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Die aktuelle Lage im Irak (4)

 

Dieser Post bildet den aktuellen Stand von Mittwoch, den 18. Juni, 11 Uhr, ab.

Angriff auf Ölraffinerie

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat der Islamische Staat in Irak und in Syrien (Isis) in der Nacht auf Mittwoch die Ölraffinerie bei Baidschi attackiert. Dabei hätten sie Maschinengewehre und Granaten eingesetzt. Baidschi liefert 300.000 Fass Öl am Tag, etwa die Hälfte der irakischen Fördermenge. Mehr Details sind im Moment noch nicht bekannt. Zum Hintergrund vielleicht noch so viel: Nach zahlreichen Medienberichten ist Isis durchaus in der Lage, Öl auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen (in Syrien kontrolliert Isis bereits Raffinerien). Ich weiß nicht, wie dieser Schwarzmarkt funktioniert, und kann das aus eigenen Recherchen nicht bestätigen.

Die Isis-Propaganda versiegt

Eine interessante Situation lässt sich derweil in den Sozialen Medien, vor allem auf Twitter, beobachten. Zum einen sind nach wie vor etliche der offiziellen Isis-Twitter-Accounts abgeschaltet. Der Gruppe ist es auch noch nicht gelungen, verlässliche neue Accounts zu etablieren. Zugleich verbreiten Sympathisanten über Twitter, dass die Isis-Führung alle Kämpfer und Anhänger gebeten habe, keine Namen von eingenommen Ortschaften und keine Standorte der Kampfverbände auszuplaudern. Das bedeutet im Ergebnis, dass es derzeit weniger Informationen als noch vor einigen Tagen darüber gibt, wie es aktuell um den Vormarsch von Isis bestellt ist. Genau genommen bin ich derzeit nicht einmal sicher, ob Isis überhaupt noch weitermarschiert, oder sich jetzt erst konsolidieren will.

Exekution von Imamen

Die Washington Post berichtet derweil, dass nach Überzeugung der UN Isis-Kämpfer gezielt Imame umgebracht haben, die sich weigerten, dem „Islamischen Staat“ die Gefolgschaft zu schwören. Unter anderem sei der Imam der großen Moschee von Mossul getötet worden. Ferner verfüge die UN über verifizierte Informationen, dass es tatsächlich Massenhinrichtungen gab, die „beinahe sicher Kriegsverbrechen darstellen“.

1 Kommentar


  1. Das alles ist BEINAHE sicher. US-Bomben treffen dann auch BEINAHE sicher.