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Feine Kalbsrouladen mit Estragon

Von 20. September 2012 um 14:02 Uhr

Luftig-leicht gefüllte Kalbsschnitzel, sanft geschmort in einer feinen Tomatensauce.

Für zwei Personen:
5 kleine, dünne Kalbsschnitzel
3 Tomaten
10 Kirschtomaten
1/2 Weißbrot
100 ml Weißwein
50 ml Sahne
1 Zehe Knoblauch
1/2 Bund Petersilie
1 Stängel Estragon
Olivenöl
Salz
Pfeffer
kleine Kartoffeln als Beilage
Küchengarn

Wer gerne mit Fleischklopfer oder Plattiereisen arbeitet, legt die Kalbsschnitzel zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, und klopft das Fleisch so dünn wie möglich. Ein netter Metzger wird diese Arbeit aber gerne übernehmen, wenn man ihn freundlich darum bittet.

Das kleinste Kalbsschnitzel klein geschnitten mit dem halben Weißbrot, 50 ml Sahne und ordentlich Petersilie mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer pürieren. Wer keins dieser Geräte besitzt, nimmt einfach ein großes scharfes Messer und schneidet alles erstmal klitzeklein, und hackt danach noch zwei, drei mal drüber. Diese Füllung anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eine Knoblauchzehe schälen und in ganz feine Scheibchen schneiden; vom Estragonzweig die Blätter abzupfen, die ganz kleinen aber für die Garnitur zurücklegen.

Die restlichen Kalbsschnitzel dann auf der Arbeitsplatte auslegen und erst mit Knoblauchscheibchen und Estragonblättern belegen, dann mit einem Esslöffel die Füllung auf drei Vierteln der Fläche verteilen.
Jetzt alle Schnitzel aufrollen mit Küchengarn gut verschließen.

Alle Tomaten waschen und entstrunken, die großen bitte grob und unregelmäßig zerkleinern. Eine Schalotte schälen und klein schneiden.

Einen guten Schuss Olivenöl in einem Kochtopf auf Dreiviertelhitze bringen.
und darin die Rouladen ringsum langsam braun braten. Dann die Hitze auf Medium runterregeln und die Schalotten dazu geben. Sobald diese glasig werden, die Tomatenstücke ebenfalls in den Topf, und kurz danach alles mit 100 ml Weißwein ablöschen.

Den Topf auf kleinster Hitze und zugedeckt für zirka dreißig Minuten vor sich hin schmoren lassen, dann dürften die Rouladen fertig sein, zehn Minuten vor Schluss kommen noch die Kirschtomaten mit dazu.
Wer mag, kann das Fleisch im 80 Grad warmen Ofen parken und die Flüssigkeit auf großer Hitze bis zum gewünschten Grad einreduzieren.

Dazu passen feine Kartöffelchen, gutes Baguette beziehungsweise Ciabatta oder grüner Salat. Und natürlich der Rest vom Weißwein.

Alle unsere Rezepte von A-Z gibt’s hier.

Kategorien: Was koche ich heute?
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Klingt leider geil! Wird hoffentlich am Wochenende ausprobiert…

    • 20. September 2012 um 20:13 Uhr
    • pekka
  2. 2.

    Warum wird die Roulade auf Seite 1 so verquast als Schnitzel vorgestellt?
    “Kalbsschnitzel, für Fans des Fleischklopfens
    Gut geklopft ist halb gekocht: Das Kalbsschnitzel in Tomatensoße wird mit Knoblauch und Estragon zum feinen Hauptgericht”
    Das ist doch echt irreführend.

  3. 3.

    Wenn ich das lese, könnte ich grad mal zuviel kriegen. Das geil
    klingende Mahl ist gespickt mit extremen Tierleid. Die Kälber werden
    nach der Geburt der Mutter entzogen und in einen dunklen Raum gesperrt.
    Das Kalb ruft nach der Mutter und umgekehrt auch. Kälber sind reines Abfallprodukt für die Milchgewinnung und werden schnellstens im Schlachthof “entsorgt”. Wie viele Jahre gibt es bei Kindsentzug beim
    Menschen? Mit Tieren kann man ja so gut wie Alles machen, so lange
    es von Nutzen ist. Schlechtes Gewissen? Fehlanzeige.

  4. 4.

    Wenn ich IHR Geschriebenes lese, könnte ich Zustände kriegen.
    Luxusproblematik pur.
    Nur wer im totalen Überfluss lebt, kann sich solche Gedanken machen.
    Und nur wer selber problembelastet ist, hat das Bedürfnis, andere ständig auf ihre “Fehler” hinzuweisen.
    So ist die Natur nun mal : Fressen und gefressen werden.
    Ich freue mich schon darauf, das Gericht nachzukochen – hört sich lecker an.

  5. 5.

    #3: Hurra, hurra, die Autopilotin ist wieder da … :-(

  6. 6.

    #3: Tierschützer in allen Ehren, allerdings halte ich die Gleichstellung mit den Tieren für etwas überzogen, denn wenn wir zwar beschliessen keinem Tier mehr etwas tun, aber durch eine unschönen Zufall mitten in ein ausgehungertes Löwenrudel fallen, werden wir diese wohl schwerlich überzeugen können, dass diese Gleichheit walten lassen und das nur mit Kraft der Worte.

    • 21. September 2012 um 00:46 Uhr
    • Anwort auf Christa Rust
  7. 7.

    Man könnte die Grammatik etwas verfeinern:
    “Eine Schalotte schälen und klein schneiden.”

    Ich habe nix gegen kleine Köche beim Schalottenschneiden.

    Aber der Unerschied – etwas ‘klein zu schneiden’, oder
    etwas ‘kleinzuschneiden’ spiegelt sich spätestens in den aufgewendeten Personalkosten wieder.

    • 21. September 2012 um 02:37 Uhr
    • Felefon
  8. 8.

    Klingt lecker, jetzt weiß ich, was ich morgen koche :-)

    @#3: Um so logischer ist es doch, Kalbfleisch zu essen, wenn die Menschen Milch trinken wollen. Schade, dass bei jedem Fleischgericht immer sofort die fanatischen (und eigentlich auch nur vermeintlichen) Tierschützer auflaufen.Warum kommentieren Sie nicht in vegetarischen Rezeptblogs und lassen die Fleischesser einfach mal in Ruhe? Es zwingt Sie doch niemand, Fleisch zu essen. (Ich gehe ja auch nicht auf Hardcore-Vegi-Seiten und beklage das Leid der Karotte.)

  9. Kommentar zum Thema

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