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Tortiglioni mit Chorizo und Fenchel

 

Zum Jahresbeginn eine neue Idee zum Thema Nudelsauce – wobei „Sauce“ es nicht ganz genau trifft …

Für zwei Personen:
200 g Tortiglioni
2 kleine Fenchelknollen
100 g Chorizo am Stück
1 Chilischote
1 Bund Koriander
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Parmesan

Einen großen Topf sehr salziges Nudelwasser aufsetzen und zum Kochen bringen.

In der Zwischenzeit von 100 g Chorizo die Plastikhaut abziehen und den Rest erst in halbzentimeter dicke Scheiben, und diese dann quer gabelgerecht in nicht zu kleine Stücke schneiden.
Zwei Fenchelknollen waschen, wieder trocken schütteln und oben das Grün und unschöne Stellen entfernen. Unten dann mit einem kleinen Messer am Strunk einen Keil rausschneiden, sodass die dünnen Scheiben, in die man die Knollen jetzt schneidet, nicht auseinander fallen.

Eine Knoblauchzehe schälen, eine Chilischote waschen, längs halbieren und die Kerne rauskratzen. Beides dann ebenfalls in sehr dünne Scheibchen schneiden.

Mittlerweile dürfte das Wasser kochen: Darin 200 g Tortiglioni nach Packungsaufschrift al dente garen.

Eine Pfanne mit einem EL Olivenöl auf mittelheiße Temperatur bringen und die Chorizostücke darin von allen Seiten goldbraun anbraten. Dann alle Wurststücke mit einer Gabel rausfischen und in einer kleinen Schüssel parken; es sollte so viel aromatisiertes Bratöl wie möglich in der Pfanne bleiben.
Stattdessen dürfen die Knoblauch- und Chilischeibchen kurz darin rösten, aber bitte nur ganz kurz. Diese dann ebenfalls wieder rausnehmen und zum Schluss für einige Minuten den Fenchel ins Chorizo-Chili-Knoblauchöl geben. Er wird dabei schön braun, darf aber gerne noch knackig bleiben. Salzen, ab und zu umrühren und beim gewünschtem Gargrad die Pfanne vom Feuer ziehen.

Die al dentösen Tortiglioni dann mit einer Schöpfkelle direkt aus dem Kochtopf in die Pfanne hieven. Jetzt noch die geparkte Wurst, Chili und den Knoblauch mit dazu geben und alles gut schwenken. Sollte die Sache zu trocken sein, kann mit Nudelwasser dagegen gesteuert werden.

Auf vorgewärmte Teller verteilen und mit viel Korianderblättchen bestreuen. Manche mögen auch noch frisch geriebenen Parmesan drüber.

Alle unsere Rezepte in der A-Z Übersicht gibt’s hier.

19 Kommentare


  1. Ich bin strikt gegen Kontaminationen. Wir sind schon genug globalisiert, ohne dass uns noch interkulturelle Rezepte suggeriert werden. Als ob es nicht genug italienische rezepte für Pasta-Saucen gäbe! Ist so ein Monstrum wie die Pizza mit Südtiroler Speck oder die Spagetti mit dem im Mitelmeer nicht vorhandenen Lachs. Wann kommt der Saumagen mit Mango Chutney?

  2.   TeaRex

    @1: Was sind denn dann Nudeln mit Tomatensauce? Auch verboten? Nudeln stammen aus China, Tomaten aus Mittelamerika.

  3.   Cooki

    Was der Autor hier „Schöpfkelle“ nennt, ist allerdings ein Schaumlöffel.


  4. Wieso brauchen wir jetzt auch noch eine Diktatur des erlaubten Essens?

  5.   Tiroler

    Ich sehe hier keinerlei „Kontamination“. Allein das Vorhandensein von Nudeln in einem Gericht lässt noch lange nicht darauf schließen, dass es sich um ein italienisches Gericht handeln muss. Nudelgerichte gibt es in der ganzen Welt, die Hauptsache ist doch, dass das Gericht schmeckt, und das dürfte im vorliegenden Fall sicher zutreffen. Allerdings ist es falsch, von einer Sauce zu reden. Eine Pizza mit Südtiroler Speck als Monstrum zu bezeichnen, finde ich sehr anmaßend. Ich verwende sogar ohne irgendwelche Gewissensbisse Osttiroler Speck, der mir besser schmeckt, aber das soll wohl jeder selbst entscheiden können.


  6. Zu meiner Studienzeit konnte ich von einem solchen Festmahl nur träumen. Ein Kanten Schwarzbrot, belegt mit Weckmehl und Margarine war damals das Essen meiner Wahl. Im Vergleich zu einem solchen kulinarischen Völkermord schmeckte das wahrlich erquickend und bekömmlich!


  7. @ 3 Man schafft das bei kurzen Nudeln auch ganz gut mit der Schöpfkelle.

  8.   dymphna

    @1 Na wenn man gegen irgenetwas ist, dann hat man doch schon mal einen Lebnsinhalt. Im übrigen klingt die Fenchel-Chorizo Kombination ausgesprochen verlockend, Chili und Knoblauch sowieso. Wird ausprobiert, danke.


  9. Interessantes Rezept, klingt wunderbar, weiter so.