Das Blog für alltagstaugliches Kochen

Kürbiscurry à la Halloween

Von 1. November 2012 um 12:17 Uhr

Ein sehr leckeres vegetarisches Curry, das den Begriff “Süß-Sauer” mal ganz anders als sonst interpretiert.

 
Für zwei Personen:
350 g Hokkaidokürbis
100 g Wasserkastanien
75 g Zuckerschoten
75 g Blattspinat (kleine Blätter)
1 mittelgroße Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln
200 ml Kokosmilch
1 Limette
3 Limettenblätter
1 Knoblauchzehe
1 Stängel Zitronengras
1 Knubbel Ingwer
1 Chilischote
1 Bund Koriander
Fischsauce
Salz

Einen haselnussgroßen Knubbel Ingwer und die Knoblauchzehe schälen. Die Chilischote waschen, längs halbieren und entkernen, dem Zitronengrasstängel die äußeren harten Blätter entfernen. Dies alles – genau wie die drei Limettenblätter und die Stängel vom Koriander – in klitzekleine Würfel schneiden, und in einem Mörser mit einer Prise Salz noch kleiner mörsern. Dann einen EL Öl und einen kleinen Schuss Kokosmilch dazu, nochmal kräftig durchmörsern und fertig ist die Würzsauce.

Wer frische Wasserkastanien bekommt, muss sie schälen und den Stielansatz entfernen, bei Dosenware entfällt dieser Arbeitsschritt.
350 g Hokkaidokürbis waschen, halbieren, mit einem Löffel die Kerne rauskratzen. Das Fruchtfleisch von Kürbis und Wasserkastanien dann in unsymmetrische und gabelgerechte Stücke schneiden.
Eine Zwiebel schälen und fein würfeln.

In einer Pfanne zwei EL Öl auf Dreiviertel-Temperatur erhitzen und darin dann die Kürbisstücke drei, vier Minuten ringsum anbraten; Röststoffe werden hier gern gesehen. Sehr harte Wasserkastanien muss man ebenfalls mitbraten, die aus der Dose aber nicht ganz so lange.
Dann den angebratenen Pfanneninhalt in einer kleinen Schüssel parken und stattdessen einen neuen EL Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel auf mittlerer Hitze glasig anschwitzen. Bevor die erste Bräunung auftritt, alles mit der Würzsauce ablöschen und zwei Minuten warten. Dann erst den Rest der Kokosmilch dazuleeren, umrühren und zirka 10 Minuten leise vor sich hin köcheln lassen. Mit Fischsauce oder Salz würzen, und wer keine Angst vorm Chinarestaurant-Syndrom hat, auch mit einer homöopathischen Menge Brühwürfel.

In der Zwischenzeit 75 g Zuckerschoten waschen und wenn nötig die harten Enden abknipsen, dann schräg halbieren. Zwei Frühlingszwiebeln waschen und in vier Zentimeter lange Stück schneiden. 75 g Blattspinat waschen und putzen.

Die geparkten Kürbis und Wasserkastanie in die Sauce geben und noch mal zirka zehn Minuten leise und zugedeckt köcheln. Auf Salz abschmecken.
Drei Minuten vor Ende der Garzeit Zuckerschoten und Frühlingszwiebeln mit unterheben, der Spinat kommt ganz zum Schluss mit dazu.

Vorm Servieren noch mal auf Salz abschmecken und mutig mit Limettensaft die Süß-Sauer-Balance aussteuern. Als Beilage passt Thai-, Basmati, Duft- oder Jasminreis.

Alle unsere Rezepte von a-z gibt’s hier.

Leser-Kommentare
  1. 9.

    Geht das auch mit Fleisch?

    • 2. November 2012 um 16:08 Uhr
    • Sauzahn
  2. 10.

    Entweder versuchen es die Veggies mal mit leichter Soya-Soße und nem Tick miso oder mit vegetarischer Austernsoße oder sie lesen (ohne Geplärr) “mit Fischsoße ODER Salz würzen”.
    Salz ist doch veggietauglich – oder?
    Wie sehr Rezeptsklave muss man sein?

    Ach so, wer mag:
    http://thaigrocer.com/VegAdapt.html

  3. 11.

    Ich finde es schade, wenn nicht einmal die wenigen vegetarischen Rezepte des Rezepteblogs vegetarisch sind.

  4. 12.

    Warum immer herummäkeln? Finde ich wirklich nervig. Man muss sich ja nicht sklavisch genau an die Vorgaben halten. Ich habe das Rezept frei nachgekocht (ohne Fischsauce, weil ich dieselbe z.B. gar nicht zuhause habe), es hat hervorragend geschmeckt :-)

  5. 13.

    @ Grellseher:

    Ganz einfach, weil es zu einem Aufweichen des Begriffs Vegetarier führt, wenn da auch Fischsoße rein darf oder Rinderbrühe.

    Es hat was mit Respekt zu tun, sich einen Funken mit dem, was hinter einem Wort steckt, auseinanderzusetzen, ehe man groß mit ihm um sich wirft.

    Und vor allem führt genau sowas immer zu der lästigen Frage, die man als Vegetarier oft zu hören bekommt: “Aber Fisch isst du schon, oder?”

    /gekürzt, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion /

    • 10. Dezember 2012 um 20:21 Uhr
    • Fotoreporter
  6. 14.

    Bei der Fischsauce musste ich etwas schmunzeln… Gut, wenn die also aus vegetarischem Tofu-Fisch fermentiert ist… ;-)

    • 24. Januar 2013 um 11:00 Uhr
    • Horst Horstmann
  7. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)