 3 alles über 7000 Euro.

Mit der Anwendung kann man sich nun ausrechnen, wie viel das sein könnte. Peer Steinbrück (SPD) beispielsweise gibt an, dass er bei mehreren Vorträgen jeweils Stufe drei erhielt. Nimmt man das Minimum von 7000 Euro an, hätte er demnach ein zusätzliches Jahreseinkommen von 210.000 Euro – stellt man den Regler dagegen auf durchaus mögliche 15.000 Euro pro Vortrag, sind es bereits 442.000 Euro.

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Labor für Lokales

Frankfurt gestalten hyperlokal

Was geschieht gerade in meiner Straße? Worum geht es in der Lokalpolitik? Wer redet worüber? Wie solche Informationen zeitgemäß vermittelt werden können, zeigt seit Anfang dieses Jahres das Portal Frankfurt Gestalten: Es bricht Neuigkeiten auf einzelne Stadtteile und Straßen herunter.

Seit dem gestrigen Dienstag hat dieses in Deutschland bislang einmalige Projekt einen neuen Informationsstrang: In Kooperation mit einem Stadtmagazin werden ortsbezogene Nachrichten zur Verfügung gestellt. Damit ist das Angebot einen Schritt weiter, hyperlocal zu werden. So wird das Prinzip genannt, aktuelle Informationen für einzelne Kieze und Straßen zu liefern. Die These dahinter: Je besser ich weiß, was passiert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich engagiere.

Als das fortgeschrittenste Beispiel dafür gilt EveryBlock aus den USA. Das beantwortet die Frage, was in der Nachbarschaft passiert, bereits in 16 amerikanischen Städten. Weiter„Labor für Lokales“

 

Transiki – ein weltweites Fahrplansystem

Haltestelle Hoffnung - by Dirk Ingo Franke CC by:sa

Wenn einer eine Reise tut, dann gibt es viel zu planen. Werden Routen jenseits der großen Städte eingeschlagen und nicht Auto oder Flugzeug benutzt, muss sich etlichen Verkehrssystemen und vor allem etlichen Fahrplänen gewidmet werden – jeder davon versteckt an einem anderen virtuellen oder realen Ort. Das will Transiki ändern. Das Projekt will möglich machen, an einer zentralen Stelle den Weg einer Reise, hier „Routing“ genannt, über Ländergrenzen hinweg vorzubereiten. Transiki will dabei nicht nur Fahrpläne sammeln, sondern in Echtzeit auch Verspätungen zeigen und alternative Strecken vorschlagen. Weiter„Transiki – ein weltweites Fahrplansystem“