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Hähnchen-Tajine mit Birne und Couscous

Von 6. März 2013 um 22:05 Uhr

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Sehr überraschend und lecker ist diese Kombination aus Kernobst und Geflügel. Wer keine Tajineform hat, nimmt einfach einen Schmortopf.

Für zwei Personen:
3-4 Hähnchenschenkel
1 Birne (nicht zu weich)
200 g Couscous
2 kleine Zwiebeln
1 Zitrone
1 Bund Koriander
1 Knubbel Ingwer
10 schwarze Oliven
frische Petersilie
1 Zimtstange
1 TL Kurkuma
2 TL Ras el Hanout
1 EL Butter
1 EL Honig
500 ml Hühnerbrühe
Olivenöl
Salz
Pfeffer

010313Drei Hähnchenschenkel in der Mitte, also am Kniegelenk teilen. Zwei kleine Zwiebeln schälen und nicht zu fein würfeln. Einen kleinen Ingwerknubbel schälen und quer zur Faser in hauchdünne Scheibchen schneiden. Den Backofen inklusive Tajineform auf 150 Grad Oberunterhitze vorheizen.

In einer Pfanne einen EL Olivenöl auf Dreiviertelhitze bringen und das Fleisch darin von allen Seiten braun anbraten. Dann rausnehmen, in die Tajineform hieven und beides wieder zurück in den Ofen stellen.

Stattdessen drei Viertel der Zwiebelwürfel und die Ingwerscheibchen im Bratfett und auf mittlerer Temperatur glasig anschwitzen, heute dürfen hier ausnahmsweise auch mal leichte Röststoffe entstehen. Kurz davor noch die Zimtstange, einen TL Ras el Hanout und einen TL Kurkuma drüberstreuen und kurz mitrösten lassen, dann alles mit 250 ml Hühnerbrühe ablöschen. Die Bratrückstände am Pfannenboden mit Hilfe eines Holzlöffels in die Flüssigkeit kratzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den ganzen Pfanneninhalt dann zum Fleisch geben, genau wie die Hälfte des Korianderbunds. Dann mit Deckel drauf zirka eine halbe Stunde im Ofen vor sich hin schmoren lassen.

In der Zwischenzeit eine Birne längs zwölfteln und mit einem kleinen, scharfen Messer und mit einem Schnitt bei jedem Zwölftel den Strunkansatz, das Kerngehäuse und oben den Stiel rausschneiden.

In der saubergewischten Pfanne einen EL Butter auf Dreiviertelhitze schmelzen und die Birnen von beiden Seiten kurz anbraten. Sobald die ersten Bräunungen auftreten, einen EL Honig dazu geben, alles gut hin- und her wenden und kurz karamellisieren lassen. Diese Birnen plus zehn schwarze Oliven zehn Minuten vor dem Ende der Hähnchengarzeit mit in den Tajine geben.

Parallel dazu das Couscous-Gries nach Packungsaufschrift zubereiten. Nur das Aufgusswasser mit etwas angeschwitzten Zwiebelwürfeln, abgelöscht mit Hühnerbrühe und gewürzt mit einem TL Ras el Hanout ersetzen. Kleingeschnittene Petersilienblätter passen auch ganz gut, geschmacklich sowie optisch.

Die fertige Sauce noch mal auf Salz abschmecken und die Süße mit Zitronensaft ausbalancieren. Auf vorgewärmten Tellern servieren und mit den übrigen Korianderblättern bestreuen.

Alle unsere Rezepte schön übersichtlich und von a-z gibt’s hier.

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Leser-Kommentare
  1. 1.

    Mit einer richtigen irdenen Tajine braucht man doch keinen Backofen; das simmert bei kleinster Stufe/Flamme doch auf dem Herd genausgut vor sich hin. Oooder?

  2. 2.

    @René F_Artois

    Genau so ist es. Und schmeckt dann vor allem noch einmal so gut.

  3. 3.

    ‘Die richtige irdene Tajine’ hat meistens innen eine ungefrittete Bleiglasur. Das ist nicht unbedingt ein Grund, sie sofort zu entsorgen, man sollte aber mit jeder Art von Säure ein bißchen vorsichtig sein. Unter Säure fällt auch Wein, Obstsaft und Milch – es ist keine wirklich gute Idee, Gerichte mit Säuren länger in der Tajine zu lassen als nötig.

    Sollte es zu einem Tajine-Neukauf kommen, wähle man nach Möglichkeit eine unglasierte und dichte sie mit dem Kasein aus darin aufgekochter Milch. Ja, das geht und nein, es stinkt nicht.

  4. 4.

    Und wenn man den in Ehren ergrauten Römertopf nimmt,
    .
    kann man sich die ganze Diskussion sparen :-)
    .
    Meint
    Sikasuu
    (der weiss, das solche Gerichte auch in einem “länglichen” Topf gelingen:))

    • 8. März 2013 um 02:09 Uhr
    • Sikasuu
  5. 5.

    Für dieses im Zweifel leckere Gericht benötigt man aromatische Birnen, sonst hätte man nur Platzhalter. Wenn man eines aber mit Sicherheit nicht bekommt im März und auf der Nordhalbkugel, dann sind das aromatische Birnen!
    Selbst wenn man die einfliegen könnte, werden sie nicht eingeflogen, weil sie nicht hipp genug dafür sind. Bleibt also nur das gepresste Wasser, was man ab und an beim Discounter findet – und das wäre eine Schande für die übrigen Zutaten.

    Also: Wiedervorlage in einem halben Jahr.

  6. 6.

    Es muss ja keine Abate Fetel sein. Sogar hier in der tiefsten Provinz gibt es aromatische Williams o.ä., die natürlich eine weitere Reise hinter sich haben als alle meine bisherigen Reisen zusammen. Wir wollen’s ja nicht anders. Ansonsten: Rezept vielversprechend, wird probiert. In der Tajine, auf dem Herd.

  7. 7.

    Ich suche jetzt schon eine ganze Weile und kann doch Druckfunktion (ohne die ganzen Frames drumherum) nicht finden – könnte mir vielleicht jemand einen Tipp geben?
    Vielen Dank!

    • 8. März 2013 um 12:13 Uhr
    • Jan
  8. 8.

    @7
    Tipp = copy & paste

  9. Kommentar zum Thema

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