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Rindsrouladen, klassisch deutsch

Von 22. November 2012 um 12:27 Uhr

Manchmal sind die einfachen Dinge halt doch die besten. Ohne Schnick und ohne Schnack, nur Fleisch, Speck, Gewürzgurke und Zwiebeln.

Für zwei Personen:
3 Scheiben Rindfleisch (à 120 g aus der Oberschale)
9 hauchdünne Scheiben geräucherter Schweinebauch
1 Bund Suppengrün
3 Gewürzgürkchen
2 Schalotten
1 Zwiebel
200 ml Rotwein
200 ml Kalbsfond
Thymian
Rosmarin
Lorbeerblatt
Butterschmalz
Senf
Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Spätzle
Küchengarn

Der Metzger des Vertrauens schneidet und klopft die Rindsrouladen genau so groß und dünn, wie man sie haben möchte. Dann sind sie zu Hause bereits küchenfertig und man kann sofort loslegen:
Eine Zwiebel, zwei Schalotten und das Suppengemüse schälen und putzen. Die Zwiebel und Suppengemüse grob zerkleinern, die Schalotten in Streifen schneiden.

Einen TL Butterschmalz in einem Schmortopf auf mittlere Hitze bringen und die Schalottenstreifen darin glasig anschwitzen. Dann rausnehmen und stattdessen die dünnen Schweinebauchscheiben beidseitig hellbraun anbraten.

Das Rindfleisch auf der Arbeitsfläche ausbreiten und hauchdünn mit Senf bestreichen. Mit wenig Salz und normal Pfeffer würzen und dann auf den unteren zwei Dritteln belegen: Erst die Schweinebauchscheiben, dann Schalottenstreifen und längs geviertelte Gewürzgürkchen. Natürlich alles quer, damit man nachher beim Essen schöne, kleine Stücke bekommt.
Die Rouladen dann aufrollen und mit Küchen- oder Wurstgarn zusammenbinden.
Den Ofen schon mal auf 140 Grad Oberunterhitze vorheizen.

Das Schalotten-Speckfett dann wieder auf Dreiviertelhitze hochfahren und die Rouladen darin ringsum braun anbraten. Dann rausnehmen und Zwiebelwürfel und Suppengemüse dazugeben. Nach kurzer Zeit vier Zentimeter Tomatenmark mit dazu und alles schön braun anrösten. Mit 200 ml Rotwein und 200 ml Kalbsfond ablöschen und einmal kurz aufkochen lassen. Jetzt etwas frischen Thymian, Rosmarin und zwei Lorbeerblätter dazu, die Rouladen kommen auch wieder mit in den Topf. Deckel drauf und alles für zwei Stunden im Ofen fertig schmoren.

In der Zwischenzeit kann man sich entspannt um die Beilage kümmern, ob Knödel, Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Spätzle. Als zweite Beilage empfiehlt sich natürlich Rotkohl.

Wenn die Rouladen weich sind, wird die Soße durch ein Sieb gegossen und die Flüssigkeit in einer Pfanne auf großer Hitze bis zur gewünschten Konsistenz eingekocht. Die Rouladen so lange im ausgeschalteten Ofen parken.
Die reduzierte Soße noch mal auf Salz und Pfeffer abschmecken, und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Als Garnitur passt etwas frischer Thymian, oder ganz klassisch krause Petersilie.

Alle unsere Rezepte von a-z gibt‘s hier.

Leser-Kommentare
  1. 9.

    Mit einer derartigen Freischaltverzögerung wie jetzt kann man den Kommentarbereich auch gleich schließen.

  2. 10.

    @ grellseher

    hast im grunde recht – wo steckt eigentlich der sinn dahinter?
    holmes + körnerlutscher kommen doch trotzdem zum zuge.

    • 23. November 2012 um 13:56 Uhr
    • hugox
  3. 11.

    Bei den Rindsrouladen gibt es meiner Ansicht nach nichts zu beanstanden. Allerdings kann man diese “weißlichen Würste” unter keine Umständen als Spätzle zu bezeichnen.

    • 23. November 2012 um 15:02 Uhr
    • Süddeutscher
  4. 12.

    @Süddeutscher: Hä?
    Das sind 1a selbstgemachte Spätzle und bestehen nur aus Spätzledunst, Ei und Salz. (Vielleicht stellt Ihr Monitor das zu hell, oder mein Monitor das zu gelb, oder beides gleichzeitig dar.)
    Weiterhin ein gutes Bauchgefühl wünscht REZEPThORsten

    • 23. November 2012 um 16:06 Uhr
    • REZEPThORsten
  5. 13.

    Einigen wir uns darauf: es sind Spätz. Für den Diminutiv sind sie schon eine Idee zu klobig.

    • 25. November 2012 um 00:23 Uhr
    • schneckenschleim
  6. 14.

    Ich muss mich wohl doch noch einmal trauen selber Rouladen zu wickeln. Bei mir gab es bisher entweder zu zäh, oder aber zu trocken :-(

    • 26. November 2012 um 10:38 Uhr
    • Stefan
  7. 15.

    Fleisch ist kein Klimakiller, nicht einmal die Rinder sind’s. Entscheidend ist die Art der Haltung und die Menge Fleisch, die wir alle so verspeisen. Wenn ich ein- bis zweimal pro Woche Fleisch esse, darf es auch mal eine Roulade nach diesem oder einem anderem leckeren Rezept sein. Noch besser wäre, das Fleisch dann vom Bio-Bauern zu beziehen, doch weiß ich nicht, wo in meiner Gegend ein entsprechender Metzger ist.

    • 26. November 2012 um 15:03 Uhr
    • Rouladenkoch
  8. 16.

    Ein gewisse Supermarktkette (Einmal drin, alles hin …) hat alle par Wochen irisches Rindfleisch, darunter auch Rouladen in der Fleischtheke. Das kostet von 20 EUR/kg aufwärts und ist eine jedesmal aufs neue lohnende Offenbarung.

  9. Kommentar zum Thema

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