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Würstchen mit Kartoffelsalat

Von 21. Dezember 2009 um 17:11 Uhr

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Dieses Jahr gibts bei REZEPTORs aufgrund der allgemeinen Krise mal was ganz Einfaches zum Weihnachtsfest

Für zwei Personen:
2-3 Wiener Würstchen
600 g große Biokartoffeln festkochend
2 große Schalotten
150 ml Brühe
3 EL neutrales Öl
2 EL Kräuteressig
2 EL Senf
Salz
Pfeffer
Zucker
Schnittlauch

061209Einen großen Topf Salzwasser zum kochen bringen und 600 g Kartoffeln zirka 20 Minuten darin weich kochen. Je nach Knollengröße, -alter und -sorte könnten es auch fünf Minuten mehr oder weniger sein, einfach ab und zu mit einem kleinen Messer rein pieksen. Für Kartoffelsalat müssen übrigens alle Kartoffeln komplett durchgegart sein.

In der Zwischenzeit die beiden Schalotten schälen und nicht zu fein hacken, wir möchten nachher nämlich punktuelle Zwiebelgeschmäcker und kein Zwiebel-Grundaroma.

Die weichen Kartoffeln abgießen und abkühlen lassen. Den Kochtopf kurz ausspülen und mit drei EL neutralem Öl wieder auf die mittelheiße Herdplatte stellen. Die Schalotten darin vorsichtig und langsam glasig anschwitzen, hier darf wie so oft nichts braun werden, weil sonst Bitterstoffe entstünden.
Nach etwa fünf Minuten mit 150 ml Brühe ablöschen, mit einem EL Senf, mutig Salz und Pfeffer, einer Prise Zucker und zwei EL Kräuteressig würzen und von der Flamme nehmen.

Die Kartoffeln dürften jetzt so weit abgekühlt sein, dass man sie ohne Verbrennungen anfassen kann. Alle gewissenhaft schälen und (besonders bei Biokartoffeln) eventuelle tiefer gehende Verunreinigungen entfernen. Die großen Exemplare erst längs halbieren, dann in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und alles in die warme Salatsauce geben. Einmal umrühren und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

Kurz vorm Servieren die Würstchen in fast kochendem Wasser erhitzen, den Kartoffelsalat noch mal auf Salz und Essig abschmecken. Falls die Kartoffeln die komplette Flüssigkeit aufgesaugt haben, kann man noch zwei EL Öl oder dem Anlass entsprechend flüssige Butter unterrühren.

Und apropos Anlass: Es versteht sich von selbst, dass man sich zum Weihnachtsfest beim Anrichten besonders viel Mühe gibt. Den Kartoffelsalat mit Schnittlauch und das Würstchen mit Senf servieren.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Einer der Gründe warum ich sehr selten auswärts esse: Das Missverhältnis zwischen Fleisch und Zulagen. Auch hier im Bild, mehr Wurst als Kartoffelsalat. Ich esse lieber die Hälfte vom Fleisch u. das Vierfache der Beilage.

    • 22. Dezember 2009 um 21:35 Uhr
    • hansg
  2. 2.

    Werter hansg, wenn Sie das Rezept aufmerksam lesen, erfahren Sie, dass pro Portion auf ein bis anderthalb Würstchen 300 Gramm Kartofeln kommem.
    Diese Menge dürfte sie auch ohne Würstcen sättigen

    • 22. Dezember 2009 um 21:53 Uhr
    • Nutvater
  3. 3.

    Kartoffelsalat und Wiener Würstchen als Weihnachtsessen?

    Ein Witz?

    Vielleicht habe ich die Wirtschaftskrise unterschätzt, aber sonderlich raffiniert ist diese Variation wohl nicht.

    Wenn schon Kartoffelsalat, dann sollten Sie vielleicht warmen Kartoffelsalat mit gebratenem Räucheraal probieren.

    Wienerle, also wirklich.

    • 23. Dezember 2009 um 00:10 Uhr
    • juxel
  4. 4.

    Wie wäre es mal ohne die Wurst…Eine Muttersau, mit hromonen vollgepumpt, gebärt Kinder, welche ausgebeutet, geschlachten und gemetzelt werden um sie anschleßend in den Darm eines anderen Schweines hineinzupumpen. das ganze wird dann schön dekoriert, damit man ja nicht erkennt, was das war, was man da isst und wie es dort hingekommen ist.
    http://www.denk-mit.info/images/schwein3.jpg

    • 23. Dezember 2009 um 02:37 Uhr
    • Deftone
  5. 5.

    In Anbetracht der Tatsache, dass dieses einfache Essen in vielen Teilen Deutschlands tatsächlich am Heiligabend auf dem Tisch landet, finde ich es okay auch ein Rezept dafür zu posten. Der Hinweis auf die Wirtschaftskrise ist wohl mit einem Augenzwinkern gemeint, denn dieses Gericht wird wohl gerade deshalb am Heiligabend gegessen, weil es dann am 1. und 2. Weihnachtstag so richtig mit großem Kochen und Essen losgeht und man sich so am Heiligabend noch keinen Stress mit dem Zubereiten machen muss!
    P.S. Meine Ma fängt dann meistens sogar noch in der Nacht zum 1. Weihnachtstag an den Rehbraten anzubraten! Das reicht an Arbeit für einen Festtag :-)

    • 23. Dezember 2009 um 02:56 Uhr
    • Marleninha
  6. 6.

    mal wieder Dieter Nuhr: wenn man keine Ahnung hat—-. Daran erkennt man den sendungsbewussten Foristen: bei der Erwähnung von Wurst gleich die moralische Keule raus und das Klagelied der geschundenen Kreatur anstimmen. Hier allerdings sollte eine anderes Tier beweint werden: Wiener Würstchen bestehen aus Kalbfleisch.
    Ansonsten ist es bei vielen Familien üblich, an Heiligabend frugal zu essen, weil an diesem Tag zu viel zu tun ist, um stundenlang in der Küche zu stehen und die Kinder definitiv nicht bereit sind, vor der Bescherung Aufmerksamkeit und Geduld für ein Festtagsessen aufzubringen. Die Gans gibts am 1. Feiertag.
    Zum Kartoffelsalat: Man kann die Kartoffeln auch am Vortag kochen. Die Brühe misch ich nicht mit der Vignerette, sondern giesse sie zuerst über die Kartoffeln, damit sich diese richtig mit Brühe vollsaugen können, bevor sie mit Essig und Öl (und dem Rest) vermischt werden.

  7. 7.

    Werter nutvater,
    lesen konnte ich noch vor der Grundschule. 300g sind wirklich etwas wenig.
    deftone hat schon recht, ich habs auch schon versucht. Ohne Fleisch gehts bei mir einfach nicht. Aber weniger geht schon.

    • 23. Dezember 2009 um 12:15 Uhr
    • Hansg
  8. 8.

    ;-(((((… was sollen diese aggresiven,
    oberlehrerhaften komments… und dies
    kurz vor weihnachten tssstsss, kopfschütel

    • 23. Dezember 2009 um 18:34 Uhr
    • Burkhard Junghanß
  9. Kommentar zum Thema

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